0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-01-01 2023-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2022-12-31 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-01-01 2024-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2024-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2022-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:IssuedCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2022-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:AdditionalPaidinCapitalMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2022-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:RetainedEarningsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfGainsAndLossesOnFinancialAssetsMeasuredAtFairValueThroughOtherComprehensiveIncomeMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfRemeasurementsOfDefinedBenefitPlansMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2022-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:ReserveOfChangeInFairValueOfFinancialLiabilityAttributableToChangeInCreditRiskOfLiabilityMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2022-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:EquityAttributableToOwnersOfParentMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2022-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember 0W5QHUNYV4W7GJO62R27 2023-01-01 2023-12-31 ifrs-full:NoncontrollingInterestsMember iso4217:EUR
doc1p1i0
doc1p2i0
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Inhalt
Konzernlagebericht und -abschluss
Konzernlagebericht
I
Konzernabschluss
1
Bestätigungsvermerk
112
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
115
Bericht des Aufsichtsrats
116
Einzelabschluss
Jahresabschluss
117
Anlagespiegel
140
Lagebericht
142
Bestätigungsvermerk
159
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
162
doc1p4i0
 
HYPO TIROL BANK AG
I
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
1
Lagebericht des Vorstands
 
zum Konzernabschluss
am 31. Dezember 2024 der
Hypo Tirol Bank AG
1.
 
Hypo Tirol Bank. Unsere Landesbank.
Die Hypo Tirol Bank AG ist ein regional verankerter, moderner und agiler
Finanzpartner, der zur positiven Entwicklung Tirols als Wirtschafts- und
Lebensraum beiträgt. In der Rolle als Tirols Landesbank ist es ihre
Aufgabe, Wertschöpfung zu schaffen, zu fördern und zu erhalten, die
den Menschen und dem Land zugutekommt. Damit leistet sie einen
wichtigen Beitrag, den Wohlstand in der Region nachhaltig zu beleben.
Am besten gelingt das, indem die Hypo Tirol Bank AG sowohl ihre
Mitarbeiter als auch ihre Kunden befähigt, deren Zukunft positiv zu
gestalten, und als Finanzdienstleister gleichzeitig dazu beiträgt, Wandel
zu bewirken.
Als Beraterbank bekennt sich die Hypo Tirol Bank AG zur Vor-Ort-
Betreuung und ist mit insgesamt 17 Standorten in Nord- und Osttirol
präsent. Hier finden Privatkunden, Unternehmen, freiberuflich Tätige,
Private-Banking-Kunden sowie öffentliche Institutionen persönliche
Beratung und individuellen Service in allen Finanzangelegenheiten.
Abgerundet wird das Filialnetz durch zwei Selbstbedienungs-
Geschäftsstellen in den Innsbrucker Stadtteilen Saggen und Wilten.
Moderne, sichere Onlinedienste, in welche basierend auf der
Unternehmensstrategie laufend investiert wird, ergänzen das
Leistungsspektrum. Ziel ist es, die Hypo Tirol Bank AG sowohl prozessual
als auch in Hinblick auf einfach nutzbare Electronic-Banking-Lösungen in
eine digitalisierte Regionalbank zu transformieren und gleichzeitig das
Angebot der persönlichen Betreuung zu stärken, um das Beste aus
beiden Welten zu vereinen.
Der ganzheitliche, kundenzentrierte Beratungsansatz wird im
Besonderen über neu geschaffene Vertriebsstrukturen mit Fokus auf
zielgruppenorientierte Kompetenzbündelung spürbar. Nach dem
Vorbild unserer Spezialisteneinheit für Private Banking am Standort
Zentrale ist ein weiteres Leuchtturmprojekt im Segment „Freie Berufe“
am Standort Universitätsklinik in Planung. Darüber hinaus werden
Angebote und Services für Unternehmen im Großraum Innsbruck
künftig unter einem Dach in der Zentrale am Bozner Platz abgewickelt –
vom Einzelunternehmer bis zum internationalen Konzern steht bester
Service für die Wirtschaftskraft im Land Tirol im Zentrum des Handelns.
Als Tiroler Landesbank sorgt die Hypo Tirol Bank AG auch für kräftige
Impulse beim Thema „Wohnen“. In den vergangenen drei Jahren hat die
Hypo Tirol Bank AG dazu beigetragen, dass insgesamt 1.200
gemeinnützige Wohneinheiten im Land entstehen konnten. Für private
Wohnbaufinanzierungen ist Ende des Jahres mit dem neuen
Kompetenzcenter „Hypo Tirol WohnRaum“ eine zentrale Anlaufstelle
für Wohnungskäufer und Häuslbauer im Herzen von Innsbruck
entstanden, welche Anfang 2025 feierlich eröffnet wird.
Ergänzt wird das universelle Finanzdienstleistungs-Angebot durch die
Hypo Tirol Versicherungsmakler GmbH, die Hypo Immobilien Betriebs
GmbH sowie die Hypo Tirol Leasing GmbH.
Am Standort in Wien ist die Hypo Tirol Bank AG als Spezialanbieter mit
den Schwerpunkten gehobene Veranlagung sowie gewerbliche
Wohnbaufinanzierungen tätig.
 
 
Als Bank des Landes Tirol steht die Hypo Tirol Bank AG nicht nur bei
Geldangelegenheiten für nachhaltige Erfolge, sie macht sich für
Nachhaltigkeit in all ihren Facetten stark – wirtschaftlich, sozial und
ökologisch. Einen ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht die
Hypo Tirol Bank AG im Rahmen ihres Jahresabschlusses. Ab dem
Geschäftsjahr 2024 erfolgt die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach
den European Sustainability Reporting Standards (ESRS).
 
In ihrer Funktion als Arbeitgeber zählt die Hypo Tirol Bank AG zu den
wichtigsten Ausbildungsstätten und sichert wertvolles Finanz-Know-
how im Land. Als eigenständige, regionale Universalbank bietet sie ihren
Mitarbeitern ein breites Spektrum an Karrierechancen. Die Hypo Tirol
Bank AG zählt zu den ausgezeichneten Tiroler Lehrbetrieben und
familienfreundlichen Unternehmen mit attraktiven Benefits.
2.
 
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und
Geschäftsverlauf im Berichtsjahr
2.1.
 
Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Jahr 2024 war von einer deutlichen Aufwärtsbewegung an den
globalen Aktienmärkten geprägt. Gegen Jahresende bauten US-Werte
ihren Vorsprung weiter gegenüber den anderen Regionen der Welt
aus. Auch Anleihen konnten nach eher schwierigen Monaten im
Frühjahr im zweiten Halbjahr erfreuliche Wertzuwächse verzeichnen.
Die Rohstoffpreise entwickelten sich grundsätzlich positiv, jedoch auch
sehr unterschiedlich.
Konjunktur/Geopolitik
 
Im Laufe des Jahres 2024 offenbarte sich eine große Diskrepanz im
Wachstumspotenzial zwischen den USA und Europa bzw.
 
Asien. In den
USA ist die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2024 mit 2,8 % (auf
das Jahr hochgerechnet) solide gewachsen. Vor allem der private
Konsum und die Ausrüstungsinvestitionen legten zu. Seit der Wahl
Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten am 5. November
verbesserte sich der Konjunkturausblick, da der Präsident deutliche
Steuersenkungen und eine umfassende Deregulierung angekündigt
hatte.
Die Wirtschaft im Euroraum ist im dritten gegenüber dem zweiten
Quartal um 0,4 % gewachsen, was aber zum Teil auf Einmaleffekte
zurückging. Während der Konjunkturmotor in Euro-Peripherieländern
(wie Spanien oder Portugal) gut lief, befand sich Kerneuropa in
 
der Stag-
nation. Im produzierenden Gewerbe ist die Produktion in den letzten
Quartalen geschrumpft. Der kombinierte Einkaufsmanagerindex für die
Industrie und den Dienstleistungssektor im Euroraum hat im Dezember
zwar einen Teil des deutlichen Rückgangs im Vormonat
 
wieder
wettgemacht und ist von 48,3 auf 49,5 Punkte gestiegen. Allerdings liegt
der Index damit weiter in einem Bereich, in dem die Wirtschaft in der
Währungsunion in der Vergangenheit zumeist leicht geschrumpft ist.
 
Die Inflationsrate im Euroraum ist im Dezember von zuvor 2,2 % auf 2,4
% gestiegen. Der Großteil des Anstieges geht allerdings auf Basiseffekte
bei den Energiepreisen zurück. Die Kernteuerungsrate (ohne Energie,
Nahrungs-
 
und Genussmittel) blieb zuletzt konstant bei 2,7 %.
Insbesondere die Dienstleistungsinflation war gegen Jahresende
hartnäckig hoch.
Geldmarkt/Anleihen
Wegen der Konjunkturschwäche bzw.
 
Entschärfung des Inflationsrisikos
war das Jahr 2024 von einer zunehmend expansiven Geldpolitik vieler
Notenbanken gekennzeichnet. Am 17. September leitete die US-
Notenbank FED den Zinssenkungszyklus mit einer Senkung um 0,50 %
ein. Weitere Zinssenkungsschritte folgten im November und Dezember.
 
Im Euroraum hat die Europäische Zentralbank ab Anfang Juni die
Leitzinsen wegen der anhaltenden Konjunkturschwäche insgesamt
viermal gesenkt. Mit Ende des Jahres 2024 lag der für die EUR-
 
II
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
2
Geldmarktsätze maßgebliche Einlagesatz der EZB bei 3,0 % und damit
um einen ganzen Prozentpunkt tiefer als im Frühling. Am Markt wird mit
weiteren Leitzinssenkungen im Jahr 2025 gerechnet. Die EUR-
Geldmarktzinsen setzten folglich ihre seit April sinkende Tendenz
 
bis
zum Jahresende fort.
 
Nach einem eher schwierigen ersten Halbjahr war die zweite
Jahreshälfte 2024 wegen der sinkenden Inflation von Kurszuwächsen
über alle Laufzeiten gekennzeichnet. Allerdings gab es zwischendurch
aufgrund vorübergehend steigender Renditen am Kapitalmarkt auch
Gegenwind vor allem für Anleihen mit langer Restlaufzeit. Sowohl
Staatsanleihen, besicherte Anleihen als auch Unternehmensanleihen
entwickelten sich summa summarum gut. Eine sehr erfreuliche
Performance erzielten High-Yield Anleihen, welche wegen der
attraktiven laufenden Verzinsung und moderater
 
Ausfallraten
nachgefragt wurden.
Aktien
Für die internationalen Aktienmärkte war das Jahr 2024 noch
erfolgreicher als 2023. Die widerstandsfähige US-Konjunktur half US-
Aktien andere globale Indices teils deutlich zu übertreffen. Als
Kurstreiber erwiesen sich auch die überwiegend starken
Unternehmensergebnisse. Einen zwischenzeitlichen Kursrücksetzer gab
es allerdings Anfang August. Mehrere Giga-Caps gerade aus dem Tech-
Bereich veröffentlichten zu diesem Zeitpunkt einen verhaltenen
Ausblick. Auch im Dezember waren die meisten Aktienmärkte von
nachgebenden Notierungen geprägt. Die hohe Konzentration im
Technologiesektor war ein zentrales
 
Thema, denn die „glorreichen
sieben“ Aktien waren eine wichtige Triebfeder
 
des Aufschwunges.
Zudem war der Kurs der Geldpolitik ein bestimmender Faktor.
Außerhalb der Eurozone wurden die Zinssenkungserwartungen gegen
Jahresende deutlich zurückgeschraubt. Dazu kam eine Zuspitzung der
geopolitischen Konflikte im Nahen Osten. Über das gesamte Jahr 2024
war die Wertentwicklung der meisten Aktienmärkte jedoch sehr
erfreulich. An der Spitze standen US-Aktien, die neben den
Kursanstiegen auch von der Stärke des US-Dollar zum Euro profitierten.
Auch viele Börsen in Asien bzw. den Schwellenländern entwickelten sich
sehr erfreulich. Vergleichsweise gering fiel der Kurszuwachs in Europa
aus.
 
Sonstige Anlagen
Die Inflationserwartungen und die schwachen Konjunktursignale
bestimmten die Kursentwicklung an den Rohstoffmärkten. Edelmetalle
und insbesondere Gold wiesen vor allem im März/April und im
September bzw. Oktober Kursanstiege
 
aufgrund erhöhter Nachfrage
seitens mehrerer Notenbanken auf.
 
Unterstützend wirkte auch die
Unsicherheit aufgrund des Krieges im Nahen Osten. Die Energiepreise
waren im Jahresverlauf überwiegend von einer fallenden Tendenz
gekennzeichnet. Im September erreichte der Ölpreis der Nordseesorte
„Brent“ mit rund 70 USD je Barrel sein Jahrestief, da die globale
Konjunkturschwäche die Ölnachfrage sinken ließ. Erst
 
kurz vor dem
Jahresende ließ der eskalierende Krieg im Nahen Osten die
Energienotierungen wieder anziehen.
2.2.
 
Wirtschaftsentwicklung im Marktgebiet
Österreichs Wirtschaft ist im dritten Quartal 2024 zum sechsten Mal in
Folge geschrumpft. Von Juli bis September lag das reale
Bruttoinlandsprodukt (BIP) um -0,6 % unter dem Vorjahresquartal und
um -0,1 % unter dem Vorquartal. Über das gesamte Jahr 2024 dürfte
das Bruttoinlandsprodukt laut der Wirtschaftsforschungsinstitute WIFO
und IHS um -0,9 % gesunken sein. Die Rezession betraf insbesondere die
Herstellung von Waren, sowie Bauwirtschaft und Handel.
 
Besser war
die Lage in manchen Dienstleistungsbranchen,
 
wie auch im Finanz- und
Versicherungsbereich. Die hohe Unsicherheit bei den Konsumenten
hatte ein deutliches Ansteigen der Sparquote (von 8,7 % im Jahr 2023
auf 11,4 % im Jahr 2024) zur Folge, was sich konsumbremsend
auswirkte.
 
Mit Jahresende 2024 waren laut Arbeitsmarktservice Austria rund
426.000 Personen als arbeitslos oder in Schulungen des AMS gemeldet.
Auch wenn im Dezember aufgrund einer besseren Lage am Bau die
Arbeitslosendaten etwas besser ausfielen, so ist doch aufgrund der
schwierigen konjunkturellen Lage ein Anstieg der durchschnittlichen
Arbeitslosigkeit im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von +9,4
% festzustellen.
 
Eine erfreuliche Entwicklung gab es im Tourismusland Tirol zu
verzeichnen. Im August 2024 wurde mit über 1,62 Mio. Gästeankünften
ein neuer Rekord verzeichnet. Insgesamt fiel die Sommersaison für das
Bundesland sehr positiv aus.
2.3.
 
Laufende Entwicklung des Unternehmens
 
im
Berichtsjahr
Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2024 war von einer
zurückhaltenden Konsum- und Investitionsfreude beeinflusst, welche
durch makroökonomische Unsicherheiten erklärbar ist. Das Zinsumfeld
konnte jedoch erfolgreich genutzt werden, obwohl die EZB im Juni die
Zinswende eingeleitet und die Leitzinsen in mehreren Schritten gesenkt
hat.
 
Das Einlagevolumen konnte durch marktkonforme Konditionspolitik auf
einem konstanten Niveau gehalten werden. Finanzierungsseitig führte
das aktuelle Zinsniveau erwartungsgemäß zu außerordentlichen
Tilgungen, welche im Jahresverlauf zwar abflachten, jedoch eine
planmäßige Senkung des Ausleihungsvolumens zur Folge hatten. Die
Kapitalausstattung der Bank stellt sich weiterhin komfortabel
 
dar und
verschafft ihr ein hervorragendes Standing am internationalen
Kapitalmarkt, was sich positiv auf die Refinanzierungsmöglichkeiten
auswirkt und Handlungsspielraum für strategische Investitionen
gewährleistet. Im Rahmen des jährlichen Reviews bestätigte aufgrund
dessen auch Standard & Poor’s das A+ Rating mit stabilem Ausblick, was
das solide wirtschaftliche Fundament der Hypo Tirol Bank AG
untermauert.
 
Im Geschäftsjahr 2024 machte die Hypo Tirol Bank AG bedeutende
Fortschritte bei der Umsetzung ihres Strategieprogramms mit den
Schwerpunkten Vertrieb, Digitalisierung sowie People & Culture.
Besonders hervorzuheben sind die Auszeichnungen im
Fondsmanagement und in der Qualität der Anlageberatung: Beim
Österreichischen Dachfonds Award des GELD Magazins belegte die
Hypo Tirol Bank AG mit ihrem Aktiendachfonds in unterschiedlichen
Bewertungszeiträumen die Plätze 1, 2 und 3 und wurde im Elite Report
des Handelsblatts mit „magna cum laude“ ausgezeichnet. Dies
unterstreicht, dass sich die Tirolerinnen und Tiroler sowohl bei
Produkten als auch bei der Beratung auf erstklassige Leistungen ihrer
Landesbank verlassen können.
 
Ein weiterer Meilenstein war die erfolgreiche Großemission eines
öffentlichen Pfandbriefs im Februar,
 
die das Ansehen der Landesbank
an den internationalen Kapitalmärkten stärkte und die Refinanzierung
sicherte. Auch die Ratingagentur Moody’s hob das Pfandbrief-Rating im
Juli auf Aaa sowie die Bonitätsbewertung im September auf A3 und
damit in den Upper Medium Grade.
 
Im Bereich der Digitalisierung konnte durch die enge Zusammenarbeit
mit Accenture eine Vielzahl von Digitalisierungsthemen erfolgreich
umgesetzt werden. Dazu gehörten die Schaffung eines
organisatorischen Rahmens für die Digitalisierung sowie die Einführung
neuer Bezahl-Lösungen wie Garmin Pay,
 
eine verbesserte Usability der
Banking-App und Prozessoptimierungen im Bereich der Finanzierungen,
um eine zeitnahe Information der Kundinnen und Kunden zu
gewährleisten. Die neu gelaunchte, modernisierte Website stärkt
zusätzlich die digitale Präsenz der Hypo Tirol Bank AG.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
III
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
3
Auch das Arbeitsumfeld der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde
weiter optimiert und die Performance des Arbeitsplatzsystems deutlich
verbessert.
 
 
Insgesamt blickt die Hypo Tirol Bank AG auf ein arbeits- und
ergebnisreiches Jahr 2024 zurück, in welchem wesentliche Grundlagen
für eine weiterhin stabile Entwicklung und wirtschaftlichen Erfolg in
einem volatilen Umfeld geschaffen wurden.
Geschäftsentwicklung
Wichtige Unternehmenskennziffern
2024
2023
2022
Bilanzsumme in TEUR
7.972.104
7.957.610
8.588.425
Forderungen an Kunden
in TEUR
5.250.102
5.523.718
5.824.542
Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden in TEUR
3.541.605
3.778.471
3.657.280
Kernkapital in TEUR (TIER I)
671.369
626.735
591.400
Zinsüberschuss nach
 
Risikovorsorge in TEUR
136.038
118.192
69.851
Provisionsüberschuss in
TEUR
35.349
33.532
31.440
Verwaltungsaufwand
 
in TEUR
92.687
84.008
75.830
Ergebnis vor Steuern in
TEUR
81.843
62.209
44.486
Kernkapitalquote in %
19,88%
17,64%
16,72%
Eigenmittelquote in %
21,50%
19,61%
19,03%
Return on Equity (IFRS)
 
in %
12,68%
10,16%
7,72%
Gesamtkapital-
rentabilität
0,79%
0,61%
0,41%
Cost-Income-Ratio (IFRS)
in %
45,96%
47,51%
52,10%
NPL ratio gemäß EBA Risk
Indicators
3,78%
3,08%
2,62%
NPL ratio gemäß
EBA/GL/2018/10
4,49%
3,55%
3,13%
Mitarbeiteranzahl nach
 
Kapazitäten
520
491
479
Erläuterung zur Berechnung von Unternehmenskennzahlen
Return on Equity (IFRS) in %:
Ergebnis vor Steuern / Eigenkapital des Vorjahres abzüglich
Ausschüttungen des laufenden Geschäftsjahres laut
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Gesamtkapitalrentabilität:
Ergebnis nach Steuern / Bilanzsumme
Cost-Income-Ratio (IFRS) in %:
Verwaltungsaufwand / (Zinsüberschuss + Provisionsüberschuss +
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
 
+
Ergebnis aus der Ausbuchung von at amortised cost bewerteten
finanziellen Vermögenswerten + Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen + Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
+ sonstige Erträge + sonstige Aufwendungen)
NPL ratio gemäß EBA Risk Indicators:
Die Berechnung der Kennzahl erfolgt gemäß Definition der Nummer
AQT_3.2 aus der Liste von Indikatoren für Risikobewertungs-
 
und
Risikoanalyseinstrumente der EBA (Version 3.2). Dabei werden die
Bruttobuchwerte der im Ausfall befindlichen Darlehen und Kredite inkl.
Guthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben im Verhältnis zur
Summe der Bruttobuchwerte aller Forderungsbestände von Darlehen
und Krediten inkl. Guthaben bei Zentralbanken und Sichtguthaben
dargestellt.
NPL ratio gemäß EBA/GL/2018/10:
Bei dieser Kennzahl werden die Bruttobuchwerte der im Ausfall
befindlichen Kredite und Darlehen ins Verhältnis zur Summe der
Bruttobuchwerte der gesamten Kredite und Darlehen gesetzt. Guthaben
bei Zentralbanken und Sichtguthaben werden nicht berücksichtigt.
Bilanzentwicklung
Zum 31.12.2024 liegt die Bilanzsumme mit EUR 7.972,1 Mio. um 0,18
Prozent über der Bilanzsumme des Vorjahres (Vorjahr:
 
EUR 7.957,6
Mio.). Bei den wesentlichen Bilanzpositionen zeigt sich folgende
Entwicklung:
Barreserve
 
Die Barreserve liegt noch immer auf hohem Niveau. Hierbei handelt es
sich zum großen Teil um Guthaben bei Zentralnotenbanken.
 
Im
Vergleich zum Vorjahr ist sie auf TEUR 1.019,9 (Vorjahr:
 
TEUR 880,6)
gestiegen. Der Grund für den Anstieg liegt in der Veranlagung der
aufgenommenen Gelder aus Repo-Geschäften bei der Österreichischen
Nationalbank.
Forderungen an Kreditinstitute
 
Die Forderungen an Kreditinstitute betrugen zum 31.12.2024 EUR 63,1
Mio. (Vorjahr: EUR 85,4 Mio.) und haben sich damit um EUR 22,3 Mio.
verringert.
Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR
5.250,1 Mio. (Vorjahr: EUR 5.523,7 Mio.). In den Forderungen an
Kunden enthalten sind Leasingforderungen in Höhe von EUR 218,1 Mio.
(Vorjahr: EUR 267,7 Mio.). In Summe verringerten sich die Forderungen
an Kunden um EUR 273,6 Mio. Der Rückgang ist durch verhaltenem
Neugeschäft sowie durch eine verminderte Nachfrage an
Immobilienfinanzierungen bedingt.
 
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte betrugen zum 31.12.2024
EUR 1.331,4 Mio. (Vorjahr: EUR 1.137,3 Mio.). Im Geschäftsjahr 2024
wurden verstärkt Investitionen in Staatsanleihen und Covered Bonds
vorgenommen. Mit EUR 1.235,2 Mio. (Vorjahr: EUR 997,7 Mio.) ist der
Großteil der sonstigen finanziellen Vermögensgegenstände dem Halten-
Portfolio zugeordnet und demzufolge zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet.
 
 
IV
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im abgelaufenen
Geschäftsjahr um EUR 302,2 Mio. auf EUR 636,7 Mio. (Vorjahr: EUR
334,5 Mio.) gestiegen. Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten im Vergleich zum Vorjahr
 
ist auf die Inanspruchnahme
von Repo-Geschäften über den Jahreswechsel zurückzuführen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind im abgelaufenen
Geschäftsjahr um EUR 236,9 Mio. auf EUR 3.541,6 Mio. (Vorjahr: EUR
3.778,5 Mio.) gesunken. Dabei reduzierten sich die Termineinlagen um
EUR 51,2 Mio. Klassische Spareinlagen sanken um EUR 27,6 Mio. und
das Girogeschäft ist um 139,7 Mio. gesunken.
 
Der Rückgang bei den
Einlagen ist auf institutionelle Kunden bzw. Kunden aus dem
öffentlichen Bereich zurückzuführen.
Verbriefte Verbindlichkeiten
Die verbrieften Verbindlichkeiten nahmen im abgelaufenen
Geschäftsjahr um EUR 47,6 Mio. ab und betragen zum Jahresende EUR
2.728,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2.776,5 Mio.). Der Rückgang resultiert aus
planmäßigen Tilgungen.
 
Kapitalausstattung
 
Auf Basis der Verordnung (EUR) Nr.
 
575/2013 (Capital Requirements
Regulations – CRR) sowie der Richtlinie über den Zugang zur Tätigkeit
von Kreditinstituten (Capital Requirements Directive – CRD) sind die
Eigenmittel und die bankaufsichtlichen Eigenmittelerfordernisse zu
ermitteln.
Erfolgsentwicklung
 
Die Hypo Tirol Bank AG verfolgte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr
2024 die festgelegte Strategie der Fokussierung auf den Kernmarkt Tirol
und Wien. Das Jahr 2024 war, wie das Vorjahr,
 
von geopolitischen
Spannungen und Konflikten geprägt. Die Hypo Tirol Bank AG kann trotz
dieser Herausforderungen ein erfreuliches Ergebnis für das Berichtsjahr
vorweisen.
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge
Die Zinsen und ähnliche Erträge sind im Berichtsjahr 2024 auf EUR 300,6
Mio. (Vorjahr: EUR 265,9 Mio.) gestiegen. Auch der Zinsüberschuss ist
im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr um EUR 14,4
Mio. höher und beträgt EUR 163,2 Mio. (Vorjahr: EUR 148,8 Mio.). Die
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 2024 fiel mit EUR 27,1 Mio. (Vorjahr:
30,6 Mio.) um EUR 3,5 Mio. geringer aus. Die neu gebildete
Risikovorsorge bezieht sich zu etwa zwei Drittel
 
auf Einzelkunden im
Ausfall. Weiters ist darin die Dotierung eines Management Overlays
enthalten. Damit veränderte sich der Zinsüberschuss nach
Risikovorsorge im aktuellen Geschäftsjahr 2024 insgesamt um EUR 17,8
Mio. auf EUR 136,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: EUR 118,2
Mio.).
Provisionsüberschuss
Der Provisionsüberschuss stieg im Vergleich zum Vorjahr um EUR
 
1,8
Mio. auf EUR 35,3 Mio. (Vorjahr: EUR 33,5 Mio.). Hauptgrund für diesen
Anstieg sind höhere Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft. Der
größte Anteil bei den Provisionserträgen befindet sich in der Position
Girogeschäft, Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren in Höhe
von EUR 18,6 Mio. (Vorjahr: EUR 17,9 Mio.).
 
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
beträgt im Berichtsjahr 2024 EUR -0,16 Mio. (Vorjahr: EUR 4,8 Mio.)
Darin ist die Abwertung eines Genussrechts, das nicht mehr werthaltig
ist, enthalten. Der Aufwand daraus beläuft sich auf EUR 3,4 Mio.
Verwaltungsaufwand
Der Verwaltungsaufwand macht im Berichtsjahr 2024 gesamthaft EUR
92,7 Mio. (Vorjahr: EUR 84,0 Mio.) aus. Dabei erhöhte sich der
Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr
 
auf EUR 54,5 Mio. (Vorjahr:
EUR 48,8 Mio.), sowie auch der Sachaufwand auf EUR 33,8 Mio.
(Vorjahr: EUR 31,5 Mio.). Der gestiegene Personalaufwand lässt sich
zum einen auf gestiegene Mitarbeiterzahlen und zum anderen auf die
kollektivvertragliche Gehaltsanpassung zurückführen. Treiber des
gestiegenen Sachaufwandes sind unter anderem Investitionen in IT-
Modernisierungsprojekte aus dem aktuellen Strategieprogramm.
 
Sonstiges betriebliches Ergebnis
Im abgelaufenen Geschäftsjahr betragen die sonstigen betrieblichen
Erträge in Summe EUR 20,4 Mio. (Vorjahr: EUR 17,7 Mio.). Hierbei kam
es im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg in Höhe von EUR 2,7 Mio.,
der hauptsächlich aus gestiegenen Erträgen aus dem Leasinggeschäft
und höheren Mieterträgen aus als Finanzinvestitionen gehaltenen
Immobilien stammt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
betragen im Berichtsjahr 17,5 Mio. Der Rückgang ist unter anderem auf
geringere Aufwendungen aus der Dotierung des Abwicklungs- und
Einlagensicherungsfonds zurückzuführen.
 
Ergebnis vor Steuern
Insgesamt ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein erfreuliches
Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 81,8 Mio. (Vorjahr: EUR 62,2
Mio.). Nach Abzug der Steuern von Einkommen und Ertrag in Höhe von
EUR 18,7 Mio. (Vorjahr: EUR 14,0 Mio.) beträgt das Ergebnis nach
Steuern EUR 63,2 Mio. (Vorjahr: EUR 48,2 Mio.).
Wesentliche Kennzahlen
Die Cost-Income-Ratio (CIR), welche die Verwaltungsaufwendungen
bzw. – kosten
 
ins Verhältnis zu den operativen Erträgen (ohne
Risikovorsorge) setzt, beträgt
 
im Berichtsjahr 2024 45,96 % (Vorjahr:
47,51 %). Der Return-On-Equity (ROE) setzt den Nettogewinn ins
Verhältnis zum Eigenkapital. Somit gibt die Kennzahl Auskunft über die
Ertragslage eines Unternehmens. Der ROE beträgt im Berichtsjahr 2024
12,68 % (Vorjahr: 10,16 %).
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zeitraum zwischen Ende des Geschäftsjahres und Aufstellung des
Konzernabschlusses fanden keine besonderen Ereignisse statt,
 
die
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hypo Tirol
Bank AG haben.
3.
 
Bericht über voraussichtliche Entwicklungen
 
und
Risiken
3.1.
 
Volkswirtschaftliche Entwicklungen
Für den Zeitraum erstes Halbjahr 2025 gehen wir von folgenden
Konjunkturszenarien aus:
 
Basisszenario - leichter Aufschwung (Eintrittswahrscheinlichkeit 70 %):
 
Zusammengefasst lässt sich sagen
: „Die Inflationsgefahr ist entschärft
und lässt die kurzfristigen Zinsen weiter sinken. Im Euroraum ist mit
einem leichten Konjunkturaufschwung zu rechnen.
Gemessen an der jüngsten Tendenz der Einkaufsmanagerindices sieht
der aktuelle Konjunkturausblick für den Euroraum schwierig aus. Dies
betrifft insbesondere das produzierende Gewerbe, das sich in der
Rezession befindet. Die Zahl an Unternehmensinsolvenzen ist im
Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen. In Ländern, wie
Deutschland, Frankreich und Österreich herrscht ein politischer
Stillstand und viele Staaten sind überschuldet. Somit ist auch der
Handlungsspielraum für fiskalpolitische Maßnahmen eingeschränkt.
Besser sieht die Lage in den Euro-Peripherieländern und im
 
HYPO TIROL BANK AG
V
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
5
Dienstleistungsbereich aus. Eine deutliche Konjunkturstütze stellen die
hohen verfügbaren Einkommen der Konsumenten dar,
 
da die Löhne in
den letzten Jahren deutlich gestiegen sind und nun für zusätzliche
Ausgaben der Konsumenten zur Verfügung stehen. In den USA ist die
Konjunkturlage vergleichsweise gut. Die vom neu gewählten
Präsidenten Trump angekündigten Deregulierungen und
Steuersenkungen sollten positive konjunkturelle Impulse bringen, die
auch die globale Wirtschaftsleistung unterstützen sollte. Auch die
deutliche Entspannung des Inflationsdruckes im Euroraum ist eine gute
Nachricht. Wir gehen davon aus, dass sich der Anstieg der
Konsumentenpreise, nach einem Plus im Dezember von +2,4 % im
Verlauf der kommenden Monate wieder etwas verringern wird. Dies
sollte der Europäischen Zentralbank die Möglichkeit weiterer
Leitzinssenkungen eröffnen. Die verringerten Refinanzierungskosten
sollten in Verbindung mit der sehr moderaten Arbeitslosenrate positive
Impulse für die Wirtschaftsaktivität bringen. Deshalb erwarten wir einen
leichten konjunkturellen Aufschwung ab dem Frühjahr 2025.
Als mögliche alternative Konjunkturentwicklungen zu unserem
Hauptszenario erachten wir die folgenden beiden Szenarien:
 
Alternativszenario 1 – deutlicher Aufschwung
(Eintrittswahrscheinlichkeit 15 %):
 
Die Kriege und politischen Krisenherde auf der Welt nähern sich einer
Lösung. Dies betrifft insbesondere den Konflikt zwischen Russland und
der Ukraine, sowie zwischen Israel und den Palästinensern. Befürchtete
neuerliche Handelskonflikte stellen sich als weniger belastend als
befürchtet heraus. Die Energie- und Lebensmittelpreise schwächen sich
weiter ab, was sich sehr positiv auf das verfügbare Einkommen
auswirkt. Die Stimmung der Konsumenten bessert sich deutlich und die
Konsumausgaben ziehen an. Die Zahl der Insolvenzen steigt nicht weiter
an. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen nimmt aufgrund des
wieder positiveren Konjunkturausblickes zu, was insbesondere die
Wirtschaftstätigkeit im produzierenden Gewerbe belebt.
 
Alternativszenario 2 – Rezession (Eintrittswahrscheinlichkeit 15 %):
 
Bei diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass sich die aktuell
schwierige Konjunkturlage weiter verschlechtert. Trotz
 
Neuwahlen in
vielen Ländern steigen die Unternehmensinsolvenzen weiter an. Neue
staatliche Sparpakete belasten die Stimmung weiter,
 
was sich negativ
auf die Ausgabenfreudigkeit der Konsumenten auswirkt. Unter
Umständen flammt sogar zwischenzeitlich die Inflationsgefahr aufgrund
von Extremereignissen, wie plötzlicher Energieknappheiten oder
Lieferengpässen, wieder auf. In der Folge kommt
 
es zu einem deutlichen
Rückgang der Wirtschaftsleistung und der Euroraum befindet sich in der
Rezession.
3.2.
 
Wirtschaftsentwicklung im Marktgebiet
Nach zwei Rezessionsjahren wird für 2025 eine verhaltene
konjunkturelle Erholung für Österreich erwartet. Die Frühindikatoren
signalisieren allerdings zu Beginn des Jahres 2025 noch keinen Aufwind.
Positive Impulse sind erst im Verlauf des Jahres als Folge der
anhaltenden Zinssenkungen und einer Belebung der weltweiten
Konjunktur zu erhoffen. Ein stützender Faktor ist
 
die aktuell hohe
Sparquote, die im Jahresverlauf den derzeit schwachen Konsum steigen
lassen sollte. Somit könnte eine höhere Exportnachfrage in Verbindung
mit einer besseren Konsumstimmung wachstumsbelebend wirken. In
ihrer jüngsten Prognose geht das WIFO von einem Wachstum des
österreichischen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von +0,6 % aus, das IHS
erwartet +0,7 %.
 
Die Inflation sollte sich in den kommenden Monaten zwar auf einem
moderaten Niveau einpendeln. Wegen des Anstieges der
Stromnetzentgelte dürfte die Inflation in Österreich allerdings auch
2024 über dem EZB-Zielwert von +2 % verharren. Die
Wirtschaftsforschungsinstitute gehen von einer Inflationsrate von +2,3
% (WIFO) bzw. +2,6 % (IHS) aus.
 
Gemäß aktuellem Konjunkturbarometer der Wirtschaftskammer leidet
auch die Tiroler Wirtschaft unter der unsicheren Lage.
 
In der Befragung
bewerteten nur 21 % der Leitbetriebe ihre aktuelle wirtschaftliche
Situation als gut, während 30 % sie als schlecht einstuften. Vom
anziehenden Konsum und der vermutlich sehr erfreulichen Entwicklung
im Tourismus dürfte das Bundesland Tirol aufgrund des hohen
Gewichtes an Dienstleistungen allerdings überproportional profitieren.
3.3.
 
Voraussichtliche Entwicklung
 
des Unternehmens
Auf Basis der Zins-
 
und Markteinschätzung sowie der Planvorgaben
2025 und der strategischen Ausrichtung mit den Stoßrichtungen
Kundenzentrierung und Digitalisierung werden hinsichtlich wesentlicher
Einflussgrößen in Bezug auf den Unternehmenserfolg nachstehende
Entwicklungen erwartet:
 
 
Sowohl Kapitalausstattung als auch Liquidität bleiben auf einem
komfortablen, hohen Niveau und bilden damit die Basis für eine
erfolgreiche Unternehmensentwicklung.
 
 
Das Kundengeschäft wird durch die Fokussierung auf die strategischen
Zielgruppen Freie Berufe, Kleinunternehmen, Firmenkunden sowie
Öffentliche Institutionen in den strategischen Geschäftsfeldern
gehobene Veranlagung, Wohnbau und Unternehmensfinanzierungen
gestärkt. Im Privatkundensegment soll der spürbare Ausbau des
digitalen Angebots eine höhere Marktdurchdringung erzielen.
 
Vor dem Hintergrund weiterer Zinssenkungen seitens der EZB und
sinkender Margen im Einlagenbereich ist aus aktueller Sicht trotz
konstanter Volumsentwicklung davon auszugehen,
 
dass der
Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im Jahr 2025 rückläufig sein wird.
Dies wird auf der anderen Seite Chancen im Wertpapiergeschäft
generieren, was sich in der strategischen Planung durch eine Steigerung
des Neugeschäfts ausdrückt.
 
Trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds
 
wird aufgrund
der Entwicklung des Zinsumfelds davon ausgegangen, dass die
Nachfrage nach Finanzierungen sowohl im privaten als auch im
gewerblichen Bereich steigen wird. Dieser Entwicklung trägt die
Landesbank auch strukturell mit der Etablierung des Kompetenzcenters
WohnRaum Rechnung, welches durch die Kompetenzbündelung sowie
den neuen Marktauftritt ihr Standing als Wohnbaubank des Landes
festigt.
 
 
Für die Zukunft gilt es, gezielt in Wachstumsbereiche zu investieren und
gleichzeitig die Ausgaben durch ein konsequentes Kostenmanagement
zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit
 
langfristig zu stärken. Bei der
Investitionsplanung liegt der Fokus weiterhin auf dem Ausbau des
Digitalisierungsgrades sowohl bei internen Prozessen als auch bei
Kundenangeboten, der Modernisierung einiger Geschäftsflächen sowie
der Umsetzung von regulatorischen Vorgaben. Der Ansatz aus
strategischen Investitionen und effizienter Kostenkontrolle
 
stellt den
eingeschlagenen Erfolgskurs der Hypo Tirol Bank weiterhin sicher.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
VI
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
6
Risikomanagement
 
Das in der Hypo Tirol Bank AG implementierte und laufend
weiterentwickelte Risikomanagement zielt darauf ab, den langfristigen
Erfolg der Hypo Tirol Bank AG sicherzustellen. Dies umfasst darüber
hinaus die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Erfordernisse in Bezug
auf den ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) und den
ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process).
Im Rahmen der Gesamtrisikostrategie werden sowohl die
Rahmenbedingungen für ein effizientes Risikomanagement als auch die
vom Vorstand geprägte Risikokultur
 
sowie das Risk Appetite Framework
(RAF) definiert. Der Risikomanagementprozess der Hypo Tirol Bank AG
umfasst u.a. folgende Elemente:
●
Risiken identifizieren
●
Risiken bewerten
●
Risiken limitieren
●
Risiken monitoren
●
Risiken eskalieren
Durch diesen systematisierten Risikomanagementprozess
 
wird eine dem
Risikoappetit entsprechende Kapital-
 
und Liquiditätsadäquanz
sichergestellt.
 
Zur Sicherstellung der Kapitaladäquanz werden unter anderem die
folgenden wesentlichen Risiken quantifiziert und aktiv gesteuert:
Risiken
Geschäftsrisiko
Risiko aus dem Geschäftsmodell
Eigenkapitalrisiko
Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Risiko aus sonstigen Aktiva
Kredit-
 
und Gegenparteiausfallrisiko
Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte
Kreditrisikokonzentrationen
Marktrisiko
Zinsrisiko
 
Liquiditätsrisiko
Zahlungsunfähigkeitsrisiko: Vertraglich
 
und Intraday
Risiko aus Refinanzierungskonzentrationen
Reputationsrisiko_Liquiditätsrisiko
Operationelles Risiko
Compliance und Conduct Risk_ESG
Risiken aus Informations-
 
u. Kommunikationstechnologien
In weiterer Folge werden diese zu einem Gesamtrisiko aggregiert und
der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt. Risikokonzentrationen
werden in sämtlichen Risikoarten gesteuert und limitiert.
Länderkonzentrationen bestehen aufgrund des lokalen
Geschäftsmodells der Hypo Tirol Bank AG vor allem in Österreich. Der
Fremdwährungsanteil am Forderungsvolumen beträgt ca. 2 Prozent
 
und
die Konzentration der Einlagen (Top
 
-20 Konzerne) beläuft sich auf ca. 9
Prozent. Bei Letzteren handelt es sich zum größten Teil
 
um Öffentliche
Institutionen.
Die vom Vorstand festgelegten
 
Limite, sowohl für die einzelnen Risiken
als auch für die Auslastung der Risikodeckungsmassen, werden infolge
monatlich überwacht und im Rahmen der
Gesamtbanksteuerungssitzung berichtet. Sollten es die aktuellen bzw.
prognostizierten Entwicklungen erfordern, werden im Sinne einer
aktiven Risikosteuerung zeitgerecht Maßnahmen definiert und
umgesetzt.
Geschäftsrisiko
Die wesentlichen Geschäftsrisiken für die Hypo Tirol sind das Risiko aus
dem Geschäftsmodell, das Eigenkapitalrisiko, das Risiko einer
übermäßigen Verschuldung und das Risiko aus sonstigen Aktiva.
 
Risiko aus dem Geschäftsmodell - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG besteht das dem Geschäftsmodell zu Grunde
liegende Risiko aus Risiken, die in der HTB aufgrund des
Geschäftsmodells und der geschäftsmodellspezifischen Produkte und
Dienstleistungen entstehen.
Dieses Risiko wird regelmäßig in Zusammenarbeit zwischen dem
Risikocontrolling und dem Controlling überwacht und in der
monatlichen Gesamtbanksteuerungssitzung darüber berichtet.
Eigenkapitalrisiko - Definition
Das Eigenkapitalrisiko (Capital Risk) resultiert aus einer
unausgewogenen Zusammensetzung des bankinternen Eigenkapitals
hinsichtlich der Art und Größe der Bank oder aus Schwierigkeiten,
zusätzliche Risikodeckungsmassen im Bedarfsfall schnell aufzunehmen.
Das Eigenkapitalrisiko wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung
 
und
das Stresstestprogramm überwacht.
 
Risiko einer übermäßigen Verschuldung - Definition
Die Hypo Tirol Bank AG definiert die Verschuldungsquote als den
Quotienten aus Kernkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße.
 
Die Steuerung der Kennzahl ist durch die Integration in die Planung
sowie durch die Limitierung derselben sichergestellt. Das Risiko einer
übermäßigen Verschuldung wird über die Leverage-Ratio überwacht.
Risiko aus sonstigen Aktiva - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG resultiert das Risiko aus sonstigen Aktiva von
jenen Bilanzpositionen, die in der Risikotragfähigkeitsrechnung nicht
bereits über das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte, Marktrisiko oder
Immobilien/Beteiligungsrisiko adressiert sind. Dieses Risiko wird
regelmäßig überwacht.
Kredit- und Gegenparteiausfallrisiko
 
Definition
Das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte ist definiert als das Risiko, dass
ein Kreditnehmer seine vertraglichen Verpflichtungen (vor allem Zins-
und/oder Tilgungsverpflichtungen) aufgrund eines bei diesem
Kreditnehmer eintretenden Ausfallereignisses oder einer
Bonitätsverschlechterung nicht oder nicht zeitgerecht erfüllt. Das
Gegenparteiausfallrisiko ist definiert als das Risiko des Ausfalls
 
der
Gegenpartei eines Geschäfts vor der abschließenden Abwicklung der
mit diesem Geschäft verbundenen Zahlungen. Darüber hinaus sind
Kreditrisikokonzentrationen
 
definiert als mögliche nachteilige Folgen,
die sich aus Konzentrationen oder Wechselwirkungen gleichartiger und
verschiedenartiger Risikofaktoren oder Risikoarten ergeben könnten,
wie beispielsweise das Risiko, das aus Krediten an denselben Kunden, an
eine Gruppe verbundener Kunden oder an Kunden aus derselben
Region oder Branche oder an Kunden mit denselben Leistungen und
Waren, aus dem Gebrauch von kreditrisikomindernden Techniken
 
und
insbesondere aus indirekten Großkrediten erwächst.
 
 
HYPO TIROL BANK AG
VII
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
7
Die Berechnung des Kreditrisikos erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG
sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht nach
derselben Methode. In der Quantifizierung des Kreditrisikos finden
ebenfalls das Counterparty Credit Risk (CCR) und das Risiko aus
Kreditrisikokonzentrationen
 
Berücksichtigung. Die Steuerung des
Kreditrisikos (Ausfallrisikos) erfolgt
 
in der Abteilung
Kreditrisikomanagement, in welcher die Prüfung des lebenden
Portfolios erfolgt. Die Sanierung und Betreibung von Non Performing
Loans (NPL) erfolgt in einer eigens dafür eingerichteten
Expertenabteilung.
Aufteilung des Portfolios nach Bonitäten
Die regelmäßige Bonitätsbeurteilung unserer Kunden ist ein
systematisierter Prozess und bildet einen wesentlichen Bestandteil der
Kreditrisikosteuerung. Die Zusammensetzung des Portfolios wird
quartalsweise einer ausführlichen Analyse unterzogen und den
Entscheidungsträgern berichtet.
Der Anteil des Forderungsvolumens in den oberen Bonitätssegmenten
mit ausgezeichneter bis guter Bonität liegt aktuell bei über 75 Prozent.
Aufteilung des Portfolios nach Marktgebieten
Der Hypo Tirol Bank AG ist es gelungen, das Forderungsvolumen
außerhalb der definierten Kernmärkte im Geschäftsjahr 2024 weiter
abzubauen.
Dies wird insbesondere unter Note (19) – Forderungen an Kunden nach
Regionen – dargestellt.
Fremdwährungsanteil Forderungen an Kunden
Die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren konnte auch im
Jahr 2024 fortgeführt und das Fremdwährungsvolumen weiter reduziert
werden. Die Fremdwährungsstrategie sieht kein Neugeschäft in fremder
Währung für Privatkunden und in sehr eingeschränktem Ausmaß mit
ausgewählten Firmenkunden vor.
 
Im Vordergrund steht ein weiterer,
konsequenter Abbau des Fremdwährungsvolumens.
Eine Darstellung im Jahresvergleich der Fremdwährungsvolumina
gegliedert nach Bilanzposition wird unter Note (46) dargestellt.
Entwicklung der Tilgungsträgerkredite
Der kontinuierliche Abbau des Tilgungsträgerportfolios wurde auch im
Jahr 2024 weiter fortgeführt und von den definierten Restriktionen
betreffend der Neukreditvergabe sowie der Bearbeitung des Bestandes
positiv beeinflusst. Eine speziell für Tilgungsträgerfinanzierungen
entwickelte Strategie ist in der Hypo Tirol Bank AG im Einsatz und soll
den gezielten Abbau sicherstellen.
Entwicklung des Wertpapier-Nostro-Portfolios
Im Jahr 2024 wurde das aktivseitige Nostro-Portfolio annähernd
konstant gehalten. Das qualitativ hochwertige Wertpapier-Nostro
 
wird
in der Hypo Tirol Bank AG vor allem zur Liquiditätssteuerung
herangezogen.
Die Entwicklung der Nostro-Positionen (gegliedert nach
Bewertungskategorien) ist unter der Note (21) dargestellt.
Kreditrisikominderung – Sicherheiten
Zur Reduktion des Verlustrisikos ist die Hypo Tirol Bank AG bestrebt,
 
das
Forderungsvolumen entsprechend zu besichern. Den Hauptanteil bilden
 
hierbei Immobiliensicherheiten. Diese werden nach dem definierten
Konzernstandard bewertet und gemäß dem vorliegenden
Sicherheitenkatalog zur Besicherung von Kreditengagements
herangezogen.
Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit der Immobiliensicherheiten ist ein
entsprechender Monitoringprozess etabliert, welcher von einer
unabhängigen Stelle überwacht und berichtet wird. Die hohe Güte des
hypothekarischen Deckungsstocks spiegelt sich auch im externen Rating
desselben wider (Aaa von Moody‘s).
Risikovorsorgepolitik
 
Frühwarnsystem
 
Zur zeitgerechten Identifizierung von Risikopotenzialen im
Kreditgeschäft hat die Hypo Tirol Bank AG ein Frühwarnsystem etabliert,
welches auf Basis quantitativer und qualitativer Risikomerkmale Risiken
frühzeitig identifiziert. Dadurch können Risiken in einem frühen Stadium
erkannt und notwendige Maßnahmen zeitgerecht eingeleitet werden.
Non Performing Loans (NPL)
 
Die Definition von Non Performing Loans in der Hypo Tirol Bank AG
umfasst sowohl die in der aufsichtsrechtlichen Forderungsklasse
befindlichen Kredite im Verzug als auch die Sanierungs- und
Betreibungsfälle.
 
Risikovorsorgepolitik
Die Vorgaben zur Risikovorsorgepolitik sind in einem gesonderten
Rahmenwerk dokumentiert. Dieses beschreibt die Verantwortlichkeiten
sowie insbesondere den Prozess zur Beurteilung der notwendigen Höhe
der jeweils zu bildenden Einzelwertberichtigung. Des Weiteren zählen
Vertragsanpassungen, die als Forbearance-Maßnahme (Zugeständnisse
bei den Kreditkonditionen zur Abwendung einer Wertminderung)
anzusehen sind, zur Risikovorsorgepolitik.
Weiterführende Informationen sind Note (18) zu entnehmen.
Marktrisiko inklusive Zinsänderungsrisiko
 
Definition
 
Unter Marktrisiko versteht die Hypo Tirol Bank AG allgemein:
a) das spezifische und allgemeine Positionsrisiko in zinsbezogenen
Instrumenten,
b) das spezifische und das allgemeine Positionsrisiko in Substanzwerten,
c) das Risiko aus Aktienindex-Terminkontrakten,
d) das Risiko aus Investmentfondsanteilen,
e) die sonstigen mit Optionen verbundenen Risiken,
f) das Warenpositionsrisiko und
g) das Risiko aus Fremdwährungs-
 
und Goldpositionen
Unter dem Begriff des Marktrisikos werden folgende Risikokategorien
zusammengefasst:
●
Zinsänderungsrisiko
●
Preisrisiko
●
Credit Spread Risiko
●
Fremdwährungsrisiko
●
Credit Valuation Adjustment (CVA)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
VIII
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
8
Marktrisikosteuerung
Die Steuerung des Marktrisikos erfolgt in der Abteilung Treasury.
Hierbei liegt der Fokus auf einem ausgewogenen Aktiv-Passiv-
Management unter Berücksichtigung der sich daraus ergebenden
Effekte auf die Rechnungslegung sowohl nach UGB als auch nach IFRS.
Speziell im Zinsrisiko wird über die Barwertperspektive hinaus eine
Risikosicht auf den Netto-Zinsertrag der Bank berechnet.
Zur Reduktion des Zinsrisikos betreibt die Hypo Tirol Bank AG Hedge
Accounting, über welches Fixzinskredite, fix verzinste eigene Emissionen
und fix verzinste Wertpapiere der Eigenveranlagung als Fair
 
Value
Hedges abgesichert werden. Sowohl die Zinspositionierung als auch das
Zinsrisiko werden in monatlicher Frequenz als Steuerungsgrundlage für
das Marktrisiko ermittelt.
IFRS-Marktwert-
sensitivitäten in EUR
Value at Risk
31.12.2024
Value at Risk
31.12.2023
Marktrisiko Going
Concern Sicht (KN 95%)
30.822.610
92.109.884
hievon
Zinsänderungsrisiko
27.623.933
89.491.488
hievon Preisrisiko
452.669
433.040
hievon Credit Spread
Risiko
1.805.693
1.368.886
hievon
Fremdwährungsrisiko
592.004
265.440
hievon CVA-Risiko
348.312
551.031
Zinsänderungsrisiko und Zinsszenarien
Gemäß den Vorgaben von Art.448 CRR wird das Risiko aus möglichen
Zinsänderungen ermittelt:
●
Änderungen des wirtschaftlichen Werts des Eigenkapitals
(=Economic Value of Equity oder EVE), berechnet für die sechs von
der EBA in den Leitlinien zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos
bei Geschäften des Anlagebuchs definierten Szenarien.
●
Änderungen der Nettozinserträge (=Net Interest Income oder NII),
berechnet für die zwei parallelen von der EBA in den Leitlinien zur
Steuerung des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des
Anlagebuchs definierten Szenarien.
Folgende Tabelle zeigt die Effekte
 
der sechs bzw. zwei Zinsszenarien auf
die EVE- und NII-Kennzahlen der Hypo Tirol Bank AG zum Stichtag
31.12.2024:
Szenario (Werte in EUR)
EVE
NII
EBA Parallel Up
-29.003.741
17.935.896
EBA Parallel Down
31.018.482
-27.997.824
EBA Steepener
-404.719
-
EBA Flattener
-3.395.000
-
EBA Short Rates Up
-6.098.823
-
EBA Short Rates Down
1.174.091
-
Liquiditätsrisiko
 
Definition
 
Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr,
 
den gegenwärtigen oder
zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht vollständig oder nicht
zeitgerecht bzw.
 
nicht in ökonomisch sinnvoller Weise nachkommen zu
können. Innerhalb des Liquiditätsrisikos wird weiter zwischen
kurzfristigem Liquiditätsrisiko (bis 1 Jahr) und langfristigem
Refinanzierungsrisiko (über 1 Jahr) unterschieden.
Liquiditätsrisikosteuerung
 
In der Hypo Tirol Bank AG wird das kurzfristige Liquiditätsrisiko anhand
der Kennzahlenauslastung des Liquiditätsdeckungspotenzials (ALDP)
sowie der aufsichtsrechtlichen Kennzahl LCR (Liquidity Coverage Ratio)
quantifiziert und überwacht. Der LCR-Forecast ist als
Frühwarninstrument in das Liquiditätsrisikomanagement integriert.
Zusätzlich erfolgt eine tägliche Überwachung der LCR sowie liquiditäts-
sensitiver Produkte anhand des Daily Liquidity Risk Dashboard. Das
Refinanzierungsrisiko wird über das strukturelle Liquiditätsrisiko sowie
die aufsichtsrechtliche Kennzahl NSFR (Net Stable Funding Ratio)
quantifiziert und über ein Refinanzierungsmonitoring (Plan-/Ist-
Vergleich) überwacht.
 
Die aufsichtliche Kennzahl LCR lag im Jahr 2024 im Durchschnitt auf
einem Niveau von 223 Prozent.
Neben der eher hohen verfügbaren Liquidität verfügt die Hypo Tirol
Bank AG auch über ein freies Deckungsstockvolumen von über 1 Mrd.
EUR.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
IX
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
9
-100
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
Tilgungscashflow in Mio.
Kapitalmarktfälligkeiten pro Jahr
Emission PFBR
Emission KOBR
Sonstige Emission
Eigenstand / RCB
Tender
Limit
-1.000
-800
-600
-400
-200
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
ON
1m
2m
3m
4m
5m
6m
1y
2y
3y
4y
5y
6y
7y
8y
9y
10y
11y
12y
13y
14y
15y
20y
25y
50y
Beträge in Mio. EUR
Laufzeitband
2024-12 Liquiditätsablaufbilanz -Alle
 
Währungen
LAB Inflows
Derivate
Emisssion
Festgelder
Schuldscheindarlehen
Repo
Nachfolgend werden die Kapitalmarktfälligkeiten dargestellt:
Die Liquiditätssteuerung ist in der Hypo Tirol Bank AG der Abteilung
Treasury zugeordnet.
Die Hypo Tirol Bank ermittelt zum Monatsultimo und zu den
Monatsmitten die Liquiditätsablaufbilanz aller vertraglichen Cashflows
(siehe Grafik).
 
Diese Darstellung befähigt in der Liquiditätssteuerung die Analyse der
unverwässerten (keine Annahmen zu Neugeschäft, Stressszenarien etc.)
Cash Zu- und Abflüsse um sich frühzeitig entsprechend zu positionieren
bzw. Maßnahmen abzuleiten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
X
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
10
Konzern-Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten
in Tsd EUR
2024
2023
Täglich fällig
2.331.395
2.319.095
Bis 3 Monate
1.321.487
900.092
Über 3 Monate bis 1 Jahr
495.558
1.064.163
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
2.023.798
1.880.194
Über 5 Jahre
984.525
1.032.498
Verbindlichkeiten Konzern
7.156.763
7.196.042
Operationelles Risiko
 
Definition
 
Unter operationellen Risiken versteht die Hypo Tirol Bank AG die Gefahr
von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens
von internen Verfahren, Menschen und Systemen
 
oder infolge externer
Ereignisse eintreten. Ebenfalls zählen Risiken aus Informations-
 
und
Kommunikationstechnologien (IKT) zum operationellen Risiko.
Ausgenommen sind strategische Risiken und Reputationsrisiken,
eingeschlossen sind Rechtsrisiken.
 
Zur Steuerung des operationellen Risikos stehen folgende Instrumente
zur Verfügung:
 
●
Aufbauorganisation
●
Internes Kontrollsystem
●
Op-Risk Lernprogramm
●
Frühwarnindikatoren
●
Schadensfalldatenbank
Durch den Einsatz dieser Instrumente wird gewährleistet, dass
operationelle Risiken in der Hypo Tirol Bank AG umfassend gesteuert
werden. Zusätzlich werden zur Minderung des operationellen Risikos
folgende Techniken
 
eingesetzt:
●
Klare und dokumentierte interne Richtlinien
(„Arbeitsanweisungen“)
●
Zuordnung und Limitierung von Entscheidungskompetenzen
(„Pouvoirregelungen“)
●
Funktionstrennung zur Vermeidung von Interessenskonflikten für
wesentliche risikorelevante Prozesse
 
●
Laufende Aus- und Weiterbildung der Hypo Tirol Bank AG
Mitarbeiter („Personalentwicklung“)
 
●
Einsatz moderner Technologien
●
Abschließen von Versicherungen
Makroökonomisches Risiko
 
Definition
 
Makroökonomische Risiken sind jene Verlustpotenziale, die durch das
Exposure gegenüber makroökonomischen Risikofaktoren bedingt sind
(Arbeitslosenrate, BIP-Entwicklung). Wir gehen davon aus, dass Risiken
aus dem makroökonomischen Umfeld sich wesentlich auf folgende
Risikoarten auswirken:
 
●
Kreditrisiko
 
●
Marktrisiko
 
●
Liquiditätsrisiko
Das makroökonomische Risiko soll mittelfristige konjunkturelle
Schwankungen in der Risikotragfähigkeitsrechnung abbilden. Es werden
daher in einem ersten Schritt jeweils Daten der letzten fünf bis sechs
Jahre analysiert. Dabei wird darauf geachtet, dass in diesem
Beobachtungshorizont eine konjunkturelle Abschwungphase enthalten
ist. Eine Abschwungphase wird über die Entwicklung des
Bruttoinlandproduktes identifiziert. Ist in den letzten fünf bis sechs
Jahren keine relevante Abschwungphase vorhanden, wird die
historische Analyse ausgeweitet bzw.
 
das Zeitintervall weiter in die
Vergangenheit verschoben. Abhängig von der Art der Risikomessung
können makroökonomische Einflüsse bereits in den normalen
Risikozahlen abgedeckt sein. Nicht abgedeckte makroökonomische
Risiken für die Risikotragfähigkeitsrechnung ergeben
 
sich aus der
Differenz zwischen den Risikowerten mit und ohne makroökonomischen
Einfluss.
 
 
HYPO TIROL BANK AG
XI
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
11
Nachhaltigkeitsrisiko
Das Nachhaltigkeitsrisiko wird als Querschnittsrisiko betrachtet,
 
welches
bedingt durch die Ausprägungen E(Environment) S(Social)
G(Governance) auf die unterschiedlichen Risikoarten der Hypo Tirol
Bank AG wirkt. Hierbei sind insbesondere die Bereiche Geschäftsrisiko,
Kreditrisiko und operationelles Risiko hervorzuheben.
Im Kreditrisikoprozess werden Nachhaltigkeitskriterien
 
bereits in der
Risikobewertung, einerseits im Sinne einer Beurteilung einer
Ausfallwahrscheinlichkeit und andererseits im Zuge der
Sicherheitenbewertung, mitberücksichtigt.
Darüber hinaus definiert die Hypo Tirol Bank AG im Rahmen der
Risikostrategie Finanzierungsausschlusskriterien sowie
Limitobergrenzen für Portfolios, welche durch den Klimawandel negativ
beeinflusst sein könnten, um ein nachhaltiges Kreditengagement
sicherzustellen.
Das Nachhaltigkeitsrisiko findet ebenso im Stresstesting Eingang. Jeweils
ein Szenario berücksichtigt Risiken im Bereich Environment sowie ein
Szenario im Bereich Governance. Im Rahmen der definierten
Downsideszenarien konnte die Hypo Tirol Bank AG in beiden Szenarien
eine gewünschte Kapitaladäquanz sicherstellen.
Die Anforderungen gem. Art. 8 EU-Taxonomie
 
i. V. m. §267a UGB
werden im Nachhaltigkeitsbericht der Hypo Tirol Bank AG gesondert
erörtert.
Organisation des Risikomanagements
 
Der Vorstand beschließt die Gesamtrisikostrategie,
 
das Risk Appetite
Framework (RAF) und die sich daraus ableitenden Risikolimite. In
weiterer Folge legt der Vorstand
 
diese dem Aufsichtsrat zur
Beschlussfassung vor.
Innerhalb des Gesamtvorstands trägt der benannte Vorstand
 
für das
Ressort Risikomanagement & Finanzen die Verantwortung
 
für die
Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie die Führungsfunktion
im Risikocontrolling. Das Risikocontrolling ist dem Gesamtvorstand
berichtspflichtig. Der Aufsichtsrat bzw.
 
dessen Unterausschuss
(Risikoausschuss) ist für die kontinuierliche Überwachung der
Unternehmensleitung und regelmäßige Evaluierung des
Risikomanagementsystems der Hypo Tirol Bank AG verantwortlich.
 
Hierzu informiert der Vorstand den Aufsichtsrat
 
beziehungsweise den
Risikoausschuss in definierten Abständen umfassend über die
Risikosituation des Gesamtkonzerns und die
Risikomanagementsysteme. Dadurch wird die Wahrung der
Überwachungsfunktion durch den Aufsichtsrat/Risikoausschuss
sichergestellt.
Die Stabsstelle Risikocontrolling ist für die Entwicklung und laufende
Weiterentwicklung der Risikomanagementsysteme
 
zuständig. Sie
identifiziert, quantifiziert, aggregiert, überwacht und steuert die
wesentlichen Risiken bzw. Risikodeckungsmassen
 
sowie die kurzfristige
Liquidität zur Sicherstellung der Kapital-
 
und Liquiditätsadäquanz.
Hierzu werden Vorschläge zur Risiko-/(Portfolio
 
-)- Steuerung
eingebracht und die Überwachung anhand des definierten internen
Berichtswesens wahrgenommen. Während Risikomanagement in den
Produktionsstellen vorwiegend auf Einzelpositionsebene betrieben
wird, beschäftigt sich das Risikocontrolling vorwiegend mit dem
Risikomanagement auf Portfolioebene.
Das zentrale interne Gremium zur aktiven Gesamtbanksteuerung bildet
das monatlich tagende Gesamtbanksteuerungsmeeting. Zu den
Teilnehmern dieses Gremiums zählen der Gesamtvorstand,
 
die
Abteilungsleitung Treasury,
 
die Abteilungsleitung Rechnungswesen, die
Abteilungsleitung Controlling & Vertriebssteuerung, die
Stabsstellenleitung Compliance, Governance und Recht, die
Bereichsleitung Risikomanagement sowie die Stabsstellenleitung
Risikocontrolling. Ergänzt wird dieses Gremium durch ein umfassendes
Berichtswesen, welches den Entscheidungsträgern zumindest monatlich
zur Verfügung gestellt wird.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
XII
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
12
Verfahren zur Quantifizierung
 
der Risiken und Risikodeckungsmassen
 
Risikoart/Parameter
Going-Concern-Sicht
Liquidationssicht
Konfidenzniveau
95%
99,9%
Haltedauer
1 Jahr
1 Jahr
Kreditrisiko: Ausfallrisiko
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Kreditrisiko: Gegenparteiausfallrisiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
 
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I für CCR
Geschäftsrisiko: Risikokapital aus
konzernstrategischen Beteiligungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Kreditrisiko:
Namenskonzentrationen
Granularity Adjustment für
 
Namenskonzentrationen.
Granularity Adjustment für
Namenskonzentrationen.
Geschäftsrisiko: Risiko aus sonstigen
Aktiva
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I (Gewichtungsansatz)
Marktrisiko: Zinsänderungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Preisrisiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Credit-Spread-Risiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Fremdwährungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: CVA
Risikowert laut CRR auf das Konfidenzniveau 95
Prozent skaliert
Risikowert laut CRR auf das Konfidenzniveau 99,9
Prozent skaliert
Liquiditätsrisiko
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Operationelles Risiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
 
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I (Basisindikatoransatz)
Makroökonomisches Risiko
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 95-Prozent-Quantil der
beobachteten Barwertveränderungen.
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 99,9-Prozent-Quantil
der beobachteten Barwertveränderungen
Risikopuffer
Unbekannte Risiken & Modellrisiko
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
XIII
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
13
Risikoberichterstattung
 
Risikotragfähigkeit
 
Die Quantifizierung der Risiken und Risikodeckungsmassen erfolgt
sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht
monatlich. Die interne Berichterstattung erfolgt monatlich im Gremium
Gesamtbanksteuerungsmeeting sowie über das definierte
Berichtswesen.
Going-Concern-Sicht
Liquidations-Sicht
Ökonomisches Kapital
Ø 2024
Ø 2023
Ökonomisches Kapital
Ø 2024
Ø 2023
Geschäftsrisiko
2,50%
2,30%
Geschäftsrisiko
2,40%
2,30%
Kreditrisiko
12,30%
13,50%
Kreditrisiko
25,90%
25,50%
Marktrisiko
23,40%
24,50%
Marktrisiko
15,50%
12,40%
Liquiditätsrisiko
0,20%
1,00%
Liquiditätsrisiko
0,00%
0,10%
Operationelles Risiko
4,10%
4,10%
Operationelles Risiko
3,10%
2,80%
Makroökonomisches Risiko
1,00%
0,80%
Makroökonomisches Risiko
3,70%
3,20%
Risikopuffer
1,30%
2,90%
Risikopuffer
1,50%
5,10%
Ökonomisches Risiko Gesamt
44,80%
49,10%
Ökonomisches Risiko Gesamt
52,10%
51,40%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Freie Deckungsmasse
55,20%
50,90%
Freie Deckungsmasse
47,90%
48,60%
Kurzfristiges Liquiditätsrisiko
 
Das kurzfristige Liquiditätsrisiko wird innerhalb eines Tages
 
(Intraday
Liquidity) über einen Frühwarnindikator, als auch täglich über das
Daily Liquidity Risk Dashboard quantifiziert und überwacht. In
letzterem werden die LCR sowie die verfügbare Liquidität im Ist
analysiert und prognostiziert.
Stresstestergebnisse
 
Stresstests stellen eines der Kernelemente zur Identifikation und
Quantifizierung von drohenden Risiken dar.
 
Stresstests für einzelne
Risikoarten, Gesamtbankstresstest und Reverse
 
-Stresstest sind in der
Hypo Tirol Bank AG als wesentliches Steuerungsinstrumente etabliert.
Die Stresstestergebnisse werden sowohl in den internen Gremien als
auch dem Aufsichtsrat und dem Risikoausschuss diskutiert und –
sofern erforderlich – entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung
eingeleitet.
Ad-hoc-Berichterstattung
 
Für Sonderthemen bzw. wenn Entwicklungen ein zum tourlichen
Informationsfluss gesondertes Berichtswesen erfordern, wird dieses
vom Risikocontrolling erstellt und den Entscheidungsträgern zur
Verfügung gestellt.
 
Bericht über wesentliche Merkmale des internen
 
Kontroll-
und Risikomanagementsystems,
 
insbesondere im Hinblick
auf den Rechnungslegungsprozess
Definitionen
Das Risikomanagement im Konzern umfasst alle Tätigkeiten,
 
die dazu
dienen, Geschäftsrisiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten
und danach Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das
Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken beeinträchtigt wird.
 
Als Internes Kontrollsystem (IKS) wird die Gesamtheit aller
Maßnahmen definiert, die dazu beitragen, das Vermögen der
Gesellschaft zu schützen, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zu
gewährleisten und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften
abzusichern.
 
Hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses ist das IKS so
ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit die
Ordnungsmäßigkeit, die Verlässlichkeit und die zeitnahe Bereitstellung
der internen Rechnungslegung sowie des extern zu berichtenden
Abschlusses in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften
gewährleistet ist. Der Rechnungslegungsprozess beschränkt sich dabei
nicht nur auf die regelmäßige Berichterstellung von Zwischen- und
Jahresabschlüssen, sondern umfasst die buchmäßige Erfassung
sämtlicher relevanter Daten von ihrem Entstehen, ihrer Verarbeitung
bis hin zur Aufnahme in interne Unternehmensberichte sowie in die
externen Abschlüsse.
Zielsetzung
Der Vorstand der Hypo Tirol Bank AG ist für die Einrichtung und
Aufrechterhaltung eines angemessenen internen Kontroll-
 
und
Risikomanagementsystems (IKS) verantwortlich.
 
Zur Unterstützung dieser Verantwortung ist die Rolle des
 
IKS-
Koordinators installiert. Der Aufgabenbereich dieser Funktion umfasst
die Vereinheitlichung und Systematisierung der vorhandenen internen
Kontrollen und die Zusammenfassung der Einzelmaßnahmen in ein
übergeordnetes und geschlossenes internes Kontrollsystem.
 
Die
Beurteilung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems
 
basiert auf
den Kriterien, die in dem vom Committee of Sponsoring Organizations
of the Treadway Commission herausgegebenen Arbeitspapier
„Internal Control – Integrated Framework 2013“ festgelegt
 
sind.
Die Zielsetzung des IKS hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses
besteht darin, dass durch die Implementierung eines Kontrollsystems
die prozessinhärenten Risiken erkannt und ein regelungskonformer
Jahresabschluss erstellt wird.
 
 
XIV
HYPO TIROL BANK AG
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
14
Grundlage dieser Vorgaben, Anweisungen und Richtlinien bildet das
IKS-Handbuch als methodischer Rahmen für die Umsetzung eines
abteilungsübergreifenden einheitlichen internen Kontrollsystems.
Komponenten des IKS im Rechnungslegungsprozess
 
Das Kontrollumfeld stellt die Gesamtheit an Vorgaben,
 
Normen,
Prozesse und Verfahren dar,
 
die die Basis des Internen
Kontrollsystems bilden. Das Kontrollumfeld
 
bestimmt daher das
grundsätzliche Kontrollbewusstsein und damit das Kontrollverhalten
des Unternehmens. Weiters gewährleisten standardisierte
Qualifizierungs-
 
und Ausbildungsprogramme der Konzernmitarbeiter,
dass der für die jeweilige Stelle erforderliche Ausbildungsgrad
sichergestellt wird. Flankierend gibt es eine Reihe von Instrumenten,
um die Integrität und das ethische Verhalten der einzelnen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften
sicherzustellen. Zuständigkeiten und Verantwortungen
 
sind durch das
Organisationshandbuch, die Prozesslandkarte und
Stellenbeschreibungen transparent geregelt
Ausgangspunkt für die effektive Risikobeurteilung bilden stets die
unternehmerischen Zielsetzungen. Die Risikobeurteilung hinsichtlich
strategischer Dimensionen des COSO-Modells erfolgt jährlich durch
das Risikocontrolling. Basierend auf dieser Risikobeurteilung werden
in der Hypo Tirol Bank AG die IKS-relevanten Prozesse definiert und
jährlich einem Review unterzogen. Hinsichtlich der effektiven
Risikobeurteilung im Rechnungslegungsprozess bildet die Zielsetzung
der Finanzberichterstattung den Ausgangspunkt. Als vorrangige
Zielsetzung der Finanzberichterstattung ist die Erhaltungs-
 
und
Informationsfunktion definiert. Dem gesetzlich fixierten Grundsatz der
Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage wird zentrale Bedeutung beigemessen.
 
Um das Risiko wesentlicher Fehldarstellungen bei der Abbildung von
Transaktionen im Rechnungslegungsprozess
 
zu minimieren, wurden
Risiken identifiziert und IKS-Kontrollen im Rahmen von
Prozesserhebungen definiert. Durch die IKS-Überwachung werden die
Ordnungsmäßigkeit, Nachvollziehbarkeit und Wirksamkeit der
Kontrollen und ein ordnungsgemäßes Funktionieren der
Gesamtprozesse sichergestellt. Besonders im Fokus sind außerdem
das Kreditgeschäft und das Eigengeschäft im Bereich der
Finanzanlagen.
 
Bei der IT-technischen Abwicklung des Bankgeschäfts ist die Accenture
TiGital GmbH Hauptlieferant. Als zentrales HOST-System
 
für das
tägliche Bankgeschäft ist die Softwarelösung ARCTIS im Einsatz.
Standardlösungen von GEOS, SAP etc. dienen als Subsysteme. Cognos
Controller als Konsolidierungssoftware unterstützt bei der Erstellung
des Konzernabschlusses. Zugriffsregelungen, strikte Vorgaben
hinsichtlich der Datensicherheit, automatisierte Abstimmkontrollen
sind Beispiele von Kontrollmaßnahmen, die für die gesamte IT-
Landschaft der Hypo Tirol Bank AG gelten.
Die Informationswege sind so ausgestaltet, dass alle relevanten
Informationen zuverlässig, zeit-
 
und sachgerecht verteilt werden und
zur Verfügung stehen. Dazu zählen beispielsweise Portal-News,
Intranet, Vorstands-E-Mails, Dokumentenverteilung
 
über Intranet-
Plattformen, Kontrollkalender sowie interne Schulungen und
Workshops.
 
Des Weiteren sorgen institutionalisierte Informationswege im Rahmen
des Vorstandsberichtswesens für die Transparenz
 
der eingegangenen
Geschäfte sowie der den Geschäften inhärenten Risiken und zeigen
die Entwicklung der Ertragslage auf. Für die Vorstandsmitglieder
 
ist
die vierteljährliche Unterrichtung des Aufsichtsrats und des
Prüfungsausschusses über die Ertrags-
 
und Risikosituation ein
Pflichtpunkt, genauso wie Berichte über den Jahresabschluss nach
UGB und den Konzernabschluss nach IFRS. Das IKS des Konzerns wird
nach dem Modell der „drei Verteidigungslinien“ laufend überwacht.
Der Vorstand überwacht das IKS durch das implementierte
Berichtswesen und durch den direkten Dialog mit seinen
Führungskräften. Auch der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss
lassen sich in Ausübung ihrer Überwachungsfunktion in ihren
turnusmäßigen Besprechungen mit dem Vorstand über den Status des
IKS informieren.
4.
 
Nachhaltigkeitsbericht
Entsprechend der EU-Richtlinie 2014/95/EU zur Angabe
nichtfinanzieller Informationen (NFI-Richtlinie) und deren Umsetzung
im österreichischen Nachhaltigkeits-
 
und
Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) fasst
 
die Hypo Tirol Bank
AG die geforderten Informationen gemäß § 267a UGB (NaDiVeG)
 
in
einem gesonderten, nichtfinanziellen Bericht (Nachhaltigkeitsbericht)
zusammen.
5.
 
Bericht über Forschung und Entwicklung
Bezüglich Forschung und Entwicklung ergeben sich branchenbedingt
 
keine Anmerkungen.
 
 
 
 
 
 
 
doc1p19i0
HYPO TIROL BANK AG
XV
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2024
15
Innsbruck, am 11. März 2025
Mag. Alexander Weiß e.h.
Mag. Susanne Endl e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
16
Inhalt
I.
Gewinn-
 
und Verlustrechnung
1
II.
Gesamtergebnisrechnung
2
III.
Bilanz
3
IV.
Eigenkapitalveränderungsrechnung
5
V.
Geldflussrechnung
6
VI.
Anhang (Notes)
7
Grundlagen der Konzernrechnungslegung
7
(1)
Rechnungslegungsgrundsätze
7
(2)
Erstmals anzuwendende, überarbeitete
 
und neue Standards
7
Bilanzierungs-
 
und Bewertungsmethoden
8
(3)
Wesentliche Ermessensentscheidungen,
 
Annahmen und Schätzungen
8
(4)
Konsolidierungsgrundsätze
9
(5)
Währungsumrechnung
11
Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
12
Aktivseite
15
Passivseite
17
Sonstige Angaben
19
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
22
(6)
Zinsüberschuss
22
(7)
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
23
(8)
Provisionsüberschuss
24
(9)
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
 
und Verbindlichkeiten
25
(10)
Ergebnis aus der Ausbuchung von at amortised cost
 
bewerteten finanziellen Vermögenswerten
26
(11)
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
27
(12)
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
27
(13)
Verwaltungsaufwand
27
(14)
Sonstige Erträge
29
(15)
Sonstige Aufwendungen
29
(16)
Steuern vom Einkommen und Ertrag
30
Erläuterungen zur Bilanz
31
(17)
Barreserve
31
(18)
Forderungen an Kreditinstitute
31
(19)
Forderungen an Kunden
34
(20)
Derivate
41
(21)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
43
(22)
Anteile an assoziierten Unternehmen
47
(23)
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
48
(24)
Immaterielle Vermögenswerte
50
(25)
Sachanlagen
52
(26)
Sonstige Vermögenswerte
53
(27)
Langfristige Vermögenswerte,
 
die zur Veräußerung gehalten
 
werden
54
(28)
Latente Ertragsteueransprüche
 
und -verpflichtungen
54
(29)
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kreditinstituten
56
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
17
(30)
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kunden
57
(31)
Verbriefte Verbindlichkeiten
59
(32)
Derivate
60
(33)
Rückstellungen
61
(34)
Sonstige Verbindlichkeiten
66
(35)
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
67
(36)
Ergänzungskapital gem. Art
 
63 CRR
67
(37)
Eigenkapital
68
Zusätzliche IFRS-Informationen
69
(38)
Erläuterungen zur Geldflussrechnung
69
(39)
Beizulegender Zeitwert (Fair Value)
69
(40)
Maximales Ausfallrisiko
75
(41)
Angaben zur Saldierung von derivativen
 
Finanzinstrumenten
76
(42)
Angaben zu nahestehenden Personen
 
und Unternehmen
77
(43)
Informationen zu Leasingvereinbarungen
79
(44)
Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
80
(45)
Segmentberichterstattung
80
(46)
Fremdwährungsvolumina und Auslandsbezug
84
(47)
Nachrangige Vermögenswerte
86
(48)
Treuhandgeschäfte
86
(49)
Eventualverbindlichkeiten
 
und Kreditrisiken
87
(50)
Echte Pensionsgeschäfte
88
(51)
Personal
88
(52)
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
89
(53)
Konsolidierte Eigenmittel und bankaufsichtliches
 
Eigenmittelerfordernis
89
Finanzrisiken und Risikomanagement
92
Informationen aufgrund österreichischen
 
Rechts
101
(54)
Österreichische Rechtsgrundlage
101
(55)
Dividenden
101
(56)
Wertpapiergliederung gemäß BWG
101
(57)
Country by Country Report
103
(58)
Umsetzung der Offenlegung
103
Organe
104
VII.
Anteilsbesitz
105
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
1
I. Gewinn-
 
und Verlustrechnung
in Tsd EUR
Notes
2024
2023
in TEUR
Veränderung
in %
Zinsen und ähnliche Erträge
300.551
265.922
34.629
13,0
davon nach der Effektivzinsmethode ermittelt
296.316
261.926
34.390
13,1
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-137.367
-117.143
-20.224
17,3
Zinsüberschuss
(6)
163.184
148.779
14.405
9,7
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
(7)
-27.146
-30.587
3.441
-11,2
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge
136.038
118.192
17.846
15,1
Provisionserträge
39.220
37.376
1.844
4,9
Provisionsaufwendungen
-3.871
-3.844
-27
0,7
Provisionsüberschuss
(8)
35.349
33.532
1.817
5,4
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
(9)
-161
4.773
-4.934
>-100
Ergebnis aus der Ausbuchung von at amortised cost bewerteten
finanziellen Vermögenswerten
(10)
-422
-3.024
2.602
-86,0
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
(11)
1.763
-4.588
6.351
>100
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
(12)
-897
1.460
-2.357
>-100
Verwaltungsaufwand
(13)
-92.687
-84.008
-8.679
10,3
Sonstige Erträge
(14)
20.369
17.696
2.673
15,1
Sonstige Aufwendungen
(15)
-17.509
-21.824
4.315
-19,8
Ergebnis vor Steuern
81.843
62.209
19.634
31,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag
(16)
-18.679
-13.963
-4.716
33,8
Ergebnis nach Steuern
63.164
48.246
14.918
30,9
Davon entfallen auf:
Eigentümer des Mutterunternehmens
62.872
48.052
14.820
30,8
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
292
194
98
50,5
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
2
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
2
II. Gesamtergebnisrechnung
in Tsd EUR
2024
2023
in TEUR
Veränderung
in %
Ergebnis nach Steuern
63.164
48.246
14.918
30,9
Sachverhalte, die in die Gewinn- und Verlustrechnung
reklassifiziert werden können
Erfolgsneutrale Bewertung von erfolgsneutral zum Fair Value
bewerteten finanziellen Vermögenswerten
-1.520
-1.649
129
-7,8
Erfolgswirksame Umgliederung von Bewertungsergebnissen in
die Gewinn- und Verlustrechnung von erfolgsneutral zum Fair
Value bewerteten finanziellen Vermögenswerten
17
98
-81
-82,7
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern aus der Bewertung
von finanziellen Vermögenswerten
346
357
-11
-3,1
-1.157
-1.194
37
-3,1
Sachverhalte, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung
reklassifiziert werden können
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
-59
-1.261
1.202
-95,3
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern aus der Bewertung
von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten
14
290
-276
-95,2
Bonitätsinduzierte Fair-Value Änderung Eigene Verbindlichkeiten
-1.375
-3.609
2.234
-61,9
Erfolgsneutrale latente Steuern aus Bonitätsinduzierte Fair-Value
Änderung Eigene Verbindlichkeiten
316
830
-514
-61,9
-1.104
-3.750
2.646
-70,6
Sonstiges Ergebnis nach Ertragssteuern
-2.261
-4.944
2.683
-54,3
Gesamtergebnis
60.903
43.302
17.601
40,6
Davon entfallen auf:
Eigentümer des Mutterunternehmens
60.611
43.108
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
292
194
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
3
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
3
III. Bilanz
Vermögenswerte
in Tsd EUR
Notes
31.12.2024
31.12.2023
in TEUR
Veränderung
in %
Barreserve
(17)
1.019.853
880.649
139.204
15,8
Forderungen an Kreditinstitute
(18)
63.056
85.384
-22.328
-26,2
Forderungen an Kunden
(19)
5.250.102
5.523.718
-273.616
-5,0
Derivate
(20)
129.075
165.184
-36.109
-21,9
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
(21)
1.331.416
1.137.261
194.155
17,1
Anteile an assoziierten Unternehmen
(22)
7.882
9.111
-1.229
-13,5
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
(23)
104.763
88.001
16.762
19,0
Immaterielle Vermögenswerte
(24)
1.293
1.161
132
11,4
Sachanlagen
(25)
55.337
56.061
-724
-1,3
Sonstige Vermögenswerte
(26)
7.292
7.073
219
3,1
Langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung
gehalten werden
(27)
534
2.664
-2.130
-80,0
Latente Ertragsteueransprüche
(28)
1.501
1.343
158
11,8
Summe der Vermögenswerte
7.972.104
7.957.610
14.494
0,2
 
 
HYPO TIROL BANK AG
4
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
4
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verbindlichkeiten
 
und Eigenkapital
in Tsd EUR
Notes
31.12.2024
31.12.2023
angepasst
in TEUR
Veränderung
in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
(29)
636.712
334.463
302.249
90,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
(30)
3.541.605
3.778.471
-236.866
-6,3
Verbriefte Verbindlichkeiten
(31)
2.728.869
2.776.480
-47.611
-1,7
Derivate
(32)
152.455
209.510
-57.055
-27,2
Rückstellungen
(33)
51.814
55.404
-3.590
-6,5
Sonstige Verbindlichkeiten
(34)
51.571
44.606
6.965
15,6
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
(35)
4.553
2.196
2.357
>100
Latente Ertragsteuerverpflichtungen
(28)
1.047
3.901
-2.854
-73,2
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
(36)
97.122
97.118
4
0,0
Eigenkapital
(IV), (37)
706.356
655.461
50.895
7,8
Davon entfallen auf:
Eigentümer des Mutterunternehmens
701.282
650.369
50.913
7,8
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
5.074
5.092
-18
-0,4
Summe der Verbindlichkeiten und des Eigenkapitals
7.972.104
7.957.610
14.494
0,2
Um dem Abschlussadressenten ein detaillierteres Bild der Aufgliederung
der Verbindlichkeiten zu bieten, wurde die Bilanzposition
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR, im Jahresabschluss 2024 der Hypo
Tirol Bank AG, aus der ursprünglichen Bilanzposition Verbriefte
Verbindlichkeiten ausgegliedert. Diese Anpassung wird im Detail in Note
(31) erläutert. Angaben zur Bilanzposition Ergänzungskapital gem. Art
63 CRR finden sich in Note (36).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
5
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
5
IV.
 
Eigenkapitalveränderungsrechnung
in Tsd EUR
Stand
01.01.2024
Ergebnis
 
nach
Steuern
Sonstiges
Ergebnis
nach
Steuern
Veränderung im
Konsolidierungs-
kreis / Sonstige
Anpassungen
Ausschüt-
tungen
Stand
31.12.2024
Gezeichnetes Kapital
50.000
0
0
0
0
50.000
Kapitalrücklagen
300.332
0
0
0
0
300.332
Kumulierte Ergebnisse
297.581
62.872
0
310
-10.008
350.755
FVOCI Rücklagen aus Fair-Value-
Änderungen
2.102
0
-1.157
0
0
945
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste nach Steuern
-4.458
0
-45
0
0
-4.503
Bonitätsinduzierte Fair-Value-
Änderung Eigene Verbindlichkeiten
4.812
0
-1.059
0
0
3.753
Summe Eigentümer des
Mutterunternehmens
650.369
62.872
-2.261
310
-10.008
701.282
Anteile ohne beherrschenden
Einfluss
5.092
292
0
-310
0
5.074
Summe Eigenkapital
655.461
63.164
-2.261
0
-10.008
706.356
in Tsd EUR
Stand
01.01.2023
Ergebnis
 
nach
Steuern
Sonstiges
Ergebnis
nach
Steuern
Veränderung im
Konsolidierungs-
kreis / Sonstige
Anpassungen
Ausschüt-
tungen
Stand
31.12.2023
Gezeichnetes Kapital
50.000
0
0
0
0
50.000
Kapitalrücklagen
300.332
0
0
0
0
300.332
Kumulierte Ergebnisse
254.342
48.052
0
87
-4.900
297.581
FVOCI-Rücklagen aus Fair-Value-
Änderungen
3.296
0
-1.194
0
0
2.102
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste nach Steuern
-3.272
0
-971
-215
0
-4.458
Bonitätsinduzierte Fair-Value-
Änderung Eigene Verbindlichkeiten
7.591
0
-2.779
0
0
4.812
Summe Eigentümer des
Mutterunternehmens
612.289
48.052
-4.944
-128
-4.900
650.369
Anteile ohne beherrschenden
Einfluss
4.771
194
0
127
0
5.092
Summe Eigenkapital
617.060
48.246
-4.944
-1
-4.900
655.461
Für weitere Angaben zum Eigenkapital wird auf Notes (37) verwiesen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
6
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
6
V.
 
Geldflussrechnung
in Tsd EUR
2024
2023
Ergebnis nach Steuern (vor nicht beherrschten Anteilen)
63.164
48.246
Im Ergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer
Geschäftstätigkeit
Abschreibung und Zuschreibung auf Vermögenswerte
7.360
6.408
Dotierung und Auflösung von Rückstellungen und Risikovorsorgen
28.253
51.439
Ergebnisse aus der Veräußerung von Vermögenswerten
363
3.005
Steuern vom Einkommen und Ertrag
18.679
13.963
Korrektur Zinsüberschuss
-163.184
-148.779
Gewinne von assoziierten Unternehmen
897
-1.460
Unrealisierte Bewertungsergebnisse
45.313
81.489
Unrealisierte Fremdwährungsgewinne und -verluste
-1.715
-1.845
Veränderung des Vermögens
 
und der Verbindlichkeiten aus lfd. Geschäftstätigkeit
 
nach Korrektur
zahlungsunwirksamer Posten
Forderungen an Kreditinstitute
22.671
22.343
Forderungen an Kunden
242.218
243.308
Derivate (Aktiva)
40.674
69.067
Sonstige Vermögenswerte
2.937
2.067
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
308.575
-1.024.974
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
-235.576
127.726
Verbriefte Verbindlichkeiten
-109.349
215.655
Derivate (Passiva)
-56.075
-92.298
Sonstige Verbindlichkeiten
1.428
-8.577
Erhaltene Zinsen
291.258
251.460
Gezahlte Zinsen
-133.705
-113.378
Gezahlte Steuern
-20.225
-15.425
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
353.961
-270.560
Einzahlungen aus der Veräußerung/Tilgung von
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
181.838
211.020
Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Investment Properties
664
1.852
Tochterunternehmen
421
12.328
Auszahlungen durch Investitionen in
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
-362.779
-253.167
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte
-24.208
-7.704
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-204.064
-35.671
Dividendenzahlungen
-10.008
-4.900
Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten
-685
-679
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-10.693
-5.579
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode
880.649
1.192.459
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
353.961
-270.560
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
-204.064
-35.671
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
-10.693
-5.579
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode
1.019.853
880.649
Der Zahlungsmittelbestand entspricht der Barreserve entsprechend Note (17).
 
 
7
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
7
VI. Anhang (Notes)
 
Grundlagen der Konzernrechnungslegung
 
(1)
 
Rechnungslegungsgrundsätze
Die Hypo Tirol Bank AG ist eine
Aktiengesellschaft
 
mit Sitz in
Innsbruck
und ist im Firmenbuch Innsbruck,
Österreich
 
(FBN171611w)
eingetragen. Die Anschrift der Bank lautet auf
Meraner Straße 8, 6020
Innsbruck
. Dieser Konzernabschluss wurde gemäß § 59a BWG
(Bankwesengesetz) i. V. m. § 245a UGB und nach International
Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden
sind, aufgestellt.
 
Neben der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
sowie der Gesamtergebnisrechnung beinhaltet der Konzernabschluss
als weitere Komponenten die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die
Geldflussrechnung und den Anhang (Notes). Die
Segmentberichterstattung wird innerhalb der Notes unter Punkt (45)
dargestellt.
 
Berichtswährung ist der Euro (EUR). Alle Beträge sind, sofern nicht
gesondert darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR) gerundet
dargestellt. Dadurch können sich bei Prozentangaben
 
geringfügige
Rundungsdifferenzen ergeben. Bei der Erstellung des
Konzernabschlusses wurde eine Fortführung des Unternehmens
unterstellt (Going-Concern-Prinzip). Erträge und Aufwendungen
werden zeitanteilig abgegrenzt und in dem Periodenergebnis erfasst,
dem sie wirtschaftlich zuzurechnen sind.
 
Die Überleitung vom Ergebnis der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung auf das Gesamtergebnis mit Ausweis des sonstigen
Ergebnisses erfolgt in einer gesonderten Darstellung (siehe II.
Gesamtergebnisrechnung). Der Cashflow aus operativer
Geschäftstätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Das
heißt, das Konzernergebnis wird zunächst um nicht zahlungswirksame
Posten, insbesondere Bewertungsergebnisse und
Rückstellungszuführungen, bereinigt. Im Cashflow aus
Investitionstätigkeit wird der Mittelzufluss oder Mittelabfluss
 
von
liquiden Mitteln durch Investitionen in Sachanlagen, Finanzanlagen
und Tochterunternehmen dargestellt.
 
Der Zweck dieser Investitionen
liegt grundsätzlich in einer langfristigen Nutzung. Weitere
Informationen zu den Finanzanlagen, welche in den Cashflow aus
Investitionstätigkeiten einfließen, sind in Note (21) dargestellt. Unter
Finanzierungstätigkeit fallen neben dem Eigenkapital auch die
Cashflows aus Nachrang-
 
und Ergänzungskapital. Für die Hypo Tirol
Bank ist die Aussagefähigkeit der Geldflussrechnung als gering
anzusehen. Die Geldflussrechnung ersetzt für die Hypo Tirol Bank
weder die Liquiditäts-
 
bzw. Finanzplanung noch wird sie als
Steuerungsinstrument eingesetzt.
(2)
 
Erstmals anzuwendende, überarbeitete
 
und neue
Standards
Bei der Bilanzierung und Bewertung werden alle zum
Abschlussstichtag und während der Berichtsperiode gültigen und in
der EU verpflichtend anzuwendenden International Financial
Reporting Standards berücksichtigt. Von der vorzeitigen Anwendung
von Standards und Interpretationen, die erst ab dem 1. Jänner 2025
oder später umzusetzen sind, bzw. von Standards
 
und
Interpretationen, die noch nicht in der EU verpflichtend anzuwenden
sind, wurde abgesehen.
 
Veröffentlichte, von der EU übernommene und im Geschäftsjahr
erstmals anzuwendende neue Standards und Klarstellungen
 
Die Hypo Tirol Bank verfolgt die Veröffentlichungen
 
des IASB aktiv und
bewertet, welche Auswirkungen diese auf den Konzernabschluss
haben.
Ab dem Geschäftsjahr 2024 waren die folgenden neu oder
geänderten IFRS erstmalig verpflichtend anzuwenden:
Die nachfolgenden Änderungen sind ab 01.01.2024 anzuwenden:
o
IAS 1 „Einstufung von Schulden als kurz- oder langfristig und
Langfristige Schulden mit Nebenbedingungen“
o
IFRS 16 „Leasingverbindlichkeiten in einer Sale-and-
leaseback-Transaktion“
o
Änderung IAS 7 und IFRS 7
„Lieferantenfinanzierungsvereinbarungen“
Alle angegebenen geänderten oder neu anzuwendenden IFRS-
Standards haben für den Konzernabschluss der Hypo Tirol Bank keine
Auswirkungen.
 
Folgende neue und geänderte Standards wurden bereits
veröffentlicht, sind aber noch nicht verpflichtend anzuwenden:
 
●
Bereits in EU-Recht übernommen
o
Änderung IAS 21 „Auswirkungen von
Wechselkursänderungen“; anwendbar ab Geschäftsjahr
2025
●
Noch nicht in EU-Recht übernommen
o
IFRS 19 „Tochterunternehmen
 
ohne öffentliche
Rechenschaftspflicht: Angaben“; anwendbar ab
Geschäftsjahr 2027
o
IFRS 18 „Darstellung und Anhangangaben in Abschlüssen“;
anwendbar ab Geschäftsjahr 2027
o
Änderung IFRS 9 und IFRS 7 „Verträge
 
über naturabhängige
Stromversorgung“; anwendbar ab Geschäftsjahr 2026
o
Änderung IFRS 9 und IFRS 7 „Klassifizierung und Bewertung
von Finanzinstrumenten“; anwendbar ab Geschäftsjahr
2026
Der Rechnungslegungsstandard IFRS 18 „Darstellung und
Anhangangaben in Abschlüssen“ ersetzt den IAS 1 „Darstellung des
Abschlusses“ und führt zu Änderungen in IAS 7
„Kapitalflussrechnung“. Primäres
 
Ziel des IFRS 18 ist die Verbesserung
der Vergleichbarkeit der Leistung eines Unternehmens in der
Darstellung des Jahresabschlusses. Dazu wird für die Gewinn- und
Verlustrechnung vorgegeben, welche Aufwendungen und welche
Erträge den folgenden, neu definierten Bereichen zuzuordnen sind:
●
Betrieblicher Bereich (Operating)
●
Investitions-Bereich (Investing)
●
Finanzierungs-Bereich (Financing)
Zudem wird neu geregelt, nach welchen
 
Aggregations-
 
und
Disaggregationsregeln Angaben im Anhang zu machen sind.
IFRS 18 hat wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des
Jahresabschlusses der Hypo Tirol Bank. Eine Arbeitsgruppe wird die
durchzuführenden Anpassungen erarbeiten und Maßnahmen für die
erfolgreiche Implementierung umsetzen.
Auch die Offenlegung von MPMs (Management-defined Performance
Measures), sog. unternehmensspezifischer Kennzahlen, muss
verpflichtend im Anhang erläutert werden und es müssen
Erläuterungen über die Berechnungsmethode, Überleitungen zu den
nächstgelegenen IFRS Zwischensummen erfolgen als auch eine
Begründung, warum das Management diese Kennzahlen (MPMs)
verwendet.
 
 
HYPO TIROL BANK AG
8
Anhang (Notes)
8
Ziel dieser Offenlegung von MPMs ist mehr Transparenz und
Vergleichbarkeiten zwischen Unternehmen für Investoren
 
und
anderen Abschlussadressaten. Diese Kennzahlen unterliegen künftig
auch der Prüfung.
Die restlichen oben angeführten Standards haben keinen
wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der
Hypo Tirol Bank.
Bilanzierungs-
 
und Bewertungsmethoden
(3)
 
Wesentliche Ermessensentscheidungen,
 
Annahmen
und Schätzungen
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses müssen vom
Management Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen
werden, welche den Bilanzansatz für die Berichtsperiode, den Ausweis
von Erträgen und Aufwendungen und die Angaben im Anhang
beeinflussen. Wesentliche Schätzungen und Annahmen über
zukünftige Entwicklungen, deren Änderung aufgrund der ihnen
inhärenten Unsicherheiten zu einer erheblichen Änderung der
Bilanzansätze im nächsten Geschäftsjahr führen könnte, sind:
 
●
die Beurteilung der Werthaltigkeit von finanziellen
Vermögenswerten
●
die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts, die Bewertung
von Rückstellungen
 
●
sowie der Ansatz und die Bewertung latenter Ertragsteuern.
In Folge werden die Methoden hinsichtlich solcher Schätzungen,
subjektiver Beurteilungen und Annahmen aufgezeigt. Die Darstellung
der verwendeten Parameter und Unsicherheiten im Detail erfolgt bei
den Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzposten.
 
Den Annahmen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils
aktuellen verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Hinsichtlich der
zukünftig erwarteten Geschäftsentwicklung wurden die zum Zeitpunkt
der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände
ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des
globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Durch
von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs
des Managements liegende Entwicklungen dieser
Rahmenbedingungen können die einzustellenden Beträge von den
ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
 
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Unter diesem Posten werden Veränderungen
 
von Wertberichtigungen
gemäß IFRS 9 und Rückstellungen sowie nachträgliche Eingänge
ausgebuchter Forderungen im Zusammenhang mit dem
Kreditgeschäft dargestellt. Quantitative Erläuterungen finden sich in
Note (19), Beschreibungen zur Methodik in den Erläuterungen zur
Gesamtergebnisrechnung.
 
Wertminderungen nichtfinanzieller Vermögenswerte
 
Sofern Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen, wird der
erzielbare Betrag ermittelt und mit dem Buchwert verglichen. Der
erzielbare Betrag ist der höhere Betrag der beiden Beträge aus
beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und
Nutzungswert.
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mittels
Bewertungstechniken
 
Aufgrund der Charakteristika der in den Büchern der Hypo Tirol Bank
AG befindlichen Finanzinstrumente kommen alle drei Fair Value
 
Level
nach IFRS 13 zur Anwendung.
 
Preise an aktiven Märkten werden unangepasst übernommen und
stellen Marktwerte des Level 1 dar.
Für nicht an einem aktiven Markt notierte Finanzinstrumente wird die
Bewertung anhand anerkannter und gängiger finanzmathematischer
Methoden wie der Barwertmethode oder anderer geeigneter
Bewertungsmodelle (Optionspreismodelle) vorgenommen. Diese
Bewertungsmodelle werden durch die zugrunde gelegten Annahmen
wesentlich beeinflusst. Der beizulegende Zeitwert ist daher als
stichtagsbezogene Schätzung zu verstehen. Weicht
 
der
Transaktionspreis beim Zugang eines Finanzinstruments von einem
anderen beobachtbaren Marktpreis ab, so ist ein „Day-One-Gewinn“
oder „Day-One-Verlust“ (konsistent mit der Folgebewertung des
Finanzinstruments) auszuweisen. Allerdings kann ein Gewinn oder
Verlust nach Zugang nur insoweit erfasst werden, soweit er auf der
Veränderung eines Faktors beruht, den Marktteilnehmer in der
Preisfindung berücksichtigen würden. Die Marktwerte sowie die
Buchwerte von Finanzinstrumenten werden in Note (39)
„Beizulegender Zeitwert“ (Fair Value) offengelegt. Marktwerte
 
,
welche über die in diesem Absatz beschriebenen Methoden ermittelt
werden,
 
sind dem Level 2 zuzuordnen.
Die Fair-Value-Bewertung von Level-3-Aktiva wird neben vom Markt
ablesbaren Inputfaktoren wesentlich von der internen
Bonitätseinstufung beeinflusst. Da die Auswirkungen der Bonität des
Schuldners nicht vom Markt abgeleitet werden kann, werden in der
Fair-Value-Bewertung dieselben PDs und LGDs wie in der Berechnung
der Risikovorsorge verwendet. Im Anhang wird eine
Sensitivitätsanalyse für die Fair Value Bewertung präsentiert, in
welcher die Effekte von Rating-Downgrades bzw.
 
Upgrades um eine
Stufe quantifiziert werden.
 
Weitere Angaben zum Beizulegenden Zeitwert finden sich in den
Sonstige Angaben Punkt C) Beizulegender Zeitwert (Fair Value).
Rückstellungen
 
Rückstellungen werden für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber
Dritten in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme angesetzt. Der
als Rückstellung erfasste Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der
zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgaben dar.
 
Eine
detaillierte Darstellung der Buchwerte der Rückstellungen sowie
deren Entwicklung finden sich in Note (33).
 
Latente Ertragsteuern
 
Die Bewertung latenter Steuerverpflichtungen und latenter
Steueransprüche berücksichtigt die steuerlichen Konsequenzen, die
daraus resultieren, in welcher Art und Weise der Konzern zum
Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte zu
realisieren oder seiner Verpflichtungen zu erfüllen. Diese Erwartungen
stellen bestmögliche Schätzungen dar.
 
Die Nutzung aktiver latenter
Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen
Steuerrechtsordnung ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu
erzielen. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen
Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind Faktoren wie die
Ertragslage der Vergangenheit und die Steuerplanungsstrategien
heranzuziehen. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen
Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden
anzupassen, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern über das
Periodenergebnis abzuwerten. Der steuerliche Planungszeitraum
beträgt derzeit im Konzern vier Jahre. Quantitative
 
Angaben zu
latenten Ertragsteuern sind in Note (28) „Latente Steueransprüche
und Steuerverpflichtungen“ dargestellt.
 
 
9
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
9
(4)
 
Konsolidierungsgrundsätze
Die Konsolidierungsstandards unterscheiden grundsätzlich
nachfolgende Methoden, um Anteile bilanziell darzustellen:
 
1. Beherrschung: Voll-Konsolidierung (IFRS 10, IFRS 3)
 
2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen: Equity-
Methode (IFRS 10, IFRS 11, IAS 28, IFRS 3)
 
Wobei gemäß IFRS 10.6 ein Investor ein Beteiligungsunternehmen
beherrscht, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement
in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw.
 
Anrechte auf
diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner
Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen.
 
Maßgeblicher Einfluss liegt bei der Möglichkeit vor, an den finanz- und
geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens
mitzuwirken, ohne das Unternehmen zu beherrschen oder
gemeinschaftlich zu führen (IAS 28.3, 28.5 ff.).
 
Gemeinsame Beherrschung ist eine vertragliche Vereinbarung, in der
zwei oder mehrere Partner gemeinschaftlich die Führung ausüben.
Wobei als gemeinschaftliche Führung die vertraglich geregelte Teilung
der Beherrschung einer Vereinbarung verstanden wird, die nur dann
gegeben ist, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten
die einstimmige Zustimmung der sich die Beherrschung teilenden
Parteien erfordern (IFRS 11.4, 7 ff.).
 
Um die Komplexität der
Konsolidierungsstandards einzuschränken, wird nachfolgend auf
●
die Beherrschung – Tochterunternehmen (IFRS
 
10),
●
gemeinsame Vereinbarung (IFRS 11) und
●
assoziierte Unternehmen (IAS 28) sowie
●
auf die Veränderungen des Konsolidierungskreises während des
Geschäftsjahres eingegangen.
Tochterunternehmen
Der Konzernabschluss beinhaltet den Abschluss des
Mutterunternehmens und der von ihm beherrschten Unternehmen
einschließlich strukturierter Unternehmen (seine
Tochterunternehmen). Die Hypo Tirol Bank erlangt die Beherrschung,
wenn sie
●
Verfügungsmacht über das Beteiligungsunternehmen ausüben
kann,
●
schwankenden Renditen aus ihrer Beteiligung ausgesetzt ist und
●
die Renditen aufgrund ihrer Verfügungsmacht der Höhe nach
beeinflussen kann.
Die Hypo Tirol Bank nimmt eine Neubeurteilung vor, ob sie ein
Beteiligungsunternehmen beherrscht oder nicht, wenn Tatsachen und
Umstände darauf hinweisen, dass sich eines oder mehrere der oben
genannten drei Kriterien der Beherrschung verändert haben.
 
Wenn die Hypo Tirol Bank keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so
beherrscht sie das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn sie durch
ihre Stimmrechte über die praktische Möglichkeit verfügt, die
maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu
bestimmen. Bei der Beurteilung, ob ihre Stimmrechte für die
Bestimmungsmacht ausreichen, berücksichtigt die Hypo Tirol Bank alle
Tatsachen und Umstände, darunter
●
den Umfang der im Besitz der Hypo Tirol Bank befindlichen
Stimmrechte im Verhältnis zum Umfang und zur Verteilung der
Stimmrechte anderer Stimmrechtsinhaber,
●
potenzielle Stimmrechte der Hypo Tirol Bank anderer
Stimmrechtsinhaber anderer Parteien,
●
Rechte aus anderen vertraglichen Vereinbarungen und
●
weitere Tatsachen und Umstände, die darauf
 
hinweisen, dass die
Hypo Tirol Bank die gegenwärtige Möglichkeit besitzt oder nicht
besitzt, die maßgeblichen Tätigkeiten zu den Zeitpunkten, zu
denen Entscheidungen getroffen werden müssen, unter
Berücksichtigung des Abstimmungsverhaltens bei früheren
Haupt- bzw.
 
Gesellschaftsversammlungen zu bestimmen.
 
Ein Tochterunternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Hypo
Tirol Bank die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt,
bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Hypo Tirol
Bank endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Dabei werden die
Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten
Tochterunternehmen entsprechend vom
 
tatsächlichen
Erwerbszeitpunkt bzw.
 
bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und dem sonstigen
Konzernergebnis erfasst. Der Gewinn oder Verlust und jeder
Bestandteil des sonstigen Ergebnisses sind den Gesellschaftern des
Mutterunternehmens und den nicht beherrschenden Gesellschaftern
zuzuordnen. Dies gilt selbst dann, wenn dies dazu führt, dass die nicht
beherrschenden Gesellschafter einen Negativsaldo aufweisen.
 
Sofern erforderlich,
 
werden die Jahresabschlüsse der
Tochterunternehmen angepasst,
 
um die Bilanzierungs-
 
und
Bewertungsmethoden an die im Konzern zur Anwendung kommenden
Methoden anzugleichen. Alle konzerninternen Vermögenswerte,
Schulden, Eigenkapitale, Erträge, Aufwendungen und Cashflows im
Zusammenhang mit Geschäftsvorfällen zwischen
Konzernunternehmen werden im Rahmen der Konsolidierung
vollständig eliminiert. Der Stichtag des Bankkonzernabschlusses
stimmt mit dem Stichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen
Gesellschaften überein.
 
A) Änderungen der Beteiligungsquote des Konzerns
 
an
bestehenden Tochterunternehmen
 
Änderungen der Beteiligungsquoten des Konzerns an
Tochterunternehmen, die nicht zu
 
einem Verlust der Beherrschung
über dieses Tochterunternehmen führen, werden als erfolgsneutrale
Eigenkapitaltransaktion gemäß IFRS 10.23 bilanziert. Die Differenz
zwischen dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen oder
hingegebenen Gegenleistung und dem Betrag, um den die nicht
beherrschenden Anteile im Konzernabschluss anzupassen sind, ist mit
dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden
Konzerneigenkapital zu verrechnen. Es ergeben sich weder
Auswirkungen auf das Periodenergebnis noch auf die bilanzierten
Vermögenswerte und Schulden oder den im Rahmen der
Erstkonsolidierung angesetzten Firmenwert.
 
Wenn die Hypo Tirol Bank die Beherrschung über ein
Tochterunternehmen verliert, wird
 
der Entkonsolidierungsgewinn
oder -verlust erfolgswirksam erfasst. Dieser wird ermittelt aus den
Differenzen zwischen dem Gesamtbetrag des beizulegenden Zeitwerts
der erhaltenen Gegenleistung und dem beizulegenden Zeitwert der
zurückbehaltenen Anteile und dem Buchwert der Vermögenswerte
(einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts), der Schulden des
Tochterunternehmens und aller nicht beherrschenden Anteile.
 
Alle im Zusammenhang mit diesem Tochterunternehmen im sonstigen
Ergebnis ausgewiesenen Beträge werden so bilanziert, wie dies bei
einem Verkauf der Vermögenswerte
 
erfolgen würde, d. h.
Umgliederung in die Gewinn-
 
und Verlustrechnung oder direkte
Übertragung
 
in die Gewinnrücklage.
Erwerb von Tochterunternehmen
 
Der Erwerb von Geschäftsbetrieben wird nach der Erwerbsmethode
bilanziert. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss
übertragene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert
bewertet. Dieser bestimmt sich aus der Summe des zum
Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerts der übertragenen
Vermögenswerte, der von den früheren Eigentümern des erworbenen
Unternehmens übernommenen Schulden und der vom Konzern
 
HYPO TIROL BANK AG
10
Anhang (Notes)
10
emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die
Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem
Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten
werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst.
 
Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe
aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag aller nicht
beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem
beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen
Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern
gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten
beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren
Vermögenswerte und der übernommenen Schulden. Für den Fall, dass
sich – auch nach nochmaliger Beurteilung – ein negativer
Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag
erfolgswirksam erfasst.
 
Firmenwerte werden mindestens jährlich und sofern Anzeichen für
eine Wertminderung bestehen, auch unterjährig auf Werthaltigkeit
überprüft. Wird eine Wertminderung festgestellt, erfolgt eine
Abschreibung.
 
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter,
 
die gegenwärtig
Eigentumsrechte vermitteln und dem Inhaber im Falle der Liquidation
das Recht gewähren, einen proportionalen Anteil am Nettovermögen
des Unternehmens zu erhalten, werden bei Zugang entweder zum
beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des
identifizierbaren Nettovermögens bewertet. Dieses Wahlrecht kann
bei jedem Unternehmenszusammenschluss neu ausgeübt werden.
Andere Komponenten von Anteilen nicht beherrschender
Gesellschafter werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder den
Wertmaßstäben bewertet, die sich aus anderen Standards ergeben.
 
Ist die erstmalige Bilanzierung eines
Unternehmenszusammenschlusses am Ende eines Geschäftsjahres
noch nicht abgeschlossen, werden für die Posten mit derartiger
Bilanzierung vorläufige Beträge angegeben.
 
Sofern innerhalb des Bewertungszeitraums neue Informationen
bekannt werden, welche die Verhältnisse zum Erwerbszeitpunkt
erhellen, werden die vorläufig angesetzten Beträge korrigiert bzw.
zusätzliche Vermögenswerte oder Schulden falls erforderlich
angesetzt.
 
B) Gemeinsame Vereinbarung
 
Eine gemeinsame Vereinbarung ist eine Vereinbarung, bei der zwei
oder mehr vertraglich verbundene Parteien gemeinschaftlich Führung
ausüben. IFRS 11 unterscheidet zwei Arten gemeinschaftlicher
Vereinbarungen (gemeinschaftliche Tätigkeiten
 
und
Gemeinschaftsunternehmen) und stellt für die Abgrenzung zwischen
den beiden Arten auf die Rechte und Pflichten der Vereinbarung ab.
Dabei sind die Struktur, die rechtliche Form der Vereinbarung, die von
den Parteien der Vereinbarung festgelegten
 
Vertragsbedingungen und
gegebenenfalls sonstige relevante Tatsachen
 
und Umstände zu
berücksichtigen. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt
 
vor, wenn zwei
oder mehr Unternehmen eine Vereinbarung treffen, bei der sie
unmittelbar Rechte aus den Vermögenswerten und Pflichten aus den
Verbindlichkeiten haben. Ein Gemeinschaftsunternehmen wird als
eine gemeinsame Vereinbarung definiert, bei der die Parteien
gemeinsam Beherrschung ausüben und Rechte am Nettovermögen
des Unternehmens, an dem sie beteiligt sind, haben. Die Bilanzierung
von gemeinschaftlicher Tätigkeit und Gemeinschaftsunternehmen ist
unterschiedlich. Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen sind
unter Anwendung der Equity-Methode bilanziell zu erfassen. Die
Bilanzierung von gemeinschaftlichen Tätigkeiten erfolgt
 
in der Weise,
dass jeder gemeinsame Betreiber seine Vermögenswerte
(einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen
Vermögenswerten), seine Verbindlichkeiten
 
(einschließlich seines
Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Verbindlichkeiten), seine
Erlöse (einschließlich seines Anteils an den Erlösen aus dem Verkauf
der Erzeugnisse oder Dienstleistungen der gemeinsamen
Vereinbarungen) und seine Aufwendungen (einschließlich seines
Anteils an gemeinschaftlich entstandenen Aufwendungen) erfasst.
Dabei sind diese Vermögenswerte, Verbindlichkeiten,
 
Erlöse und
Aufwendungen in Übereinstimmung mit den für diese jeweils
maßgeblichen IFRS zu bilanzieren.
 
Da der IFRS 11 dynamisch zu betrachten ist und maßgeblich von der
Beherrschungsmöglichkeit abhängt, prüft die Hypo Tirol Bank beim
Erwerb von Tochterunternehmen bzw.
 
bei Änderung der
Beteiligungsquote des Konzerns an bestehenden
Tochterunternehmen, ob der Tatbestand
 
einer gemeinschaftlichen
Vereinbarung vorliegt.
 
C) Anteile an assoziierten Unternehmen
 
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der
Konzern maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die
Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen
des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird,
mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch
gemeinschaftliches Führen der Entscheidungsprozesse vor.
 
Die Ergebnisse, Vermögenswerte und Schulden von assoziierten
Unternehmen sind in den Abschluss unter Verwendung der Equity-
Methode einbezogen, außer wenn die Anteile als zur Veräußerung
verfügbar klassifiziert werden. In diesem Fall wird nach Maßgabe von
IFRS 5 „Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
 
und
aufgegebene Geschäftsbereiche“ bilanziert.
 
Nach der Equity-Methode sind Anteile an assoziierten Unternehmen
mit ihren Anschaffungskosten in der Konzernbilanz aufzunehmen, die
um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Gewinn oder Verlust
und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach dem
Erwerbszeitpunkt angepasst werden. Verluste eines assoziierten
Unternehmens, die den Anteil des Konzerns an diesem assoziierten
Unternehmen übersteigen, werden nicht erfasst. Eine Erfassung
erfolgt lediglich dann, wenn der Konzern rechtliche oder faktische
Verpflichtungen zur Verlustübernahme eingegangen
 
ist bzw.
Zahlungen anstelle des assoziierten Unternehmens leistet.
 
Eine Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen wird ab dem
Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen für ein assoziiertes
Unternehmen vorliegen, nach der Equity-Methode bilanziert. Jeglicher
Überschuss der Anschaffungskosten des Anteilserwerbs über den
erworbenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der
identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden
wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder
Firmenwert ist Bestandteil des Buchwerts der Beteiligung und wird
nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft.
 
Jeglicher Überschuss des Konzernanteils der beizulegenden Zeitwerte
der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und
Eventualschulden über die Anschaffungskosten des erworbenen
Anteils wird nach erneuter Beurteilung sofort als Gewinn erfasst.
 
Um zu ermitteln, ob Indikatoren dafür vorliegen, dass die Anteile an
assoziierten Unternehmen in ihrem Wert gemindert sind, werden die
im Geschäftsjahr gültigen Vorgaben der IFRS herangezogen. Sofern
 
ein
Wertminderungstest vorzunehmen ist, wird der Beteiligungsbuchwert
(inklusive Geschäfts- oder Firmenwert) nach den Vorschriften des IAS
28 auf Werthaltigkeit getestet. Dazu wird der erzielbare Betrag
 
der
Beteiligung, d. h. der höhere Betrag aus Nutzungswert und
 
11
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
11
beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten,
 
mit ihrem
Beteiligungsbuchwert verglichen. Der ermittelte
Wertminderungsbedarf wird gegen den Beteiligungsbuchwert
verrechnet. Eine Aufteilung des Wertminderungsaufwands auf die im
Buchwert des Anteils enthaltenen Vermögenswerte einschließlich
Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht vorgenommen. Sofern der
erzielbare Betrag in Folgejahren wieder ansteigt, wird in
Übereinstimmung mit IAS 28 eine Wertaufholung vorgenommen.
 
Der Konzern beendet die Anwendung der Equity-Methode ab dem
Zeitpunkt, zu dem seine Beteiligung kein assoziiertes Unternehmen
mehr darstellt oder die Beteiligung nach IFRS 5 als zur Veräußerung
gehalten zu klassifizieren ist. Behält der Konzern einen Anteil am
ehemaligen assoziierten Unternehmen zurück und stellt dieser Anteil
einen finanziellen Vermögenswert im Sinne der im Geschäftsjahr
gültigen Vorgaben der IFRS dar,
 
so wird er zum Zeitpunkt der
erstmaligen Erfassung mit seinem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Die Differenz zwischen dem vorherigen Buchwert des assoziierten
Unternehmens zum Zeitpunkt der Beendigung der Equity-Methode
und dem beizulegenden Zeitwert eines zurückbehaltenen Anteils und
jeglichen Erlösen aus dem Abgang eines Teils der Anteile an dem
assoziierten Unternehmen ist bei der Bestimmung des
Veräußerungsgewinns/-verlusts zu berücksichtigen. Zusätzlich
bilanziert der Konzern alle bezüglich dieses assoziierten
Unternehmens bislang im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge so,
wie es verlangt würde, wenn das assoziierte Unternehmen direkt die
Vermögenswerte oder Schulden verkauft hätte. Demzufolge
 
ist bei
Beendigung der Equity-Methode ein Gewinn oder Verlust, der vom
assoziierten Unternehmen bislang im sonstigen Ergebnis erfasst und
bei Verkauf der Vermögenswerte
 
oder Schulden in die Gewinn-
 
und
Verlustrechnung umgegliedert würde, vom Konzern aus dem
Eigenkapital in die Gewinn-
 
und Verlustrechnung
 
umzugliedern.
 
Sofern sich die Beteiligungsquote des Konzerns an einem assoziierten
Unternehmen ändert, aber der Konzern weiterhin die Equity-Methode
anwendet, wird der Teil des zuvor im sonstigen Ergebnis
 
erfassten
Gewinns oder Verlusts, der auf die Verringerung der
Beteiligungsquote entfällt, aufwands- oder ertragswirksam
umgegliedert. Diese Umgliederung wird durchgeführt, falls dieser
Gewinn oder Verlust bei der Veräußerung der dazugehörigen
Vermögenswerte und Schulden aufwands- oder ertragswirksam
umgegliedert werden müsste.
 
Sofern ein assoziiertes Unternehmen abweichende Bilanzierungs-
 
und
Bewertungsmethoden verwendet, werden angemessene
Anpassungen an die IFRS-Konzernvorgaben im Rahmen einer
Nebenrechnung vorgenommen. Der Bilanzstichtag der assoziierten
Unternehmen entspricht dem Bilanzstichtag der Konzernmutter.
 
D) Veränderungen des Konsolidierungskreises
 
im
Geschäftsjahr 2024
 
Assoziierte Unternehmen
Im aktuellen Geschäftsjahr erhöhte sich die Beteiligung an der ARZ
Allgemeines Rechenzentrum GmbH aufgrund einer Anteilsübernahme
von 32,7 % per 01.01.2024 auf 32,80% per 31.12.2024.
 
Ansonsten gab
es keine Veränderungen der Anteile von assoziierten Unternehmen.
 
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die ERFOLG
Liegenschaftsvermietungs GmbH GmbH von der Hypo Tirol Leasing
GmbH (Muttergesellschaft) an die FNG Liegenschaftsvermietung
GmbH abgetreten und somit im Geschäftsjahr 2024 entkonsolidiert.
Nähere Informationen zur Entkonsolidierung sind in Note (9)
dargestellt.
(5)
 
Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in EUR, der funktionalen Währung
sämtlicher Unternehmen des Konzerns, aufgestellt. Sämtliche
Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen werden in EUR aufgestellt. Die Währungsumrechnung
im Konzern für sämtliche monetären Vermögenswerte und
Verbindlichkeiten, die auf Fremdwährung lauten, werden zum Kurs
am Bilanzstichtag der Europäischen Zentralbank umgerechnet. Nicht
monetäre Posten werden entsprechend dem Bewertungsmaßstab
ihrer jeweiligen Kategorie umgerechnet.
 
Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungskosten
angesetzt werden, werden mit dem Kurs zum Zugangszeitpunkt bzw.
des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Zum beizulegenden Zeitwert
bewertete nicht monetäre Posten werden analog zu den monetären
Posten zum aktuellen Stichtagskurs im Zeitpunkt ihrer Neubewertung
umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich mit
dem Stichtagskurs des Tages
 
umgerechnet, an dem sie im
Periodenergebnis erfasst werden.
 
HYPO TIROL BANK AG
12
Anhang (Notes)
12
Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
Erträge und die dazugehörigen Aufwendungen werden erfasst, wenn
es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern
zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden
kann. Dieses Konzept wird auf die wesentlichen ertragsgenerierenden
Konzernaktivitäten wie folgt angewandt:
 
A) Zinsüberschuss
Zinsaufwände und -erträge werden nach der Effektivzinsmethode
periodengerecht abgegrenzt und nur erfasst, sofern die Beträge mit
ausreichender Wahrscheinlichkeit dem Unternehmen ab- oder
zufließen werden und die Höhe verlässlich ermittelt werden kann.
Dabei werden Agien und Disagien, die überwiegend ein Entgelt für die
Kapitalnutzung darstellen, im Effektivzinssatz
 
berücksichtigt. Weiters
werden Erträge aus Beteiligungen in diesem Posten erfasst.
Dividenden werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs ebenfalls
im Zinsüberschuss erfasst. Der Ausweis der Zinsaufwendungen erfolgt
analog zu den Zinserträgen.
B) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
 
Den besonderen Risiken des Bankgeschäfts wird durch die Bildung von
Wertberichtigungen im entsprechenden Ausmaß Rechnung getragen.
Im Geschäftsjahr 2024 werden sämtliche Wertberichtigungen auf
Einzelvertragsebene ermittelt und verbucht. Zur Kalkulation der
Risikovorsorge wurden statistische Verfahren
 
implementiert. Dabei
wird jedes Finanzinstrument monatlich entsprechend seiner
Kategorisierung bewertet. Neben makroökonomischen Faktoren sind
die wesentlichen relevanten Größen:
●
Vertragsparameter (wie z. B. Laufzeit, Zinssatz, Geschäftsart),
 
●
die aktuelle Bonität (und die Bonität bei Vertragszugang)
 
●
sowie der Verwendungszweck/Besicherung.
Diese Annahmen sowie die Einschätzung und Beurteilung der
Indikatoren, die zu einer Risikovorsorge führen, basieren auf
historischen Erfahrungswerten im Kreditgeschäft und werden in
regelmäßigen Abständen kontrolliert und gegebenenfalls revidiert,
 
um
mögliche Differenzen zwischen Risikovorsorge und tatsächlich
eingetretenem Kreditausfall zu minimieren. Bei Vorliegen
 
objektiver
Hinweise muss ein allfälliger Wertminderungsbedarf von Forderungen
jedenfalls auf Basis einer barwertigen Betrachtung der künftigen
erwarteten Cashflows ermittelt werden. Hierzu müssen Szenarien zur
Einschätzung der erwarteten Cashflows gebildet werden. Die Höhe
sowie die Entwicklung der Risikovorsorge werden unter Note (18, 19
und 21) dargestellt. Angaben zu den Ausfallwahrscheinlichkeiten nach
Ratingklassen sowie zu Stresstests finden sich in den Erläuterungen zu
den Finanzrisiken und zum Risikomanagement.
 
Staging
Grundsätzlich gehen Finanzinstrumente bei erstmaliger Erfassung in
der Stage 1 zu. Hier haben Unternehmen an jedem Bilanzstichtag eine
Risikovorsorge durch die Erfassung einer Wertminderung bzw.
 
die
Bildung einer Rückstellung in Höhe der Kreditausfälle, deren Eintritt
innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird (12 month
expected credit losses) zu erfassen (d. h. auf Basis der
Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls innerhalb der nächsten zwölf
Monate). Bei der Folgebewertung sind die Kreditausfälle, deren
Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird, durch die
über die Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditausfälle (lifetime expected
credit losses) zu ersetzen, wenn sich das Ausfallrisiko seit dem
Zeitpunkt des Erstansatzes wesentlich erhöht hat (sog. lifetime
expected credit loss-Kriterium). Die Finanzinstrumente sind in diesem
Fall der Stage 2 zugeordnet.
 
Zur Bestimmung einer wesentlichen Erhöhung des Ausfallsrisikos
werden verschiedene Indikatoren betrachtet.
 
Dazu zählen:
●
wesentliche Erhöhung der Ausfallgefährdung durch Vergleich der
Lifetime PD des Finanzinstruments unter der aktuellen
Bonitätseinstufung und der Bonitätseinstufung zum Zeitpunkt
des Zugangs des Finanzinstruments
●
eine durchgeführte Forbearance-Maßnahme beim
Finanzinstrument
●
30-Tage-Verzug
 
Die Risikovorsorge für Kreditausfälle
 
wird wieder auf der Grundlage
der Kreditausfälle, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate
erwartet wird, bemessen, falls sich die Kreditqualität nachträglich
wesentlich verbessert hat und das Lifetime expected credit loss
Kriterium nicht länger erfüllt ist.
Kalkulation der Risikovorsorge
Für die Bemessung der erwarteten Kreditausfälle werden folgende
Inputparameter verwendet:
●
Exposure at Default (EAD): Bei Darlehen und Krediten wird das
erwartete Exposure (EAD) je Zeitscheibe auf der Grundlage der
vertraglichen Bedingungen zum Berechnungsstichtag des
Finanzinstruments ermittelt. Bei Produkten ohne Tilgungsplan
wird das EAD-Profil anhand der zum Berechnungsstichtag
vorhandenen Off-
 
und On-Balance Exposures und
Erfahrungswerten dieser Produkte ermittelt.
●
Marginal Probability of Default (mPD): Die mPD stellt die
Wahrscheinlichkeit dar,
 
dass der betreffende Kontrakt in einer
gegebenen Zeitscheibe in den Default geht. Sie ist abhängig von
der aktuellen Bonitätseinstufung des Finanzinstruments, dem
Kundensegment und dem makroökonomischen Ausblick
(Vorausschauende Information, FLI).
 
●
Loss Given Default (LGD): Dieser gibt den im Falle des Defaults
erwarteten Wert des auf den Defaultzeitpunkt abgezinsten
Verlustes in % des dann ausstehenden Exposures an. Es werden
je nach Art der Besicherung unterschiedliche LGDs in der
Kalkulation der Risikovorsorgen verwendet.
 
●
Diskontierungsfaktor: Die Abzinsung erfolgt über den zum
Berechnungsstichtag gültigen Effektivzinssatz IFRS.
 
Für nicht-notleidende Kredite sowie für notleidende Kredite unter der
Signifikanzgrenze von TEUR 200 ergibt sich die Höhe der
Risikovorsorge durch Multiplikation der soeben genannten Größen je
Zeitscheibe und anschließender Summierung. Bei notleidenden
Krediten über der Signifikanzgrenze von TEUR 200 wird eine
szenariogewichtete Wertberichtigung auf Basis der erwarteten
zukünftigen Zahlungsströme ermittelt. Hier werden erwartete
Rückführungen u.a. aus Sicherheitenverwertungen berücksichtigt.
 
Als notleidend wird ein Kredit eingestuft, wenn eines der folgenden
Merkmale zutrifft:
●
90-Tage-Verzug
●
krisenbedingte Restrukturierung
●
positiver Unlikely To Pay
 
-Test
o
im Rahmen einer Forbearance-Maßnahme
o
aufgrund sonstiger Risikohinweise, die eine Rückführung
in Zweifel stellen
●
Fälligstellung
●
Antrag auf Eröffnung Insolvenzverfahren
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
13
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
13
Nach einer 90-tägigen Wohlverhaltensphase ab Wegfall des
Ausfallereignisses können vormals notleidende Kredite wieder aus der
Bewertung auf Basis der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme
entlassen werden und die Bewertung erfolgt wieder anhand der
statistischen Methoden.
Zur Bewertung werden üblicherweise drei Cash-Flow-Szenarien
wahrscheinlichkeitsgewichtet herangezogen. Zinserträge
 
von
Forderungen der Stage 3 werden mit dem Effektivzinssatz
 
der
jeweiligen Forderung, gerechnet auf die Höhe des Bruttobuchwerts
abzüglich Risikovorsorge (= Nettobuchwert),
 
erfasst. Die Höhe der
Wertberichtigung bemisst sich damit als Differenz zwischen dem
Buchwert und dem Barwert der geschätzten zukünftigen
Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts unter
Berücksichtigung werthaltiger Sicherheiten. Die Ermittlung erfolgt
unter Zugrundelegung des ursprünglichen Effektivzinssatzes.
 
Sind weitere Zahlungen mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten, wird eine Forderung als
uneinbringlich eingestuft. Eine uneinbringliche, bereits
wertberichtigte Forderung wird durch Verbrauch
 
der Risikovorsorge
ausgebucht. Besteht für eine solche Forderung keine
Wertberichtigung, wird sie direkt ergebniswirksam abgeschrieben.
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden im
Periodenergebnis gesondert erfasst.
Forbearance
Die Kennzeichnung "Forbearance" erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG
bei Vorliegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten beziehungsweise, wenn
wirtschaftliche Schwierigkeiten ohne Zugeständnisse der Bank zu
erwarten sind, konsequent gemäß Art 47b CRR i. V.
 
m. der
EBA/GL/2018/06. Eine Forbearance-Kennzeichnung zu einer
Risikoposition löst beim Kunden ein Warnsignal in den
Ratingsystemen aus und führt zu einer Abstufung um 2 Ratingstufen
sowie zu einem automatischen Transfer in Stage
 
2 nach IFRS 9.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Dauer von Stundungsmaßnahmen wird dem Kundenbedürfnis
individuell angepasst, beschränkt sich großteils jedoch auf den
kurzfristigen Bereich bis 6 Monate.
Beurteilung auf kollektiver Basis
Die Bemessung der erwarteten Kreditausfälle erfolgt in der Hypo Tirol
Bank AG auf Ebene der Einzelkonten, nicht auf kollektiver Basis. Der
wichtigste Bestandteil in der Quantifizierung der erwarteten
Kreditausfälle sind die aktuellen Bonitätsbeurteilungen der Kunden.
Diese werden auf Ebene der Einzelkunden, nicht auf kollektiver Basis
erstellt. Der Einsatz verschiedener Ratingsysteme für verschiedene
Kundengruppen sowie regelmäßige Validierungen der Ratingsysteme
garantieren die korrekte Einschätzung der Bonität der Kunden.
Berücksichtigung vorausschauender Informationen im Expected
Credit Loss-Modell (ECL-Modell)
Die Hypo Tirol Bank AG identifiziert “vorausschauende Informationen”
im Rahmen des ECL-Modells mit einer aktuellen OeNB-
Wirtschaftsprognose. Das wesentlichste Element zur Berücksichtigung
zukunftsgerichteter Informationen im ECL-Modell ist deshalb die
Modellierung der Abhängigkeit der mPD von makroökonomischen
Randbedingungen (Kovariablen).
Die Hypo Tirol Bank AG generiert aus der OeNB-Prognose Szenarien
für die zukünftigen Werte der makroökonomischen Kovariablen und
somit über die Szenariowerte für die mPD auch für den ECL eines
Finanzinstrumentes.
Für die Auswahl von makroökonomischen Kovariablen zur
Modellierung der mPD wurden sämtliche Konjunkturindikatoren laut
OeNB, der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) und der
kurzfristige Zinssatz (3M-EURIBOR) auf deren Zusammenhang mit der
Defaultwahrscheinlichkeit hin untersucht.
Konkret verwendet die Hypo Tirol Bank AG für die verschiedenen
Kundensegmente folgende makroökonomische Kovariable (für diese
liegen nicht nur historische Werte, sondern auch Prognosen vor):
Segmente
makroökonomische Kovariable
KMU AT
Privatkunden AT
Firmenkunden AT
Firmenkunden IT
Privatkunden IT
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt (Vorjahr)
relevant
-
relevant
relevant
-
Jahresmittel 3M-EURIBOR (Vorjahr)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Einbezogener Zeithorizont
Die makroökonomischen Prognosen der OeNB, welche von der Hypo
Tirol Bank AG herangezogen werden, liegen für jeweils zwei Jahre in der
Zukunft vor. Die OeNB-Prognose
 
vom Dezember 2024 für die
kommenden zwei Jahre sind wie auch die Ist Werten in nachfolgender
Tabelle dargestellt:
Stand: Dezember 2024
makroökonomischer Indikator
2024
2025
2026
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt
-0,9
0,8
1,6
Arbeitslosenquote (Eurostat)
5,2
5,3
5,1
3M-EURIBOR
3
2,1
2
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
2,9
2,4
2,2
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stand: Dezember 2023
makroökonomischer Indikator
2023
2024
2025
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt
-0,7
0,6
1,7
Arbeitslosenquote (Eurostat)
5,3
5,5
5,3
3M-EURIBOR
3,4
3,6
2,8
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
7,7
4,0
3,0
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
14
Anhang (Notes)
14
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Daraus ergeben sich die folgenden Prognosen für die modellrelevanten
makroökonomischen Kovariablen:
Stand: Dezember 2024
makroökonomische Kovariable
2024
2025
2026
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt
-0,9
0,8
1,6
Wachstumsrate Arbeitslosenquote
2,0
1,9
-3,8
Jahresmittel 3M-EURIBOR
3,2
2,6
2,1
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
2,9
2,4
2,2
Stand: Dezember 2023
makroökonomische Kovariable
2023
2024
2025
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt
-0,7
0,6
1,7
Wachstumsrate Arbeitslosenquote
10,4
3,8
-3,6
Jahresmittel 3M-EURIBOR
2,8
3,5
3,2
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
7,7
4,0
3,0
Angaben zu den makroökonomischen Szenarien
Anhand der aktuellen OeNB-Prognose generiert die Hypo Tirol Bank AG
Szenarien (d.h. eine Wahrscheinlichkeitsverteilung) für die zukünftigen
Werte der makroökonomischen Kovariablen. Die Erzeugung dieser
Wahrscheinlichkeitsverteilung erfolgt
 
mithilfe von Modellen, die
 
auf Basis einer statistischen Analyse vergangener OeNB-Prognosen und
tatsächlich eingetretener Bedingungen entwickelt wurden.
 
Die im vorhergehenden Abschnitt dargelegte Modellierung der mPD als
Funktion der Kovariable führt demnach zu Szenarien für die mPD eines
Kontraktes je Zeitscheibe und somit zu Szenarien für den ECL eines
Vertrages. Die verbuchte Risikovorsorge
 
entspricht dem
wahrscheinlichkeitsgewichteten mittleren ECL
 
über alle so erzeugten
makroökonomischen Szenarien. Damit verwendet die Hypo Tirol Bank
AG „unendlich“ viele Szenarien, die allesamt auf der aktuellen Prognose
der OeNB fußen. Das Gewicht jedes einzelnen Szenarios reflektiert die
generelle Belastbarkeit von OeNB-Prognosen.
Angaben zur Sensitivitätsanalyse
Zur Untersuchung der Sensitivität der verbuchten Risikovorsorge
werden zusätzlich Szenariorechnungen angestellt. Dabei werden statt
der Erwartungswerte gewisse Quantile der
Wahrscheinlichkeitsverteilungen der Adjustierungen aufgrund der FLI
herangezogen:
●
Im affinen Szenario wird das 2,5% Quantil betrachtet. Im Lichte der
Prognosen sind die tatsächlichen Defaultwahrscheinlichkeiten also
in 97,5% aller Fälle größer als im affinen Szenario angenommen.
●
Im adversen Szenario wird das 97,5% Quantil betrachtet. Aufgrund
der vorliegenden Prognosen sind die tatsächlichen
Defaultwahrscheinlichkeiten also in 97,5% aller Fälle geringer als
im adversen Szenario angenommen.
Gegenüber dem Basisszenario ist der Wert im affinen Szenario um etwa
5,5 Mio. EUR geringer, im adversen Szenario um etwa
 
6,5 Mio. EUR
höher. Asymmetrische Effekte
 
aufgrund von Stagewanderungen sind
daher vernachlässigbar.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse
 
der Szenariorechnungen im Vergleich zur tatsächlichen Risikovorsorge
 
(hier Basisszenario
 
genannt):
 
in Tsd EUR
Affines
 
Szenario
31.12.2024
Basis-
szenario
31.12.2024
Adverses
 
Szenario
31.12.2024
Affines
 
Szenario
31.12.2023
Basis-
szenario
31.12.2023
Adverses
 
Szenario
31.12.2023
Bank AT
38.772
43.987
50.084
30.674
37.093
44.830
Stage 1
4.857
5.296
5.583
8.634
9.320
10.093
Stage 2
33.915
38.691
44.501
22.040
27.773
34.737
ZNL Italien
1.861
2.113
2.383
2.367
2.755
3.257
Stage 1
99
110
123
192
233
267
Stage 2
1.761
2.002
2.260
2.175
2.522
2.990
Leasing
1.085
1.299
1.593
1.272
1.832
2.455
Stage 1
430
491
490
691
646
640
Stage 2
655
807
1.102
581
1.186
1.815
Gesamt Stage 1 und 2
41.718
47.398
54.060
34.314
41.680
50.541
Management Overlay
Zur Berechnung erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Loss - ECL)
gemäß IFRS 9 verwenden Banken zukunftsgerichtete Einschätzungen,
Modelle und Daten. Dabei kann es vorkommen, dass die alleinige
modellbasierte Ermittlung nicht zu einem sachgerechten Ergebnis führt,
da zum Beispiel bestimmte Entwicklungen im Modell oder in den
verfügbaren Daten nicht oder noch nicht ausreichend berücksichtigt
sind. Dies kann die Notwendigkeit nach sich ziehen, dass die
modellbasierten Ergebnisse um diese Effekte mit einem Management
Overlay angepasst werden müssen. Im aktuellen makroökonomischen
Umfeld und der damit einhergehenden Unsicherheit ist ein derartiger
Ansatz sachgerecht.
Während die Modelle zur Kalkulation des Kreditrisikos im Laufe
 
des
Jahres 2024 insbesondere aufgrund der aktuellen OeNB-Prognosen
angepasst werden, sieht die Hypo Tirol Bank insbesondere in den
Entwicklungen am Immobilienmarkt Effekte in Verbindung mit dem
Zinsniveau, die durch die Modelle nicht vollständig abgebildet sein
könnten.
 
15
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
15
Die vermuteten Unsicherheiten in Bezug auf die Einschätzung des
Ausfallsrisikos betreffen insbesondere Kunden der Branchen
 
„Wohnbau
gewerblich“, „Vermietung
 
eigene Immobilien“ und „Bauhaupt- und
Nebengewerbe“. Aufgrund
 
einer durchgeführten Portfolioanalyse hat
sich die Hypo Tirol Bank dazu entschieden, Kunden dieser Branchen mit
einem Management Overlay zu versehen und der Stage 2 zuzuordnen.
Der Management Overlay aus dem Vorjahr wurde gänzlich aufgelöst.
Die quantitativen Auswirkungen der beschriebenen Maßnahmen finden
sich unter Note (19).
C) Provisionsüberschuss
 
Der Provisionsüberschuss ist der Saldo aus den Erträgen und den
Aufwendungen aus dem Dienstleistungsgeschäft. Diese umfassen vor
allem Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen aus dem
Girogeschäft, dem Zahlungsverkehr,
 
dem Wertpapiergeschäft, dem
Kredit- und Leasinggeschäft, aus dem Devisen-, Sorten-
 
und
Edelmetallgeschäft sowie dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft. In den
Erträgen aus sonstigem Dienstleitungsgeschäft sind Gebühren aus dem
Versicherungsvermittlungsgeschäft enthalten. Provisionen für
Leistungen, welche über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden
(dies betrifft vor allem Provisionen aus dem Girogeschäft), werden über
die Periode der Leistungserbringung vereinnahmt. Da die
zeitraumbezogenen Leistungen periodengerecht abgerechnet werden,
sind keine Abgrenzungen über mehrere Geschäftsjahre notwendig.
Leistungen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt erbracht werden
(transaktionsbezogene Leistungen zum Beispiel aus dem
Wertpapiergeschäft, aus dem Kreditgeschäft oder die Vermittlung von
Versicherungen) werden vereinnahmt, wenn die Dienstleistung
vollständig erbracht wurde.
D) Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
 
und
Verbindlichkeiten,
 
Ausbuchung von at cost bewerteten
finanziellen Vermögenswerten
 
Das Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
zeigt alle Effekte aus Veräußerungen,
 
Ausbuchungen und Bewertungen
von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
 
Das
Veräußerungs-
 
und Ausbuchungsergebnis von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten
 
wird
separat dargestellt.
 
E) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
In dieser Position wird das Bewertungsergebnis von
Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings
gezeigt. Das Bewertungsergebnis setzt sich aus den Fair-Value-
Veränderungen der Grundgeschäfte, welche aus dem abgesicherten
Risiko entstehen, und den Fair-Value
 
-Veränderungen der
Sicherungsgeschäfte zusammen.
 
F) Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
 
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen wird in Note (12)
dargestellt und enthält neben den Ergebnisanteil des assoziierten
Unternehmens auch Wertminderungen und Zuschreibungen.
G) Verwaltungsaufwand
 
Der Verwaltungsaufwand setzt sich aus dem Personalaufwand, dem
Sachaufwand und den Abschreibungen auf Sachanlagen bzw.
immateriellen Vermögensgegenständen zusammen.
 
H) Sonstige Erträge und Aufwendungen
 
In den sonstigen Erträgen und Aufwendungen werden vor allem Erträge
und Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft und Mieterträge aus als
Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien gezeigt. Weitere Angaben
erfolgen in Note (14) bzw.
 
Note (15).
Aktivseite
A) Barreserve
 
Der in der Geldflussrechnung ausgewiesene Zahlungsmittelbestand
entspricht dem Bilanzposten „Barreserve“ und setzt sich aus
Barbeständen und Guthaben bei Zentralnotenbanken zusammen. Die
Guthaben bei Zentralnotenbanken sind der Mindestreserve, die als
Guthaben bei der Österreichischen Nationalbank gemäß EZB-VO zu
halten sind, gewidmet. Die Mindestreserve wird zum
Zahlungsmittelbestand gezählt, da laut Verständnis
 
der
Österreich
ischen Nationalbank die Mindestreserve als Grundlage für
den laufenden Zahlungsverkehr angesehen werden kann. Aus diesem
Grund erfüllt die Mindestreserve die Definition „Cash and Cash
Equivalents“ und wird daher unter der Barreserve ausgewiesen.
Sämtliche Barreserven sind dem Geschäftsmodell „halten“ zugeordnet.
Die Bestände werden bei Zugang auf SPPI-Schädlichkeiten untersucht.
Die Hypo Tirol Bank hält keine Barreserven mit SPPI-Schädlichkeiten.
 
B) Forderungen an Kreditinstitute und
 
Kunden
 
In diesen Bilanzposten werden ausgereichte Kredite entsprechend dem
Geschäftspartner als Forderungen an Kreditinstitute oder Forderungen
an Kunden ausgewiesen. Zum Zeitpunkt des Zugangs erfolgt eine
Kategorisierung der Forderungen gemäß IFRS 9. Wertminderungen
werden als Risikovorsorge offen ausgewiesen. Negativzinsen
 
werden als
sonstiger Zinsaufwand ausgewiesen. Sämtliche Forderungen an
Kreditinstitute und Kunden sind dem Geschäftsmodell „halten“
zugeordnet. Die Bestände werden bei Zugang auf SPPI-Schädlichkeiten
untersucht. Im Falle einer SPPI-Schädlichkeit erfolgt die Bewertung zum
Fair Value.
 
C) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
Die Ermittlung der Wertberichtigung erfolgt nach dem 3-Stufen-Modell
nach IFRS 9. Für die bei Forderungen an Kunden, den darin enthaltenen
Leasingforderungen, Forderungen an Kreditinstitute und sonstigen
finanziellen Vermögenswerten vorhandenen Bonitätsrisiken sind nach
konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen gebildet
worden. Weitere Erläuterungen erfolgen in Note (3, 18, 19 und 21).
D) Derivate
 
Sämtliche Derivate mit positivem beizulegendem Zeitwert werden in
diesem Posten ausgewiesen. Die Bewertung der Derivate erfolgt zum
beizulegenden Zeitwert. Die Bewertungs- und Abgangsergebnisse der
Derivate werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
 
erfasst. Zinsen
werden im Zinsergebnis gezeigt.
Im laufenden Geschäftsjahr hat man einen Passiv Gap, der sich durch
eine Einlagenmodellierung ergeben hat, geschlossen. Die Umsetzung
erfolgte größtenteils über die Auflösung von Hedge Accounting
Beziehungen mit Fixzinskrediten. Im IFRS hat das keine wesentlichen
Effekte ergeben, da die die Derivate sowieso zum Marktwert
 
bilanziert
wurden und sich aus dem Closing kein Effekt ergibt. Nur die Zinserträge
aus den Krediten (Grundgeschäft) werden verteilt über die Laufzeit der
Kredite vereinnahmt.
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
16
Anhang (Notes)
16
E) Sonstige finanzielle Vermögenswerte
In den sonstigen finanziellen Vermögenswerten werden
Wertpapierbestände und Beteiligungen der Hypo Tirol Bank abgebildet.
Die gehaltenen Bestände sind den IFRS-Geschäftsmodellen „halten“
bzw. „halten und verkaufen“
 
zugeordnet. Die Zuordnung zu den
Geschäftsmodellen basiert auf von der Abteilung Treasury definierten
Portfolien an Finanzinstrumenten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr
wurden alle neuen Wertpapierveranlagungen dem Geschäftsmodell
„halten“ zugeordnet, sodass das Geschäftsmodell „halten und
verkaufen“ abreift. Die der Kategorie „halten“ und „halten und
verkaufen“ zugeordneten Finanzinstrumente werden
 
bei Zugang auf
SPPI-Schädlichkeiten getestet.
 
F) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, d. h. Immobilien, die zur
Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der
Wertsteigerung langfristig gehalten werden, werden in diesem
Bilanzposten ausgewiesen. Sie werden zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet. Mieterträge werden
 
in den sonstigen
Erträgen erfasst. Erfolgt eine Nutzungsänderung von Immobilien
dahingehend, dass diese Immobilien nicht mehr für den eigenen
Geschäftsbetrieb genutzt, sondern vermietet werden, werden diese
Immobilien von den Sachanlagen zu den als Finanzinvestitionen
gehaltenen Immobilien umgegliedert.
 
Für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien erfolgt eine lineare
Abschreibung auf Basis der erwarteten Nutzungsdauer. Die
Abschreibungen werden im sonstigen Aufwand erfasst. Die
betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer stellt sich im laufenden wie auch
im vorangegangenen Geschäftsjahr wie folgt dar:
Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
in Jahren
Gebäude
25-50
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte für eine
Wertminderung vorliegen. Sofern Anhaltspunkte für eine
Wertminderung vorliegen, wird auf das Wertminderungsmodell von
nichtfinanziellen Vermögenswerten verwiesen.
 
G) Immaterielle Vermögenswerte
 
Der Posten „Immaterielle Vermögenswerte“
 
umfasst erworbene
Software, Lizenzrechte sowie einen erworbenen Kundenstock. Alle
immateriellen Vermögenswerte weisen eine begrenzte Nutzungsdauer
auf.
 
Die Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten,
 
reduziert um
Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die planmäßige
Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer.
 
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer stellt sich im laufenden wie
auch im vorangegangenen Geschäftsjahr wie folgt dar:
Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
in Jahren
Software und Lizenzrechte
4
Kundenstock
7
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte für eine
Wertminderung vorliegen. Sofern Anhaltspunkte für eine
Wertminderung vorliegen, wird das Wertminderungsmodell von
nichtfinanziellen Vermögenswerten angewendet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
H) Sachanlagen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sachanlagen werden zu Anschaffungs-
 
bzw. Herstellkosten,
 
vermindert
um Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die planmäßige
Abschreibung erfolgt linear auf Basis der geschätzten Nutzungsdauer
des Vermögenswerts. Die Bestimmung der Nutzungsdauer wird unter
Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der
technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher
Beschränkungen vorgenommen.
 
Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer stellt sich im laufenden wie
auch im vorangegangenen Geschäftsjahr wie folgt dar:
Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer
in Jahren
Gebäude
25-50
Betriebs- und Geschäftsausstattung
5-20
Baumaßnahmen in angemieteten Geschäftslokalen
15
EDV-Hardware
3-5
Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte für eine
Wertminderung vorliegen. Sofern Anhaltspunkte für eine
Wertminderung vorliegen, wird das Wertminderungsmodell von
nichtfinanziellen Vermögenswerten angewendet.
 
In den Sachanlagen werden auch Nutzungsrechte gemäß IFRS 16
ausgewiesen. Die Nutzungsdauer entspricht der Laufzeit des
Mietvertrags. In Fällen, in denen ein Mietverhältnis ohne feste Laufzeit
vorliegt, wird dieses mit der erwarteten Nutzungsdauer angesetzt
(derzeit zwischen 1 und 10 Jahren).
 
I) Sonstige Vermögenswerte
Im Posten „Sonstige Vermögenswerte“
 
werden hauptsächlich
Forderungen gegenüber dem Finanzamt, Rechnungsabgrenzungen und
jene Grundstücke und Gebäude ausgewiesen, die ursprünglich vom
Kreditnehmer als Sicherheit gegeben wurden und nun in der Abwicklung
notleidender Engagements einer Verwertung zugeführt werden sollen
(Rettungserwerbe). Diese Vermögenswerte werden gemäß IAS 2
bewertet. Diesbezügliche Aufwendungen und Erträge werden in den
sonstigen Aufwendungen oder Erträgen als „Aufwendungen oder
Erträge i. Z. m. als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte“ dargestellt.
Zusätzlich werden in den sonstigen Vermögenswerten
Rechnungsabgrenzungsposten aufgezeigt, welche auch nach IFRS 15
abgegrenzte Provisionserträge aus der Abwicklung von
Wohnbauförderungsdarlehen enthalten. Eine weitere Untergliederung
der Rechnungsabgrenzungsposten entfällt aufgrund
Wesentlichkeitsüberlegungen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
J) Langfristige Vermögenswerte,
 
Veräußerungsgruppen sowie
Verbindlichkeiten
 
in Veräußerungsgruppen, die zur
Veräußerung gehalten
 
werden
 
Langfristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen, die
Vermögenswerte und Schulden umfassen, werden als zur Veräußerung
gehalten eingestuft, wenn es höchstwahrscheinlich ist, dass sie
überwiegend durch Veräußerung und nicht durch fortgesetzte Nutzung
realisiert werden. Die Geschäftsführung muss sich zu einer Veräußerung
verpflichtet haben. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass der
Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres nach einer solchen
Klassifizierung abgeschlossen wird.
 
Im Allgemeinen werden diese Vermögenswerte oder die
Veräußerungsgruppen zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und
 
17
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
17
beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.
 
Ein
etwaiger Wertminderungsaufwand einer Veräußerungsgruppe wird
zunächst dem Geschäfts- oder Firmenwert und dann den verbleibenden
Vermögenswerten und Schulden auf anteiliger Basis zugeordnet – mit
der Ausnahme, dass den Vorräten, finanziellen Vermögenswerten,
latenten Steueransprüchen, Vermögenswerten im Zusammenhang mit
Leistungen an Arbeitnehmer oder als Finanzinvestitionen gehaltenen
Immobilien, die weiterhin gemäß den sonstigen
Rechnungslegungsmethoden des Konzerns bewertet werden, kein
Verlust zugeordnet wird. Wertminderungsaufwendungen bei der
erstmaligen Einstufung „als zur Veräußerung gehalten“ sowie spätere
Gewinne und Verluste bei Neubewertung werden im Gewinn oder
Verlust erfasst.
 
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden nicht mehr
planmäßig abgeschrieben, und jedes nach der Equity-Methode
bilanzierte Beteiligungsunternehmen wird nicht mehr nach der Equity-
Methode bilanziert, sobald es als zur Veräußerung gehalten eingestuft
ist.
 
Sofern der Konzern eine Veräußerungsgruppe veräußert, werden
 
die
Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung
gehalten werden, im Anhang dargestellt. Im laufenden Geschäftsjahr
gibt es keine Veräußerungsgruppe.
 
K) Laufende und latente Steuern
 
Laufende Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden mit den
aktuellen Steuersätzen berechnet, in deren Höhe Zahlungen an bzw.
Erstattungen von Steuerbehörden erwartet werden. Forderungen
 
aus
laufenden Ertragsteuern werden aufgrund der Unwesentlichkeit im
Konzern unter dem Posten „Sonstige Vermögenswerte“
 
ausgewiesen.
Bei den im Posten „Sonstige Vermögenswerte“
 
ausgewiesenen
Steuerforderungen handelt es sich vorwiegend um Verbrauchsteuern.
Die laufenden Ertragsteuerverpflichtungen werden als solche gesondert
auf der Passivseite dargestellt.
 
Latente Ertragsteueransprüche und -verpflichtungen werden auf
temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen
 
von
Vermögenswerten und Verpflichtungen in
 
der Bilanz nach IFRS und den
Wertansätzen, die für die Besteuerung zutreffend sind, gebildet. Sie
werden auf Grundlage des Steuersatzes berechnet, der für den
Zeitpunkt ihrer Auflösung zu erwarten ist. Für weitere Angaben wird auf
Note (28) verwiesen.
 
Aktive latente Steuern werden dann angesetzt, wenn ausreichend
passive latente Steuern in der gleichen Steuereinheit bestehen oder es
hinreichend wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde
Gewinne in der gleichen Steuereinheit anfallen. Dies gilt auch für den
Ansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge.
 
Aktive und passive latente Steuern werden gegeneinander
aufgerechnet, sofern eine Verrechnung tatsächlicher
Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden zulässig
ist und die latenten Steuern dieselbe Steuerbehörde betreffen.
 
Ergebnisabhängige tatsächliche Steueraufwendungen sind in der
Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns im Posten
 
„Ertragsteuern“
ausgewiesen. Die Effekte aus der Bildung oder Auflösung latenter
Steuern sind ebenfalls in diesem Posten enthalten, es sei denn, sie
beziehen sich auf im sonstigen Ergebnis erfasste Posten.
Passivseite
A) Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kreditinstituten oder Kunden
sowie verbriefte Verbindlichkeiten
 
und Ergänzungskapital
gem. Art 63 CRR
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder Kunden
sowie auch verbriefte Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital
 
gem. Art
63 CRR werden entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet oder der Kategorie „designated at Fair Value“
 
zugeordnet.
 
Bei Verbindlichkeiten „designated at Fair
 
Value“ wird die Veränderung
des Marktwerts aufgrund des eigenen Bonitätsrisikos gemäß IFRS
9.7.1.2 im sonstigen Ergebnis dargestellt. Die Ermittlung erfolgt als
Differenzrechnung zwischen dem historischen (zum Emissionszeitpunkt
geltenden) und aktuellen Credit Spread.
 
Verbriefte Verbindlichkeiten
 
werden erfolgswirksam zum Fair Value
bewertet, um einen Accounting Mismatch, der durch die zwingende
erfolgswirksame Bewertung von Derivaten, welche zur Absicherung von
Zinsrisiken abgeschlossen wurden, auszugleichen. Bei den zum Fair
Value bewerteten verbrieften Verbindlichkeiten
 
wurde die Fair Value
Option ausgeübt. Die Fair Value Option kommt hauptsächlich bei
Emissionen, die an Retailkunden ausgegeben werden, zur Anwendung.
Zudem wird bei verbrieften Verbindlichkeiten Hedge Accounting
angewendet, um einen Accounting Mismatch bei mit Derivaten
abgesicherten Verbindlichkeiten zu verhindern. Die im Hedge
Accounting gewidmeten Verbindlichkeiten werden als zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet ausgewiesen, wobei das Hedge
Adjustment den Buchwert verändert. Hedge Accounting wird für die
bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehungen bei Plain-Vanilla-
Emissionen, welche von institutionellen Kunden gezeichnet werden,
verwendet.
Die im vergangenen Geschäftsjahr in den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten enthaltenen TLTRO
 
III-Geschäfte mit einem Buchwert in
Höhe von TEUR 159.322 und einer Nominale von TEUR 156.000, wurden
planmäßig am 27.03.2024 zurückbezahlt. Somit bestehen zum
31.12.2024 keine Verbindlichkeiten aus TLTRO
 
III-Geschäften.
B) Rückstellungen
 
Die Rückstellung für das Sozialkapital beinhaltet die Rückstellungen für
Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder.
 
Diese Rückstellungen
werden nach dem Anwartschafts-Ansammlungsverfahren, basierend auf
versicherungsmathematischen Gutachten, bewertet. Die bilanzierte
Verbindlichkeit entspricht dem Barwert der Verpflichtung abzüglich des
beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von
Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens. Da der Konzern kein
Planvermögen vorsieht, übersteigt bei allen Plänen der Barwert der
Verpflichtung den beizulegenden Zeitwert. Die daraus resultierende
Verbindlichkeit ist in der Bilanz im Posten „Rückstellungen“
 
enthalten.
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
18
Anhang (Notes)
18
Die Berechnung der Barwerte des Sozialkapitals erfolgt unter folgenden
versicherungsmathematischen Annahmen:
 
●
Rechnungszinsfuß/Inland 3,28 % (2023: 3,48 %)
 
●
Jährliche Valorisierungen, kollektivvertragliche und karrieremäßige
Gehaltserhöhungen bereits im ersten Jahr von 2,50 % (2023: 8,0
 
%)
und in den Folgejahren von 2,50 % (2023: 2,70 %) bei Rückstellung
für Abfertigungen und Jubiläumsgelder
●
Fluktuationsrate gemäß eigener Tabelle, wobei
dienstzeitabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten von 13 % im
ersten Dienstjahr bis hin zu 0 % im 15. Dienstjahr berücksichtigt
wurden
 
●
Jährliche Valorisierungen der Aktivbezüge und Pensionszahlungen
bereits im ersten Jahr von 1,50 % (2023: 7,00 %) und in den
Folgejahren von 1,50 % (2023: 1,70 %) bei der Rückstellung für
Pensionen
 
●
Tabellenwerte AVÖ
 
2018-P (Generationentafeln für Angestellte)
 
Jene versicherungsmathematischen Annahmen sind
unvoreingenommen, aufeinander abgestimmt und stellen die
bestmögliche Einschätzung des Konzerns dar.
 
Allerdings birgt jede
Annahme ein Risiko, indem eine Veränderung der einfließenden
Berechnungsgrößen zu einer Abweichung der bilanzierten Rückstellung
führen würde. Insbesondere weist der Konzern bei der Berechnung des
Sozialkapitals auf die Sensibilität der Berechnungsparameter der
Abfertigungs- und Pensionsrückstellung hin. Verzerrungen der
wesentlichen Einflussgrößen (Diskontierungszinssatz sowie Gehalts-
bzw. Pensionsvalorisierung) werden
 
deshalb mittels einer
Sensitivitätsanalyse unter Note (33) dargestellt. Die restlichen
Einflussgrößen (Fluktuationsrate bzw.
 
Sterbewahrscheinlichkeit) können
aufgrund der Erfahrungswerte sowie Beobachtungen als valide
Parameter mit sehr geringem Verzerrungspotenzial gewichtet
 
werden.
Auch die Jubiläumsgeldrückstellung ist aufgrund ihrer Planbarkeit und
zuverlässigen versicherungsmathematischen Berechnungsgrößen als
risikolos zu interpretieren.
 
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen sind keine Rückstellungen
zu bilden. Die für beitragsorientierte Pläne vereinbarten Zahlungen an
eine Pensionskasse werden laufend als Aufwand erfasst, darüber
hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht.
 
Pensionen
In der Hypo Tirol Bank hat ein Teil der Pensionistinnen, Pensionisten
und Hinterbliebenen Anspruch auf eine leistungsorientierte
Bankpension. Es handelt sich dabei um einen Versorgungsplan auf
Endgehaltsbasis, welcher auf einer Betriebsvereinbarung beruht. Die
Anspruchsberechtigten sind bereits in Pension und leisten daher keine
weiteren Beiträge mehr.
 
Ein Schließen dieser Vereinbarung ist nicht
beabsichtigt. Bei aktiven Dienstnehmern besteht kein
Bankpensionsanspruch mehr.
 
Abfertigung
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vor dem 31.12.2002 in das
Unternehmen eingetreten sind, haben unter bestimmten
Voraussetzungen, insbesondere im Falle ihrer Pensionierung, einen
Abfertigungsanspruch. Abfertigungsansprüche sind im § 23
Angestelltengesetz geregelt.
 
Die Höhe des Abfertigungsanspruchs beträgt in Abhängigkeit der Dauer
der Dienstzugehörigkeit maximal ein Jahresgehalt. Die Ermittlung
erfolgt dabei auf Basis des Endgehalts. Es handelt sich hierbei um einen
leistungsorientierten Versorgungsplan. Für diese Ansprüche werden
Abfertigungsrückstellungen gebildet. Für alle Beschäftigten, die nach
dem 31.12.2002 in das Unternehmen eingetreten sind, ist diese
Regelung nicht maßgeblich. Für jene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
werden monatliche Beiträge an eine Mitarbeitervorsorgekasse geleistet.
Darüber hinaus bestehen keine weiteren Ansprüche der Angestellten.
 
Jubiläumsgeld
 
Dem Dienstnehmer stehen nach 25-jähriger bzw. 35-jähriger
Dienstzugehörigkeit ein bzw. zwei
 
Monatsgehälter an Jubiläumsgeld zu.
Der Anspruch auf Jubiläumsgeld begründet sich auf dem
Kollektivvertrag, der sowohl die Voraussetzungen für den Anspruch als
auch dessen Höhe regelt.
 
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber
Dritten werden gebildet, wenn eine zuverlässig schätzbare, rechtliche
oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht.
 
Es wird jener
Betrag rückgestellt, der bei vernünftiger Betrachtung zur Erfüllung der
Verpflichtung am Bilanzstichtag bezahlt werden müsste.
 
Die Rückstellungen für das Kreditgeschäft sonstige beinhalten
beispielsweise Rückstellungen für Negativzinsen, Rückstellungen für
Rückvergütungen von Bearbeitungsgebühren bei Verbraucherkrediten
sowie für sonstige aus der Vergabe von Krediten resultierende
Verpflichtungen, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder Höhe ungewiss sind.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten sonstige
Personalrückstellungen, Rückstellungen für Prozesskosten
 
sowie übrige
sonstige Rückstellungen.
 
Aufgrund der Negativzinsjudikatur bei Verbraucher-
 
und
Handelsrechtsverfahren, die in Einzelfällen zu
Rückzahlungsverpflichtungen führen können, bildet die Hypo Tirol Bank
eine Rückstellung für Negativzinsen. Einer der Treiber der erwarteten
Rückzahlung ist der Zeitpunkt eines höchstgerichtlichen Urteils.
Insgesamt ist die Höhe der gebildeten Rückstellung mit Unsicherheiten
verbunden. Um diese abzubilden, bewertet die Hypo Tirol Bank diese
mit einem gewichteten 3-Szenarien Modell.
Darüber hinaus ist die Rückstellung für Kredit-Bearbeitungsgebühren
aus dem Vorjahr weiterhin enthalten (lediglich Zinsaufwand wurde
nachdotiert).
 
Die Basis dieser Rückstellung bildeten Urteile des OGH
(„Fitness-Studio Entscheidung“ 4 Ob 59/22p) sowie dessen Auswirkung
in Verfahrensentscheidungen, im Zusammenhang mit
Bearbeitungsgebühren, gegen Unternehmen in anderen Branchen. An
dieser Rückstellung wurde weiterhin festgehalten, da es noch kein
höchstgerichtliches Urteil gibt.
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste beinhalten Rückstellungen
für das Kreditrisiko von Bürgschaften, Haftungen und offenen Rahmen.
 
Weiters wurde im laufenden Geschäftsjahr eine Rückstellung im
Zusammenhang mit dem Wegfall der Zwischenbankbefreiung gemäß § 6
Abs 1 Z 28 (2. Satz) UStG in Höhe von 281 TEUR gebildet. Diese bisherige
Befreiung, die bis Ende letzten Jahres nach nationalem Recht umgesetzt
war, könnte
 
durch den EuGH als verbotene Beihilfe eingestuft werden
und es könnte zu einer Rückforderung kommen.
C) Sonstige Verbindlichkeiten
 
Im Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“
 
werden hauptsächlich
Verbindlichkeiten, die nicht aus dem Bankgeschäft stammen (im
Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen
 
und Leistungen),
ausgewiesen.
D) Eigenkapital
 
Das Eigenkapital setzt sich aus dem der Bank zur Verfügung gestellten
Kapital (gezeichnetes Kapital zuzüglich Kapitalrücklagen) und aus
erwirtschaftetem Kapital (Gewinnrücklagen sowie über das sonstige
Ergebnis gebildete Rücklagen aus der Bewertung nach IFRS 9, dem
Konzerngewinn und Gewinnvortrag) zusammen. In der FVOCI Rücklage
werden nicht ergebniswirksam erfasste Bewertungsänderungen aus
dem Portfolio „halten und verkaufen“ erfasst. Unter
versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten werden
Bewertungseffekte gemäß IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ nach
Berücksichtigung der Steuerlatenz ausgewiesen. Im Eigenkapitalposten
 
19
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
19
„Bonitätsinduzierte Fair-Value Änderung eigene Verbindlichkeiten“
werden nicht erfolgswirksame Bewertungsergebnisse von zum Fair
Value bilanzierten Verbindlichkeiten,
 
welche auf die Veränderung des
eigenen Kreditrisikos zurückzuführen sind, abzüglich latenter Steuern
dargestellt.
 
Das Grundkapital der Hypo Tirol Bank beträgt EUR 50.000.000,--. Das
Grundkapital ist zerlegt in 2.400.000 vinkulierte, auf Namen lautende
Stückaktien, von denen jede am Grundkapital im gleichen Ausmaß
beteiligt ist. Durch die Liquidierung der Hypo Tirol Anteilsverwaltung
wurde die ursprüngliche Aktienurkunde eingezogen und eine neue
Aktienurkunde mit den oben genannten Merkmalen ausgestellt. Das
Grundkapital wurde dadurch nicht verändert.
 
E) Finanzgarantien
Eine Finanzgarantie ist ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur
Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer
für einen Verlust entschädigt, der ihm entsteht, weil ein bestimmter
Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen
oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht
fristgemäß nachkommt.
 
Die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie wird erfasst,
 
sobald der
Garantiegeber Vertragspartei wird, d. h. zum Zeitpunkt der Annahme
des Garantieangebots. Die Erstbewertung erfolgt mit dem
beizulegenden Zeitwert zum Erfassungszeitpunkt.
 
Die Folgebewertung der Verpflichtung der Bank erfolgt zum höheren
Wert aus der Erstbewertung abzüglich linearer Auflösung, mit der die
Garantieprovision auf die Laufzeit der Finanzgarantie verteilt und im
Periodenergebnis vereinnahmt wird, und einer Risikovorsorge
 
aus der
möglichen Inanspruchnahme.
Sonstige Angaben
A) Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten
 
und
Verbindlichkeiten
 
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden
aufgerechnet und als Saldo in der Bilanz ausgewiesen, wenn gegenüber
dem Geschäftspartner ein einklagbares Recht auf Aufrechnung der
Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis erfolgt
oder gleichzeitig mit der Realisierung des Vermögenswerts die
Verbindlichkeit beglichen wird.
 
Gemäß IFRS 7 ist der Konzern verpflichtet, Angaben zur Saldierung von
Finanzinstrumenten unter Globalaufrechnungsvereinbarungen oder
ähnlichen Vereinbarungen vorzunehmen, auch wenn die zugrunde
liegenden Instrumente nicht saldiert ausgewiesen werden. Für
Instrumente, zu welchen Aufrechnungsvereinbarungen bestehen,
allerdings nicht saldiert ausgewiesen werden, ist der Effekt der
Saldierung unter Note (41) dargestellt.
 
B) Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
 
und
Verbindlichkeiten
Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten
 
Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn die vertraglich
vereinbarten Ansprüche auf Cashflows aus dem finanziellen
Vermögenswert erlöschen oder diese übertragen werden. Weiters
 
wird
die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts geprüft und
analysiert, wenn der Konzern bei Eintritt bestimmter Kriterien die
Verpflichtung übernommen hat, die Cashflows aus dem Vermögenswert
an Dritte weiterzuleiten. Die Ausbuchung dieser Vermögenswerte
erfolgt dann, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem
Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden.
Im Falle von Transaktionen, bei denen alle wesentlichen Risiken
 
und
Chancen, die mit dem Eigentum an finanziellen Vermögenswerten
verbunden sind, weder zurückbehalten noch übertragen werden, bucht
der Konzern den übertragenen Vermögenswert aus, sobald die
Verfügungsmacht übertragen wurde.
 
Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Krediten
 
wird der
nicht amortisierte Betrag der
Bearbeitungsgebühren/Transaktionskosten,
 
die im Effektivzinssatz
berücksichtigt wurden, zum Ausbuchungszeitpunkt in die Zinserträge
umgebucht.
 
Die Hypo Tirol Bank weist Vermögenswerte weiterhin in der Bilanz aus,
auch wenn diese an Dritte übertragen werden, sofern die Chancen und
Risiken der Vermögenswerte nicht mitübertragen werden.
Transaktionen dieser Art sind ausschließlich
Wertpapierpensionsgeschäfte. Weitere Erläuterungen erfolgen in Note
(50).
Ausbuchungskriterien für vertragliche Modifikationen von finanziellen
Vermögenswerten
 
Im Verlauf eines Engagements kann es zu Anpassungen des
Vertragsverhältnisses kommen. Hierbei ist unter IFRS
 
9 zu entscheiden,
ob die Cashflows derartig modifiziert wurden, dass de facto ein neues
Vertragsverhältnis entstanden ist. Herrscht
 
eine substanzielle
Modifikation vor, ist das bestehende Finanzinstrument
 
auszubuchen
und das neue modifizierte Finanzinstrument zu erfassen. Zur Prüfung
sind quantitative und qualitative Faktoren heranzuziehen. Als
quantitatives Kriterium gilt eine materielle Änderung der vertraglichen
Cashflows. Dabei muss gemessen werden, ob die modifizierte
Cashflowstruktur, diskontiert
 
mit dem Effektivzinssatz der
ursprünglichen Cashflows, um mehr als 10% von der ursprünglichen
Struktur abweicht, so liegt eine substanzielle Anpassung vor.
 
Als
qualitative Kriterien gelten etwa vertragliche Änderung der Währung,
einen Schuldnerwechsel sowie eine Änderung von Vertragsklauseln,
welche zu einer Änderung der SPPI-Konformität führt.
Behandlung von nicht substanziellen vertraglichen Veränderungen von
finanziellen Vermögenswerten
 
Wird festgestellt, dass keine substanzielle Anpassung vorliegt, wird die
Barwertdifferenz bei Finanzinstrumenten, welche zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet sind, als Modifikationsergebnis erfasst.
Der Ausweis erfolgt im Zinsüberschuss und ist in Note (6) ersichtlich. Im
abgelaufenen Geschäftsjahr wurden ausschließlich marktinduzierte
Modifikationen vorgenommen. Bonitätsbedingt gab es keine Anpassung
der Konditionen.
Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten
 
Eine finanzielle Verbindlichkeit wird entweder bei Fälligkeit
 
ausgebucht,
oder wenn die mit ihr verbundene Verpflichtung beglichen bzw.
aufgehoben wird. Dabei wird die Differenz zwischen der aufgehobenen
finanziellen Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt erfolgswirksam
in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
 
erfasst. Detaillierte Angaben
dazu finden sich in Note (9).
 
C) Beizulegender Zeitwert (Fair Value)
In Übereinstimmung mit IFRS 13 wird der beizulegende Zeitwert als der
Preis definiert, zu dem unter aktuellen Marktbedingungen am
Bemessungsstichtag in einem geordneten Geschäftsvorfall im
Hauptmarkt oder vorteilhaftesten Markt ein Vermögenswert verkauft
oder eine Schuld übertragen werden würde. Dabei ist der beizulegende
Zeitwert entweder unmittelbar beobachtbar oder wird mithilfe einer
Bewertungstechnik ermittelt, wobei jene Bewertungstechnik
anzuwenden ist, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht ist
und ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur
 
HYPO TIROL BANK AG
20
Anhang (Notes)
20
Verfügung stellt. Als übergeordnetes Ziel gilt die Maximierung am Markt
beobachtbarer Inputfaktoren. Daraus leitet sich die
Bewertungshierarchie (sog. Fair-Value-Hierarchie) ab, welche die in den
Bewertungstechniken zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
verwendenden Inputfaktoren in drei Stufen unterteilt. Im Rahmen der
Bemessungshierarchie wird in aktiven Märkten für identische
Vermögenswerte oder Schulden notierte (nicht berichtigte) Preise
(Inputfaktoren Level 1) die höchste Priorität eingeräumt, während
 
nicht
beobachtbare Inputfaktoren die niedrigste Priorität erhalten
(Inputfaktoren Level 3).
 
Level 1:
 
Inputfaktoren der Level 1 sind in aktiven, für den Konzern am
Bemessungsstichtag zugänglichen Märkten für identische
Vermögenswerte oder Schulden notierte Preise. Grundsätzlich wird
dabei auf jene Märkte abgestellt, die das größte Handelsvolumen
besitzen (Hauptmarkt). Sind unter Umständen keine Börsenpreise am
Hauptmarkt verfügbar, kann der vorteilhafteste
 
Markt für die
Bestimmung des Fair Value herangezogen werden.
 
Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert im Konzern auf Basis
von Inputfaktoren von Level 1 ermittelt wird, sind liquide
Eigenkapitaltitel, liquide Staats-
 
und Unternehmensanleihen und
großvolumige eigene Emissionen (Benchmark-Emissionen).
 
Level 2:
 
Inputfaktoren für Level 2 sind andere als die unter Level 1
genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die
Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. Falls
Kurse von aktiven Märkten nicht vorhanden sind, wird der beizulegende
Zeitwert auf Basis von Bewertungsverfahren ermittelt. Liegen zeitnahe,
tatsächliche Transaktionen in ein und demselben Finanzinstrument vor,
dienen diese Transaktionspreise als Indikator für den beizulegenden
Zeitwert. Liegen keine Transaktionen
 
identischer Finanzinstrumente vor,
wird auf Transaktionspreise von im Wesentlichen
 
identischen
Finanzinstrumenten zurückgegriffen. Bei komplexen und individuellen
Produktgestaltungen kann auch das Ableiten von Transaktionspreisen
vergleichbarer Finanzinstrumente nicht möglich sein, sodass hier auf
Bewertungsmodelle, deren Inputfaktoren auf beobachtbaren
Marktdaten basieren, zurückgegriffen wird. Im Konzern wird der
beizulegende Zeitwert für Finanzinstrumente mit festen bestimmbaren
Zahlungen auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode oder für
Finanzinstrumente mit optionalen Bestandteilen auf Basis von
Optionspreismodellen berechnet.
Erfolgt die Bewertung anhand zeitnaher tatsächlicher Transaktionen
bzw. von im Wesentlichen identischen Finanzinstrumenten,
 
werden
Finanzinstrumente mit ähnlichen Merkmalen gebündelt und über die
für dieses Bündel ermittelte Credit-Kurve ein laufzeitabhängiger Spread
ermittelt. Die Ermittlung des zugehörigen Spreads hat auf den
Diskontierungszinssatz und somit auf den beizulegenden Zeitwert einen
wesentlichen Einfluss. Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert
im Konzern auf Basis von Inputfaktoren nach Level 2 ermittelt wird, sind
zum Beispiel verbriefte Verbindlichkeiten sowie Nachrang-
 
und
Ergänzungskapital, jeweils bewertet zum Fair
 
Value.
Level 3:
 
In manchen Fällen lässt sich der beizulegende Zeitwert von
Finanzinstrumenten weder anhand von Marktpreisen noch auf Basis von
Bewertungsmodellen, die sich vollständig auf beobachtbare Marktdaten
stützen, berechnen. Für diese Finanzinstrumente basieren die
Eingangsparameter auf anderen relevanten Informationsquellen bzw.
müssen diese anhand angemessener Annahmen geschätzt werden. Der
Konzern bewertet in dieser Kategorie überwiegend Kundenforderungen,
welche aufgrund einer Widmung in die Fair Value Option oder aufgrund
SPPI-schädlicher Vertragsbedingungen zum beizulegenden Zeitwert
bewertet werden. Als maßgeblicher nicht beobachtbarer Inputfaktor ist
hier die Vergabe des hausinternen Ratings zu betonen. Je schlechter die
Bonität des Kunden, desto höher der verbundene Zinsaufschlag,
welcher einen Einfluss auf den Diskontierungszinssatz hat, der zur
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts herangezogen wird.
 
Die Zuordnung der Finanzinstrumente zu den Fair Value Level wird
regelmäßig von den Verantwortlichen überprüft und gegebenenfalls
eine Umgruppierung vorgenommen.
 
Werden die Voraussetzungen für die Gruppierungen innerhalb der
Bemessungshierarchie nicht mehr erfüllt, veröffentlicht der Konzern den
Betrag der Umgruppierungen zwischen Stufe 1 und 2, den Betrag der
Umgruppierungen in oder aus Stufe 3, die Gründe für diese
Umgruppierungen sowie die Methodik, die zur Feststellung von einem
Umgruppierungsbedarf angewendet wird. Umgruppierungen in die
einzelnen Stufen und Umgruppierungen aus den einzelnen Stufen
werden getrennt angegeben und erörtert (für Stufe 1 und 2 sowie Stufe
3).
 
Weitere Angaben zum beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten
(Angaben des Zeitwerts, Level-Kategorisierung, Überleitungsrechnung
der Finanzinstrumente in der Level-3-Kategorie, Sensitivitätsanalyse von
nicht beobachtbaren Parametern sowie Umgruppierungen) finden sich
unter Note (39).
 
D) Fair Value Derivate
 
Bei der Fair-Value-Bewertung von Derivaten ist das Ausfallrisiko
 
des
Kontrahenten und des bilanzierenden Unternehmens zu
berücksichtigen. Es ist demnach die auf das Kreditrisiko
zurückzuführende Anpassung (CVA – Credit Value Adjustment) vom
bewerteten beizulegenden Zeitwert des Derivats zu subtrahieren. Zur
Berücksichtigung des Kreditausfallrisikos des Kontrahenten
 
ist
grundsätzlich das erwartete Exposure für zukünftige Perioden zu
ermitteln. Anhand des erwarteten Exposures kann mithilfe der
jeweiligen Ausfallwahrscheinlichkeit und des (kontrahentenabhängigen)
Verlusts bei Ausfall das CVA und DVA
 
(Debit Valuation Adjustment) je
Vertragspartei berechnet werden. Die Ermittlung des erwarteten
Exposures erfolgt dabei im Konzern mittels
Marktrisikoanpassungsfaktoren unter Berücksichtigung von mit
Kontrahenten abgeschlossener Collateral-Vereinbarungen. Die
Ausfallwahrscheinlichkeiten werden auf Basis von Credit-Spreads
ermittelt. Sofern für Kontrahenten Spreads am Markt beobachtbar sind,
werden jene herangezogen, ansonsten wird auf Bond-Spreads
zurückgegriffen. In wenigen Fällen, in denen keine Spreads des
Kontrahenten ermittelbar sind, werden Spreads von einer Peer-Group
herangezogen. Die Höhe des Verlusts bei Eintritt
 
eines Ausfalls wird auf
Basis einer empirischen Studie von Moody’s ermittelt.
 
E) Echte Pensionsgeschäfte
 
(Repo-Geschäfte) und
Wertpapierleihgeschäfte
 
Echte Pensionsgeschäfte sind Kombinationen aus Kassa-Käufen oder -
Verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem
 
Verkauf oder Rückkauf
auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo
 
-Geschäften in
Pension gegebenen Wertpapiere (Kassa-Verkauf)
 
werden in der
Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand bilanziert und bewertet.
 
Der Liquiditätszufluss aus dem Repo-Geschäft wird je nach Gegenpartei
als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder Kunden in der Bilanz
ausgewiesen. Vereinbarte Zinszahlungen werden laufzeitgerecht
 
als
Zinsaufwendungen erfasst.
 
 
21
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
21
F) Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen
 
(Hedge
Accounting)
 
Die Hypo Tirol Bank bildet das Hedge Accounting nach IFRS 9 ab, da hier
das betriebliche Risikocontrolling stärker im Fokus
 
steht. Dadurch fallen
die im IAS 39 vorgesehenen starren Grenzen, innerhalb derer eine
Sicherungsbeziehung effektiv sein muss, um bilanziell abbildbar zu sein,
weg. Stattdessen werden neue kumulative Anforderungen an die
Effektivität als Bestandteil der qualitativen
 
Voraussetzungen für das
Hedge Accounting gestellt. Es muss ein wirtschaftlicher Zusammenhang
zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft vorliegen, das
Ausfallrisiko darf nicht dominieren, und die Sicherungsquote muss
zutreffend festgelegt werden.
 
Zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value Hedge)
bestimmter finanzieller Vermögenswerte und Verpflichtungen
 
setzt der
Konzern Derivate ein. Die Sicherungsinstrumente können einem oder
mehreren gleichartigen Grundgeschäften gegenüberstehen. Eine
Hedge-Accounting-Beziehung kann sowohl Grundgeschäfte der
Aktivseite als auch der Passivseite der Bilanz beinhalten. Das
abgesicherte Risiko ist das Zinsrisiko. Die Sicherungsstrategie ist Teil
 
der
Zinsstrategie. Dadurch ist sichergestellt, dass die Sicherungsstrategie in
Übereinstimmung mit der Risikomanagementstrategie der Hypo Tirol
Bank erfolgt. Als Sicherungsinstrumente werden ausschließlich
Zinsswaps designiert. Die Sicherungsbeziehungen werden zum
Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert. Die Dokumentation umfasst
vor allem die Identifikation des Grundgeschäfts und
Sicherungsinstruments sowie die Art des gesicherten Risikos. Weiters
wird die Methodik zur Bestimmung der Effektivität des
Sicherungszusammenhangs dokumentiert.
Die Effektivität der Sicherungszusammenhänge wird bei Begründung
des Sicherungszusammenhangs sowie monatlich überprüft. Unter
Effektivität wird in diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem
gesicherten Grundgeschäft resultierenden Änderung des beizulegenden
Zeitwerts und der Änderung des beizulegenden Zeitwerts aus dem
Sicherungsderivat verstanden (bezogen auf das abgesicherte Risiko).
Der Konzern bilanziert Sicherungszusammenhänge nur dann als solche,
wenn sie voraussichtlich während der gesamten Restlaufzeit
 
hoch
effektiv sind. Während der Laufzeit wird die Hedge Ratio monatlich
überprüft und gegebenenfalls angepasst. Auch mit Einführung des
Hedge Accountings nach IFRS 9 bleiben die bisher nach IAS 39 geltenden
Bandreiten weiterhin als Steuerungsinstrument des Risikocontrollings
erhalten.
 
Die zur Absicherung eingesetzten Derivate werden zum beizulegenden
Zeitwert als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
ausgewiesen und unter Note (20) und (32) beschrieben. Die
Bewertungsänderungen der Sicherungsinstrumente werden zusammen
mit den Marktwertänderungen des Grundgeschäfts, die dem
abgesicherten Risiko zuzurechnen sind, im Periodenergebnis als
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen erfasst. Der nicht effektive
Teil der Bewertungsänderung wird im Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen in Note (11) dargestellt. Dieser errechnet
sich aus dem Saldo der dem abgesicherten Risiko zugrunde liegenden
Veränderung der Marktwerte der Sicherungsinstrumente und der
Grundgeschäfte.
 
Durch das Halten von fix verzinsten Finanzinstrumenten entsteht der
Hypo Tirol Bank ein Zinsrisiko, welches einen Einfluss auf den
beizulegenden Zeitwert dieser fix verzinsten Vermögensgegenstände
und Verbindlichkeiten hat. Als Sicherungsinstrumente zur Absicherung
des Zinsrisikos werden ausschließlich Zinsswaps eingesetzt. Der fixe
Zinssatz aus den Grundgeschäften wird dadurch in eine variable
Verzinsung umgewandelt. Die Hedge Accounting Strategie wird von der
Abteilung Treasury bestimmt. Dabei wird für einzelne Produktgruppen
und Laufzeiten ein Volumen festgelegt, das bis Jahresende maximal
abgesichert bzw. offengelassen werden
 
darf. Die Verantwortung
 
für die
quartalsweise Überwachung der Einhaltung dieser Strategie und die
dazugehörige regelmäßige Berichterstattung obliegt dem
Risikocontrolling. Der Nachweis der Effektivität
 
der
Sicherungsbeziehung wird mittels Effektivitätstests
 
im Risikocontrolling
erbracht. Bei diesen Tests werden
 
die zinsinduzierten Wertänderungen
der Grund- und Sicherungsgeschäfte in Beziehung zueinander gesetzt,
wobei Wertschwankungen aus Bonitätsveränderungen oder
mathematische Effekte (etwa der Pull-to-Par
 
Effekt) unberücksichtigt
bleiben. Von der Abteilung Treasury werden jene Grundgeschäfte
identifiziert, die aufgrund der vereinbarten Zinskonditionen ein
Zinsänderungsrisiko aufweisen, welches entsprechend der aktuellen
Hedge Accounting Strategie abgesichert werden muss. Eine während
der Laufzeit auftretende Unwirksamkeit der Absicherung wird von der
Abteilung Risikocontrolling analysiert bzw.
 
dokumentiert und führt zu
einer Anpassung der Hedge Ratio.
 
Sicherungsbeziehungen werden nur dann vorzeitig beendet, wenn
●
die Sicherungsbeziehung die Risikomanagementzielsetzung nicht
mehr erfüllt, weil diese die Hypo Tirol Bank nicht mehr verfolgt
●
das bzw. die Sicherungsinstrument(e) vorzeitig veräußert oder
beendet wurde(n)
●
die Auswirkungen des Ausfallsrisikos die Wertänderungen der
Sicherungsbeziehung dominieren.
In der Hypo Tirol Bank kommen ausschließlich Fair Value Hedges zur
Anwendung.
G) Klassifizierung und Bewertung
 
Gemäß IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte auf Basis des
Geschäftsmodells des Unternehmens zur Steuerung seiner finanziellen
Vermögenswerte sowie der Charakteristika der Zahlungsströme
 
des
jeweiligen finanziellen Vermögenswerts klassifiziert. Das
Geschäftsmodell „halten“ beinhaltet finanzielle Vermögenswerte, die zu
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden.
 
Dies gilt, wenn die
Zielsetzung des Geschäftsmodells des Unternehmens darin begründet
liegt, die finanziellen Vermögenswerte zu halten, um damit die
vertraglichen Zahlungsströme zu erzielen und die Vertragsbedingungen
des finanziellen Vermögenswerts zu Zahlungsströmen zu führen, die
ausschließlich Tilgungen und Zinszahlungen darstellen (Solely Payments
of Principal and Interest, SPPI). Das Geschäftsmodell „halten und
verkaufen“ beinhaltet Vermögenswerte,
 
welche sowohl zur
Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch zur
Veräußerung gehalten werden. Stellen die vertraglichen
Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts wiederum
ausschließlich Tilgungen und Zinszahlungen dar, erfolgt die Bewertung
zum Fair Value über das sonstige Ergebnis. Alle Instrumente, die in keine
dieser beiden Kategorien fallen, werden in der Folge erfolgswirksam
zum Fair Value bewertet. Weiters
 
können Instrumente, welche mit
einem anderen Finanzinstrument in einer wirtschaftlichen
Sicherungsbeziehung stehen, freiwillig erfolgswirksam zum Fair Value
bewertet werden (Fair-Value-Option), wenn dadurch eine inkonsistente
Bewertung (Accounting Mismatch) der in dieser wirtschaftlichen
Sicherungsbeziehung stehenden Finanzinstrumente vermieden wird. Die
Fair-Value-Option wird in der Hypo Tirol Bank hauptsächlich bei
verbrieften Verbindlichkeiten verwendet, um eine inkonsistente
Bewertung bei begebenen Retail-Anleihen, deren Zinsrisiko mit
Zinsswaps abgesichert wurde, zu vermeiden. Weiters wurde sie in der
Vergangenheit in Einzelfällen bei Forderungen
 
und Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden gezogen.
Die Hypo Tirol Bank nimmt von dem Wahlrecht, Eigenkapitaltitel
erfolgsneutral zum Fair Value zu bewerten,
 
keinen Gebrauch.
HYPO TIROL BANK AG
22
Anhang (Notes)
22
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(6)
 
Zinsüberschuss
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Zinsen und ähnliche Erträge aus Forderungen an Kreditinstitute
27.350
28.732
Zinsen und ähnliche Erträge aus Forderungen an Kunden
233.537
203.444
Zinsen und ähnliche Erträge aus Schuldverschreibungen
20.047
12.402
Zinsen und ähnliche Erträge aus Leasingforderungen
11.196
11.858
Erträge aus Negativzinsen
3.357
4.790
Erträge aus Barwertveränderungen Modifikationen
829
700
Nach der Effektivzinsmethode ermittelt
296.316
261.926
Zinsen auf Forderungen an Kunden zum Fair Value bewertet
842
1.472
Zinserträge aus Derivaten
2.040
1.735
Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
218
115
Beteiligungserträge aus verbundenen nicht konsolidierten Unternehmen
0
160
Sonstige Beteiligungserträge
1.135
514
Sonstige zinsähnliche Erträge
4.235
3.996
Zinsen und ähnliche Erträge
300.551
265.922
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten
-5.978
-19.609
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für Verbindlichkeiten gg. Kunden
-62.218
-40.677
Zinsaufwendungen aus Derivaten
-25.474
-21.575
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für verbriefte Verbindlichkeiten
-38.100
-30.363
Zinsen und ähnliche Aufwendungen für Ergänzungs-/Nachrangkapital
-4.227
-4.070
Aufwendungen aus Barwertveränderungen Modifikationen
-1.370
-849
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-137.367
-117.143
Zinsüberschuss
163.184
148.779
In den dargestellten Zinserträgen aus Negativzinsen ist eine Auflösung
der Rückstellung für Rückvergütungen von Negativzinsen in Höhe von
TEUR 3.357 (2023: TEUR 4.790) enthalten. Weitere Erläuterungen zur
Veränderung der Negativzinsenrückstellung sind in Note (33)
Rückstellungen enthalten.
In beiden dargestellten Geschäftsjahren gab es in der Hypo Tirol Bank
ausschließlich marktinduzierte Modifikationen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
23
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
23
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Zinsüberschuss, gegliedert nach Bewertungskategorien der
finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten,
 
stellt sich wie folgt
dar:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Derivate
2.039
1.735
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete,
 
nicht handelsbezogene finanzielle Vermögenswerte
2.196
2.261
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte
293.802
258.679
Erfolgsneutral zum Fair Value bewertete
 
finanzielle Vermögenswerte
2.514
3.247
Zinsertrag
300.551
265.922
Derivate
-25.474
-21.575
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete
 
Verbindlichkeiten
-8.578
-8.967
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten
-103.315
-86.601
Zinsaufwand
-137.367
-117.143
Zinsüberschuss
163.184
148.779
Zinserträge für finanzielle Vermögenswerte, die nicht zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden, belaufen sich auf TEUR
293.802 (2023: TEUR 258.679). Der entsprechende Zinsaufwand für
finanzielle Verbindlichkeiten beträgt TEUR 103.315 (2023: TEUR 86.601).
 
In den Zinserträgen sind Zinsen aus wertgeminderten Vermögenswerten
in Höhe von TEUR 6.689 (2023: TEUR 3.619) enthalten.
(7)
 
Risikovorsorge
 
im Kreditgeschäft
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Veränderung von Wertberichtigungen Kredite
-25.529
-32.210
Veränderung von Wertberichtigungen Wertpapiere
-33
-178
Direktabschreibungen von Forderungen
-1.918
-258
Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen
407
532
Veränderung von Rückstellungen
-73
1.527
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
-27.146
-30.587
Die Veränderungen von Rückstellungen beinhalten die Veränderung
 
von
Rückstellungen für Risikovorsorgen von Haftungen und offenen
Kreditrahmen gemäß IFRS 9 sowie von Rückstellungen für das
Kreditgeschäft. Alle ergebniswirksamen Posten der Risikovorsorge
betreffen Wertberichtigungen für Forderungen an Kreditinstitute
 
bzw.
Kunden, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Rückstellungen für
Kreditrisiken. Weitere Informationen
 
sind in Note (18, 19 und 21)
verfügbar. Zu den Veränderungen
 
der Rückstellungen verweisen wir auf
Note (33).
 
Alle unterjährig gebildeten Wertberichtigungen werden im Falle des
Abgangs einer Forderung in der Hypo Tirol Bank als
Direktabschreibungen auf Forderungen ausgewiesen. Dadurch kann es
im Falle von Umschuldungen von notleidenden Krediten durch
Fremdbanken dazu kommen, dass größere Beträge als
Direktabschreibungen ausgewiesen werden.
 
HYPO TIROL BANK AG
24
Anhang (Notes)
24
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(8)
 
Provisionsüberschuss
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Provisionserträge aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
3.480
3.640
Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft
13.197
11.814
Provisionserträge aus dem Girogeschäft, Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
18.569
17.867
Provisionserträge aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft
3.974
4.055
Provisionserträge
39.220
37.376
Provisionsaufwendungen aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
-426
-419
Provisionsaufwendungen aus dem Wertpapiergeschäft
-1.017
-1.034
Provisionsaufwendungen aus dem Girogeschäft, Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
-2.210
-2.159
Provisionsaufwendungen aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft
-218
-232
Provisionsaufwendungen
-3.871
-3.844
Provisionsüberschuss
35.349
33.532
In den Provisionserträgen sind Erträge aus Treuhandgeschäften in Höhe
von TEUR 112 (2023: TEUR 425) enthalten. Die Provisionsaufwendungen
beinhalten Aufwendungen aus Treuhandgeschäften in Höhe von TEUR
77 (2023: TEUR 328).
 
In den Provisionserträgen aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft
sind Erträge aus der Vermittlung von Versicherungsverträgen
 
in Höhe
von TEUR 3.238 (2023: TEUR 3.432) bzw. Provisionsaufwendungen in
Höhe von TEUR 209 (2023: TEUR 215) enthalten.
Die Aufgliederung der Provisionserträge und -aufwendungen nach
Geschäftsbereichen gemäß IFRS15 befindet sich in Note (45)
„Segmentberichterstattung“.
25
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
25
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(9)
 
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
 
und
Verbindlichkeiten
Im Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
werden alle Veräußerungs-
 
und Bewertungsergebnisse von finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
 
gezeigt. Eine Ausnahme bilden
die Veräußerungsergebnisse von zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten finanziellen Vermögenswerten, welche in einer eigenen
GuV-Position berichtet werden.
 
Die GuV-Position Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten
 
und
Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
in Tsd EUR
2024
2023
Veräußerungs-
 
und Bewertungsergebnis aus Währungskursveränderungen
1.715
1.845
Veräußerungs-
 
und Bewertungsergebnis von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
 
Vermögenswerten
-2.004
341
Veräußerungsergebnis von erfolgsneutral zum Fair
 
Value bewerteten Vermögenswerten
4
-62
Gewinne/Verluste aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten
 
bewerteten Verbindlichkeiten
124
2.649
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
-161
4.773
Das Ergebnis aus dem Rückkauf von eigenen Emissionen beträgt TEUR
123 (2023: TEUR 2.646).
Im Geschäftsjahr 2024 wurde die vollkonsoldierte Gesellschaft ERFOLG
Liegenschaftsvermietungs GmbH veräußert. Im Vorjahr erfolgte die
Veräußerung der beiden vollkonsolidierten Gesellschaften VBC3 GmbH
und Tirol Immobilien und Beteiligungs GmbH. Der
Entkonsolidierungseffekt stellt sich wie folgt dar:
in Tsd EUR
2024
2023
Forderungen an Kreditinstitute nach Risikovorsorge
33
1.003
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
6.974
22.497
Sonstige Vermögensgegenstände
0
312
Summe Vermögenswerte
7.007
23.812
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
6558
0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
13
11.296
Rückstellungen
15
5
Sonstige Verbindlichkeiten
1
25
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
0
95
Summe Verbindlichkeiten
6.587
11.421
Veräußerungserlös
421
12.328
- Abgang Vermögenswerte
-7.007
-23.812
+ Abgang Verbindlichkeiten
6.587
11.421
Entkonsolidierungsergebnis
0
-62
Das Entkonsolidierungsergebnis ist in der Gewinn- und Verlustrechnung
im Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
 
in
der Position Veräußerungs-
 
und Bewertungsergebnis von
erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
 
Vermögenswerten
enthalten.
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
26
Anhang (Notes)
26
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Veräußerungsergebnis von erfolgsneutral zum Fair
 
Value
bewerteten Vermögenswerten entspricht nicht dem in der
Gesamtergebnisrechnung enthaltenen Posten „Erfolgswirksame
Umgliederung von Bewertungsergebnissen in die Gewinn- und
Verlustrechnung von erfolgsneutral zum Fair
 
Value bewerteten
finanziellen Vermögenswerten“,
 
da in dem in der
Gesamtergebnisrechnung enthaltenen Posten ebenfalls die
erfolgswirksam gebuchte Veränderung der Risikovorsorge
 
enthalten ist.
Das Veräußerungs-
 
und Bewertungsergebnis von erfolgswirksam zum
Fair Value bewerteten Vermögenswerten
 
und Verbindlichkeiten stammt
aus Effekten der folgenden Bilanzpositionen:
in Tsd EUR
2024
2023
Forderungen an Kunden
-252
-582
davon freiwillig zum Fair Value bewertet (Fair-Value
 
-Option)
-251
-578
davon verpflichtend zum Fair Value bewertet
-1
-4
Derivate
4.916
10.548
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
-3.196
85
davon freiwillig zum Fair Value bewertet (Fair-Value
 
-Option)
0
0
davon verpflichtend zum Fair Value bewertet
-3.196
85
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
-173
-2.005
Verbriefte Verbindlichkeiten
-3.299
-7.705
Veräußerungs-
 
und Bewertungsergebnis von erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten
 
Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten
-2.004
341
(10)
 
Ergebnis aus der Ausbuchung von at
 
amortised cost
bewerteten finanziellen Vermögenswerten
Aufgrund von Überschreitungen intern festgesetzter
Kontrahentenlimite wurden im Geschäftsjahr 2024 Anleihen aus dem
Halten-Portfolio der Bank mit einem Nominalwert in Höhe von TEUR
12.500 veräußert.
 
Das Ergebnis aus diesen Verkäufen von at amortised
cost bewerteten finanziellen Vermögenswerten beträgt
 
im
Geschäftsjahr 2024 TEUR -422. Das Ergebnis im Jahr 2023 in Höhe von
TEUR -3.024 ist zinsgetriebenen Portfolioumschichtungen von Anleihen
im Halten-Portfolio,
 
mit einer Nominale von TEUR 20.000, zuzurechnen.
Die oben angeführten Verkäufe aus dem Halten-Portfolio
 
stellen das
Geschäftsmodell Halten nicht in Frage, da sie sowohl einzeln als auch
insgesamt betrachtet, von nicht signifikantem Wert sind. Als signifikant
werden Verkäufe angesehen, wenn diese 10% vom Buchwert des
Halten-Portfolios des vorangegangen Bilanzstichtages
 
überschreiten.
Diese Schwelle darf in Summe über den Zeitraum der letzten drei
Geschäftsjahre nicht überschritten werden. Künftig plant die Hypo Tirol
Bank keine regulären Verkäufe aus
 
dem Halten-Portfolio durchzuführen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
27
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
27
(11)
 
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
Im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen schlagen sich die
Bewertungsergebnisse aus Sicherungszusammenhängen im Rahmen des
Hedge Accountings nieder. Im Zuge der IFRS
 
9 Erstanwendung wurden
abgesicherte fix verzinste Wertpapier-Nostro-Positionen aus der Fair
Value Option in die Haltekategorie FVOCI umgegliedert und Hedge
Accounting angewendet. Der Pull-to-par-Effekt,
 
ausgelöst durch
negative Marktwerte der betroffenen Sicherungsinstrumente zum
Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9, führt zu entsprechenden Effekten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Ergebnis aus dem Effekt der Erstanwendung von IFRS
 
9, welcher
zum Erstanwendungszeitpunkt ermittelt wurde, beträgt
 
für das
laufende Geschäftsjahr TEUR 1.637. Das restliche Ergebnis resultiert aus
Ineffektivitäten der Sicherungsbeziehungen, wobei dies vor allem auf
den Zinsrückgang im Jahresverlauf 2024 zurückzuführen ist und somit
eine Gegenbewegung zum Vorjahr darstellt. Das Ergebnis setzt sich wie
folgt zusammen:
in Tsd EUR
2024
2023
Ergebnis aus gesicherten Grundgeschäften
-7.529
-17.912
Grundgeschäfte Aktiv (Kundenforderungen und Wertpapier-Nostro)
45.438
80.632
Barwertveränderung Grundgeschäft
43.351
79.916
Abgang Hedge Barwert bei Tilgung Forderungen Kunden
2.087
716
Grundgeschäfte Passiv (eigene Emissionen) - Barwertveränderungen
-52.967
-98.544
Ergebnis aus als Sicherungsinstrumente eingesetzte Derivate
9.292
13.324
Derivate aktiv
-43.655
-84.122
aus Barwertveränderung
-45.292
-85.906
aus Pull-to-Par Effekt (IFRS 9 Erstanwendung)
1.637
1.784
Derivat passiv (Barwertveränderungen)
52.947
97.446
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
1.763
-4.588
(12)
 
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
-897
1.460
Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen besteht im Wesentlichen
aus einer Veränderung des Buchwerts der Beteiligung am ARZ
Allgemeines Rechenzentrum GmbH in Höhe von TEUR -969 (2023:
Zuschreibung in Höhe von TEUR 1.492). Weitere Erläuterungen dazu
sind in Note (22) enthalten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(13)
 
Verwaltungsaufwand
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Personalaufwand
-54.476
-48.763
Sachaufwand
-33.783
-31.519
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen
-4.428
-3.726
Verwaltungsaufwand
-92.687
-84.008
 
 
HYPO TIROL BANK AG
28
Anhang (Notes)
28
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Personalaufwand
in Tsd EUR
2024
2023
Löhne und Gehälter
-40.896
-36.390
Gesetzlich vorgeschriebener Sozialaufwand
-10.394
-9.576
Freiwilliger Sozialaufwand
-672
-524
Aufwand für Altersvorsorge, Abfertigungen und Pensionen
-2.514
-2.273
Personalaufwand
-54.476
-48.763
Im Aufwand für Abfertigungen und Pensionen sind auch Leistungen an
die betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von TEUR 411 (2023:
TEUR 341) enthalten.
Sachaufwand
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Gebäudeaufwand
-4.842
-5.432
EDV-Aufwand
-15.826
-13.341
Kommunikationsaufwand
-1.458
-1.315
Aufwand Personalentwicklung
-623
-530
Werbe-
 
und Repräsentationsaufwand
-2.438
-2.498
Rechts-
 
und Beratungskosten
-4.026
-4.122
Kosten der Rechtsform
-1.776
-1.678
Sonstiger Sachaufwand
-2.794
-2.603
Sachaufwand
-33.783
-31.519
In den Aufwendungen für Rechts-
 
und Beratungskosten bzw.
 
Kosten der
Rechtsform sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer (KPMG) in
Höhe von TEUR 426 (2023: TEUR 395) enthalten. Die Aufwendungen für
den Abschlussprüfer untergliedern sich in Aufwendungen (Kosten der
Rechtsform) für die Prüfung Einzelabschluss sowie die Prüfung
Konzernabschluss in Höhe von TEUR 352 (2023: TEUR 336) und in
Aufwendungen für andere Bestätigungsleistungen in Höhe von TEUR 74
(2023: TEUR 59).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
in Tsd EUR
2024
2023
Betriebs- und Geschäftsausstattung
-1.880
-1.857
Immobilien
-2.181
-1.573
Immaterielle Vermögenswerte
-367
-296
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielles Anlagevermögen
-4.428
-3.726
Die Abschreibungen von Leasinggütern gemäß IFRS 16 sind unter Note
(43) separat dargestellt.
 
29
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
29
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(14)
 
Sonstige Erträge
Die sonstigen Erträge setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Erträge aus dem Leasinggeschäft
6.035
4.048
Gewinne aus Immobilienabgängen
316
106
Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
9.491
8.285
Erträge aus als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte
0
263
Andere sonstige Erträge
4.527
4.994
Sonstige Erträge
20.369
17.696
In den anderen sonstigen Erträgen sind unter anderem Erträge aus der
Abwicklung der Wohnbauförderung in Höhe von TEUR 1.916 (2023:
TEUR 1.948), Erlöse aus Versicherungsentschädigungen in Höhe von
TEUR 39 (2023: TEUR 586) und Erlöse weiterverrechneter
Betriebskosten aus vermieteten Gebäuden in Höhe von TEUR 1.302
(2023: TEUR 754) enthalten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(15)
 
Sonstige Aufwendungen
Die sonstigen Aufwendungen setzen sich aus folgenden Posten
zusammen:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft
-5.306
-4.619
Verluste aus Immobilienabgängen
-361
-65
Abschreibung auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
-2.931
-2.681
Aufwendungen i. Z. m. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
-5.015
-5.052
davon i. Z. m. vermieteten Immobilien
-5.015
-5.052
davon i. Z. m. nicht vermieteten Immobilien
0
0
Aufwendungen i. Z. m. als Sicherheit erhaltene Vermögenswerte
0
-273
Operationelle Schadensfälle
-119
-1.447
Andere sonstige Aufwendungen
-3.777
-7.687
Sonstige Aufwendungen
-17.509
-21.824
In den anderen sonstigen Aufwendungen ist die Stabilitätsabgabe in
Höhe von TEUR 1.245 (2023: TEUR 1.509) enthalten. Ebenfalls wird
unter den sonstigen Aufwendungen der Aufwand der Einlagensicherung
in Höhe von TEUR 0 (2023: TEUR 372) sowie der Aufwand des
Abwicklungsfonds in Höhe von TEUR 0 (2023: TEUR 3.958) ausgewiesen.
Weiters sind in dieser Position im laufenden Geschäftsjahr Kosten in
Höhe von TEUR 281 enthalten, die die Hypo Tirol Bank aus einer
etwaigen Nachzahlung betreffend des Wegfalls der
Umsatzsteuerbefreiung von Zwischenbankumsätzen und ihrer
Interpretation als verbotene Beihilfe rückwirkend treffen
 
könnten.
 
HYPO TIROL BANK AG
30
Anhang (Notes)
30
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(16)
 
Steuern vom Einkommen und Ertrag
in Tsd EUR
2024
2023
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag
-21.429
-15.003
Latente Steuern
2.338
1.996
davon Veränderung latenter Steuern aufgrund von Steuersatzänderungen
0
-72
Steuern aus Vorperioden
412
-956
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-18.679
-13.963
Die laufenden Steuern errechnen sich auf Grundlage der steuerlichen
Ergebnisse des Geschäftsjahrs mit den von den jeweiligen
Konzernunternehmen anzuwendenden lokalen Steuersätzen.
 
Die Veränderung der latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.338 (2023:
TEUR 1.996) resultiert zur Gänze aus dem Entstehen bzw.
 
der Auflösung
temporärer Differenzen.
Der für die österreichischen Gesellschaften anzuwendende
Körperschaftsteuersatz beträgt 23 %. Dieser Steuersatz
 
wird in der
nachfolgenden Überleitungsrechnung als Steuersatz zugrunde gelegt.
Die Überleitung stellt den Zusammenhang zwischen den rechnerischen
und den ausgewiesenen Ertragsteuern dar:
in Tsd EUR
2024
2023
Ergebnis vor Steuern
81.843
62.209
Anzuwendender Steuersatz
23%
24%
Rechnerische Ertragsteuern
-18.824
-14.930
Steuereffekte
aus steuerbefreiten Beteiligungserträgen
141
-26
aus Steuergutschriften und Investitionsbegünstigungen
177
62
aus sonstigen steuerfreien Erträgen
380
2.807
aus Vorjahren
412
-956
aus Steuersatzänderungen
0
-72
aus Geschäfts- oder Firmenwertabschreibungen
0
0
aus Vorauszahlungen
0
-76
aus abweichenden Steuersätzen Ausland
-114
-100
aus anderen nicht abziehbaren Aufwendungen
-842
-594
aus sonstigen Unterschieden
-9
-78
aus nicht aktivierten Verlustvorträgen
0
0
Ausgewiesene Ertragsteuern
-18.679
-13.963
Die in der Überleitungsrechnung enthaltenen Steuereffekte aus
sonstigen Unterschieden bestehen zum Beispiel aus der
Berücksichtigung von Ergebnisabführungsverträgen mit nicht
konsolidierten Tochtergesellschaften
 
und ähnlichen, nicht in der
Überleitungsrechnung separat ausgewiesenen Sachverhalten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
31
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
31
Erläuterungen zur Bilanz
(17)
 
Barreserve
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Kassabestand
23.141
25.862
Guthaben bei Zentralnotenbanken
996.712
854.787
Barreserve
1.019.853
880.649
In den Guthaben bei Zentralnotenbanken sind TEUR 35.141 (2023: TEUR
35.162) an Mindestreserve-Erfordernis gemäß den von der EU und der
EZB geltenden Verordnungen enthalten.
In der Barreserve enthalten ist eine Risikovorsorge für Guthaben bei
Zentralnotenbanken in Höhe von TEUR 4 (2023: TEUR 3).
Der im Vergleich zum Vorjahr höhere Bestand
 
an Guthaben bei
Zentralnotenbanken ist hauptsächlich auf über den Jahreswechsel
bestehende Repo-Geschäfte zurückzuführen.
(18)
 
Forderungen an Kreditinstitute
A) Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kreditinstitute werden zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet.
 
Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Umgliederungen von
Forderungsvolumen zwischen den Stages 1, 2 und 3.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Forderungen an Kreditinstitute nach
 
Regionen
in Tsd EUR
2024
2023
Österreich
34.935
32.659
Ausland
28.173
52.812
Deutschland
25.548
45.584
Italien
1.708
6.114
Sonstiges Ausland (inkl. CEE)
917
1.114
Forderungen an Kreditinstitute vor Risikovorsorge
63.108
85.471
Risikovorsorge
-52
-87
Forderungen an Kreditinstitute nach Risikovorsorge
63.056
85.384
Forderungen an Kreditinstitute nach
 
Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
Täglich fällig
38.152
67.863
Bis 3 Monate
24.956
17.608
Über 3 Monate bis 1 Jahr
0
0
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
0
0
Über 5 Jahre
0
0
Forderungen an Kreditinstitute vor Risikovorsorge
63.108
85.471
Risikovorsorge
-52
-87
Forderungen an Kreditinstitute nach Risikovorsorge
63.056
85.384
HYPO TIROL BANK AG
32
Anhang (Notes)
32
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Forderungen an Kreditinstitute nach Stages
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Gesamt
2024
Forderungen an Kreditinstitute
60.804
2.304
63.108
2023
Forderungen an Kreditinstitute
78.780
6.691
85.471
Die Kreditqualität der Forderungen an Kreditinstitute anhand der
internen Ratingklassen und zusätzlich in der Aufgliederung der
Bruttobuchwerte nach Stages stellt sich wie folgt dar:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2024
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Summe
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
35.997
153
36.150
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
9.132
0
9.132
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
15.675
4
15.679
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
0
1.350
1.350
Schwache Bonität (Ratingstufen 4A–4B)
0
0
0
Sehr schwache Bonität (Ratingstufen 4C–4E)
0
797
797
im Ausfall
0
0
0
Forderungen an Kreditinstitute
60.804
2.304
63.108
2023
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Summe
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
24.347
0
24.347
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
20.448
16
20.464
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
33.985
920
34.905
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
0
5.755
5.755
Schwache Bonität (Ratingstufen 4A–4B)
0
0
0
Sehr schwache Bonität (Ratingstufen 4C–4E)
0
0
0
im Ausfall
0
0
0
Forderungen an Kreditinstitute
78.780
6.691
85.471
 
 
 
33
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
33
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stagebewegungen bei Forderungen an Kreditinstitute
Übertragung zwischen Stage 1 und Stage 2
 
Bruttobuchwert in Tsd EUR
auf Stage 2 von Stage 1
auf Stage 1 von Stage 2
2024
Forderungen Kreditinstitute
603
800
2023
Forderungen Kreditinstitute
19.702
21.629
B) Risikovorsorge zu Forderungen
 
an Kreditinstitute
Die Entwicklung der Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute
stellt sich wie folgt dar:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2024
Risikovorsorge Stage 1
-35
-236
85
155
0
10
-21
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-52
-2
86
-53
0
-10
-31
0
0
Risikovorsorge Stage 3
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute
-87
-238
171
102
0
0
-52
0
0
2023
Risikovorsorge Stage 1
-49
-208
78
138
0
6
-35
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-177
0
45
84
0
-4
-52
0
0
Risikovorsorge Stage 3
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Risikovorsorge zu Forderungen an Kreditinstitute
-226
-208
123
222
0
2
-87
0
0
HYPO TIROL BANK AG
34
Anhang (Notes)
34
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(19)
 
Forderungen an Kunden
A) Forderungen an Kunden
Forderungen an Kunden nach Bewertungsart
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
5.358.029
5.616.387
Erfolgswirksam zum Fair Value designiert
9.178
15.895
Verpflichtend erfolgswirksam zum Fair Value
 
bewertet
1.404
1.747
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.368.611
5.634.029
Risikovorsorge
-118.509
-110.311
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.250.102
5.523.718
In den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Forderungen
an Kunden sind Leasingforderungen in Höhe von TEUR 218.098 (2023:
TEUR 267.673) und sonstige Forderungen aus dem Kundengeschäft in
Höhe von TEUR 22.118 (2023: TEUR 24.601) enthalten. Von den
Leasingforderungen sind TEUR 156.436 (2023: TEUR 228.818) auf
Immobilienleasingverträge zurückzuführen.
Forderungen an Kunden nach Geschäftsarten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Girobereich
304.456
321.388
Barvorlagen
61.522
61.053
Kredite
4.762.417
4.959.314
Leasingforderungen
218.098
267.673
Sonstige Forderungen
22.118
24.601
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.368.611
5.634.029
Risikovorsorge
-118.509
-110.311
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.250.102
5.523.718
Im Leasinggeschäft gibt es verschiedene risikomindernde Techniken.
 
Für
ein Volumen in Höhe von TEUR 52.271 (2023: TEUR 73.007) bestehen
Sicherheiten.
 
 
35
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
35
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Forderungen an Kunden nach Regionen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Österreich
5.175.520
5.349.786
Ausland
193.091
284.243
Deutschland
52.346
59.967
Italien
127.009
205.079
Sonstiges Ausland (inkl. CEE)
13.736
19.197
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.368.611
5.634.029
Risikovorsorge
-118.509
-110.311
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.250.102
5.523.718
Forderungen an Kunden nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
Täglich fällig
40.350
50.411
Bis 3 Monate
217.475
204.065
Über 3 Monate bis 1 Jahr
531.403
606.739
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
1.598.693
1.667.412
Über 5 Jahre
2.980.690
3.105.402
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.368.611
5.634.029
Risikovorsorge
-118.509
-110.311
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.250.102
5.523.718
Forderungen an Kunden nach Kundenart
in Tsd EUR
2024
2023
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
879.484
818.595
Firmenkunden
2.830.058
3.037.076
Private Haushalte
1.659.069
1.778.358
Forderungen an Kunden vor Risikovorsorge
5.368.611
5.634.029
Risikovorsorge
-118.509
-110.311
Forderungen an Kunden nach Risikovorsorge
5.250.102
5.523.718
 
HYPO TIROL BANK AG
36
Anhang (Notes)
36
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Forderungen an Kunden nach Stages
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
837.007
42.477
0
879.484
Firmenkunden
1.285.163
1.356.915
187.980
2.830.058
Private Haushalte
1.392.730
211.111
55.228
1.659.069
Forderungen an Kunden
 
3.514.900
1.610.503
243.208
5.368.611
2023
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
781.041
37.554
0
818.595
Firmenkunden
1.963.431
918.629
155.016
3.037.076
Private Haushalte
1.469.223
261.936
47.199
1.778.358
Forderungen an Kunden
 
4.213.695
1.218.119
202.215
5.634.029
Die Kreditqualität der Forderungen an Kunden anhand der internen
Ratingklassen und zusätzlich in der Aufgliederung der Bruttobuchwerte
nach Stages stellt sich wie folgt dar:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2024
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
1.894.876
193.174
0
2.088.050
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
765.265
362.764
0
1.128.029
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
453.137
426.376
0
879.513
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
381.189
458.354
0
839.543
Schwache Bonität (Ratingstufen 4A–4B)
13.487
37.364
0
50.851
Sehr schwache Bonität (Ratingstufen 4C–4E)
6.946
132.471
0
139.417
im Ausfall
0
0
243.208
243.208
Forderungen an Kunden
3.514.900
1.610.503
243.208
5.368.611
2023
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
1.822.766
136.904
0
1.959.670
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
1.258.853
190.990
0
1.449.843
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
646.074
256.929
0
903.003
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
461.274
492.208
0
953.482
Schwache Bonität (Ratingstufen 4A–4B)
20.416
65.482
0
85.898
Sehr schwache Bonität (Ratingstufen 4C–4E)
4.312
75.606
0
79.918
im Ausfall
0
0
202.215
202.215
Forderungen an Kunden
4.213.695
1.218.119
202.215
5.634.029
37
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
37
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Der Anstieg des in der Stage 2 ausgewiesenen Volumen mit einer
Bonitätsklasse „Ausgezeichnete Bonität“ sowie „Sehr gute Bonität“ ist
im Wesentlichen auf die Effekte des Management Overlays,
 
hinsichtlich
der Stagezuordnung ausgewählter Branchen, zurückzuführen.
Stagebewegungen bei Forderungen an Kunden
In der Stageveränderung auf Stage 2 von Stage 1 ist im laufenden
Geschäftsjahr die Veränderung des Management Overlay mit einem
Volumen von TEUR 562.987 (2023: TEUR 388.508) enthalten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Übertragung zwischen
Stage 1 und Stage 2
Übertragung zwischen
Stage 2 und Stage 3
Übertragung zwischen
Stage 1 und Stage 3
Bruttobuchwert in Tsd EUR
auf Stage 2
von Stage 1
auf Stage 1
von Stage 2
auf Stage 3
von Stage 2
auf Stage 2
von Stage 3
auf Stage 3
von Stage 1
auf Stage 1
von Stage 3
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
8.319
1.010
0
0
0
0
Firmenkunden
671.640
75.135
66.966
5.369
15.602
26
Private Haushalte
112.916
111.862
8.187
896
8.774
149
Forderungen Kunden
792.875
188.007
75.153
6.265
24.376
175
2023
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
883
97.911
0
0
0
0
Firmenkunden
241.726
347.756
38.088
0
23.250
1.034
Private Haushalte
157.952
70.295
4.943
5
18.324
349
Forderungen Kunden
400.561
515.962
43.031
5
41.574
1.383
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Forderungen im Leasinggeschäft nach Fristen
Bruttoinvestitionswerte im Leasinggeschäft nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
in Tsd EUR
2024
2023
Bis 3 Monate
27.898
24.513
Bis 3 Monate
29.585
26.684
Über 3 Monate bis 1 Jahr
30.018
48.097
Über 3 Monate bis 1 Jahr
34.506
72.618
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
102.166
114.594
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
111.689
117.202
Über 5 Jahre
58.016
80.469
Über 5 Jahre
65.406
85.472
Forderungen im Leasinggeschäft
218.098
267.673
Bruttoinvestitionswerte
241.186
301.976
Die kumulierten Wertberichtigungen im Leasinggeschäft werden im
Posten „Risikovorsorge zu Forderungen Kunden“
 
ausgewiesen.
 
HYPO TIROL BANK AG
38
Anhang (Notes)
38
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
B) Risikovorsorge zu Forderungen
 
an Kunden nach IFRS 9
Entwicklung der Risikovorsorge
 
zu Forderungen an Kunden
Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 sind TEUR 118.509 (2023: TEUR
110.311) Risikovorsorge zu Forderungen an Kunden gebildet. Die
Entwicklung der Risikovorsorge stellt sich wie folgt dar:
Risikovorsorge nach Branchen:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Änderungen aufgrund von
Anpassungen ohne Ausbuchung
(netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2024
Staatssektor
-28
-10
1
-426
0
0
0
-463
0
0
Sonstige finanzielle Kapitalgesellschaften
-11.025
-9
35
983
0
8.726
0
-1.290
0
-446
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
-73.661
-2.377
3.924
-30.250
51
6.263
4
-96.046
305
-145
Haushalte
-25.597
-1.008
2.184
1.316
24
2.376
-5
-20.710
102
-525
Risikovorsorge nach Branchen
-110.311
-3.404
6.144
-28.377
75
17.365
-1
-118.509
407
-1.116
2023
Staatssektor
-17
-6
2
-6
0
0
-1
-28
0
0
Sonstige finanzielle Kapitalgesellschaften
-9.108
-49
38
-1.906
0
0
0
-11.025
0
0
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
-66.611
-1.371
4.893
-25.937
153
14.726
486
-73.661
399
-235
Haushalte
-16.904
-491
1.569
-10.307
-106
676
-34
-25.597
133
-23
Risikovorsorge nach Branchen
-92.640
-1.917
6.502
-38.156
47
15.402
451
-110.311
532
-258
 
39
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
39
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Risikovorsorge nach Stages:
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Änderungen aufgrund von
Anpassungen ohne Ausbuchung
(netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2024
Risikovorsorge Stage 1
-9.282
-2.897
1.322
5.857
-63
0
-1
-5.064
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-28.386
-87
2.195
-11.170
81
0
1
-37.366
0
0
Risikovorsorge Stage 3
-72.643
-420
2.627
-23.064
57
17.365
-1
-76.079
407
-1.116
davon: nach dem Discounted Cash
Flow Verfahren
-64.878
0
0
-21.508
-289
17.365
0
-69.310
407
-1.116
Risikovorsorge zu Forderungen an
Kunden
-110.311
-3.404
6.144
-28.377
75
17.365
-1
-118.509
407
-1.116
2023
Risikovorsorge Stage 1
-8.269
-1.662
677
-46
22
0
-4
-9.282
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-22.581
-128
2.195
-7.952
111
0
-31
-28.386
0
0
Risikovorsorge Stage 3
-61.790
-127
3.630
-30.158
-86
15.402
486
-72.643
532
-258
davon: nach dem Discounted Cash
Flow Verfahren
-54.754
0
0
-25.374
-152
15.402
0
-64.878
532
-258
Risikovorsorge zu Forderungen an
Kunden
-92.640
-1.917
6.502
-38.156
47
15.402
451
-110.311
532
-258
Die aufgrund des diesjährigen Management Overlays gebildete
zusätzliche Wertberichtigung in Höhe von TEUR 9.411 (2023: TEUR
3.349) zeigt sich in der Spalte „Änderung aufgrund eines veränderten
Ausfallrisikos (netto)“.
 
Sowohl bei den mittels statistischen Verfahren
als auch bei individuell bewerteten Forderungen sind
Finanzinstrumente, bei denen aufgrund von Sicherheiten keine
Wertberichtigung ermittelt wurde, nur in unwesentlichem Ausmaß
vorhanden. Der Grund liegt darin, dass bei statistischen Verfahren zu
jeder Sicherheit ein Loss Given Default zur Anwendung kommt. Bei
individueller Bewertung wird auch ein Gone-Concern-Szenario mit
entsprechendem Abschlag auf den Wert der Sicherheit bei der
Ermittlung der Wertberichtigung berücksichtigt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
40
Anhang (Notes)
40
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Risikovorsorge und Management
 
Overlay
Dominiert durch die makroökonomischen Entwicklungen hat sich
die Risikovorsorge für die Stage 1 und Stage 2 entsprechend der
 
beiden nachstehenden Tabellen entwickelt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
01.01.2024
Veränderung 2024
Management Overlay
2024
Schlussbilanz
31.12.2024
Risikovorsorge Stage 1
-9.282
4.217
0
-5.065
PD Segment Privatkunden Österreich
-2.461
1.417
0
-1.044
PD Segment Firmenkunden Österreich
-6.109
2.449
0
-3.660
PD Segment KMU Österreich
-486
235
0
-251
PD Segment Privatkunden Italien
-12
7
0
-5
PD Segment Firmenkunden Italien
-214
109
0
-105
Risikovorsorge Stage 2
-28.386
431
-9.411
-37.366
PD Segment Privatkunden Österreich
-7.491
5.011
-45
-2.525
PD Segment Firmenkunden Österreich
-16.753
-5.634
-8.682
-31.069
PD Segment KMU Österreich
-1.674
366
-462
-1.770
PD Segment Privatkunden Italien
-55
27
0
-28
PD Segment Firmenkunden Italien
-2.413
661
-222
-1.974
Risikovorsorge
-37.668
4.648
-9.411
-42.431
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
01.01.2023
Veränderung 2023
Management Overlay
2023
Schlussbilanz
31.12.2023
Risikovorsorge Stage 1
-8.269
-1.013
0
-9.282
PD Segment Privatkunden Österreich
-1.413
-1.048
0
-2.461
PD Segment Firmenkunden Österreich
-5.860
-249
0
-6.109
PD Segment KMU Österreich
-276
-210
0
-486
PD Segment Privatkunden Italien
-58
46
0
-12
PD Segment Firmenkunden Italien
-662
448
0
-214
Risikovorsorge Stage 2
-22.581
-2.456
-3.349
-28.386
PD Segment Privatkunden Österreich
-3.016
-4.463
-12
-7.491
PD Segment Firmenkunden Österreich
-14.012
318
-3.059
-16.753
PD Segment KMU Österreich
-756
-756
-162
-1.674
PD Segment Privatkunden Italien
-185
246
-116
-55
PD Segment Firmenkunden Italien
-4.612
2.199
0
-2.413
Risikovorsorge
-30.850
-3.469
-3.349
-37.668
Die Zuordnung zu den PD-Segmenten erfolgt im Wesentlichen über das
regulatorische Kundensegment sowie verwendete Ratingsysteme. Die in
obiger Tabelle dargestellte Veränderung
 
aufgrund des Management
Overlays bezieht sich auf ein Volumen in Höhe von TEUR 951.495 (2023:
TEUR 388.508). Das im Vorjahr angeführte Management Overlay wurde
im Geschäftsjahr vollständig aufgelöst und durch das im Geschäftsjahr
2024 neu gebildete Management Overlay ersetzt.
Die Erhöhung des Volumens ist durch den Umstand begründet, dass im
Jahr 2024 Kunden von zwei weiteren Branchen, als im Vorjahr betroffen
sind.
 
Weiters wurde eine zusätzliche Rückstellung für Haftungen und freie
Rahmen in Höhe von TEUR 562 (2023: TEUR 757) gebildet.
41
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
41
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(20)
 
Derivate
Derivate nach Geschäftsarten
in Tsd EUR
2024
2023
Positive Marktwerte aus Derivaten
5.355
2.860
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
123.720
162.324
Derivate
129.075
165.184
Derivate nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
Bis 3 Monate
2.210
526
Über 3 Monate bis 1 Jahr
5.450
1.209
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
28.070
22.706
Über 5 Jahre
93.345
140.743
Derivate
129.075
165.184
In den beiden oben dargestellten Tabellen sind die positiven
Marktwerte inklusive Zinsabgrenzungen dargestellt, während in der
folgenden Darstellung die Marktwerte ohne Zinsabgrenzungen
angeführt sind.
Derivate ohne Zinsabgrenzungen
Nominale
Positive Marktwerte
Negative Marktwerte
in Tsd EUR
2024
2023
2024
2023
2024
2023
FX-Termingeschäfte
86.984
96.885
618
6
478
2.938
FX-Swaps
0
0
0
0
0
0
FX-Optionen
0
0
0
0
0
0
Währungsderivate
86.984
96.885
618
6
478
2.938
Zinsswaps
3.963.917
4.233.649
112.814
153.931
141.612
191.232
davon Sicherungsinstrumente
3.598.353
3.852.056
110.404
153.185
126.261
172.632
Cross-Currency-Swaps
28.288
47.138
0
0
3.282
7.099
Zinsoptionen
58.510
95.957
270
432
298
514
Termingeschäfte
0
0
0
0
0
0
Futures
0
0
0
0
0
0
Zinsderivate
4.050.715
4.376.744
113.084
154.363
145.192
198.845
Futures
0
0
0
0
0
0
Credit Default Swaps
0
0
0
0
0
0
Optionen (Nominale in Kontrakten)
 
0
0
0
0
0
0
Substanzwertabhängige Derivate
0
0
0
0
0
0
Derivate
4.137.699
4.473.629
113.702
154.369
145.670
201.783
 
 
HYPO TIROL BANK AG
42
Anhang (Notes)
42
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Grundgeschäfte Fair Value
 
Hedge Accounting für die Absicherung des Zinsänderungsrisikos
 
in Tsd EUR zum 31.12.2024
Forderungen
 
an Kunden
Sonstige
finanzielle
 
Vermögenswerte
Verbindlich-
keiten
 
gegenüber
 
Kreditinstituten
Verbindlich-
keiten
 
gegenüber
 
Kunden
Verbriefte
 
Verbindlich-
keiten
Buchwert des in der Bilanz erfassten gesicherten
Grundgeschäfts
660.608
585.912
38.718
4.508
2.085.321
Kumulierter Betrag sicherungsbedingter
Anpassungen, der im Buchwert des bilanzierten
Grundgeschäfts enthalten ist
-66.518
-19.547
-1.344
-493
-100.007
Wertänderung der sicherungsbedingten Anpassung
des gesicherten Grundgeschäfts für die
Berichtsperiode
32.865
12.572
1.152
165
51.651
Kumulierter Betrag sicherungsbedingter
Anpassungen für Grundgeschäfte, welche nicht
mehr Teil einer Sicherungsbeziehung sind
-4.113
0
0
0
0
Im Zuge einer detaillierten Analyse der kumulierter Beträge
 
sicherungsbedingter Anpassungen, die im Buchwert des bilanzierten
 
Grundgeschäfts enthalten sind, wurden die im Geschäftsjahr 2023
 
veröffentlichten Werte angepasst,
 
damit diese die Bestände zum
 
31.12.2023 widerspiegeln. Die in der Bilanz ausgewiesenen Buchwerte
 
sind von dieser Anpassung nicht betroffen. Die Auswirkungen dieser
 
Anpassungen auf die Jahresendwerte 2023 werden in der folgenden
 
Tabelle dargestellt:
Kumulierter Betrag sicherungsbedingter Anpassungen, der im Buchwert des bilanzierten Grundgeschäfts enthalten ist
in Tsd EUR
Forderungen
 
an Kunden
Sonstige
finanzielle
 
Vermögenswerte
Verbindlich-
keiten
 
gegenüber
 
Kreditinstituten
Verbindlich-
keiten
 
gegenüber
 
Kunden
Verbriefte
 
Verbindlich-
keiten
31.12.2023 vor Anpassung
-103.258
-501
-2.590
-564
-100.026
Anpassung
3.875
-31.619
94
-94
-51.631
31.12.2023 angepasst
-99.383
-32.120
-2.496
-658
-151.657
In der nachfolgenden Tabelle werden die angepassten Jahresendwerte
 
2023 angegeben.
in Tsd EUR zum 31.12.2023
angepasst
Forderungen
 
an Kunden
Sonstige
finanzielle
 
Vermögenswerte
Verbindlich-
keiten
 
gegenüber
 
Kreditinstituten
Verbindlich-
keiten
 
gegenüber
 
Kunden
Verbriefte
 
Verbindlich-
keiten
Buchwert des in der Bilanz erfassten gesicherten
Grundgeschäfts
978.088
511.234
37.566
4.343
2.002.397
Kumulierter Betrag sicherungsbedingter
Anpassungen, der im Buchwert des bilanzierten
Grundgeschäfts enthalten ist
-99.383
-32.120
-2.496
-658
-151.657
Wertänderung der sicherungsbedingten Anpassung
des gesicherten Grundgeschäfts für die
Berichtsperiode
56.372
24.260
1.594
325
96.625
Kumulierter Betrag sicherungsbedingter
Anpassungen für Grundgeschäfte, welche nicht
mehr Teil einer Sicherungsbeziehung sind
0
0
0
0
0
Als Sicherungsinstrumente werden nur Zinsswaps eingesetzt. Als
Grundgeschäfte dienen fix verzinste Aktiv- und Passivbestände der
Bilanz.
43
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
43
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(21)
 
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
 
nach Geschäftsarten
und Art der Bewertung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Schuldverschreibungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
1.235.233
997.652
Schuldverschreibungen erfolgsneutral zum Fair Value
 
bewertet
78.045
117.861
Schuldverschreibungen erfolgswirksam zum Fair Value
 
designiert
0
0
Schuldverschreibungen verpflichtend erfolgswirksam zum Fair Value
 
bewertet
 
3
6
Aktien erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
 
4.535
4.329
Fonds erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
4.212
4.128
Übrige finanzielle Vermögenswerte erfolgswirksam zum Fair
 
Value bewertet
0
3.413
Beteiligungen erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
9.534
10.102
Sonstige finanzielle Vermögenswerte vor Risikovorsorge
1.331.562
1.137.491
Risikovorsorge für Schuldverschreibungen zu fortgeführten
 
Anschaffungskosten bewertet
-146
-230
Sonstige finanzielle Vermögenswerte nach Risikovorsorge
1.331.416
1.137.261
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
 
nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
Täglich fällig
0
0
Bis 3 Monate
41.276
71.309
Über 3 Monate bis 1 Jahr
82.435
105.175
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
694.790
600.663
Über 5 Jahre
494.780
338.372
Ohne Laufzeit
18.281
21.972
Sonstige finanzielle Vermögenswerte vor Risikovorsorge
1.331.562
1.137.491
Risikovorsorge für Schuldverschreibungen zu fortgeführten
 
Anschaffungskosten bewertet
-146
-230
Sonstige finanzielle Vermögenswerte nach Risikovorsorge
1.331.416
1.137.261
 
HYPO TIROL BANK AG
44
Anhang (Notes)
44
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schuldverschreibungen zu fortgeführten
 
Anschaffungskosten
 
bewertet nach Branchen und Stages
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
374.089
2.034
0
376.123
Kreditinstitute
774.025
502
0
774.527
Firmenkunden
81.273
3.270
40
84.583
Finanzielle Vermögenswerte at Cost
1.229.387
5.806
40
1.235.233
2023
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
297.885
471
0
298.356
Kreditinstitute
619.885
0
0
619.885
Firmenkunden
77.399
2.012
0
79.411
Finanzielle Vermögenswerte at Cost
995.169
2.483
0
997.652
Schuldverschreibungen erfolgsneutral zum Fair Value
 
bewertet nach Branchen und Stages
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
48.076
224
0
48.300
Kreditinstitute
9.330
670
0
10.000
Firmenkunden
17.725
2.020
0
19.745
Finanzielle Vermögenswerte FV OCI
75.131
2.914
0
78.045
2023
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
80.441
217
0
80.658
Kreditinstitute
13.098
1.384
0
14.482
Firmenkunden
19.774
2.947
0
22.721
Finanzielle Vermögenswerte FV OCI
113.313
4.548
0
117.861
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
45
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
45
Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten mit ausgezeichneter
Bonität (Ratingstufen 1A-2B) wird gemäß IFRS 9.5.5.10 davon
ausgegangen, dass sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz
nicht signifikant erhöht hat. Die Kreditqualität der
 
 
 
 
 
 
 
 
Schuldverschreibungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
bzw. Schuldverschreibungen erfolgsneutral
 
zum Fair Value bewertet
werden in folgender Tabelle nach den internen Ratingklassen und
Stages dargestellt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2024
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten
 
Anschaffungskosten und erfolgsneutral zum Fair Value
 
bewertet
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
1.297.469
7.759
0
1.305.228
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
6.845
961
0
7.806
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
204
0
0
204
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
0
0
0
0
im Ausfall
0
0
40
40
Summe Forderungen
1.304.518
8.720
40
1.313.278
2023
Sonstige finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten
 
Anschaffungskosten und erfolgsneutral zum Fair Value
 
bewertet
in Tsd EUR
Stage 1
Stage 2
Stage 3
Gesamt
Ausgezeichnete Bonität (Ratingstufen 1A–2B)
1.107.081
5.929
0
1.113.010
Sehr gute Bonität (Ratingstufen 2C–2E)
1.401
94
0
1.495
Gute Bonität (Ratingstufen 3A–3B)
0
0
0
0
Mittlere Bonität (Ratingstufen 3C–3E)
0
1.008
0
1.008
im Ausfall
0
0
0
0
Summe Forderungen
1.108.482
7.031
0
1.115.513
Stagebewegungen Schuldverschreibungen
Übertragung zwischen
Stage 1 und Stage 2
Übertragung zwischen
Stage 2 und Stage 3
Übertragung zwischen
Stage 1 und Stage 3
Bruttobuchwert in Tsd EUR
auf Stage 2
von Stage 1
auf Stage 1
von Stage 2
auf Stage 3
von Stage 2
auf Stage 2
von Stage 3
auf Stage 3
von Stage 1
auf Stage 1
von Stage 3
2024
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
1.561
0
0
0
0
0
Kreditinstitute
603
800
0
0
0
0
Firmenkunden
2.464
1.319
40
0
0
0
Schuldverschreibungen
4.628
2.119
40
0
0
0
2023
Zentralstaaten und öffentlicher Sektor
250
0
0
0
0
0
Kreditinstitute
1.499
100
0
0
0
0
Firmenkunden
2.412
201
0
0
0
0
Schuldverschreibungen
4.161
301
0
0
0
0
HYPO TIROL BANK AG
46
Anhang (Notes)
46
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen
Die nachfolgenden Darstellungen zeigen die Entwicklung der
Risikovorsorge vor Berücksichtigung etwaiger latenter
 
Steuern.
Risikovorsorge nach Branchen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2024
Zentralbanken
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Kreditinstitute
-21
-6
2
6
0
-24
-43
0
0
Staatssektor
-44
-9
1
-4
0
10
-46
0
0
Sonstige finanzielle Kapitalgesellschaften
-35
-3
0
-23
151
-130
-40
0
-802
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
-195
-5
0
8
0
144
-48
0
0
Risikovorsorge nach Branchen
-295
-23
3
-13
151
0
-177
0
-802
2023
Zentralbanken
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Kreditinstitute
-18
-4
0
2
0
-1
-21
0
0
Staatssektor
-32
-9
0
-21
0
18
-44
0
0
Sonstige finanzielle Kapitalgesellschaften
-17
-3
0
-141
0
126
-35
0
0
Nichtfinanzielle Kapitalgesellschaften
-50
-5
-1
3
0
-142
-195
0
0
Risikovorsorge nach Branchen
-117
-21
-1
-157
0
1
-295
0
0
 
 
 
47
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
47
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Risikovorsorge nach Stages
in Tsd EUR
Eröffnungsbilanz
Erhöhungen aufgrund von
Originierung und Erwerb
Rückgänge aufgrund von
Ausbuchungen
Änderungen aufgrund eines
veränderten Ausfallrisikos (netto)
Verwendung/Abschreibungen
Sonstige Anpassungen
Schlussbilanz
In der Gewinn
-
und Verlustrechnung
erfasste Rückflüsse von zuvor
abgeschriebenen Beträgen
Über die Gewinn
-
und
Verlustrechnung abgeschriebene
Beträge
2024
Risikovorsorge Stage 1
-70
-23
3
11
0
0
-79
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-225
0
0
151
0
0
-74
0
0
Risikovorsorge Stage 3
0
0
0
-175
151
0
-24
0
-802
davon: nach dem Discounted Cash Flow Verfahren
0
0
0
-175
151
0
-24
0
-802
Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen
-295
-23
3
-13
151
0
-177
0
-802
2023
Risikovorsorge Stage 1
-69
-21
-1
20
0
1
-70
0
0
Risikovorsorge Stage 2
-48
0
0
-177
0
0
-225
0
0
Risikovorsorge Stage 3
0
0
0
0
0
0
0
0
0
davon: nach dem Discounted Cash Flow Verfahren
0
0
0
0
0
0
0
0
0
Risikovorsorge zu Schuldverschreibungen
-117
-21
-1
-157
0
1
-295
0
0
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(22)
 
Anteile an assoziierten Unternehmen
in Tsd EUR
2024
2023
Anteile an assoziierten Unternehmen
7.882
9.111
Als wesentliche Buchwertveränderung in den Anteilen an assoziierten
Unternehmen ist eine Berücksichtigung des Ergebnisanteils der
Beteiligung am ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH (ARZ) in Höhe
von TEUR -969 (2023: TEUR 1.492) enthalten.
Beim ARZ erfolgte im Jahr 2023 der Verkauf einer wesentlichen
Beteiligung, dessen positiver Effekt für die Buchwertveränderung im
Vorjahr verantwortlich war.
Die Bilanzierung der assoziierten Unternehmen erfolgt nach der „At
Equity“-Methode. Weitere Angaben zu den assoziierten Unternehmen
gemäß IFRS 12.21 finden sich unter Punkt VII.
HYPO TIROL BANK AG
48
Anhang (Notes)
48
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(23)
 
Als Finanzinvestition gehaltene
 
Immobilien
Entwicklung der historischen Anschaffungskosten
 
und
Buchwertvergleich
Anschaffungswert
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge
im Geschäftsjahr
Anschaffungswert
31.12.
Buchwert 31.12.
Buchwert 01.01.
in Tsd EUR
2024
Unbebaute Grundstücke
0
0
0
0
0
0
0
0
Vermietete Grundst./Gebäude – Grundanteil
25.666
0
8.770
141
-119
34.458
32.574
23.862
Vermietete Grundst./Gebäude – Gebäudeanteil
127.756
0
11.496
-283
-524
138.445
72.126
64.140
Anlagen in Bau
0
0
63
0
0
63
63
0
Als Finanzinvestition gehalt. Immobilien
153.422
0
20.329
-142
-643
172.966
104.763
88.002
2023
Unbebaute Grundstücke
15
0
0
0
-15
0
0
15
Vermietete Grundst./Gebäude – Grundanteil
25.844
0
475
-390
-263
25.666
23.862
23.708
Vermietete Grundst./Gebäude – Gebäudeanteil
126.999
0
3.099
-1.296
-1.046
127.756
64.140
64.882
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
0
0
Als Finanzinvestition gehalt. Immobilien
152.858
0
3.574
-1.686
-1.324
153.422
88.002
88.605
Die Zugänge im Geschäftsjahr resultieren vorwiegend aus Investitionen
in vermietete Grund- und Gebäudeteile.
Im Berichtsjahr 2024 wurde ein neues Gebäude erworben, welches zu
einem Anschaffungswert von TEUR 18.609 in den Anlagenbestand der
Hypo Tirol Bank AG aufgenommen wurde.
Von diesem Anschaffungswert entfallen TEUR 10.179 auf den
Gebäudeanteil sowie TEUR 8.430 auf den Grundanteil.
 
In der Spalte „Umbuchung/Konsolidierung“ sind Umgliederungen in
Sachanlagen und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
enthalten. Gründe für diese Umgliederungen sind einerseits die
veränderte Nutzung als Geschäftsstelle der Bank sowie
Veräußerungsabsichten von bisher vermieteten Immobilien.
 
 
49
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
49
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung der kumulierten Abschreibung
Kumulierte
Abschreibung
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge im
Geschäftsjahr
Kumulierte
Abschreibung
31.12.
in Tsd EUR
2024
Vermietete Grundst./Gebäude – Grundanteil
-1.804
0
0
-80
0
-1.884
Vermietete Grundst./Gebäude – Gebäudeanteil
-63.616
0
-2.931
109
119
-66.319
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
Als Finanzinvestition gehalt. Immobilien
-65.420
0
-2.931
29
119
-68.203
2023
Vermietete Grundst./Gebäude – Grundanteil
-2.136
0
0
332
0
-1.804
Vermietete Grundst./Gebäude – Gebäudeanteil
-62.117
0
-2.681
885
297
-63.616
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
Als Finanzinvestition gehalt. Immobilien
-64.253
0
-2.681
1.217
297
-65.420
Im Rahmen der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurde die
Bereitstellung von Betriebs- und Geschäftsausstattung als
Nebenleistung vereinbart. Daher werden diese Vermögenswerte
ebenfalls in dieser Position ausgewiesen.
 
Zum Abschlussstichtag bestehen weder vertragliche Verpflichtungen
zum Erwerb oder zur Erstellung von als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien noch wesentliche Verpflichtungen für Reparaturen,
Instandhaltungen oder Verbesserungen.
 
Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen
Immobilien beträgt zum 31.12.2024 TEUR 147.986 (2023: TEUR
132.531). Die Berechnung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt auf der
Grundlage von internen Verkehrswertgutachten
 
zum Bilanzstichtag. Bei
der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der Immobilien stellt die
derzeitige Nutzung die höchst- und bestmögliche Nutzung dar.
 
Der
Konzern bewertet die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien zu
fortgeführten Anschaffungskosten. Der beizulegende Zeitwert wird
 
für
Zwecke des Wertminderungstests sowie der Anhangangabe kalkuliert,
hat allerdings – falls kein Wertminderungsbedarf vorliegt – weder
Einfluss auf die Konzernbilanz noch auf die Konzern-Gewinn- und
 
-Verlustrechnung. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert der als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurde – basierend auf den
Inputfaktoren der verwendeten Bewertungstechnik – als ein
beizulegender Zeitwert der Stufe 3 eingeordnet.
 
In den kumulierten Abschreibungen der Investment Properties sind
keine außerplanmäßigen Wertminderungen bzw.
 
deren Aufholungen
enthalten.
HYPO TIROL BANK AG
50
Anhang (Notes)
50
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(24)
 
Immaterielle Vermögenswerte
Entwicklung der historischen Anschaffungskosten
 
und
Buchwertvergleich
Anschaffungswert
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge
im Geschäftsjahr
Anschaffungswert
31.12.
Buchwert 31.12.
Buchwert 01.01.
in Tsd EUR
2024
Kundenstock
2.981
0
0
0
0
2.981
814
1.017
Software
744
0
519
0
-21
1.242
479
144
Übrige
44
0
0
0
0
44
0
0
Immaterielle Vermögenswerte
3.769
0
519
0
-21
4.267
1.293
1.161
2023
Kundenstock
2.981
0
0
0
0
2.981
1.017
1.221
Software
708
0
36
0
0
744
144
173
Übrige
453
0
0
0
-409
44
0
28
Immaterielle Vermögenswerte
4.142
0
36
0
-409
3.769
1.161
1.422
Die Zugänge an Software in Höhe von TEUR 519 betreffen verschiedene
Softwarelösungen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr – insbesondere in
der Hypo Tirol Bank – angeschafft wurden. Die Zugänge an Software
wurden als aktivierungsfähig überprüft und stellen keine Software-as-a-
Service Vereinbarungen dar.
 
 
51
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
51
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung der kumulierten Abschreibung
Kumulierte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Abschreibung
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge im
Geschäftsjahr
Kumulierte
Abschreibung
31.12.
in Tsd EUR
2024
Kundenstock
-1.964
0
-203
0
0
-2.167
Software
-600
0
-164
0
1
-763
Übrige
-44
0
0
0
0
-44
Immaterielle Vermögenswerte
-2.608
0
-367
0
1
-2.974
2023
Kundenstock
-1.760
0
-204
0
0
-1.964
Software
-535
0
-65
0
0
-600
Übrige
-425
0
-28
0
409
-44
Immaterielle Vermögenswerte
-2.720
0
-297
0
409
-2.608
Zum Abschlussstichtag bestehen weder vertragliche Verpflichtungen
zum Erwerb oder zur Erstellung von immateriellen Vermögenswerten
noch wesentliche Verpflichtungen für Reparaturen,
 
Instandhaltungen
oder Verbesserungen.
In den kumulierten Abschreibungen von immateriellen
Vermögenswerten sind keine außerplanmäßigen Wertminderungen
bzw. deren Aufholungen enthalten.
HYPO TIROL BANK AG
52
Anhang (Notes)
52
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(25)
 
Sachanlagen
Entwicklung der historischen Anschaffungskosten
 
und
Buchwertvergleich
Anschaffungswert
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge
im Geschäftsjahr
Anschaffungswert
31.12.
Buchwert 31.12.
Buchwert 01.01.
in Tsd EUR
2024
Unbebaute Grundstücke
385
0
0
0
0
385
385
385
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Grundwert
8.303
0
49
15
0
8.367
8.256
8.192
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Gebäudewert
75.538
0
810
-141
0
76.207
35.326
36.877
Betriebs- und Geschäftsausstattung
38.942
0
2.502
291
-254
41.481
11.370
10.607
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
0
0
Sachanlagevermögen
123.168
0
3.361
165
-254
126.440
55.337
56.061
2023
Unbebaute Grundstücke
385
0
0
0
0
385
385
385
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Grundwert
8.228
0
0
75
0
8.303
8.192
8.228
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Gebäudewert
73.438
0
2.743
37
-680
75.538
36.877
36.139
Betriebs- und Geschäftsausstattung
38.476
0
1.351
-3
-882
38.942
10.607
11.184
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
0
0
Sachanlagevermögen
120.527
0
4.094
109
-1.562
123.168
56.061
55.936
Die Zugänge an Betriebs- und Geschäftsausstattungen betreffen im
Wesentlichen laufende Ersatzinvestitionen der Hypo Tirol Bank. Die
Abgänge betreffen größtenteils
 
den Abgang der Sachanlagen.
Zum Abschlussstichtag bestehen weder vertragliche Verpflichtungen
zum Erwerb oder zur Erstellung von Sachanlagen noch wesentliche
Verpflichtungen für Reparaturen, Instandhaltungen oder
Verbesserungen.
In den Angaben zu Gebäudewerten sind Nutzungsrechte aus
Leasingverträgen mit einem Buchwert per 31.12.2024 in Höhe von TEUR
5.313 (2023: TEUR 5.494) enthalten. Weitere Angaben dazu finden sich
in Note (43).
 
53
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
53
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung der kumulierten Abschreibung
Kumulierte
Abschreibung
01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge im
Geschäftsjahr
Umbuchung/
Konsolidierung
Abgänge im
Geschäftsjahr
Kumulierte
Abschreibung
31.12.
in Tsd EUR
2024
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Grundwert
-111
0
0
0
0
-111
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Gebäudewert
-38.661
0
-2.181
-39
0
-40.881
Betriebs- und Geschäftsausstattung
-28.335
0
-1.880
-12
116
-30.111
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
Sachanlagevermögen
-67.107
0
-4.061
-51
116
-71.103
2023
Bebaute Grundst. Eigengenutzt – Grundwert
0
0
0
-111
0
-111
Bebaute Grundst. eigengenutzt – Gebäudewert
-37.299
0
-1.573
211
0
-38.661
Betriebs- und Geschäftsausstattung
-27.292
0
-1.857
2
812
-28.335
Anlagen in Bau
0
0
0
0
0
0
Sachanlagevermögen
-64.591
0
-3.430
102
812
-67.107
In den kumulierten Abschreibungen der Sachanlagen sind keine
außerplanmäßigen Wertminderungen bzw. deren Aufholungen
enthalten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(26)
 
Sonstige Vermögenswerte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Steuerforderungen
 
1.215
239
Rechnungsabgrenzungsposten
683
960
Übrige
5.394
5.874
Sonstige Vermögenswerte
7.292
7.073
Die Steuerforderungen umfassen weiters die laufende Verrechnung
 
von
Verbrauchssteuern sowie aktivierte Körperschaftsteuer
 
weiterer
Konzerngesellschaften.
 
In den übrigen sonstigen Vermögenswerten sind im Geschäftsjahr 2024
Immobilien aus ehemaligen Leasingverträgen der Zweigniederlassung
Italien in Höhe von TEUR 765 (2023: TEUR 565) enthalten. Des Weiteren
setzt sich der Posten aus offenen Verrechnungskonten
 
des Zahlungs-
/Geldverkehrs in Höhe von TEUR 1.499 (2023: TEUR 2.194) zusammen.
HYPO TIROL BANK AG
54
Anhang (Notes)
54
(27)
 
Langfristige Vermögenswerte,
 
die zur Veräußerung
gehalten werden
Bei den als zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten
 
in Höhe von
TEUR 534 (2023: TEUR 2.664) handelt es sich um Immobilien, die im
Geschäftsjahr 2025 veräußert werden. Es liegen entsprechende
Vereinbarung, wie Kaufverträge, vor.
Wertberichtigungen wurden durch einen Vergleich des Buchwertes mit
dem Verkehrswert laut externen Schätzgutachten
 
ermittelt. Der
beizulegende Zeitwert wird basierend auf den Inputfaktoren der
verwendeten Bewertungstechnik dem Level 3 zugeordnet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(28)
 
Latente Ertragsteueransprüche
 
und -verpflichtungen
Die folgende Tabelle zeigt die temporären
 
Differenzen zwischen dem
Bestand im Konzernabschluss und der Steuerbilanz, welche zu einem
latenten Steueranspruch bzw.
 
zu einer latenten Steuerverbindlichkeit
führen:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Bewertung von abgesicherten Forderungen und Verbindlichkeiten Kunden zum beizulegenden Zeitwert
 
und
Bewertung der Risikovorsorge
17.804
25.833
Bewertung von Derivaten zum beizulegenden Zeitwert
39.012
50.786
Bewertung der finanziellen Vermögenswerte
9.104
12.619
Anwendung der Bewertungsmethode bei Erstkonsolidierung sowie Anwendung unterschiedlicher
Abschreibungssätze bei den „Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und den Sachanlagen"
634
410
Bewertung der verbrieften Verbindlichkeiten sowie der finanziellen Verbindlichkeiten
 
– designated at Fair Value
0
0
Bewertung der Rückstellungen
961
0
Latente Steueransprüche auf Verlustvorträge
179
0
Latente Steueransprüche vor Saldierung
67.694
89.648
Saldierung
-66.193
-88.305
Latente Steueransprüche nach Saldierung
1.501
1.343
Bewertung von abgesicherten Forderungen und Verbindlichkeiten Kunden zum beizulegenden Zeitwert
 
und
Bewertung der Risikovorsorge
1.701
2.742
Bewertung von Derivaten zum beizulegenden Zeitwert
29.687
38.090
Bewertung der finanziellen Vermögenswerte
514
566
Anwendung der Bewertungsmethode bei Erstkonsolidierung sowie Anwendung unterschiedlicher
Abschreibungssätze bei den „Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und den Sachanlagen"
3.098
3.094
Bewertung der Verbrieften Verbindlichkeiten
 
sowie der finanziellen Verbindlichkeiten – designated at Fair Value
32.240
46.696
Bewertung der Rückstellungen
0
1.018
Latente Steuerverpflichtungen vor Saldierung
67.240
92.206
Saldierung
-66.193
-88.305
Latente Steuerverpflichtungen nach Saldierung
1.047
3.901
 
 
 
 
 
 
 
 
55
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
55
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Überleitung der latenten Steuern vom Vorjahr mit den im laufenden
Geschäftsjahr erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral
 
gebuchten
Veränderungen stellt sich wie folgt dar:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
latente Steuer
netto
Veränderungen 2024
latente Steuer
netto
in Tsd EUR
01.01.2024
erfolgswirksam
erfolgsneutral
31.12.2024
davon: latenter
Steuranspruch
davon: latente
Steuer-
verbindlichkeit
Bewertung von abgesicherten Forderungen
und Verbindlichkeiten Kunden zum
beizulegenden Zeitwert und Bewertung der
Risikovorsorge
23.091
-6.988
0
16.103
17.804
-1.701
Bewertung von Derivaten zum
beizulegenden Zeitwert
12.696
-3.371
0
9.325
39.012
-29.687
Bewertung der finanziellen
Vermögenswerte
 
12.053
-3.809
346
8.590
9.104
-514
Anwendung der Bewertungsmethode bei
Erstkonsolidierung sowie Anwendung
unterschiedlicher Abschreibungssätze bei
den "Als Finanzinvestitionen gehaltenen
Immobilien und den Sachanlagen"
-2.684
220
0
-2.464
634
-3.098
Bewertung der verbrieften
Verbindlichkeiten sowie der finanziellen
Verbindlichkeiten - designated at Fair
 
Value
-46.696
14.140
316
-32.240
0
-32.240
Bewertung der Rückstellungen
-1.018
1.965
14
961
961
0
Latente Steueransprüche auf
Verlustvorträge
0
179
0
179
179
0
Saldierung latenter Steuern
0
0
0
0
-66.193
66.193
Gesamt
-2.558
2.337
675
454
1.501
-1.047
 
HYPO TIROL BANK AG
56
Anhang (Notes)
56
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(29)
 
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kreditinstituten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden
 
zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet.
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kreditinstituten nach Regionen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Österreich
73.511
272.141
Ausland
563.201
62.322
Deutschland
502.045
650
Italien
0
7
Sonstiges Ausland (inkl. CEE)
61.156
61.665
Verbindlichkeiten Kreditinstitute
636.712
334.463
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kreditinstituten nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
Täglich fällig
75.087
112.214
Bis 3 Monate
520.367
160.030
Über 3 Monate bis 1 Jahr
920
0
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
18.695
37.566
Über 5 Jahre
21.643
24.653
Verbindlichkeiten Kreditinstitute
636.712
334.463
Die im vergangenen Geschäftsjahr in den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten enthaltenen TLTRO
 
III-Geschäfte mit einem Buchwert in
Höhe von TEUR 159.322 wurden planmäßig am 27.03.2024
zurückbezahlt. Somit bestehen zum 31.12.2024 keine Verbindlichkeiten
aus TLTRO III-Geschäften.
57
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
57
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(30)
 
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kunden
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kunden nach Art der Bewertung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
 
3.482.658
3.723.994
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
 
58.947
54.477
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.541.605
3.778.471
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kunden nach Geschäftsart
in Tsd EUR
2024
2023
Girobereich
2.065.991
2.205.662
Termineinlagen
 
704.692
755.881
Sonstige Einlagen
34.102
49.257
Spareinlagen
 
470.944
498.464
Kapitalsparbücher
265.876
269.207
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.541.605
3.778.471
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kunden nach Regionen
in Tsd EUR
2024
2023
Österreich
3.346.703
3.540.733
Ausland
194.902
237.738
Deutschland
149.182
111.705
Italien
25.157
106.540
Sonstiges Ausland (inkl. CEE)
20.563
19.493
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.541.605
3.778.471
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
58
Anhang (Notes)
58
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kunden nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
Täglich fällig
2.256.064
2.206.626
Bis 3 Monate
757.584
645.733
Über 3 Monate bis 1 Jahr
385.249
741.409
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
69.924
113.374
Über 5 Jahre
72.784
71.329
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.541.605
3.778.471
Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kunden nach Branchen
Im Jahresabschluss 2024 wird eine Anpassung der Branchenzuordnung
der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden vorgenommen. Die
Branchenklassifizierung orientierte sich bisher stark an der
österreichischen Klassifikation der wirtschaftlichen Tätigkeit
 
(ÖNACE)
und wird nun neu, nach dem Europäischem System
Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen (ESVG), zugeteilt. Die
Auswirkung dieser Anpassungen auf die Jahresendwerte 2023 werden
in der folgenden Tabelle dargestellt.
 
Die Branchenzuordnung erfolgt
somit auf die gleiche Weise wie auch bei den Forderungen an Kunden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2023
vor Anpassung
Anpassung
2023
angepasst
Öffentlicher Sektor
506.742
63.449
570.191
Firmenkunden
1.456.975
-497.462
959.513
Private Haushalte
1.814.754
434.013
2.248.767
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.778.471
0
3.778.471
In der nachfolgenden Tabelle werden die angepassten Jahresendwerte
 
2023 angegeben.
in Tsd EUR
2024
2023
angepasst
Öffentlicher Sektor
367.540
570.191
Firmenkunden
844.872
959.513
Private Haushalte
2.329.193
2.248.767
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.541.605
3.778.471
59
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
59
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(31)
 
Verbriefte Verbindlichkeiten
Im Jahresabschluss 2024 wird das ursprünglich in der Bilanzposition
Verbriefte Verbindlichkeiten
 
enthaltene Ergänzungskapital gem. Art 63
CRR, umgegliedert und in einer separaten Bilanzposition ausgewiesen.
Die Auswirkungen dieser Anpassungen auf die Jahresendwerte 2023
werden in der folgenden Tabelle dargestellt.
 
Angaben zur Bilanzposition
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR finden sich in Note (36).
in Tsd EUR
2023
vor Anpassung
Anpassung
2023
angepasst
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.873.598
-97.118
2.776.480
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
0
97.118
97.118
Summe Verbriefte Verbindlichkeiten
 
und Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
2.873.598
0
2.873.598
In den nachfolgenden Tabellen werden die angepassten Jahresendwerte
2023 angegeben.
Verbriefte Verbindlichkeiten
 
nach Art der Bewertung
in Tsd EUR
2024
2023
angepasst
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
 
2.526.696
2.530.177
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertet
 
202.173
246.303
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.728.869
2.776.480
Der Rückzahlungsbetrag von erfolgswirksam zum Fair Value
 
bewerteten
verbrieften Verbindlichkeiten beträgt
 
TEUR 214.878 (2023: TEUR
261.033), woraus sich ein Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und
Rückzahlungsbetrag von TEUR 12.705 (2023: TEUR 14.730) ergibt.
In Bezug auf die verbrieften Verbindlichkeiten gab es im abgelaufenen
Geschäftsjahr keine Modifikationen.
Verbriefte Verbindlichkeiten
 
nach Geschäftsarten
in Tsd EUR
2024
2023
angepasst
Pfandbriefe
1.764.800
2.020.618
Kommunalbriefe
317.614
33.400
Anleihen
467.981
572.469
Wohnbaubankanleihen
178.474
149.993
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.728.869
2.776.480
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
60
Anhang (Notes)
60
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung der verbrieften Verbindlichkeiten
in Tsd EUR
2024
2023
angepasst
Stand 01.01.
2.776.480
2.439.905
Neuaufnahme
323.719
453.802
Rückzahlungen
-432.009
-235.368
Veränderung Zinsabgrenzung
5.461
12.017
Bewertungsänderungen
55.218
106.124
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.728.869
2.776.480
Verbriefte Verbindlichkeiten
 
nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
angepasst
Täglich fällig
244
255
Bis 3 Monate
42.966
88.644
Über 3 Monate bis 1 Jahr
97.653
317.339
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
1.837.564
1.596.251
Über 5 Jahre
750.442
773.991
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.728.869
2.776.480
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(32)
 
Derivate
in Tsd EUR
2024
2023
Negative Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten
19.686
28.954
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
132.769
180.556
Derivate
152.455
209.510
Derivate nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
Bis 3 Monate
570
5.685
Über 3 Monate bis 1 Jahr
1.582
5.415
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
21.128
70.626
Über 5 Jahre
129.175
127.784
Derivate
152.455
209.510
Als Sicherungsinstrumente werden ausschließlich Zinsswaps eingesetzt.
Betreffend Angaben zu Grundgeschäften verweisen wir auf Note (20).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
61
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
61
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(33)
 
Rückstellungen
in Tsd EUR
2024
2023
Abfertigungsrückstellung
10.002
10.749
Pensionsrückstellung
3.469
3.722
Jubiläumsgeldrückstellung
1.961
2.126
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
21.671
24.737
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
9.096
8.177
Sonstige Rückstellungen
5.615
5.893
Rückstellungen
51.814
55.404
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft bestehen zum
größten Teil aus einer Rückstellung
 
für Kredit-Bearbeitungsgebühren in
der Höhe von TEUR 15.355 (VJ: TEUR 14.979). Die Rückstellung für
Kredit-Bearbeitungsgebühren, die im Vorjahr gebildet wurde, hat sich
lediglich um den Zinsaufwand für das Geschäftsjahr 2024 erhöht. Die
Basis dieser Rückstellung bildeten Urteile des OGH („Fitness-Studio
Entscheidung“ 4 Ob 59/22p) sowie dessen Auswirkung in
Verfahrensentscheidungen im Zusammenhang mit
Bearbeitungsgebühren gegen Unternehmen in anderen Branchen. Diese
Rückstellung wird im Berichtsjahr 2024 weiterhin bilanziert, da es noch
kein höchstgerichtliches Urteil gibt.
In der Vergangenheit hat die Hypo Tirol Bank AG eine Rückstellung für
Negativzinsen gebildet, die laufend aufgelöst wird und nur nicht
verjährte Ansprüche beinhaltet. Diese Rückstellung für Negativzinsen
beträgt TEUR 4.507 (2023: TEUR 7.865) sowie für sonstige aus der
Vergabe von Krediten resultierende
 
Verpflichtungen, die bezüglich ihrer
Fälligkeit oder Höhe ungewiss sind.
 
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste stellen Rückstellungen
 
für
Kreditrisiken von Haftungen und offenen Kreditrahmen, welche gemäß
dem 3-Stufen-Modell von IFRS 9 ermittelt werden, dar.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten sonstige
Personalrückstellungen, Prozesskosten,
 
Haftungen sowie übrige
sonstige Rückstellungen (für Details wird auf den Unterpunkt „Sonstige
Rückstellungen“ verwiesen).
Weiters wurde im laufenden Geschäftsjahr eine Rückstellung im
Zusammenhang mit dem Wegfall der Zwischenbankbefreiung gemäß § 6
Abs 1 Z 28 zweiter Satz UStG in Höhe von TEUR 281 gebildet. Diese
bisherige Befreiung, die bis Ende des Berichtjahres nach nationalem
Recht umgesetzt war,
 
könnte durch den EuGH als verbotene Beihilfe
eingestuft werden und somit zu einer rückwirkenden Rückforderung
führen.
 
HYPO TIROL BANK AG
62
Anhang (Notes)
62
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung der Rückstellungen
 
für Pensionen, Abfertigungen
und Jubiläumsgelder
Abfertigungs-
rückstellung
Pensions-
rückstellung
Jubiläumsgeld-
rückstellung
in Tsd EUR
2024
Stand 01.01.
10.749
3.722
2.126
Dienstzeitaufwand
327
0
119
Zinsaufwand
358
122
70
Transfers
0
0
0
Zahlungen
-1.406
-460
-212
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
-26
85
-142
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung
der demografischen Annahmen
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung
der finanziellen Annahmen
-26
85
-142
Stand 31.12.
10.002
3.469
1.961
2023
Stand 01.01.
10.324
3.832
2.173
Dienstzeitaufwand
314
0
118
Zinsaufwand
401
150
72
Transfers
0
0
0
Zahlungen
-1.371
-441
-169
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
1.081
181
-68
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung
der demografischen Annahmen
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Änderung
der finanziellen Annahmen
1.081
181
-68
Stand 31.12.
10.749
3.722
2.126
63
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
63
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung der versicherungsmathematischen
Bewertungsveränderung aus demografischen bzw.
finanziellen Annahmen
Während versicherungsmathematische Bewertungseffekte bei der
Abfertigungsrückstellung und Pensionsrückstellung im sonstigen
Ergebnis (Gesamtergebnisrechnung) erfasst werden, wird die
Verbuchung dieser Effekte bei der Jubiläumsgeldrückstellung in der
Gewinn- und Verlustrechnung vorgenommen.
in Tsd EUR
2024
2023
2022
2021
2020
2019
Abfertigungsrückstellung
10.002
10.749
10.324
13.020
13.456
13.136
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
-26
1.081
-2.334
-368
260
1.119
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der demografischen Annahmen
0
0
0
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der finanziellen Annahmen
-26
1.081
-2.334
-368
260
1.119
Pensionsrückstellung
3.469
3.722
3.832
4.689
5.073
5.172
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
85
181
-421
42
318
329
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der demografischen Annahmen
0
0
0
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der finanziellen Annahmen
85
181
-421
42
318
329
Jubiläumsgeldrückstellung
1.961
2.126
2.173
2.475
2.591
2.531
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste
-142
-68
-404
-181
-27
305
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der demografischen Annahmen
0
0
0
0
0
0
davon versicherungsmathematische Gewinne und Verluste
aus der Änderung der finanziellen Annahmen
-142
-68
-404
-181
-27
305
 
HYPO TIROL BANK AG
64
Anhang (Notes)
64
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sensitivitätsanalyse Abfertigungsrückstellung
Sensitivität Diskontierungszinssatz
2024
IST
+1 %
-1 %
Diskontierungszinssatz
3,28%
4,28%
2,28%
Abfertigungsrückstellung in Tsd EUR
10.002
9.233
10.872
Veränderung zu IST in Tsd
 
EUR
-769
870
2023
IST
+1 %
-1 %
Diskontierungszinssatz
3,48%
4,48%
2,48%
Abfertigungsrückstellung in Tsd EUR
10.749
9.908
11.704
Veränderung zu IST in Tsd
 
EUR
-841
955
Sensitivität Gehaltsvalorisierung
2024
IST
+1 %
-1 %
Gehaltsvalorisierung
 
2,50%
3,50%
1,50%
Abfertigungsrückstellung in Tsd EUR
10.002
10.870
9.220
Veränderung zu IST in Tsd
 
EUR
868
-782
2023
IST
+1 %
-1 %
Gehaltsvalorisierung
 
2,70%
3,70%
1,70%
Abfertigungsrückstellung in Tsd EUR
10.749
11.702
9.894
Veränderung zu IST in Tsd
 
EUR
953
-855
Sensitivitätsanalyse Pensionsrückstellung
Sensitivität Diskontierungszinssatz
2024
IST
+1 %
-1 %
Diskontierungszinssatz
3,28%
4,28%
2,28%
Pensionsrückstellung in Tsd EUR
3.469
3.275
3.689
Veränderung zu IST in Tsd
 
EUR
-194
220
2023
IST
+1 %
-1 %
Diskontierungszinssatz
3,48%
4,48%
2,48%
Pensionsrückstellung in Tsd EUR
3.722
3.496
3.978
Veränderung zu IST in Tsd
 
EUR
-226
256
Sensitivität Pensionsvalorisierung
2024
IST
+1 %
-1 %
Pensionsvalorisierung
1,50%
2,50%
0,50%
Pensionsrückstellung in Tsd EUR
3.469
3.691
3.269
Veränderung zu IST in Tsd
 
EUR
222
-200
2023
IST
+1 %
-1 %
Pensionsvalorisierung
1,70%
2,70%
0,70%
Pensionsrückstellung in Tsd EUR
3.722
3.980
3.491
Veränderung zu IST in Tsd
 
EUR
258
-231
Die Sensitivitätsanalyse zeigt, falls die versicherungsmathematischen
Annahmen des Diskontierungszinssatzes und der Gehalts- bzw.
Pensionsvalorisierung Verzerrungen (+/- 1,0 %) unterliegen, dass die
bilanzierte Pensions-, Jubiläumsgeld- bzw. Abfertigungsrückstellung
entweder zu hoch oder zu niedrig ausgewiesen werden würde.
 
 
 
 
 
65
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
65
Sonstige Rückstellungen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Sonstige Personalrückstellungen
4.211
4.059
Prozesskostenrückstellungen
680
1.499
Übrige sonstige Rückstellungen
724
335
Sonstige Rückstellungen
5.615
5.893
Entwicklung der übrigen Rückstellungen
Stand 01.01.
Währungs
-
umrechnung
Zugänge
Verwendung
Abgänge
Sonstige
Veränderungen
Stand 31.12.
in Tsd EUR
2024
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
24.737
0
587
-225
-3.428
0
21.671
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
8.177
0
919
0
0
0
9.096
Sonstige Rückstellungen
5.893
0
5.569
-4.122
-1.725
0
5.615
Übrige Rückstellungen
38.807
0
7.075
-4.347
-5.153
0
36.382
2023
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
15.362
0
15.381
-84
-4.952
-970
24.737
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
9.803
0
0
0
-1.626
0
8.177
Sonstige Rückstellungen
4.787
0
7.865
-7.151
-577
969
5.893
Übrige Rückstellungen
29.952
0
23.246
-7.235
-7.155
-1
38.807
Die unter der Spalte „Sonstige Veränderungen“ angeführten Beträge
resultieren überwiegend aus versicherungsmathematischen Gewinnen
und Verlusten, so wie sie unter der Tabelle
 
„Entwicklung der
Rückstellung für Pensionen, Abfertigung und Jubiläumsgeld“ offengelegt
werden.
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
66
Anhang (Notes)
66
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Fälligkeitsstruktur der Rückstellungen
in Tsd EUR
unter 1 Jahr
über 1 Jahr
2024
Abfertigungsrückstellung
0
10.002
Pensionsrückstellung
0
3.469
Jubiläumsgeldrückstellung
0
1.961
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
18.750
2.921
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
0
9.096
Sonstige Rückstellungen
3.368
2.247
Rückstellungen
22.118
29.696
2023
Abfertigungsrückstellung
0
10.749
Pensionsrückstellung
0
3.722
Jubiläumsgeldrückstellung
0
2.126
Rückstellungen für Rechtsrisiken im Kreditgeschäft
16.690
8.047
Rückstellungen für erwartete Kreditverluste
0
8.177
Sonstige Rückstellungen
5.893
0
Rückstellungen
22.583
32.821
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(34)
 
Sonstige Verbindlichkeiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Verbundene nicht konsolidierte Unternehmen
0
38
Lieferungen und Leistungen
41.692
39.839
Rechnungsabgrenzungen
2.073
2.425
Sonstige Verbindlichkeiten - Sonstige
7.806
2.304
Sonstige Verbindlichkeiten
51.571
44.606
Unter der Position „Sonstige Verbindlichkeiten“
 
sind Verbindlichkeiten
gegenüber eigenen Angestellten der Hypo Tirol Bank in Höhe von TEUR
204 (2023: TEUR 405) enthalten.
 
 
 
 
 
 
 
67
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
67
(35)
 
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
Die laufenden Ertragsteuerverpflichtungen betreffen im Wesentlichen
 
Verpflichtungen aus noch nicht bezahlten Körperschaftsteuern.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(36)
 
Ergänzungskapital
 
gem. Art 63 CRR
Ergänzungskapital
 
gem. Art 63 CRR nach Art der Bewertung
in Tsd EUR
2024
2023
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
 
97.122
97.118
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.122
97.118
Ergänzungskapital
 
gem. Art 63 CRR nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
Über 3 Monate bis 1 Jahr
10.154
0
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
76.487
62.377
Über 5 Jahre
10.481
34.741
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.122
97.118
Entwicklung Ergänzungskapital
 
gem. Art 63 CRR
in Tsd EUR
2024
2023
Stand 01.01.
97.118
96.683
Neuaufnahme
0
0
Rückzahlungen
0
0
Veränderung Zinsabgrenzung
33
368
Bewertungsänderungen
-29
67
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.122
97.118
 
HYPO TIROL BANK AG
68
Anhang (Notes)
68
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(37)
 
Eigenkapital
in Tsd EUR
2024
2023
Gezeichnetes Kapital
50.000
50.000
Kapitalrücklage
300.332
300.332
davon: gebundene Kapitalrücklage
139.132
139.132
davon: nicht gebundene Kapitalrücklage
161.200
161.200
FVOCI-Rücklage aus Änderung Fair Value nach Steuern
945
2.102
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste nach Steuern
-4.503
-4.458
Bonitätsinduzierte Fair-Value-Änderung eigene Verbindlichkeiten
3.753
4.812
Gewinnrücklagen, Konzerngewinn
355.829
302.673
Eigenkapital
706.356
655.461
Davon entfallen auf:
Eigentümer des Mutterunternehmens
701.282
650.369
Anteile ohne beherrschenden Einfluss
5.074
5.092
Die Gesamtkapitalrentabilität beträgt für das Geschäftsjahr
 
2024: 0,79 % (2023: 0,61 %).
Kapitalrücklage:
 
Die ausgewiesene Kapitalrücklage resultiert neben dem Effekt aus der
AG-Umwandlung der Hypo Tirol Bank aus einem Zuschuss des
Eigentümers Land Tirol in Höhe von EUR 220 Mio..
 
Gewinnrücklage:
 
Die Gewinnrücklagen untergliedern sich in die gesetzliche Rücklage
(TEUR 5.000) und andere aus dem Konzernüberschuss gebildete
Rücklagen. Weiters werden in der Gewinnrücklage Effekte
 
aus der
Erstanwendung von IFRS 9 ausgewiesen.
69
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
69
Zusätzliche IFRS-Informationen
 
 
 
 
 
(38)
 
Erläuterungen zur Geldflussrechnung
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Entwicklung der Verbindlichkeiten
 
aus Finanzierungstätigkeiten
in Tsd EUR
Stand
01.01.2024
zahlungswirksame
 
Veränderung
zahlungsunwirksame
Veränderung
Stand
31.12.2024
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.118
0
3
97.121
Leasingverbindlichkeiten
6.489
-685
-429
5.375
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten
103.607
-685
-426
102.496
in Tsd EUR
Stand
01.01.2023
zahlungswirksame
 
Veränderung
zahlungsunwirksame
Veränderung
Stand
31.12.2023
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
96.683
0
435
97.118
Leasingverbindlichkeiten
5.882
-679
1.286
6.489
Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten
102.565
-679
1.721
103.607
Das Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR ist in Note (36) dargestellt.
Leasingverbindlichkeiten sind in den sonstigen Verbindlichkeiten Note
(34) ausgewiesen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(39)
 
Beizulegender Zeitwert (Fair Value)
Fair Value von ausgewählten
 
Bilanzposten
Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich
 
der Buchwerte und Fair
Values der einzelnen Bilanzposten:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
AKTIVA
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value
in Tsd EUR
31.12.2024
31.12.2024
31.12.2023
31.12.2023
Barreserve
1.019.853
1.018.210
880.649
880.844
Forderungen an Kreditinstitute
63.056
62.803
85.384
84.877
Forderungen an Kunden
5.250.102
5.224.994
5.523.718
5.498.879
zum beizulegenden Zeitwert bewertet
10.582
10.582
17.642
17.642
zu Anschaffungskosten bewertet
5.239.520
5.214.412
5.506.076
5.481.237
Derivate
129.075
129.075
165.184
165.184
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.331.416
1.294.107
1.137.261
1.100.081
zum beizulegenden Zeitwert bewertet
96.329
96.329
139.839
139.839
zu Anschaffungskosten bewertet
1.235.087
1.197.778
997.422
960.242
 
HYPO TIROL BANK AG
70
Anhang (Notes)
70
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
PASSIVA
Buchwert
Fair Value
Buchwert
Fair Value
in Tsd EUR
31.12.2024
31.12.2024
31.12.2023
31.12.2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
636.712
568.851
334.463
263.271
zu Anschaffungskosten bewertet
636.712
568.851
334.463
263.271
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.541.605
3.554.309
3.778.471
3.543.947
zum beizulegenden Zeitwert bewertet
58.947
58.947
54.477
54.477
zu Anschaffungskosten bewertet
3.482.658
3.495.362
3.723.994
3.489.470
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.728.869
2.752.209
2.776.480
2.700.625
zum beizulegenden Zeitwert bewertet
202.173
202.173
246.303
246.303
zu Anschaffungskosten bewertet
2.526.696
2.550.036
2.530.177
2.454.322
Derivate
152.455
152.455
209.510
209.510
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.122
94.768
97.118
93.031
 
zu Anschaffungskosten bewertet
 
97.122
94.768
97.118
93.031
Der Buchwert der sonstigen Vermögenswerte und sonstigen
Verbindlichkeiten stellt einen angemessenen Näherungswert für den
beizulegenden Zeitwert dar.
 
Auf eine Angabe zum beizulegenden
Zeitwert wurde daher verzichtet.
 
Bei den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
 
wird der
beizulegende Zeitwert, wie im Kapitel „Sonstige Angaben“ beschrieben,
ermittelt. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass bei den auf
Marktdaten basierenden Bewertungsverfahren (Level 2) die
beizulegenden Zeitwerte über die Discounted-Cashflow-Methode
ermittelt werden und bei Finanzinstrumenten mit optionalen
Bestandteilen Optionspreismodelle angewendet werden, wobei die
Inputfaktoren auf Marktdaten basieren. Mit nicht auf Marktdaten
basierenden Bewertungsverfahren (Level 3) wurden im laufenden
Geschäftsjahr Kundenforderungen mittels Discounted-Cashflow-
Verfahren bewertet. Die zukünftigen Zahlungsströme,
 
ableitend aus
dem zugrundeliegenden Nominale, basieren auf der aktuellen
Marktzinskurve und werden mittels risikoadäquatem Zinssatz
diskontiert. Die risikoadäquaten Zinsaufschläge werden aus der
konzerninternen Risikoeinschätzung abgeleitet und unterschiedlichen
Ratingklassen zugeordnet. Das Rating hat somit einen wesentlichen
Einfluss auf den Diskontierungszinssatz, welcher für die Bewertung des
beizulegenden Zeitwerts benötigt wird. Als bedeutender, nicht
beobachtbarer Eingangsparameter kann demnach das hausinterne
Bonitätsrating genannt werden. Je besser das Rating, desto geringer der
damit verbundene Diskontierungszinssatz und somit folglich desto
höher der beizulegende Zeitwert. Dieser Effekt wird in der
Sensitivitätsanalyse der at Fair Value designierten Instrumente
veranschaulicht.
71
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
71
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Finanzinstrumente, die zum beizulegenden
 
Zeitwert bilanziert werden
Bei den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
 
werden
nachfolgend die beizulegenden Zeitwerte dargestellt sowie den drei
Levels gemäß der IFRS-Hierarchie des beizulegenden Zeitwerts
zugeordnet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2024
In aktiven Märkten
notierte Preise
(Level 1)
Auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 2)
Nicht auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 3)
Gesamt
in Tsd EUR
AKTIVA
Forderungen an Kunden – designated at Fair Value
0
0
10.582
10.582
Derivate
0
129.075
0
129.075
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
75.953
6.630
13.746
96.329
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
75.953
135.705
24.328
235.986
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden – designated at Fair
 
Value
0
58.947
0
58.947
Derivate
0
152.455
0
152.455
Finanzielle Verbindlichkeiten – designated at Fair Value
 
0
202.173
0
202.173
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0
413.575
0
413.575
In Bezug auf die Zuordnung zu Level 1, Level 2 bzw. Level 3 gab
 
es im
abgelaufenen Geschäftsjahr keine Umgliederungen zwischen den
verschiedenen Leveln.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2023
In aktiven Märkten
notierte Preise
(Level 1)
Auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 2)
Nicht auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 3)
Gesamt
in Tsd EUR
AKTIVA
Forderungen an Kunden – designated at Fair Value
0
0
17.642
17.642
Derivate
0
165.184
0
165.184
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
115.532
6.663
17.644
139.839
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
115.532
171.847
35.286
322.665
PASSIVA
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden – designated at Fair
 
Value
0
54.477
0
54.477
Derivate
0
209.510
0
209.510
Finanzielle Verbindlichkeiten – designated at Fair Value
 
0
246.303
0
246.303
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0
510.290
0
510.290
HYPO TIROL BANK AG
72
Anhang (Notes)
72
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Überleitung der Finanzinstrumente in die
 
Level-3-Kategorie
2024
Forderungen an Kunden
 
designated at Fair Value
Sonstige finanzielle
 
Vermögenswerte
Gesamt
in Tsd EUR
Anfangsbestand
17.642
17.644
35.286
Gewinne/Verluste insgesamt
-253
-3.543
-3.796
– in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
-253
-3.543
-3.796
– im sonstigen Ergebnis erfasst
0
0
0
Käufe
 
0
18
18
Verkäufe
-6.807
-408
-7.215
Emissionen
0
0
0
Ausgleiche
0
35
35
Umklassifizierung in Level 3
0
0
0
Umklassifizierung aus Level 3
 
0
0
0
Endbestand
10.582
13.746
24.328
2023
Forderungen an Kunden
 
designated at Fair Value
Sonstige finanzielle
 
Vermögenswerte
Gesamt
in Tsd EUR
Anfangsbestand
36.910
17.559
54.469
Gewinne/Verluste insgesamt
-577
-24
-601
– in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst
-577
-24
-601
– im sonstigen Ergebnis erfasst
0
0
0
Käufe
 
0
0
0
Verkäufe
-18.691
0
-18.691
Emissionen
0
0
0
Ausgleiche
0
109
109
Umklassifizierung in Level 3
0
0
0
Umklassifizierung aus Level 3
 
0
0
0
Endbestand
17.642
17.644
35.286
Die Zeile „Gewinne/Verluste“ enthält zum Bilanzstichtag
 
ein
unrealisiertes Ergebnis von TEUR -2.957 (2023: TEUR 1.954). Dabei setzt
sich das Ergebnis aus unrealisierten Gewinnen in Höhe von TEUR 1.074
(2023: TEUR 4.453) und unrealisierten Verlusten in Höhe von TEUR -
4.031 (2023: TEUR -2.499) zusammen.
 
 
 
 
 
 
 
 
73
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
73
Sensitivitätsanalyse von nicht beobachtbaren
 
Parametern
Basiert der Wert eines Finanzinstruments auf nicht beobachtbaren
Eingangsparametern, kann der hierfür zu verwendende Wert dieser
Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von angemessenen
möglichen Alternativen ausgewählt werden. Im Rahmen der Erstellung
des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren
Parameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden
Marktgegebenheiten und den konzerninternen Risikoeinschätzungen
entsprechen.
Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen
darstellen, die sich aus der relativen Unsicherheit bei der Bestimmung
der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten ergeben, deren
Bewertung auf nicht beobachtbaren Parametern basieren. Dennoch ist
es unwahrscheinlich, dass in der Praxis alle nicht beobachtbaren
Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von
angemessenen möglichen Alternativen liegen. Ferner sind die
vorliegenden Angaben keine Vorhersage oder Indikation für künftige
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts.
Da insbesondere die Vergabe der Ratings auf subjektive Einschätzungen
zurückzuführen ist, weist der Konzern hier auf die Sensitivität jener
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Berechnungsgröße hin. Eine Veränderung der Ratingstufe führt zu
Anpassungen des risikoadäquaten Zinsaufschlags und demzufolge zu
einem geänderten Diskontierungszinssatz, der einen wesentlichen
Einfluss bei der Bewertung des beizulegenden Zeitwerts hat. Die
Sensitivität wird innerhalb einer positiven und negativen Bandbreite
durch Reklassifizierung des Ratings um eine Bonitätsstufe nach oben
oder unten simuliert.
 
Die Hypo Tirol Bank AG teilt alle Kundenforderungen in Ratingstufen
ein, die von 1A bis 5E reichen. Alle Forderungen mit einer Ratingstufe 5
stellen ausgefallene Forderungen dar.
 
Die für die Kalkulation der Fair
Values verwendeten Ausfallwahrscheinlichkeiten
 
werden unter
Berücksichtigung des makroökonomischen Ausblicks ermittelt und
wirken sich im Risikoaufschlag des Diskontierungszinses aus. Sie reichen
von 0,01% der Stufe 1A bis 72,79% der Stufe 4E. Ab der Stufe 5A wird
eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 100% herangezogen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die
 
Sensitivität der Forderungen an
Kunden designated at Fair Value auf Ratingveränderungen. Hierzu wird
eine Reklassifizierung des Ratings durch eine Anpassung der
risikoadäquaten Zinsaufschläge um den Faktor 1,5 nach oben und nach
unten simuliert. Der Faktor entspricht der Veränderung der
Ausfallwahrscheinlichkeiten bei einer Ratingveränderung um eine
Ratingstufe.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2024
Positive Änderung des beizulegenden
Zeitwerts bei Ratingveränderung
um eine Ratingstufe
Negative Änderung des beizulegenden
 
Zeitwerts bei Ratingveränderung
um eine Ratingstufe
in Tsd EUR
Forderungen an Kunden designated at Fair Value
0
-1
Insgesamt
0
-1
Bonitätsinduzierte Fair-Value
 
-Änderungen
Bei den finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten,
 
die
freiwillig zum beizulegenden Zeitwert (zur Vermeidung einer
inkonsistenten Bewertung aufgrund Accounting Mismatch) bewertet
werden, ergeben sich aus der Änderung der Bonität folgende Gewinne
oder Verluste.
 
Die bonitätsinduzierte Fair-Value-Änderung der finanziellen
Vermögenswerte der Periode beträgt TEUR
 
-2 (2023: TEUR -45). Der
Ausweis dieses Ertrags erfolgt über das Ergebnis aus finanziellen
Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
 
Die kumulierte
bonitätsinduzierte Änderung beläuft sich auf TEUR 6 (2023: TEUR 8).
 
Die bonitätsinduzierten Fair-Value Änderungen für finanzielle
Verbindlichkeiten erfolgt generell erfolgsneutral
 
und ist in der
Gesamtergebnisrechnung separat ausgewiesen.
Die Bestimmung der bonitätsinduzierten Veränderung wird über eine
Bewertung im Kreditrisikonebenbuch vorgenommen. Hierzu wird
anhand der entsprechenden PDs, LGDs und EADs eine Expected Credit
Loss Kalkulation vorgenommen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
74
Anhang (Notes)
74
Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten,
 
die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert
 
werden
Die Bewertungstechniken zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts
von Finanzinstrumenten des Konzerns, die in der Bilanz nicht zum
beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, entsprechen denen, die in
Note (3) „Wesentliche Ermessensentscheidungen“
 
aufgeführt
 
sind.
 
Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet
werden, werden nicht auf Basis des beizulegenden Zeitwerts gesteuert.
 
 
 
 
 
 
 
Dies gilt zum Beispiel für Forderungen bzw. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten. Für jene Instrumente wird der beizulegende
Zeitwert nur für Zwecke der Anhangangabe kalkuliert und hat weder
einen Einfluss auf die Konzernbilanz noch auf die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung. Zusätzlich sind zur Ermittlung des beizulegenden
Zeitwerts in erheblichem Umfang Einschätzungen durch das
Management notwendig, da diese Instrumente nicht gehandelt werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Buchwert
Beizulegender Zeitwert
2024
In aktiven Märkten
notierte Preise
(Level 1)
Auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 2)
Nicht auf Marktdaten
basierende
Bewertungsmethode
(Level 3)
Gesamt
in Tsd EUR
AKTIVA
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Barreserven
1.019.853
23.142
0
995.068
1.018.210
Forderungen an Kreditinstitute
63.056
0
0
62.803
62.803
Forderungen an Kunden
5.239.520
0
0
5.214.412
5.214.412
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.235.087
1.188.083
9.695
0
1.197.778
PASSIVA
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
636.712
0
568.851
0
568.851
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.482.658
0
3.495.362
0
3.495.362
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.526.696
1.735.922
814.115
0
2.550.037
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.122
0
94.768
0
94.768
2023
in Tsd EUR
AKTIVA
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte
Barreserven
880.649
25.862
0
854.982
880.844
Forderungen an Kreditinstitute
85.384
0
0
84.877
84.877
Forderungen an Kunden
5.506.076
0
0
5.481.237
5.481.237
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
997.422
949.695
10.546
0
960.241
PASSIVA
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
334.463
0
263.271
0
263.271
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.723.994
0
3.489.470
0
3.489.470
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.530.177
1.729.213
725.110
0
2.454.323
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.118
0
93.031
0
93.031
 
75
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
75
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(40)
 
Maximales Ausfallrisiko
Das maximale Ausfallrisiko wird durch die folgende Angabe der
Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte nach Berücksichtigung von
Wertberichtigungen dargestellt:
2024
Kredite und
Forderungen
Fremdkapitalinstrumente
der Kategorie
Handelsaktiva und
 
finanziellen
Vermögenswerte
sowie Derivate
Maximales
 
Ausfallrisiko
Eigenkapital-
instrumente
 
der Kategorie
 
Handelsaktiva und
 
finanzielle
 
Vermögenswerte
Buchwert
in Tsd EUR
Forderungen an Kreditinstitute
63.056
0
63.056
0
63.056
Forderungen an Kunden
5.250.102
0
5.250.102
0
5.250.102
– at cost
5.239.520
0
5.239.520
0
5.239.520
– erfolgswirksam zum Fair Value
10.582
0
10.582
0
10.582
Derivate
0
129.075
129.075
0
129.075
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
0
1.313.135
1.313.135
18.281
1.331.416
– at cost
0
1.235.087
1.235.087
0
1.235.087
– erfolgswirksam zum Fair Value
0
3
3
18.281
18.284
– erfolgsneutral zum Fair Value
0
78.045
78.045
0
78.045
2023
in Tsd EUR
Forderungen an Kreditinstitute
85.384
0
85.384
0
85.384
Forderungen an Kunden
5.523.718
0
5.523.718
0
5.523.718
– at cost
5.506.076
0
5.506.076
0
5.506.076
– erfolgswirksam zum Fair Value
17.642
0
17.642
0
17.642
Derivate
0
165.184
165.184
0
165.184
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
0
1.115.289
1.115.289
21.972
1.137.261
– at cost
0
997.422
997.422
0
997.422
– erfolgswirksam zum Fair Value
0
6
6
21.972
21.978
– erfolgsneutral zum Fair Value
0
117.861
117.861
0
117.861
Das maximale Ausfallrisiko aus den Kreditzusagen und Finanzgarantien
beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 1.041.411 (2023: TEUR 1.036.676).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
76
Anhang (Notes)
76
Risikomindernde Maßnahmen werden insbesondere durch die
Hereinnahme von Sicherheiten gesetzt. Als Sicherheiten dienen
vorwiegend Hypotheken, Garantien und andere Vermögenswerte.
 
Nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben bewertete anrechenbare
Sicherheiten reduzieren das Ausfallrisiko von in der Bilanz
ausgewiesener Aktiva in folgendem Ausmaß:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Forderungen an Kunden
3.024.118
3.238.160
– at cost
3.024.118
3.238.160
davon Hypotheken
2.730.875
2.937.115
Derivate
700
650
Als Sicherheiten sind hauptsächlich Hypotheken in Österreich mit
stabilen Marktwerten bestellt. Finanzinstrumente die zur Gänze
besichert sind, weisen dennoch eine Wertberichtigung auf, da jeder
Sicherheitenart ein statistischer Loss Given Default zugeordnet wird.
(41)
 
Angaben zur Saldierung von derivativen
Finanzinstrumenten
Gemäß IFRS 7 werden nachfolgend die Effekte der Saldierung für
derivative Finanzinstrumente mit Aufrechnungsvereinbarungen
dargestellt. Der Konzern weist darauf hin, dass mit sämtlichen
Kontrahenten, mit denen derivative Finanzinstrumente abgeschlossen
wurden, Rahmenvereinbarungen bestehen sowie keine
Saldierungsverbote vereinbart wurden.
 
Im Konzernjahresabschluss der Hypo Tirol Bank AG werden keine
derivativen Finanzinstrumente saldiert dargestellt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die im Falle einer Saldierung verbleibenden Vermögenswerte würden
zum Bemessungsstichtag TEUR 16.153 (2023: TEUR 11.682), die
verbleibenden Verbindlichkeiten TEUR 39.533 (2023: TEUR 56.008),
betragen.
In der folgenden Tabelle sind die Auswirkungen einer möglichen
Saldierung jener Derivate, bei denen die Möglichkeit einer Aufrechnung
besteht, dargestellt:
Saldierung derivativer Finanzinstrumente
 
Vermögenswerte/Verbindlichkeiten
2024
Finanzielle
 
Vermögens-
werte
 
(brutto)
Aufgerechnete
bilanzierte
 
Beträge
 
(brutto)
Bilanzierte
 
finanzielle
 
Vermögens-
werte
 
(netto)
Effekt von
 
Aufrechnungs-
rahmen-
vereinbarungen
Sicherheiten
 
in Form
 
von Finanz-
instrumenten
Nettobetrag
in Tsd EUR
nicht saldiert
Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente
113.696
0
113.696
-112.922
-700
74
Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
145.359
0
145.359
-112.922
-25.504
6.933
2023
Vermögenswerte
Derivative Finanzinstrumente
154.361
0
154.361
-153.502
-650
209
Verbindlichkeiten
Derivative Finanzinstrumente
201.246
0
201.246
-153.502
-45.416
2.328
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
77
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
77
(42)
 
Angaben zu nahestehenden Personen
 
und
Unternehmen
Im Sinne des IAS 24 zählen zu den nahestehenden Personen und
Unternehmen Vorstand und Aufsichtsrat
 
der Hypo Tirol Bank sowie
deren nächste Familienangehörige, Tochterunternehmen
 
und andere
Gesellschaften, an denen die Hypo Tirol Bank eine Beteiligung hält,
sowie das Land Tirol inkl. seiner wesentlichen Beteiligungen. Als
Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen werden im Konzern
die Vorstände des Mutterunternehmens definiert. Im Rahmen der
gewöhnlichen Geschäftstätigkeit werden Geschäfte mit nahestehenden
Personen und Unternehmen grundsätzlich zu den gleichen,
marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen wie für im
selben Zeitraum getätigte vergleichbare Geschäfte
 
mit Dritten.
 
Vorschüsse und Kredite an Vorstände,
 
Aufsichtsräte und deren nächsten
Familienangehörigen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 453 (2023:
TEUR 472). Zu Veränderungen bei den Krediten und Vorschüssen
können neben Neuaufnahmen, Rückzahlungen und Zinsbelastungen
auch Veränderungen in der Zusammensetzung der Organe (Vorstand
und Aufsichtsrat) sowie deren Familienangehörigen führen. Die
Abfertigungsansprüche der aktiven Vorstände betragen TEUR
 
0 (2023:
TEUR 372).
Die laufenden Aufwendungen der Bank für Versorgungsbezüge früherer
Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen betrugen abzüglich der
ASVG-Vergütungen im Berichtsjahr TEUR 341 (2023: TEUR 318).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Veränderung der Rückstellung für Pensionen früherer
Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebenen führte im Geschäftsjahr
2024 zu einer Auflösung in der Höhe von TEUR -103 (2023: TEUR -8). Für
die ausstehenden Salden zum 31.12.2024 mit nahestehenden Personen
und Unternehmen werden Sicherheiten in Höhe von TEUR 2.839 (2023:
TEUR 2.875) gehalten. Vorschüsse wurden nicht geleistet.
 
Geschäftsbeziehungen mit vollkonsolidierten Gesellschaften werden im
Zuge der Schuldenkonsolidierung eliminiert und somit nicht als
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen offengelegt. In den
Beteiligungen dargestellte Beträge betreffen
 
die Geschäftsbeziehungen
mit assoziierten Unternehmen. Die Angabe in den Tabellen zu den
Related Parties betreffen den Eigentümer Land Tirol und dessen
wesentliche Beteiligungen.
 
Wertberichtigungen nach IFRS 9 für Forderungen an nahestehende
Unternehmen und Personen betragen zum 31.12.2024 TEUR 148 (2023:
TEUR 219). Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine Aufwendungen
für uneinbringliche oder zweifelhafte Forderungen gegenüber
nahestehenden Unternehmen und Personen erfasst.
Die ausstehenden Salden sowie das Volumen der Geschäftsbeziehungen
im abgelaufenen Geschäftsjahr mit nahestehenden Unternehmen und
Related Parties zeigen folgende Tabellen:
Forderungen an Kunden
nicht konsolidierte
Tochterunternehmen
assoziierte
Unternehmen
Related Parties
in Tsd EUR
2024
2023
2024
2023
2024
2023
Stand 01.01.
1.328
1.432
6.209
10.998
444.118
535.289
Im Laufe des Jahres begebene Kredite
0
0
0
0
127.458
0
Rückzahlungen von Forderungen aus dem Kreditgeschäft
0
0
-311
-2.535
-57.041
-54.103
Veränderung Konsolidierungskreis
0
0
0
0
0
0
Veränderung der nahestehenden Personen und Unternehmen
 
0
0
0
0
0
0
Saldo aus Rückzahlungen, Zinsbelastungen und
Wechselkursveränderungen bestehender Kredite
-8
-104
-2.696
-2.254
-11.309
-37.068
Stand 31.12.
1.320
1.328
3.202
6.209
503.226
444.118
Sonstige kreditrisikobehaftete Transaktionen
0
0
0
0
0
0
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
78
Anhang (Notes)
78
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Verbundene
Unternehmen
Beteiligungen
Related Parties
in Tsd EUR
2024
2023
2024
2023
2024
2023
Stand 01.01.
532
574
4.095
7.355
427.632
406.421
Neuaufnahmen
0
0
4.260
1.561
2.815
883
Rückzahlungen
0
0
-3.570
-783
-212.381
-38.376
Veränderung Konsolidierungskreis
0
0
0
0
0
0
Veränderung der nahestehenden Personen und Unternehmen
 
0
0
0
0
0
0
Saldo aus Rückzahlungen, Zinsbelastungen und
Wechselkursveränderungen bestehender Verbindlichkeiten
164
-42
0
-4.038
36.725
58.704
Stand 31.12.
696
532
4.785
4.095
254.791
427.632
Vergütungen an Vorstands
 
-
 
und Aufsichtsratsmitglieder
 
Vorstand
Aufsichtsrat
Gesamt
in Tsd EUR
2024
2023
2024
2023
2024
2023
Kurzfristig fällige Leistungen
1.261
1.439
147
115
1.408
1.554
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
 
19
60
0
0
19
60
Andere langfristig fällige Leistungen
0
0
0
0
0
0
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
 
0
0
0
0
0
0
Anteilsbasierte Vergütungen
0
0
0
0
0
0
Kurzfristige fällige Leistungen
Die Kategorie umfasst Gehälter,
 
Sachbezüge,
Sozialversicherungsbeiträge und sonstige kurzfristig fällige Leistungen
(z.B.: geldwerte Vorteile, Bonus).
 
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Hier werden Aufwendungen für Beiträge zur Vorsorgekasse
 
und
Aufwendungen für die Abfertigungsrückstellung berücksichtigt.
 
Andere langfristig fällige Leistungen
In dieser Position werden Aufwendungen für die
Jubiläumsgeldrückstellung berücksichtigt.
Andere Kategorien an Vergütungen gemäß IAS 24.17 stehen
Aufsichtsratsmitgliedern und Vorständen der Hypo Tirol Bank nicht zu.
Zudem verwaltet die Hypo Tirol Bank als Dienstleister für das Land Tirol
dessen vergebene Wohnbauförderungsdarlehen. Die Gegenpartei
dieser Darlehen sind private Förderungswerber.
 
Daher werden dazu
keine weiteren Informationen veröffentlicht.
 
Weiters finanziert das
Unternehmen das Land Tirol in Höhe von MEUR 466,0 (2022: MEUR
474,6) zu marktüblichen Konditionen. Da die Ergebnisbeiträge aus
diesen Geschäftsbeziehungen systemtechnisch nicht gesondert
aufgezeichnet werden und eine Beschaffung dieser Informationen
weder innerhalb angemessener Frist noch mit angemessenem
Kostenaufwand erledigt werden kann, unterbleibt eine gesonderte
Angabe dieser Beträge.
 
79
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
79
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(43)
 
Informationen zu Leasingvereinbarungen
Die Hypo Tirol Bank als Leasingnehmer
Die folgende Tabelle zeigt die Aufteilung der Zahlungsmittelabflüsse
 
für
die Art des Leasingverhältnisses:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Aufwand für Immobilienleasing (Zinsaufwand)
685
679
Aufwand für Vermögensgegenstände mit geringem Wert
50
32
Summe
735
711
Drucker sowie Druckerzubehöre sind Gegenstand eines Mietvertrags
und werden von der Hypo Tirol Bank gem. IFRS 16.6 als
Vermögenswerte mit geringem Wert eingestuft.
 
Der daraus
resultierende Aufwand wird periodengerecht erfasst. Es erfolgt keine
Aktivierung des Nutzungsrechtes.
 
 
 
 
 
Die Entwicklung der Nutzungsrechte von Leasingverhältnissen, bei
denen die Hypo Tirol Bank als Leasingnehmer auftritt, stellt sich wie
folgt dar:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2024
Buchwert 01.01.
Zugänge
Abschreibungen
Buchwert 31.12.
Grundstücke und Gebäude
5.494
409
-590
5.313
2023
Buchwert 01.01.
Zugänge
Abschreibungen
Buchwert 31.12.
Grundstücke und Gebäude
4.953
1.221
-680
5.494
Nutzungsrechte werden als Sachanlagen ausgewiesen und sind in den
Darstellungen der Note (25) enthalten.
Die Laufzeit der entsprechenden Leasingverbindlichkeit wird
nachfolgend dargestellt:
in Tsd EUR
2024
2023
bis 1 Jahr
537
762
von 1 bis 3 Jahren
2.154
2.865
über 3 Jahre
2.684
2.857
Summe
5.375
6.484
Die Hypo Tirol Bank als Leasinggeber
Über ihre Tochtergesellschaften
 
tritt die Hypo Tirol Bank auch als
Leasinggeber auf. Dabei werden ausschließlich
Finanzierungsleasingverträge (kein Operating Leasing) abgeschlossen.
Das Bestands- und Neugeschäft betrifft Immobilien-
 
und
Mobilienleasing. Dabei ist die Hypo Tirol Bank in den Sparten
Immobilien, Mobilien und KFZ tätig. Das Angebot richtet sich
ausschließlich an Firmenkunden, Kommunen und Freiberufler. Weitere
Angaben zu den Leasingverträgen finden sich qualitativ in den
Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung, quantitative Angaben zum
Leasinggeschäft finden sich in Bezug auf die Erträge und Aufwendungen
in Note (6), (8), (14) und (15). Das Forderungsvolumen aus
Leasingvereinbarungen wird in Note (19) erläutert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
80
Anhang (Notes)
80
(44)
 
Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
in Tsd EUR
2024
2023
Deckungsstock für Pfand-
 
und Kommunalschuldverschreibungen
3.576.159
3.625.389
Finanzanlagen
1.313.281
1.115.519
Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
4.889.440
4.740.908
In den als Sicherheit übertragenen Vermögenswerten werden der
Deckungsstock für Pfand-
 
und Kommunalschuldverschreibungen sowie
für Mündelgelder, Pensionsrückstellung, Refinanzierungen bei der
Zentralbank und Repo-Geschäfte ausgewiesen. Die Bedingungen dieser
als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte sind dermaßen
ausgestaltet, dass sie den Rechtsvorschriften des Bankwesen- und des
Pfandbriefgesetzes entsprechen.
 
(45)
 
Segmentberichterstattung
Die Segmentberichterstattung des Konzerns der Hypo Tirol Bank AG
gliedert sich nach folgenden Kriterien:
 
Privatkunden
 
Dieses Segment umfasst die Ergebnisse des Privatkundengeschäfts im
Kernmarkt Tirol und bildet die Kundenbeziehungen mit Privatpersonen,
freiberuflich tätigen Unternehmern sowie kleinen Geschäfts- und
Gewerbekunden ab, welche in den Geschäftsstellen betreut werden.
Firmenkunden
 
In diesem Segment werden die Ergebnisse aus der Geschäftstätigkeit
mit Firmenkunden im Kernmarkt Tirol und die Geschäftsaktivitäten in
den Märkten Wien und Italien berichtet. Zudem werden in diesem
Segment sowohl die Geschäftsbeziehung mit öffentlichen Kunden als
auch das Versicherungsvermittlungs-
 
und Leasinggeschäft mit
Schwerpunkt auf das Firmenkundengeschäft abgebildet.
Treasury
Dieses Segment enthält die Finanzanlagen, die Handelsaktiva und -
passiva sowie das Derivat-
 
und Emissionsgeschäft. Zudem werden die
Geschäftsbeziehungen zu institutionellen und gehobenen
Veranlagungskunden sowie die Aktivitäten im Bereich
Fondsmanagement dargestellt.
Immobilien und Beteiligungen
 
Diesem Segment sind die Aktivitäten im Bereich Immobilien-
 
und
Beteiligungsmanagement zugeordnet. Auch die Bilanzposition
„langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung
 
gehalten werden“
in Höhe von TEUR 534 (2023: 2.664) wird zur Gänze im Segment
Immobilien und Beteiligungen gehalten.
 
Corporate Center
 
In diesem Segment erfolgt der Ausweis der nicht zu den anderen
Segmenten zuordenbaren Ertrags-
 
und Aufwandsbestandteile sowie der
Konsolidierungspositionen für die Eliminierung konzerninterner Erträge
und Aufwendungen. Die Aufwendungen der internen
Unterstützungseinheiten werden nach sachgerechten
Verteilungsschlüsseln den ertragserwirtschaftenden Segmenten
zugerechnet. Im Sinne des Management-Approaches entsprechen die
offengelegten Segmente den Geschäftsbereichen gemäß der internen
Ergebnisrechnung. Im Corporate Center sind Konsolidierungseffekte
ausschließlich im Verwaltungsaufwand TEUR +5.804 (VJ +5.494) sowie in
den sonstigen betrieblichen Erträgen TEUR -6.226 (VJ TEUR -6.070) und
sonstigen betrieblichen Aufwendungen TEUR +453 (VJ TEUR +575)
enthalten. Diese Konsolidierungseffekte resultieren im Wesentlichen
aus Konzernumlagen bzw. Gebäudeaufwendungen.
81
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
81
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Berichterstattung nach Geschäftsbereichen
2024
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien
und
Beteiligungen
Corporate
 
Center
Summe
Segmente
in Tsd EUR
Zinsüberschuss
74.921
62.540
1.429
-46
24.340
163.184
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
2.634
-29.790
10
0
0
-27.146
Provisionsüberschuss
21.139
11.736
2.184
0
290
35.349
Provisionsertrag
23.416
12.204
2.834
0
766
39.220
Provisionsaufwand
-2.277
-468
-650
0
-476
-3.871
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten inkl. Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
0
81
3.109
-3.586
1.576
1.180
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
0
72
0
-969
0
-897
Verwaltungsaufwand
-42.903
-29.942
-8.782
-7.706
-3.354
-92.687
Sonstige betriebliche Erträge
1.916
8.229
0
15.209
-4.985
20.369
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-99
-7.068
0
-8.119
-2.223
-17.509
Ergebnis vor Steuern
57.608
15.858
-2.050
-5.217
15.644
81.843
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-13.148
-3.619
468
1.191
-3.570
-18.679
Ergebnis nach Steuern
44.460
12.239
-1.582
-4.026
12.074
63.164
Segmentvermögen
1.512.532
3.593.857
2.512.320
166.973
186.422
7.972.104
Segmentschulden
2.233.613
1.006.853
3.884.636
1.321
139.325
7.265.748
Eigenkapital
706.356
Gesamtrisikobetrag
818.919
2.133.131
164.396
215.991
44.363
3.376.800
 
HYPO TIROL BANK AG
82
Anhang (Notes)
82
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2023
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien
und
Beteiligungen
Corporate
 
Center
Summe
Segmente
in Tsd EUR
Zinsüberschuss
78.063
68.136
-50
-366
2.996
148.779
Risikovorsorge im Kreditgeschäft
-7.700
-22.711
-176
0
0
-30.587
Provisionsüberschuss
19.775
11.957
1.451
0
349
33.532
Provisionsertrag
21.912
12.509
2.161
0
794
37.376
Provisionsaufwand
-2.137
-552
-710
0
-445
-3.844
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten inkl. Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
0
-460
-4.182
231
1.572
-2.839
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
0
-2
0
1.462
0
1.460
Verwaltungsaufwand
-40.793
-31.166
-9.820
-8.510
6.281
-84.008
Sonstige betriebliche Erträge
1.948
6.380
0
14.396
-5.028
17.696
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-235
-5.840
0
-7.986
-7.763
-21.824
Ergebnis vor Steuern
51.058
26.294
-12.777
-773
-1.593
62.209
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-11.459
-5.901
2.867
173
357
-13.963
Ergebnis nach Steuern
39.599
20.393
-9.910
-600
-1.236
48.246
Segmentvermögen
1.579.861
3.835.356
2.228.869
162.122
151.402
7.957.610
Segmentschulden
2.095.268
1.238.918
3.813.680
655
153.628
7.302.149
Eigenkapital
617.060
Gesamtrisikobetrag
825.962
2.352.061
142.960
206.588
26.197
3.553.768
Berichterstattung nach Regionen
Von der Hypo Tirol Bank wurde im aktuellen Geschäftsjahr ein
Zinsüberschuss in Höhe von TEUR 163.162 (2023: TEUR 148.595) in
Österreich erwirtschaftet. In Italien wurde im Geschäftsjahr 2024 ein
Zinsüberschuss in Höhe von TEUR 22 (2023: TEUR 184) erwirtschaftet.
 
 
 
83
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
83
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Provisionsüberschuss nach Geschäftsbereichen
2024
in Tsd EUR
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien u.
Beteiligungen
Corporate
Center
Gesamt
Provisionserträge aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
1.083
2.187
-55
0
265
3.480
Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft
8.112
2.317
2.778
0
-10
13.197
Provisionserträge aus dem Girogeschäft, Zahlungsverkehr und
Kontoführungsgebühren
13.819
4.428
163
0
159
18.569
Provisionserträge aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft
402
3.272
-52
0
352
3.974
Provisionserträge
23.416
12.204
2.834
0
766
39.220
Provisionsaufwendungen aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
-230
-103
0
0
-93
-426
Provisionsaufwendungen aus dem Wertpapiergeschäft
0
0
-636
0
-381
-1.017
Provisionsaufwendungen aus dem Girogeschäft,
Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
-2.044
-152
-14
0
0
-2.210
Provisionsaufwendungen aus dem sonstigen
Dienstleistungsgeschäft
-3
-213
0
0
-2
-218
Provisionsaufwendungen
-2.277
-468
-650
0
-476
-3.871
Provisionsüberschuss
21.139
11.736
2.184
0
290
35.349
2023
in Tsd EUR
Privat-
kunden
Firmen-
kunden
Treasury
Immobilien u.
Beteiligungen
Corporate
Center
Gesamt
Provisionserträge aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
1.099
2.371
-44
0
214
3.640
Provisionserträge aus dem Wertpapiergeschäft
7.499
2.238
2.077
0
0
11.814
Provisionserträge aus dem Girogeschäft, Zahlungsverkehr und
Kontoführungsgebühren
13.051
4.435
185
0
196
17.867
Provisionserträge aus dem sonstigen Dienstleistungsgeschäft
263
3.465
-57
0
384
4.055
Provisionserträge
21.912
12.509
2.161
0
794
37.376
Provisionsaufwendungen aus dem Kredit-/Leasinggeschäft
-171
-151
0
0
-97
-419
Provisionsaufwendungen aus dem Wertpapiergeschäft
0
-2
-695
0
-337
-1.034
Provisionsaufwendungen aus dem Girogeschäft,
Zahlungsverkehr und Kontoführungsgebühren
-1.963
-181
-15
0
0
-2.159
Provisionsaufwendungen aus dem sonstigen
Dienstleistungsgeschäft
-3
-218
0
0
-11
-232
Provisionsaufwendungen
-2.137
-552
-710
0
-445
-3.844
Provisionsüberschuss
19.775
11.957
1.451
0
349
33.532
HYPO TIROL BANK AG
84
Anhang (Notes)
84
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(46)
 
Fremdwährungsvolumina und Auslandsbezug
in Tsd EUR
EUR
USD
CHF
JPY
Sonstige
 
Gesamt
 
Vermögenswerte 2024
Barreserve
1.017.892
321
339
18
1.283
1.019.853
Forderungen an Kreditinstitute
29.561
7.747
21.024
537
4.239
63.108
Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute
-10
-1
-41
0
0
-52
Forderungen an Kunden
5.270.293
76
97.158
1.083
1
5.368.611
Risikovorsorge für Forderungen an Kunden
-117.901
0
-601
-7
0
-118.509
Derivate
128.457
0
580
38
0
129.075
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.329.021
1.953
272
0
316
1.331.562
Risikovorsorge für sonstige finanzielle
Vermögenswerte
-146
0
0
0
0
-146
Anteile an assoziierten Unternehmen
7.882
0
0
0
0
7.882
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
104.763
0
0
0
0
104.763
Immaterielles Anlagevermögen
1.293
0
0
0
0
1.293
Sachanlagevermögen
55.337
0
0
0
0
55.337
Sonstige Vermögenswerte
7.292
0
0
0
0
7.292
langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung
gehalten werden
534
0
0
0
0
534
Latente Steueransprüche
1.501
0
0
0
0
1.501
Summe Vermögenswerte
7.835.769
10.096
118.731
1.669
5.839
7.972.104
Verbindlichkeiten und Eigenkapital 2024
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
634.521
1.659
60
11
461
636.712
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.529.191
5.875
2.814
0
3.725
3.541.605
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.728.869
0
0
0
0
2.728.869
Derivate
148.827
0
3.628
0
0
152.455
Rückstellungen
51.814
0
0
0
0
51.814
Sonstige Verbindlichkeiten
51.571
0
0
0
0
51.571
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
4.553
0
0
0
0
4.553
Latente Steuerverpflichtungen
1.047
0
0
0
0
1.047
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.122
0
0
0
0
97.122
Eigenkapital
706.356
0
0
0
0
706.356
Summe Verbindlichkeiten und Eigenkapital
7.953.871
7.534
6.502
11
4.186
7.972.104
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
85
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
85
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
EUR
USD
CHF
JPY
Sonstige
 
Gesamt
 
Vermögenswerte 2023
Barreserve
874.501
359
4.253
32
1.504
880.649
Forderungen an Kreditinstitute
56.568
8.502
16.801
258
3.342
85.471
Risikovorsorge für Forderungen an Kreditinstitute
-63
-1
-23
0
0
-87
Forderungen an Kunden
5.505.332
69
126.735
1.893
0
5.634.029
Risikovorsorge für Forderungen an Kunden
-109.284
0
-1.013
-14
0
-110.311
Derivate
165.178
0
0
6
0
165.184
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1.135.108
1.652
325
0
406
1.137.491
Risikovorsorge für sonstige finanzielle
Vermögenswerte
-230
0
0
0
0
-230
Anteile an assoziierten Unternehmen
9.111
0
0
0
0
9.111
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
88.001
0
0
0
0
88.001
Immaterielles Anlagevermögen
1.161
0
0
0
0
1.161
Sachanlagevermögen
56.061
0
0
0
0
56.061
Sonstige Vermögenswerte
7.073
0
0
0
0
7.073
langfristige Vermögenswerte, die zur Veräußerung
gehalten werden
2.664
0
0
0
0
2.664
Latente Steueransprüche
1.343
0
0
0
0
1.343
Summe Vermögenswerte
7.792.524
10.581
147.078
2.175
5.252
7.957.610
Verbindlichkeiten und Eigenkapital 2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
332.073
1.360
604
7
419
334.463
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.762.508
9.018
3.661
8
3.276
3.778.471
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.776.480
0
0
0
0
2.776.480
Derivate
199.649
0
9.839
22
0
209.510
Rückstellungen
55.404
0
0
0
0
55.404
Sonstige Verbindlichkeiten
44.606
0
0
0
0
44.606
Laufende Ertragsteuerverpflichtungen
2.196
0
0
0
0
2.196
Latente Steuerverpflichtungen
3.901
0
0
0
0
3.901
Ergänzungskapital gem. Art 63 CRR
97.118
0
0
0
0
97.118
Eigenkapital
655.461
0
0
0
0
655.461
Summe Verbindlichkeiten und Eigenkapital
7.929.396
10.378
14.104
37
3.695
7.957.610
Der Unterschied zwischen Aktiva und Passiva in den einzelnen
Währungen stellt nicht die offene Fremdwährungsposition des
Bankkonzerns dar.
 
Die Absicherung von offenen
Fremdwährungspositionen erfolgt anhand derivativer
Finanzinstrumente wie Währungsswaps oder Cross-Currency-Swaps.
Diese Absicherungen sind in der IFRS-Bilanz jedoch nicht mit dem
Nominalwert, sondern mit dem Marktwert angesetzt.
 
Das Ergebnis aus der Währungsumrechnung beträgt insgesamt TEUR
1.715 (2023: TEUR 1.845). Davon wurden im Periodenergebnis TEUR
1.715 (2023: TEUR 1.845) sowie über das sonstige Ergebnis TEUR 0
(2023: TEUR 0) erfasst. Der kumulierte Saldo im Eigenkapital beläuft sich
auf TEUR 0 (2023: TEUR 0). Die Summe aller offenen
Fremdwährungspositionen betrug per 31.12.2024 TEUR 4.134 (2023:
TEUR 3.362).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
86
Anhang (Notes)
86
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Auslandsvermögenswerte
1.232.120
1.190.346
Auslandsverbindlichkeiten
772.385
315.016
(47)
 
Nachrangige Vermögenswerte
in Tsd EUR
2024
2023
Schuldverschreibungen
40
1.008
Nachrangige Vermögenswerte
40
1.008
(48)
 
Treuhandgeschäfte
Treuhandvermögen
in Tsd EUR
2024
2023
Forderungen an Kreditinstitute
0
0
Forderungen an Kunden
68.194
65.038
Treuhandvermögen
68.194
65.038
Treuhandverbindlichkeiten
in Tsd EUR
2024
2023
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
68.019
64.788
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
0
0
Treuhandverbindlichkeiten
68.019
64.788
Bei den ausgewiesenen Treuhandgeschäften handelt es sich um
Exportfondsfinanzierungen, bei denen aufgrund der aktuellen
vertraglichen Gestaltung mit der ÖKB ein Absonderungsrecht im Falle
der Insolvenz der Hypo Tirol Bank AG nicht zweifelsfrei festgestellt
werden kann und daher die Vermögenswerte und Schulden im
Abschluss bilanziert wurden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
87
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
87
 
 
 
 
 
(49)
 
Eventualverbindlichkeiten
 
und Kreditrisiken
Eventualverbindlichkeiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften
78.563
78.689
Sonstige Eventualverbindlichkeiten
55.051
72.170
Eventualverbindlichkeiten
133.614
150.859
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sonstige Eventualverbindlichkeiten bestehen aus Erfüllungsgarantien.
Da die Inanspruchnahme von Eventualverbindlichkeiten jederzeit von
jedem Kunden individuell vorgenommen werden kann, könnaen keine
Angaben hinsichtlich des Betrags oder der Fälligkeiten von Abflüssen
gemacht werden.
 
Eventualverbindlichkeiten
 
nach Fristen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
in Tsd EUR
2024
2023
Bis 3 Monate
2.561
8.398
Über 3 Monate bis 1 Jahr
6.332
16.348
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
24.631
20.416
Über 5 Jahre
100.090
105.697
Eventualverbindlichkeiten
133.614
150.859
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Kreditrisiken nach § 51 Abs. 14 BWG
in Tsd EUR
2024
2023
Sonstige Kreditrisiken
907.797
885.817
Kreditrisiken
907.797
885.817
Kreditrisiken nach Fristen
in Tsd EUR
2024
2023
Über 3 Monate bis 1 Jahr
362.884
389.549
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
544.913
496.268
Kreditrisiken
907.797
885.817
Zu diesen Kreditrisiken zählen zugesagte, jedoch von Kunden noch nicht
in Anspruch genommene Ausleihungen. Darunter sind vor allem
Promessen im Darlehensgeschäft, aber auch nicht ausgenützte
Kreditrahmen zu verstehen.
 
Über die oben erläuterten Eventualverbindlichkeiten hinaus bestehen
noch folgende weitere Eventualverpflichtungen:
 
Verpflichtung aus der gemäß § 8 ESAEG vorgeschriebenen
Mitgliedschaft bei der Einlagensicherungsgesellschaft
Einlagensicherung Austria GmbH
 
Gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG gehört die Hypo Tirol Bank als
einlagenentgegennehmendes Institut (CRR-Institut) mit dem Sitz in
Österreich der einheitlichen Sicherungseinrichtung nach § 1 Abs. 1 Z. 1
ESAEG an. Wie bisher hat jede Sicherungseinrichtung einen aus
verfügbaren Finanzmitteln bestehenden Einlagensicherungsfonds gem.
§ 21 Abs. 4 ESAEG in Höhe von zumindest 0,8 v. H. der Summe der
gedeckten Einlagen der Mitgliedsinstitute als Zielausstattung
einzurichten. Die Beitragsverpflichtung richtet sich auch weiterhin nach
der Höhe der gedeckten Einlagen unter Zugrundelegung von vorher
bestimmten Risikofaktoren (sog. risikobasierte Beitragsberechnung).
 
Für das Geschäftsjahr 2024 errechnete sich für die Hypo Tirol Bank ein
Beitragsanteil in Höhe von TEUR 0 (2023: TEUR 372), welcher an die
Einlagensicherung Austria GmbH bezahlt wurde. Darüber hinaus ist die
Einlagensicherung Austria GmbH im Sicherungsfall verpflichtet – falls die
Fondsmittel zur Bedeckung der Einlegeransprüche nicht ausreichen –
Sonderbeiträge bei ihren Mitgliedsinstituten einzuheben. Diese
Sonderbeiträge können gem. § 22 Abs. 1 ESAEG jährlich maximal 0,50 %
der jeweils gedeckten Einlagen betragen.
 
HYPO TIROL BANK AG
88
Anhang (Notes)
88
(50)
 
Echte Pensionsgeschäfte
Der Buchwert der in Pension gegebenen Wertpapiere, die unter dem
Bilanzposten „Sonstige finanzielle Vermögenswerte“ ausgewiesen sind,
beträgt TEUR 501.818 (2023: TEUR 0). Der Liquiditätszufluss aus diesen
Pensionsgeschäften wurde unter den „Verbindlichkeiten
 
gegenüber
Kreditinstituten“ ausgewiesen und beträgt TEUR 500.000
 
(2023: TEUR 0).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(51)
 
Personal
Mitarbeiterkapazität
Angabe in Vollzeitäquivalenten
2024
2023
Vollzeitbeschäftigte Angestellte
406
386
Teilzeitbeschäftigte Angestellte
94
89
Lehrlinge
20
16
Mitarbeiter
520
491
Im Jahr 2024 beträgt die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer 574
(2023: 544). Dabei werden lt. §245a (1) i. V. m. §237 (1) Z 6 und §266 Z 4
UGB karenzierte Mitarbeiter sowie Vorstandsmitglieder nicht
berücksichtigt.
 
Vorschüsse, Kredite an Vorstände
 
und Aufsichtsräte
Die Vorschüsse und Kredite an Vorstände
 
betrugen zum Bilanzstichtag
TEUR 32 (2023: TEUR 34), jene an Aufsichtsräte betrugen zum
Bilanzstichtag TEUR 421 (2023: TEUR 440).
Aufwendungen für Bezüge, Abfertigungen und
 
Pensionen
 
Die Aktivbezüge der Vorstände beliefen sich auf TEUR 1.261 (2023:
TEUR 1.439). Die laufenden Aufwendungen der Bank für
Versorgungsbezüge früherer Vorstandsmitglieder
 
und deren
Hinterbliebenen betrugen abzüglich der ASVG-Vergütungen im
Berichtsjahr TEUR 341 (2023: TEUR 318). Die Veränderung der
Rückstellung für Pensionen früherer Vorstandsmitglieder und deren
Hinterbliebenen führte im Geschäftsjahr 2024 zu einer Auflösung in der
Höhe von TEUR -103 (2023: TEUR -8). Die Aufsichtsratsvergütungen
betrugen im Jahr 2024 TEUR 147 (2023: TEUR 115). Die laufenden
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für alle anderen
Dienstnehmer betrugen im Berichtsjahr TEUR 506 (2023: TEUR 554). Die
Veränderung der Rückstellung für Abfertigungen und Pensionen für alle
anderen Dienstnehmer führte im Geschäftsjahr 2024 zu einer Auflösung
in der Höhe von TEUR 555 (2023: Zuweisung TEUR 1.509). Die Beiträge
an die Mitarbeitervorsorgekasse betrugen TEUR 411 (2023: TEUR 341).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
89
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
89
(52)
 
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zeitraum zwischen Ende des Geschäftsjahres und Aufstellung des
Konzernabschlusses fanden keine besonderen Ereignisse statt,
 
die
Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hypo Tirol
Bank AG haben.
(53)
 
Konsolidierte Eigenmittel und
 
bankaufsichtliches
Eigenmittelerfordernis
Angaben zur Kapitalsteuerung finden sich in den Erläuterungen zu den
Finanzrisiken und Risikomanagement (hier wird auf die Ausführungen
im Konzernlagebericht im Kapitel 3. Bericht über voraussichtliche
Entwicklungen und Risiken verwiesen).
 
Auf Basis der Verordnung (EU) Nr.
 
575/2013 (Capital Requirements
Regulations – CRR) sowie der Richtlinie über den Zugang zur Tätigkeit
von Kreditinstituten (Capital Requirements Directive – CRD) sind die
konsolidierten Eigenmittel und die konsolidierten bankaufsichtlichen
Eigenmittelerfordernisse nach IFRS, jedoch nach aufsichtsrechtlichem
Konsolidierungskreis, zu ermitteln. In der Hypo Tirol Bank AG entspricht
der aufsichtsrechtliche Konsolidierungskreis dem Konsolidierungskreis
nach IFRS.
Konsolidierte Eigenmittel gemäß
 
CRR/CRD
in Tsd EUR
2024
CRR/CRD
2023
CRR/CRD
Gezeichnetes Kapital
 
50.000
50.000
Rücklagen, Unterschiedsbeträge, Fremdanteile
632.007
586.085
Aufsichtliche Korrekturposten, Art 32 bis Art 35 CRR
-4.412
-5.655
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals, Art 36 und Art 90 CRR
-6.226
-3.695
Hartes Kernkapital (CET 1)
671.369
626.735
Zusätzliches Kernkapital
0
0
Kernkapital (Tier I)
671.369
626.735
Eingezahlte Kapitalinstrumente und nachrangige Darlehen
54.671
70.267
Abzüge von den Posten des Ergänzungskapitals, Art 66 CRR
0
0
Ergänzende Eigenmittel, Ergänzungskapital (Tier II)
54.671
70.267
Gesamte anrechenbare Eigenmittel
726.040
697.002
Erforderliche Eigenmittel
270.144
284.301
Eigenmittelüberschuss
455.896
412.701
Kernkapitalquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
19,88%
17,64%
Eigenmittelquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
21,50%
19,61%
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
90
Anhang (Notes)
90
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR/CRD
Forderungsklassen
Risikogewichtete
Aktiva
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2024
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2023
in Tsd EUR
Forderungen an Zentralstaaten
3.754
300
275
Forderungen an regionale Gebietskörperschaften
102
8
10
Forderungen an öffentliche Stellen
20.384
1.631
1.975
Forderungen mit hohem Risiko
483.444
38.676
46.950
Forderungen an Institute
38.087
3.047
3.429
Forderungen an Unternehmen
827.059
66.165
72.972
Retail-Forderungen
191.880
15.350
17.403
Durch Immobilien besicherte Forderungen
1.021.392
81.711
84.168
Überfällige Forderungen
93.952
7.516
7.305
Forderungen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen
63.759
5.101
4.112
Verbriefungspositionen
0
0
0
Forderungen in Form von Investmentfondsanteilen
52.648
4.212
4.128
Internationale Organisationen
0
0
0
Multilaterale Entwicklungsbanken (MDB)
0
0
0
Beteiligungspositionen
16.292
1.303
2.037
Sonstige Posten
236.023
18.882
17.225
Risikogewichtete Aktiva
3.048.776
243.902
261.989
Positionsrisiko im Handelsbuch
0
0
0
Fremdwährungsrisiko
0
0
0
Operationelles Risiko
321.567
25.725
21.510
CVA Risiko
6.158
493
779
Risiko für CCP Ausfallfonds
299
24
23
Gesamtrisikobetrag & Gesamteigenmittelerfordernis
3.376.800
270.144
284.301
 
 
 
91
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
91
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tabellarische Aufstellung
 
von nachrangigen Verbindlichkeiten
 
zum 31. Dezember 2024:
ISIN-Nr.
Währung
Betrag in EUR
Zinssatz
Fälligkeit
Daueremission
AT0000339684
ATS
5.087.098,39
6,00
2028-07-24
NEIN
AT0000A1GTJ6
EUR
10.000.000,00
variabel
2025-10-22
JA
AT0000A1NA80
EUR
10.000.000,00
Stufenzins
2026-09-01
JA
AT0000A1U818
EUR
7.300.000,00
5,60
2029-03-10
NEIN
AT0000A1XA54
EUR
5.544.000,00
Stufenzins
2027-08-03
JA
AT0000A20260
EUR
10.034.000,00
Stufenzins
2028-02-15
JA
AT0000A22EZ8
EUR
3.000.000,00
3,50
2029-08-08
JA
AT0000A25KU9
EUR
10.000.000,00
Stufenzins
2029-01-21
JA
AT0000A2C0K9
EUR
3.000.000,00
2,80
2029-12-27
JA
AT0000A2CFY1
EUR
3.213.000,00
Stufenzins
2030-01-31
JA
AT0000A2VKT1
EUR
7.000.000,00
3,51
2032-03-01
NEIN
XS0132424028
EUR
20.000.000,00
variabel
2026-07-23
JA
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
92
Anhang (Notes)
92
Finanzrisiken und Risikomanagement
Risikomanagement
 
Das in der Hypo Tirol Bank AG implementierte und laufend
weiterentwickelte Risikomanagement zielt darauf ab, den langfristigen
Erfolg der Hypo Tirol Bank AG sicherzustellen. Dies umfasst darüber
hinaus die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Erfordernisse in Bezug
auf den ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) und den
ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process).
Im Rahmen der Gesamtrisikostrategie werden sowohl die
Rahmenbedingungen für ein effizientes Risikomanagement als auch die
vom Vorstand geprägte Risikokultur
 
sowie das Risk Appetite Framework
(RAF) definiert. Der Risikomanagementprozess der Hypo Tirol Bank AG
umfasst u.a. folgende Elemente:
●
Risiken identifizieren
●
Risiken bewerten
●
Risiken limitieren
●
Risiken monitoren
●
Risiken eskalieren
Durch diesen systematisierten Risikomanagementprozess
 
wird eine dem
Risikoappetit entsprechende Kapital-
 
und Liquiditätsadäquanz
sichergestellt.
 
Zur Sicherstellung der Kapitaladäquanz werden unter anderem die
folgenden wesentlichen Risiken quantifiziert und aktiv gesteuert:
Risiken
Geschäftsrisiko
Risiko aus dem Geschäftsmodell
Eigenkapitalrisiko
Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Risiko aus sonstigen Aktiva
Kredit-
 
und Gegenparteiausfallrisiko
Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte
Kreditrisikokonzentrationen
Marktrisiko
Zinsrisiko
 
Liquiditätsrisiko
Zahlungsunfähigkeitsrisiko: Vertraglich
 
und Intraday
Risiko aus Refinanzierungskonzentrationen
Reputationsrisiko_Liquiditätsrisiko
Operationelles Risiko
Compliance und Conduct Risk_ESG
Risiken aus Informations- u. Kommunikationstechnologien
In weiterer Folge werden diese zu einem Gesamtrisiko aggregiert und
der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt. Risikokonzentrationen
werden in sämtlichen Risikoarten gesteuert und limitiert.
Länderkonzentrationen bestehen aufgrund des lokalen
Geschäftsmodells der Hypo Tirol Bank AG vor allem in Österreich. Der
Fremdwährungsanteil am Forderungsvolumen beträgt ca. 2 Prozent
 
und
die Konzentration der Einlagen (Top
 
-20 Konzerne) beläuft sich auf ca. 9
Prozent. Bei Letzteren handelt es sich zum größten Teil
 
um Öffentliche
Institutionen.
Die vom Vorstand festgelegten
 
Limite, sowohl für die einzelnen Risiken
als auch für die Auslastung der Risikodeckungsmassen, werden infolge
monatlich überwacht und im Rahmen der
Gesamtbanksteuerungssitzung berichtet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sollten es die aktuellen bzw. prognostizierten Entwicklungen erfordern,
werden im Sinne einer aktiven Risikosteuerung zeitgerecht Maßnahmen
definiert und umgesetzt.
Geschäftsrisiko
Die wesentlichen Geschäftsrisiken für die Hypo Tirol sind das Risiko aus
dem Geschäftsmodell, das Eigenkapitalrisiko, das Risiko einer
übermäßigen Verschuldung und das Risiko aus sonstigen Aktiva.
 
Risiko aus dem Geschäftsmodell - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG besteht das dem Geschäftsmodell zu Grunde
liegende Risiko aus Risiken, die in der HTB aufgrund des
Geschäftsmodells und der geschäftsmodellspezifischen Produkte und
Dienstleistungen entstehen.
Dieses Risiko wird regelmäßig in Zusammenarbeit zwischen dem
Risikocontrolling und dem Controlling überwacht und in der
monatlichen Gesamtbanksteuerungssitzung darüber berichtet.
Eigenkapitalrisiko - Definition
Das Eigenkapitalrisiko (Capital Risk) resultiert aus einer
unausgewogenen Zusammensetzung des bankinternen Eigenkapitals
hinsichtlich der Art und Größe der Bank oder aus Schwierigkeiten,
zusätzliche Risikodeckungsmassen im Bedarfsfall schnell aufzunehmen.
Das Eigenkapitalrisiko wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung
 
und
das Stresstestprogramm überwacht.
 
Risiko einer übermäßigen Verschuldung - Definition
Die Hypo Tirol Bank AG definiert die Verschuldungsquote als den
Quotienten aus Kernkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße.
 
Die Steuerung der Kennzahl ist durch die Integration in die Planung
sowie durch die Limitierung derselben sichergestellt. Das Risiko einer
übermäßigen Verschuldung wird über die Leverage-Ratio überwacht.
Risiko aus sonstigen Aktiva - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG resultiert das Risiko aus sonstigen Aktiva von
jenen Bilanzpositionen, die in der Risikotragfähigkeitsrechnung nicht
bereits über das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte, Marktrisiko oder
Immobilien/Beteiligungsrisiko adressiert sind. Dieses Risiko wird
regelmäßig überwacht.
Kredit- und Gegenparteiausfallrisiko
 
Definition
Das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte ist definiert als das Risiko, dass
ein Kreditnehmer seine vertraglichen Verpflichtungen (vor allem Zins-
und/oder Tilgungsverpflichtungen) aufgrund eines bei diesem
Kreditnehmer eintretenden Ausfallereignisses oder einer
Bonitätsverschlechterung nicht oder nicht zeitgerecht erfüllt. Das
Gegenparteiausfallrisiko ist definiert als das Risiko des Ausfalls
 
der
Gegenpartei eines Geschäfts vor der abschließenden Abwicklung der
mit diesem Geschäft verbundenen Zahlungen. Darüber hinaus sind
Kreditrisikokonzentrationen
 
definiert als mögliche nachteilige Folgen,
die sich aus Konzentrationen oder Wechselwirkungen gleichartiger und
verschiedenartiger Risikofaktoren oder Risikoarten ergeben könnten,
wie beispielsweise das Risiko, das aus Krediten an denselben Kunden, an
eine Gruppe verbundener Kunden oder an Kunden aus derselben
Region oder Branche oder an Kunden mit denselben Leistungen und
Waren, aus dem Gebrauch von kreditrisikomindernden Techniken
 
und
insbesondere aus indirekten Großkrediten erwächst.
 
 
93
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
93
Die Berechnung des Kreditrisikos erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG
sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht nach
derselben Methode. In der Quantifizierung des Kreditrisikos finden
ebenfalls das Counterparty Credit Risk (CCR) und das Risiko aus
Kreditrisikokonzentrationen
 
Berücksichtigung. Die Steuerung des
Kreditrisikos (Ausfallrisikos) erfolgt
 
in der Abteilung
Kreditrisikomanagement, in welcher die Prüfung des lebenden
Portfolios erfolgt. Die Sanierung und Betreibung von Non Performing
Loans (NPL) erfolgt in einer eigens dafür eingerichteten
Expertenabteilung.
Aufteilung des Portfolios nach Bonitäten
Die regelmäßige Bonitätsbeurteilung unserer Kunden ist ein
systematisierter Prozess und bildet einen wesentlichen Bestandteil der
Kreditrisikosteuerung. Die Zusammensetzung des Portfolios wird
quartalsweise einer ausführlichen Analyse unterzogen und den
Entscheidungsträgern berichtet.
Der Anteil des Forderungsvolumens in den oberen Bonitätssegmenten
mit ausgezeichneter bis guter Bonität liegt aktuell bei über 75 Prozent.
Aufteilung des Portfolios nach Marktgebieten
Der Hypo Tirol Bank AG ist es gelungen, das Forderungsvolumen
außerhalb der definierten Kernmärkte im Geschäftsjahr 2024 weiter
abzubauen.
Dies wird insbesondere unter Note (19) – Forderungen an Kunden nach
Regionen – dargestellt.
Fremdwährungsanteil Forderungen an Kunden
Die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren konnte auch im
Jahr 2024 fortgeführt und das Fremdwährungsvolumen weiter reduziert
werden. Die Fremdwährungsstrategie sieht kein Neugeschäft in fremder
Währung für Privatkunden und in sehr eingeschränktem Ausmaß mit
ausgewählten Firmenkunden vor.
 
Im Vordergrund steht ein weiterer,
konsequenter Abbau des Fremdwährungsvolumens.
Eine Darstellung im Jahresvergleich der Fremdwährungsvolumina
gegliedert nach Bilanzposition wird unter Note (46) dargestellt.
Entwicklung der Tilgungsträgerkredite
Der kontinuierliche Abbau des Tilgungsträgerportfolios wurde auch im
Jahr 2024 weiter fortgeführt und von den definierten Restriktionen
betreffend der Neukreditvergabe sowie der Bearbeitung des Bestandes
positiv beeinflusst. Eine speziell für Tilgungsträgerfinanzierungen
entwickelte Strategie ist in der Hypo Tirol Bank AG im Einsatz und soll
den gezielten Abbau sicherstellen.
Entwicklung des Wertpapier-Nostro-Portfolios
Im Jahr 2024 wurde das aktivseitige Nostro-Portfolio annähernd
konstant gehalten. Das qualitativ hochwertige Wertpapier-Nostro
 
wird
in der Hypo Tirol Bank AG vor allem zur Liquiditätssteuerung
herangezogen.
Die Entwicklung der Nostro-Positionen (gegliedert nach
Bewertungskategorien) ist unter der Note (21) dargestellt.
Kreditrisikominderung – Sicherheiten
Zur Reduktion des Verlustrisikos ist die Hypo Tirol Bank AG bestrebt,
 
das
Forderungsvolumen entsprechend zu besichern. Den Hauptanteil bilden
 
hierbei Immobiliensicherheiten. Diese werden nach dem definierten
Konzernstandard bewertet und gemäß dem vorliegenden
Sicherheitenkatalog zur Besicherung von Kreditengagements
herangezogen.
Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit der Immobiliensicherheiten ist ein
entsprechender Monitoringprozess etabliert, welcher von einer
unabhängigen Stelle überwacht und berichtet wird. Die hohe Güte des
hypothekarischen Deckungsstocks spiegelt sich auch im externen Rating
desselben wider (Aaa von Moody‘s).
Risikovorsorgepolitik
 
Frühwarnsystem
 
Zur zeitgerechten Identifizierung von Risikopotenzialen im
Kreditgeschäft hat die Hypo Tirol Bank AG ein Frühwarnsystem etabliert,
welches auf Basis quantitativer und qualitativer Risikomerkmale Risiken
frühzeitig identifiziert. Dadurch können Risiken in einem frühen Stadium
erkannt und notwendige Maßnahmen zeitgerecht eingeleitet werden.
Non Performing Loans (NPL)
 
Die Definition von Non Performing Loans in der Hypo Tirol Bank AG
umfasst sowohl die in der aufsichtsrechtlichen Forderungsklasse
befindlichen Kredite im Verzug als auch die Sanierungs- und
Betreibungsfälle.
 
Risikovorsorgepolitik
Die Vorgaben zur Risikovorsorgepolitik sind in einem gesonderten
Rahmenwerk dokumentiert. Dieses beschreibt die Verantwortlichkeiten
sowie insbesondere den Prozess zur Beurteilung der notwendigen Höhe
der jeweils zu bildenden Einzelwertberichtigung. Des Weiteren zählen
Vertragsanpassungen, die als Forbearance-Maßnahme (Zugeständnisse
bei den Kreditkonditionen zur Abwendung einer Wertminderung)
anzusehen sind, zur Risikovorsorgepolitik.
Weiterführende Informationen sind Note (18) zu entnehmen.
Marktrisiko inklusive Zinsänderungsrisiko
 
Definition
 
Unter Marktrisiko versteht die Hypo Tirol Bank AG allgemein:
a) das spezifische und allgemeine Positionsrisiko in zinsbezogenen
Instrumenten,
b) das spezifische und das allgemeine Positionsrisiko in Substanzwerten,
c) das Risiko aus Aktienindex-Terminkontrakten,
d) das Risiko aus Investmentfondsanteilen,
e) die sonstigen mit Optionen verbundenen Risiken,
f) das Warenpositionsrisiko und
g) das Risiko aus Fremdwährungs-
 
und Goldpositionen
Unter dem Begriff des Marktrisikos werden folgende Risikokategorien
zusammengefasst:
●
Zinsänderungsrisiko
●
Preisrisiko
●
Credit Spread Risiko
●
Fremdwährungsrisiko
●
Credit Valuation Adjustment (CVA)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
94
Anhang (Notes)
94
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Marktrisikosteuerung
Die Steuerung des Marktrisikos erfolgt in der Abteilung Treasury.
Hierbei liegt der Fokus auf einem ausgewogenen Aktiv-Passiv-
Management unter Berücksichtigung der sich daraus ergebenden
Effekte auf die Rechnungslegung sowohl nach UGB als auch nach IFRS.
Speziell im Zinsrisiko wird über die Barwertperspektive hinaus eine
Risikosicht auf den Netto-Zinsertrag der Bank berechnet.
Zur Reduktion des Zinsrisikos betreibt die Hypo Tirol Bank AG Hedge
Accounting, über welches Fixzinskredite, fix verzinste eigene Emissionen
und fix verzinste Wertpapiere der Eigenveranlagung als Fair
 
Value
Hedges abgesichert werden. Sowohl die Zinspositionierung als auch das
Zinsrisiko werden in monatlicher Frequenz als Steuerungsgrundlage für
das Marktrisiko ermittelt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
IFRS-Marktwert-
sensitivitäten in EUR
Value at Risk
31.12.2024
Value at Risk
31.12.2023
Marktrisiko Going
Concern Sicht (KN 95%)
30.822.610
92.109.884
hievon
Zinsänderungsrisiko
27.623.933
89.491.488
hievon Preisrisiko
452.669
433.040
hievon Credit Spread
Risiko
1.805.693
1.368.886
hievon
Fremdwährungsrisiko
592.004
265.440
hievon CVA-Risiko
348.312
551.031
Zinsänderungsrisiko und Zinsszenarien
Gemäß den Vorgaben von Art.448 CRR wird das Risiko aus möglichen
Zinsänderungen ermittelt:
●
Änderungen des wirtschaftlichen Werts des Eigenkapitals
(=Economic Value of Equity oder EVE), berechnet für die sechs von
der EBA in den Leitlinien zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos
bei Geschäften des Anlagebuchs definierten Szenarien.
●
Änderungen der Nettozinserträge (=Net Interest Income oder NII),
berechnet für die zwei parallelen von der EBA in den Leitlinien zur
Steuerung des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des
Anlagebuchs definierten Szenarien.
Folgende Tabelle zeigt die Effekte
 
der sechs bzw. zwei Zinsszenarien auf
die EVE- und NII-Kennzahlen der Hypo Tirol Bank AG zum Stichtag
31.12.2024:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Szenario (Werte in EUR)
EVE
NII
EBA Parallel Up
-29.003.741
17.935.896
EBA Parallel Down
31.018.482
-27.997.824
EBA Steepener
-404.719
-
EBA Flattener
-3.395.000
-
EBA Short Rates Up
-6.098.823
-
EBA Short Rates Down
1.174.091
-
Liquiditätsrisiko
 
Definition
 
Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr,
 
den gegenwärtigen oder
zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht vollständig oder nicht
zeitgerecht bzw.
 
nicht in ökonomisch sinnvoller Weise nachkommen zu
können. Innerhalb des Liquiditätsrisikos wird weiter zwischen
kurzfristigem Liquiditätsrisiko (bis 1 Jahr) und langfristigem
Refinanzierungsrisiko (über 1 Jahr) unterschieden.
Liquiditätsrisikosteuerung
 
In der Hypo Tirol Bank AG wird das kurzfristige Liquiditätsrisiko anhand
der Kennzahlenauslastung des Liquiditätsdeckungspotenzials (ALDP)
sowie der aufsichtsrechtlichen Kennzahl LCR (Liquidity Coverage Ratio)
quantifiziert und überwacht. Der LCR-Forecast ist als
Frühwarninstrument in das Liquiditätsrisikomanagement integriert.
Zusätzlich erfolgt eine tägliche Überwachung der LCR sowie liquiditäts-
sensitiver Produkte anhand des Daily Liquidity Risk Dashboard. Das
Refinanzierungsrisiko wird über das strukturelle Liquiditätsrisiko sowie
die aufsichtsrechtliche Kennzahl NSFR (Net Stable Funding Ratio)
quantifiziert und über ein Refinanzierungsmonitoring (Plan-/Ist-
Vergleich) überwacht.
 
Die aufsichtliche Kennzahl LCR lag im Jahr 2024 im Durchschnitt auf
einem Niveau von 223 Prozent.
Neben der eher hohen verfügbaren Liquidität verfügt die Hypo Tirol
Bank AG auch über ein freies Deckungsstockvolumen von über 1 Mrd.
EUR.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
95
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
95
-100
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Tilgungscashflow in Mio.
Kapitalmarktfälligkeiten pro Jahr
Emission PFBR
Emission KOBR
Sonstige Emission
Eigenstand / RCB
Tender
Limit
-1.000
-800
-600
-400
-200
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
ON
1m
2m
3m
4m
5m
6m
1y
2y
3y
4y
5y
6y
7y
8y
9y
10y
11y
12y
13y
14y
15y
20y
25y
50y
Beträge in Mio. EUR
Laufzeitband
2024-12 Liquiditätsablaufbilanz -Alle
 
Währungen
LAB Inflows
Derivate
Emisssion
Festgelder
Schuldscheindarlehen
Repo
Nachfolgend werden die Kapitalmarktfälligkeiten dargestellt:
Die Liquiditätssteuerung ist in der Hypo Tirol Bank AG der Abteilung
Treasury zugeordnet.
Die Hypo Tirol Bank ermittelt zum Monatsultimo und zu den
Monatsmitten die Liquiditätsablaufbilanz aller vertraglichen Cashflows
(siehe Grafik).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Diese Darstellung befähigt in der Liquiditätssteuerung die Analyse der
unverwässerten (keine Annahmen zu Neugeschäft, Stressszenarien etc.)
Cash Zu- und Abflüsse um sich frühzeitig entsprechend zu positionieren
bzw. Maßnahmen abzuleiten.
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
96
Anhang (Notes)
96
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Konzern-Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten
in Tsd EUR
2024
2023
Täglich fällig
2.331.395
2.319.095
Bis 3 Monate
1.321.487
900.092
Über 3 Monate bis 1 Jahr
495.558
1.064.163
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
2.023.798
1.880.194
Über 5 Jahre
984.525
1.032.498
Verbindlichkeiten Konzern
7.156.763
7.196.042
Operationelles Risiko
 
Definition
 
Unter operationellen Risiken versteht die Hypo Tirol Bank AG die Gefahr
von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens
von internen Verfahren, Menschen und Systemen
 
oder infolge externer
Ereignisse eintreten. Ebenfalls zählen Risiken aus Informations-
 
und
Kommunikationstechnologien (IKT) zum operationellen Risiko.
Ausgenommen sind strategische Risiken und Reputationsrisiken,
eingeschlossen sind Rechtsrisiken.
 
Zur Steuerung des operationellen Risikos stehen folgende Instrumente
zur Verfügung:
 
●
Aufbauorganisation
●
Internes Kontrollsystem
●
Op-Risk Lernprogramm
●
Frühwarnindikatoren
●
Schadensfalldatenbank
Durch den Einsatz dieser Instrumente wird gewährleistet, dass
operationelle Risiken in der Hypo Tirol Bank AG umfassend gesteuert
werden. Zusätzlich werden zur Minderung des operationellen Risikos
folgende Techniken
 
eingesetzt:
●
Klare und dokumentierte interne Richtlinien
(„Arbeitsanweisungen“)
●
Zuordnung und Limitierung von Entscheidungskompetenzen
(„Pouvoirregelungen“)
●
Funktionstrennung zur Vermeidung von Interessenskonflikten für
wesentliche risikorelevante Prozesse
 
●
Laufende Aus- und Weiterbildung der Hypo Tirol Bank AG
Mitarbeiter („Personalentwicklung“)
 
●
Einsatz moderner Technologien
●
Abschließen von Versicherungen
Makroökonomisches Risiko
 
Definition
 
Makroökonomische Risiken sind jene Verlustpotenziale, die durch das
Exposure gegenüber makroökonomischen Risikofaktoren bedingt sind
(Arbeitslosenrate, BIP-Entwicklung). Wir gehen davon aus, dass Risiken
aus dem makroökonomischen Umfeld sich wesentlich auf folgende
Risikoarten auswirken:
 
●
Kreditrisiko
 
●
Marktrisiko
 
●
Liquiditätsrisiko
Das makroökonomische Risiko soll mittelfristige konjunkturelle
Schwankungen in der Risikotragfähigkeitsrechnung abbilden. Es werden
daher in einem ersten Schritt jeweils Daten der letzten fünf bis sechs
Jahre analysiert. Dabei wird darauf geachtet, dass in diesem
Beobachtungshorizont eine konjunkturelle Abschwungphase enthalten
ist. Eine Abschwungphase wird über die Entwicklung des
Bruttoinlandproduktes identifiziert. Ist in den letzten fünf bis sechs
Jahren keine relevante Abschwungphase vorhanden, wird die
historische Analyse ausgeweitet bzw.
 
das Zeitintervall weiter in die
Vergangenheit verschoben. Abhängig von der Art der Risikomessung
können makroökonomische Einflüsse bereits in den normalen
Risikozahlen abgedeckt sein. Nicht abgedeckte makroökonomische
Risiken für die Risikotragfähigkeitsrechnung ergeben
 
sich aus der
Differenz zwischen den Risikowerten mit und ohne makroökonomischen
Einfluss.
 
 
97
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
97
Nachhaltigkeitsrisiko
Das Nachhaltigkeitsrisiko wird als Querschnittsrisiko betrachtet,
 
welches
bedingt durch die Ausprägungen E(Environment) S(Social)
G(Governance) auf die unterschiedlichen Risikoarten der Hypo Tirol
Bank AG wirkt. Hierbei sind insbesondere die Bereiche Geschäftsrisiko,
Kreditrisiko und operationelles Risiko hervorzuheben.
Im Kreditrisikoprozess werden Nachhaltigkeitskriterien
 
bereits in der
Risikobewertung, einerseits im Sinne einer Beurteilung einer
Ausfallwahrscheinlichkeit und andererseits im Zuge der
Sicherheitenbewertung, mitberücksichtigt.
Darüber hinaus definiert die Hypo Tirol Bank AG im Rahmen der
Risikostrategie Finanzierungsausschlusskriterien sowie
Limitobergrenzen für Portfolios, welche durch den Klimawandel negativ
beeinflusst sein könnten, um ein nachhaltiges Kreditengagement
sicherzustellen.
Das Nachhaltigkeitsrisiko findet ebenso im Stresstesting Eingang. Jeweils
ein Szenario berücksichtigt Risiken im Bereich Environment sowie ein
Szenario im Bereich Governance. Im Rahmen der definierten
Downsideszenarien konnte die Hypo Tirol Bank AG in beiden Szenarien
eine gewünschte Kapitaladäquanz sicherstellen.
Die Anforderungen gem. Art. 8 EU-Taxonomie
 
i. V. m. §267a UGB
werden im Nachhaltigkeitsbericht der Hypo Tirol Bank AG gesondert
erörtert.
Organisation des Risikomanagements
 
Der Vorstand beschließt die Gesamtrisikostrategie,
 
das Risk Appetite
Framework (RAF) und die sich daraus ableitenden Risikolimite. In
weiterer Folge legt der Vorstand
 
diese dem Aufsichtsrat zur
Beschlussfassung vor.
Innerhalb des Gesamtvorstands trägt der benannte Vorstand
 
für das
Ressort Risikomanagement & Finanzen die Verantwortung
 
für die
Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie die Führungsfunktion
im Risikocontrolling. Das Risikocontrolling ist dem Gesamtvorstand
berichtspflichtig. Der Aufsichtsrat bzw.
 
dessen Unterausschuss
(Risikoausschuss) ist für die kontinuierliche Überwachung der
Unternehmensleitung und regelmäßige Evaluierung des
Risikomanagementsystems der Hypo Tirol Bank AG verantwortlich.
 
Hierzu informiert der Vorstand den Aufsichtsrat
 
beziehungsweise den
Risikoausschuss in definierten Abständen umfassend über die
Risikosituation des Gesamtkonzerns und die
Risikomanagementsysteme. Dadurch wird die Wahrung der
Überwachungsfunktion durch den Aufsichtsrat/Risikoausschuss
sichergestellt.
Die Stabsstelle Risikocontrolling ist für die Entwicklung und laufende
Weiterentwicklung der Risikomanagementsysteme
 
zuständig. Sie
identifiziert, quantifiziert, aggregiert, überwacht und steuert die
wesentlichen Risiken bzw. Risikodeckungsmassen
 
sowie die kurzfristige
Liquidität zur Sicherstellung der Kapital-
 
und Liquiditätsadäquanz.
Hierzu werden Vorschläge zur Risiko-/(Portfolio
 
-)- Steuerung
eingebracht und die Überwachung anhand des definierten internen
Berichtswesens wahrgenommen. Während Risikomanagement in den
Produktionsstellen vorwiegend auf Einzelpositionsebene betrieben
wird, beschäftigt sich das Risikocontrolling vorwiegend mit dem
Risikomanagement auf Portfolioebene.
Das zentrale interne Gremium zur aktiven Gesamtbanksteuerung bildet
das monatlich tagende Gesamtbanksteuerungsmeeting. Zu den
Teilnehmern dieses Gremiums zählen der Gesamtvorstand,
 
die
Abteilungsleitung Treasury,
 
die Abteilungsleitung Rechnungswesen, die
Abteilungsleitung Controlling & Vertriebssteuerung, die
Stabsstellenleitung Compliance, Governance und Recht, die
Bereichsleitung Risikomanagement sowie die Stabsstellenleitung
Risikocontrolling. Ergänzt wird dieses Gremium durch ein umfassendes
Berichtswesen, welches den Entscheidungsträgern zumindest monatlich
zur Verfügung gestellt wird.
 
 
HYPO TIROL BANK AG
98
Anhang (Notes)
98
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Verfahren zur Quantifizierung
 
der Risiken und Risikodeckungsmassen
 
Risikoart/Parameter
Going-Concern-Sicht
Liquidationssicht
Konfidenzniveau
95%
99,9%
Haltedauer
1 Jahr
1 Jahr
Kreditrisiko: Ausfallrisiko
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Kreditrisiko: Gegenparteiausfallrisiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
 
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I für CCR
Geschäftsrisiko: Risikokapital aus
konzernstrategischen Beteiligungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Kreditrisiko:
Namenskonzentrationen
Granularity Adjustment für
 
Namenskonzentrationen.
Granularity Adjustment für
Namenskonzentrationen.
Geschäftsrisiko: Risiko aus sonstigen
Aktiva
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I (Gewichtungsansatz)
Marktrisiko: Zinsänderungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Preisrisiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Credit-Spread-Risiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Fremdwährungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: CVA
Risikowert laut CRR auf das Konfidenzniveau 95
Prozent skaliert
Risikowert laut CRR auf das Konfidenzniveau 99,9
Prozent skaliert
Liquiditätsrisiko
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Operationelles Risiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
 
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I (Basisindikatoransatz)
Makroökonomisches Risiko
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 95-Prozent-Quantil der
beobachteten Barwertveränderungen.
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 99,9-Prozent-Quantil
der beobachteten Barwertveränderungen
Risikopuffer
Unbekannte Risiken & Modellrisiko
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
99
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
99
Risikoberichterstattung
 
Risikotragfähigkeit
 
Die Quantifizierung der Risiken und Risikodeckungsmassen erfolgt
sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht
monatlich. Die interne Berichterstattung erfolgt monatlich im Gremium
Gesamtbanksteuerungsmeeting sowie über das definierte
Berichtswesen.
Going-Concern-Sicht
Liquidations-Sicht
Ökonomisches Kapital
Ø 2024
Ø 2023
Ökonomisches Kapital
Ø 2024
Ø 2023
Geschäftsrisiko
2,50%
2,30%
Geschäftsrisiko
2,40%
2,30%
Kreditrisiko
12,30%
13,50%
Kreditrisiko
25,90%
25,50%
Marktrisiko
23,40%
24,50%
Marktrisiko
15,50%
12,40%
Liquiditätsrisiko
0,20%
1,00%
Liquiditätsrisiko
0,00%
0,10%
Operationelles Risiko
4,10%
4,10%
Operationelles Risiko
3,10%
2,80%
Makroökonomisches Risiko
1,00%
0,80%
Makroökonomisches Risiko
3,70%
3,20%
Risikopuffer
1,30%
2,90%
Risikopuffer
1,50%
5,10%
Ökonomisches Risiko Gesamt
44,80%
49,10%
Ökonomisches Risiko Gesamt
52,10%
51,40%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Freie Deckungsmasse
55,20%
50,90%
Freie Deckungsmasse
47,90%
48,60%
Kurzfristiges Liquiditätsrisiko
 
Das kurzfristige Liquiditätsrisiko wird innerhalb eines Tages
 
(Intraday
Liquidity) über einen Frühwarnindikator, als auch täglich über das
Daily Liquidity Risk Dashboard quantifiziert und überwacht. In
letzterem werden die LCR sowie die verfügbare Liquidität im Ist
analysiert und prognostiziert.
Stresstestergebnisse
 
Stresstests stellen eines der Kernelemente zur Identifikation und
Quantifizierung von drohenden Risiken dar.
 
Stresstests für einzelne
Risikoarten, Gesamtbankstresstest und Reverse
 
-Stresstest sind in der
Hypo Tirol Bank AG als wesentliches Steuerungsinstrumente etabliert.
Die Stresstestergebnisse werden sowohl in den internen Gremien als
auch dem Aufsichtsrat und dem Risikoausschuss diskutiert und –
sofern erforderlich – entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung
eingeleitet.
Ad-hoc-Berichterstattung
 
Für Sonderthemen bzw. wenn Entwicklungen ein zum tourlichen
Informationsfluss gesondertes Berichtswesen erfordern, wird dieses
vom Risikocontrolling erstellt und den Entscheidungsträgern zur
Verfügung gestellt.
 
Bericht über wesentliche Merkmale des internen
 
Kontroll-
und Risikomanagementsystems,
 
insbesondere im Hinblick
auf den Rechnungslegungsprozess
Definitionen
Das Risikomanagement im Konzern umfasst alle Tätigkeiten,
 
die dazu
dienen, Geschäftsrisiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten
und danach Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das
Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken beeinträchtigt wird.
 
Als Internes Kontrollsystem (IKS) wird die Gesamtheit aller
Maßnahmen definiert, die dazu beitragen, das Vermögen der
Gesellschaft zu schützen, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zu
gewährleisten und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften
abzusichern.
 
Hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses ist das IKS so
ausgestaltet, dass mit hinreichender Sicherheit die
Ordnungsmäßigkeit, die Verlässlichkeit und die zeitnahe Bereitstellung
der internen Rechnungslegung sowie des extern zu berichtenden
Abschlusses in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften
gewährleistet ist. Der Rechnungslegungsprozess beschränkt sich dabei
nicht nur auf die regelmäßige Berichterstellung von Zwischen- und
Jahresabschlüssen, sondern umfasst die buchmäßige Erfassung
sämtlicher relevanter Daten von ihrem Entstehen, ihrer Verarbeitung
bis hin zur Aufnahme in interne Unternehmensberichte sowie in die
externen Abschlüsse.
Zielsetzung
Der Vorstand der Hypo Tirol Bank AG ist für die Einrichtung und
Aufrechterhaltung eines angemessenen internen Kontroll-
 
und
Risikomanagementsystems (IKS) verantwortlich.
 
Zur Unterstützung dieser Verantwortung ist die Rolle des
 
IKS-
Koordinators installiert. Der Aufgabenbereich dieser Funktion umfasst
die Vereinheitlichung und Systematisierung der vorhandenen internen
Kontrollen und die Zusammenfassung der Einzelmaßnahmen in ein
übergeordnetes und geschlossenes internes Kontrollsystem.
 
Die
Beurteilung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems
 
basiert auf
den Kriterien, die in dem vom Committee of Sponsoring Organizations
of the Treadway Commission herausgegebenen Arbeitspapier
„Internal Control – Integrated Framework 2013“ festgelegt
 
sind.
Die Zielsetzung des IKS hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses
besteht darin, dass durch die Implementierung eines Kontrollsystems
die prozessinhärenten Risiken erkannt und ein regelungskonformer
Jahresabschluss erstellt wird.
 
 
HYPO TIROL BANK AG
100
Anhang (Notes)
100
Grundlage dieser Vorgaben, Anweisungen und Richtlinien bildet das
IKS-Handbuch als methodischer Rahmen für die Umsetzung eines
abteilungsübergreifenden einheitlichen internen Kontrollsystems.
Komponenten des IKS im Rechnungslegungsprozess
 
Das Kontrollumfeld stellt die Gesamtheit an Vorgaben,
 
Normen,
Prozesse und Verfahren dar,
 
die die Basis des Internen
Kontrollsystems bilden. Das Kontrollumfeld
 
bestimmt daher das
grundsätzliche Kontrollbewusstsein und damit das Kontrollverhalten
des Unternehmens. Weiters gewährleisten standardisierte
Qualifizierungs-
 
und Ausbildungsprogramme der Konzernmitarbeiter,
dass der für die jeweilige Stelle erforderliche Ausbildungsgrad
sichergestellt wird. Flankierend gibt es eine Reihe von Instrumenten,
um die Integrität und das ethische Verhalten der einzelnen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Konzerngesellschaften
sicherzustellen. Zuständigkeiten und Verantwortungen
 
sind durch das
Organisationshandbuch, die Prozesslandkarte und
Stellenbeschreibungen transparent geregelt
Ausgangspunkt für die effektive Risikobeurteilung bilden stets die
unternehmerischen Zielsetzungen. Die Risikobeurteilung hinsichtlich
strategischer Dimensionen des COSO-Modells erfolgt jährlich durch
das Risikocontrolling. Basierend auf dieser Risikobeurteilung werden
in der Hypo Tirol Bank AG die IKS-relevanten Prozesse definiert und
jährlich einem Review unterzogen. Hinsichtlich der effektiven
Risikobeurteilung im Rechnungslegungsprozess bildet die Zielsetzung
der Finanzberichterstattung den Ausgangspunkt. Als vorrangige
Zielsetzung der Finanzberichterstattung ist die Erhaltungs-
 
und
Informationsfunktion definiert. Dem gesetzlich fixierten Grundsatz der
Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage wird zentrale Bedeutung beigemessen.
 
Um das Risiko wesentlicher Fehldarstellungen bei der Abbildung von
Transaktionen im Rechnungslegungsprozess
 
zu minimieren, wurden
Risiken identifiziert und IKS-Kontrollen im Rahmen von
Prozesserhebungen definiert. Durch die IKS-Überwachung werden die
Ordnungsmäßigkeit, Nachvollziehbarkeit und Wirksamkeit der
Kontrollen und ein ordnungsgemäßes Funktionieren der
Gesamtprozesse sichergestellt. Besonders im Fokus sind außerdem
das Kreditgeschäft und das Eigengeschäft im Bereich der
Finanzanlagen.
 
Bei der IT-technischen Abwicklung des Bankgeschäfts ist die Accenture
TiGital GmbH Hauptlieferant. Als zentrales HOST-System
 
für das
tägliche Bankgeschäft ist die Softwarelösung ARCTIS im Einsatz.
Standardlösungen von GEOS, SAP etc. dienen als Subsysteme. Cognos
Controller als Konsolidierungssoftware unterstützt bei der Erstellung
des Konzernabschlusses. Zugriffsregelungen, strikte Vorgaben
hinsichtlich der Datensicherheit, automatisierte Abstimmkontrollen
sind Beispiele von Kontrollmaßnahmen, die für die gesamte IT-
Landschaft der Hypo Tirol Bank AG gelten.
Die Informationswege sind so ausgestaltet, dass alle relevanten
Informationen zuverlässig, zeit-
 
und sachgerecht verteilt werden und
zur Verfügung stehen. Dazu zählen beispielsweise Portal-News,
Intranet, Vorstands-E-Mails, Dokumentenverteilung
 
über Intranet-
Plattformen, Kontrollkalender sowie interne Schulungen und
Workshops.
 
Des Weiteren sorgen institutionalisierte Informationswege im Rahmen
des Vorstandsberichtswesens für die Transparenz
 
der eingegangenen
Geschäfte sowie der den Geschäften inhärenten Risiken und zeigen
die Entwicklung der Ertragslage auf. Für die Vorstandsmitglieder
 
ist
die vierteljährliche Unterrichtung des Aufsichtsrats und des
Prüfungsausschusses über die Ertrags-
 
und Risikosituation ein
Pflichtpunkt, genauso wie Berichte über den Jahresabschluss nach
UGB und den Konzernabschluss nach IFRS. Das IKS des Konzerns wird
nach dem Modell der „drei Verteidigungslinien“ laufend überwacht.
Der Vorstand überwacht das IKS durch das implementierte
Berichtswesen und durch den direkten Dialog mit seinen
Führungskräften. Auch der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss
lassen sich in Ausübung ihrer Überwachungsfunktion in ihren
turnusmäßigen Besprechungen mit dem Vorstand über den Status des
IKS informieren.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
101
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
101
Informationen aufgrund österreichischen
 
Rechts
(54)
Österreichische Rechtsgrundlage
Gemäß § 59a BWG i. V. m.
 
§ 245a Abs. 1 UGB muss ein
Konzernabschluss nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind,
aufgestellt werden. Ergänzend sind gemäß § 59a BWG
 
die Angaben
gemäß § 64 Abs. 1 Z. 1–15 und Abs. 2 BWG sowie § 245a Abs. 1 und 3
UGB in den Konzernanhang aufzunehmen.
 
Eine vollständige Auflistung der Beteiligungen des Konzerns befindet
sich im Anhang unter Punkt VII (Anteilsbesitz).
(55)
 
Dividenden
Die Hypo Tirol Bank AG hat nach UGB bzw. BWG im Geschäftsjahr 2024
einen Jahresüberschuss von TEUR 61.571 (2023: TEUR 48.987)
erwirtschaftet. Nach Rücklagendotation ergibt sich unter
Berücksichtigung des Gewinnvortrags ein verwendungsfähiger
Bilanzgewinn von TEUR 15.294 (2023: TEUR 10.032). Der
verwendungsfähige Bilanzgewinn stellt das Höchstmaß an Dividende
dar. Vorbehaltlich
 
der Genehmigung der Hauptversammlung
beabsichtigt die Hypo Tirol Bank eine Dividende von TEUR 15.000
auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in der Höhe von TEUR
294 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Die Bewilligung zur Veröffentlichung des vorliegenden
Konzernabschlusses wurde vom Vorstand
 
der Hypo Tirol Bank am
 
11. März 2025 erteilt.
(56)
 
Wertpapiergliederung gemäß
 
BWG
Nachstehende Tabelle gliedert die Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z. 10
und Z. 11 BWG zum aktuellen und vorhergehenden Bilanzstichtag auf:
nicht börsennotiert
börsennotiert
Gesamt
in Tsd EUR
2024
2023
2024
2023
2024
2023
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
11.841
6.814
33.730
58.570
45.571
65.384
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0
3.459
4.145
3.940
4.145
7.399
Beteiligungen
1.706
1.695
0
0
1.706
1.695
Anteile an verbundenen Unternehmen
29.095
29.090
0
0
29.095
29.090
Finanzanlagen
30.160
25.447
1.276.383
1.082.193
1.306.543
1.107.640
Gesamtsumme Wertpapiere nach BWG
72.802
66.505
1.314.258
1.144.703
1.387.060
1.211.208
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
102
Anhang (Notes)
102
Anlagevermögen
Umlaufvermögen
Gesamt
in Tsd EUR
2024
2023
2024
2023
2024
2023
nicht börsennotiert
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere
801
2.842
0
0
801
2.842
Forderungen an Kreditinstitute
15.741
11.701
11.539
6.512
27.280
18.213
Forderungen an Kunden
13.362
9.638
303
302
13.664
9.941
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
256
1.265
0
0
256
1.265
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0
3.413
0
46
0
3.459
Summe nicht börsennotiert
30.160
28.860
11.841
6.860
42.002
35.720
börsennotiert
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere
428.267
380.195
2.226
6.111
430.493
386.306
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
848.116
701.998
31.503
52.459
879.619
754.457
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
0
0
4.145
3.940
4.145
3.940
Summe börsennotiert
1.276.383
1.082.193
37.874
62.510
1.314.257
1.144.703
Gesamtsumme
1.306.544
1.111.054
49.715
69.369
1.356.259
1.180.423
Der Unterschiedsbetrag von Wertpapieren, welche die Eigenschaft von
Finanzinstrumenten haben, beträgt gemäß § 56 Abs. 2 BWG TEUR 827
(2023: TEUR 1.011) und gemäß § 56 Abs. 3 BWG TEUR 473 (2023: TEUR
388). Die voraussichtliche Tilgung im Jahr 2025 beträgt TEUR 117.089
(2023: TEUR 181.532). Das Ergänzungskapital im Eigenbestand beträgt
TEUR 0 (2023: TEUR 0).
 
Im Jahr 2025 werden Nominale von TEUR 153.456 (2023: TEUR 424.574)
an verbrieften Verbindlichkeiten, aufgrund des Laufzeitendes,
 
zur
Tilgung fällig.
 
Kriterium für die Zuordnung zum Anlage- oder Umlaufvermögen ist die
bei Zugang des Finanzinstruments erwartete Haltedauer.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
103
HYPO TIROL BANK AG
Anhang (Notes)
103
(57)
 
Country by Country Report
Gemäß § 64 Abs. 1 Z. 18 BWG wird nachfolgend der Country by Country
Report der Zweigniederlassung Italien angeführt. Die
Zweigniederlassung wird als EU-Filiale ohne eigene Rechtspersönlichkeit
mit Standort in Bozen geführt. Die Hypo Tirol Bank verwaltet in Italien
das Bestandsgeschäft in den Bereichen Wohnraumfinanzierung für
Privatkunden sowie Immobilienfinanzierung und -leasing für
Unternehmen. Neugeschäft wird nicht mehr angestrebt.
Der Nettozinsertrag entspricht dem Zinsüberschuss vor Risikovorsorge.
Unter den Betriebserträgen werden neben dem Nettozinsertrag der
Provisionsüberschuss, Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften
sowie die sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Die Anzahl der
Mitarbeiter wird auf Vollzeitbasis angegeben.
in Tsd EUR
2024
2023
Nettozinsertrag
3.741
3.809
Betriebserträge
4.524
4.427
Jahresergebnis vor Steuern
168
4.458
Steuern vom Einkommen
98
89
Erhaltene öffentliche Beihilfen
-
-
2024
2023
Anzahl der Mitarbeiter
1
1
(58)
 
Umsetzung der Offenlegung
Umfassende Informationen zur Organisationsstruktur,
 
zum
Risikomanagement, zur Risikokapitalsituation, zum Corporate
Governance und zur Vergütungspolitik gemäß CRR Teil
 
8 Art. 431–455 in
Verbindung mit § 65 a BWG werden auf der Homepage der Hypo Tirol
Bank offengelegt.
 
Unter www.hypotirol.com/sicherheit-recht/offenlegung
 
-teil-8-crr-und-
26-bwg stehen die Informationen zum Download bereit.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
104
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
104
Organe
Mitglieder des Aufsichtsrats
Name
Wohnsitz
Änderung
Vorsitzender
Mag. Wilfried STAUDER
Volders
1. Vorsitzender-Stellvertreter
Ao. Univ.-Prof.
 
Dr. Erich PUMMERER
Axams
2. Vorsitzender-Stellvertreter
Univ.-Prof.
 
Dr. Rudolf STECKEL
Innsbruck
Weitere Mitglieder
Mag. Manuela GROß
Graz
MMag. Jakob GRÜNER, LL.M.
Innsbruck
Daniela KRUCKENHAUSER MSc.
Mils
MMag. Daniel MATHOI
München
Mag. Manfred TSCHOPFER
Natters
Vom Betriebsrat entsandt
Mag. Gabriele HILBER, Betriebsratsvorsitzende
Innsbruck
Stefan KNOFLACH
Hall in Tirol
Andreas PEINTNER
Ellbögen
bis 21.02.2025
Peter PICHLER
Zirl
Mitglieder des Vorstands
Name
Wohnsitz
Änderung
Vorsitzender
Mag. Alexander WEISS
Axams
Vorstandsmitglied
Mag. Susanne ENDL
Wörgl
Vorstandsmitglied
DI (FH) Andreas STADLER, MBA, MA
Axams
Vertreter der Aufsichtsbehörde
Name
Dienstort
Änderung
Staatskommissär
Hofrat Mag. Siegfried MANHAL
Wien
Staatskommissär-Stellvertreter
Ministerialrat DI Ernst SILLER
Wien
Treuhänder
Name
Dienstort
Änderung
Treuhänder gem. Pfandbriefgesetz
GPK Pegger Kofler & Partner Rechtsanwälte GmbH
& Co KG
Innsbruck
 
105
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
105
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
VII. Anteilsbesitz
Unternehmen, die im Konzernabschluss
 
voll konsolidiert wurden
Gesellschaftername, Ort
Hauptgeschäft
Anteil am
 
Kapital in
 
% 2024
Stimm-
recht in
% 2024
Anteil am
Kapital in
% 2023
Stimm-
recht in
 
% 2023
Datum des
 
Abschlusses
 
Verände-
rungen
zu 2023
HYPO TIROL LEASING GMBH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo-Rent Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo-Rent Gebäudeleasing 1987 Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo-Rent Immobilienverwaltungs-Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo-Tirol Mobilienleasing Gesellschaft m.b.H., Innbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo-Tirol Mobilienleasing II Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo-Rent Liegenschaftsanlage-Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo-Rent II Grundverwertung GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Beteiligungs-und Finanzierungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Beteiligungsgesellschaft
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo Tirol Versicherungsmakler GmbH, Innsbruck
Versicherungsvermittlung
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
HYPO TIROL INVEST GmbH, Innsbruck
Beteiligungsgesellschaft
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo Tirol Leasing Wiener Betriebsansiedlungen GmbH,
Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Liegenschaftstreuhand GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Autopark Grundverwertungs GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Alpen Immobilieninvest GmbH, Innsbruck
Vermietung Immobilien
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
HTL Deutschland GmbH, Kulmbach
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
ERFOLG Liegenschaftsvermietungs GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
0,00%
0,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
2024
verkauft
Hypo-Rent Betriebsansiedlungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
 
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Berger Truck Service Verwaltungs GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
HTI Immobilienverwaltungs-GmbH, Innsbruck
Vermietung Immobilien
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Hypo Immobilien Betriebs GmbH, Innsbruck
Verwaltung v.
 
Realitäten
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Landhaus-Parkgaragen Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
 
Vermietung Immobilien
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Landhaus-Parkgaragen Gesellschaft m.b.H. & Co. KG,
Innsbruck
 
Vermietung Immobilien
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Erster Tiroler Versicherungsdienst GmbH
Versicherungsvermittlung
100,00%
100,00%
100,00%
100,00%
31.12.2024
Immorent-Hypo-Rent Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck *)
Leasingunternehmen
51,00%
51,00%
51,00%
51,00%
31.12.2024
TKL VIII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck **)
Leasingunternehmen
51,02%
51,02%
51,02%
51,02%
31.12.2024
* Der Anteil am Gewinn der Immorent-Hypo-Rent Grundverwertungsgesellschaft m.b.H. beträgt entsprechend eines Syndikatsvertrags
 
50,0%
**Der Anteil am Gewinn der TKL VIII beträgt entsprechend eines Syndikatsvertrags
 
33,3
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
106
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
106
Unternehmen, die nach der Equity-Methode
 
im
Konzernabschluss konsolidiert
 
wurden
Für keines der nach der Equity-Methode im Konzernabschluss
konsolidierten Unternehmen ist ein notierter Marktpreis vorhanden.
 
Bei allen unten angeführten Gesellschaften verfügt der Hypo Tirol Bank
Konzern über höchstens 33,33 % der Stimmrechte, und die
Gegenparteien können den Hypo Tirol Bank Konzern jederzeit
überstimmen. Der Hypo Tirol Bank Konzern verfügt über maßgeblichen
Einfluss an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen. Auch
die genannten Indikatoren gemäß IAS 28.6 (Punkt a und b) bestätigen
die Einstufung als assoziiertes Unternehmen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gesellschaftername, Ort
Hauptgeschäft
Anteil am
 
Kapital in % 2024
Eigenkapital
 
in Tsd EUR
Datum des
Abschlusses
 
Lorit Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
46,60%
110
31.12.2024
TKL II Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
46,60%
33
31.12.2024
TKL V Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
37
31.12.2024
TKL VI Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
-7
31.12.2024
TKL VII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
43
31.12.2024
Seilbahnleasing GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
38
31.12.2024
ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH, Innsbruck
 
IT-Dienstleistungen
32,80%
22.446
31.12.2024
Gesellschaftername, Ort
Hauptgeschäft
Anteil am
 
Kapital in % 2023
Eigenkapital
 
in Tsd EUR
Datum des
Abschlusses
 
Lorit Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
46,60%
96
31.12.2024
TKL II Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
46,60%
36
31.12.2024
TKL V Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
510
31.12.2024
TKL VI Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
-174
31.12.2024
TKL VII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
429
31.12.2024
Seilbahnleasing GmbH, Innsbruck
Leasingunternehmen
33,33%
185
31.12.2024
ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH, Innsbruck
 
IT-Dienstleistungen
32,70%
22.830
31.12.2024
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
107
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
107
Angaben zu assoziierten Unternehmen
Für assoziierte Unternehmen werden die folgenden
Finanzinformationen offengelegt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2024
kurzfristige
Vermögenswerte
langfristige
Vermögenswerte
kurzfristige Schulden
langfristige Schulden
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss
aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
Nachsteuerergebnis
aufgegebener
Geschäftsbereiche
Jahresüberschuss
sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
erhaltene Dividenden
in Tsd EUR
Lorit Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
244
586
129
591
70
15
0
15
0
15
0
TKL II Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
34
0
1
0
2
-3
0
-3
0
-3
0
TKL V Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
42
0
5
0
5
-2
0
-2
0
-2
157
TKL VI Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
48
10.572
239
10.388
885
167
0
167
0
167
0
TKL VII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
355
338
437
214
156
4
0
4
0
4
130
Seilbahnleasing GmbH, Innsbruck
38
0
1
0
3
2
0
2
0
2
50
ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH, Innsbruck
 
27.040
14.713
14.805
4.502
6.413
-384
0
-384
0
-384
0
2023
kurzfristige
Vermögenswerte
langfristige
Vermögenswerte
kurzfristige Schulden
langfristige Schulden
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss
aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
Nachsteuerergebnis
aufgegebener
Geschäftsbereiche
Jahresüberschuss
sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
erhaltene Dividenden
in Tsd EUR
Lorit Kommunalgebäudeleasing Gesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
310
2.146
242
2.118
103
4
0
4
0
4
0
TKL II Grundverwertungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck
0
0
12
0
44
-10
0
-10
0
-10
0
TKL V Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
513
0
3
0
522
467
0
467
0
467
0
TKL VI Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
391
11.599
348
11.816
685
-61
0
-61
0
-61
0
TKL VII Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
1.304
437
12
1.300
177
50
0
50
0
50
0
Seilbahnleasing GmbH, Innsbruck
185
0
0
0
235
149
0
149
0
149
30
ARZ Allgemeines Rechenzentrum GmbH, Innsbruck
 
56.506
16.954
45.922
4.708
73.477
11.240
0
11.24
0
0
11.24
0
0
In Bezug auf IFRS 12.13 B werden zur Gesellschaft ARZ Allgemeines
Rechenzentrum GmbH folgende ergänzende Angaben gemacht:
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2024 TEUR 9.696 (2023:
TEUR 23.201), kurzfristige finanzielle Schulden exkl. Rückstellungen und
Verpflichtungen aus Lieferungen & Leistungen 2024 TEUR 668 (2023:
TEUR 20.729), langfristige finanzielle Schulden exkl. Rückstellungen und
Verpflichtungen aus Lieferungen & Leistungen 2024 TEUR 6.500 (2023:
TEUR 6.500), planmäßige Abschreibung TEUR -2.216 (2023: TEUR -
10.084), Zinserträge 2024 TEUR 56 (2023: TEUR 0), Zinsaufwendungen
2024 TEUR -833 (2023: TEUR -722), Ertragssteueraufwand 2024 TEUR -
77 (2023: TEUR -3.640). Die anderen Gesellschaften stuft die Hypo Tirol
Bank in Bezug auf IFRS 12.13 B als unwesentlich ein.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
108
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
108
Angaben zu nicht beherrschten Anteilen
Für nicht beherrschte Unternehmensanteile werden die folgenden
Finanzinformationen offengelegt:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2024
kurzfristige
Vermögenswerte
langfristige
Vermögenswerte
kurzfristige Schulden
langfristige Schulden
Umsatzerlöse
Jahresüberschuss aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
Nachsteuerergebnis aufgegebener
Geschäftsbereiche
Jahresüberschuss
sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis
erhaltene Dividenden
Gewinn/Verlust (= Gesamtergebnis) des
nicht beherrschten Anteils
in Tsd EUR
Immorent-Hypo-Rent
Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
108
2.627
656
0
660
93
0
93
0
93
0
49
TKL VIII Grundverwertungsgesellschaft
m.b.H., Innsbruck
778
19.046
3.426
14.622
1.989
318
0
318
0
318
0
243
2023
in Tsd EUR
Immorent-Hypo-Rent
Grundverwertungsgesellschaft m.b.H.,
Innsbruck
396
2.940
123
1.226
695
154
0
154
0
154
0
118
TKL VIII Grundverwertungsgesellschaft
m.b.H., Innsbruck
2.262
29.197
6.513
23.447
2.140
236
0
236
0
236
0
203
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
109
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
109
Unternehmen, die nicht in den Konzernabschluss
 
einbezogen
wurden
Die nachfolgend angeführten Unternehmen wurden nicht in den
Konzernabschluss aufgenommen, da sie sowohl in der
Einzelbetrachtung als auch zusammengenommen im Hinblick auf die
Aussagekraft des Konzernabschlusses von untergeordneter Bedeutung
sind.
Keines der nachfolgenden, nicht konsolidierten Unternehmen ist ein
strukturiertes Unternehmen gemäß IFRS 12. B21–B24. Der
Jahresüberschuss der aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht
konsolidierten Unternehmen beträgt TEUR 81 (2022: TEUR 80), die
Bilanzsumme aggregiert sich auf TEUR 3.048 (2022: TEUR 2.766).
Angaben zu Unternehmen Kapitalanteil
 
größer 20 %
(Geschäftsjahr 2024)
Gesellschaftername, Ort
Anteil am
 
Kapital in
% 2024
Kontroll-
kriterium
erfüllt
Erläuterung
 
HYPO Gastro GmbH, Innsbruck
 
100,00%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
HT Immobilien Investment GmbH, Innsbruck
 
100,00%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
ARZ Hypo-Holding GmbH, Innsbruck
 
99,39%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
Senioren Residenz Veldidenapark Errichtungs-
 
und Verwaltungs
GmbH, Innsbruck
 
33,30%
NEIN
we - Gemeinnützige Tiroler Wohnbau GmbH, Innsbruck
 
*)
24,34%
NEIN
*) Der Firmenwortlaut wurde im Jahr 2024 von „Wohnungseigentum“,
 
Tiroler gemeinnützige Wohnbaugesellschaft m.b.H., Innsbruck, auf we -
Gemeinnützige Tiroler Wohnbau GmbH geändert.
Angaben zu Unternehmen Kapitalanteil
 
größer 20 %
(Geschäftsjahr 2023)
Gesellschaftername, Ort
Anteil am
 
Kapital in
% 2023
Kontroll-
kriterium
erfüllt
Erläuterung
 
HYPO Gastro GmbH, Innsbruck
 
100,00%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
HT Immobilien Investment GmbH, Innsbruck
 
100,00%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
ARZ Hypo-Holding GmbH, Innsbruck
 
99,09%
JA
Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung
Senioren Residenz Veldidenapark Errichtungs-
 
und Verwaltungs
GmbH, Innsbruck
 
33,30%
NEIN
„Wohnungseigentum“,
 
Tiroler gemeinnützige Wohnbaugesellschaft
m.b.H.
24,34%
NEIN
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
110
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
110
Angaben zu Unternehmen Kapitalanteil
 
kleiner 20 % für
Geschäftsjahre 2024/2023
Gesellschaftername, Ort
Anteil am Kapital in %
2024
Anteil am Kapital in %
2023
GHS Immobilien AG i.A., Wien
 
19,57%
19,57%
Tiroler gemeinnützige Wohnungsbau-
 
und Siedlungsgesellschaft m.b.H. (TIGEWOSI), Innsbruck
 
17,45%
17,45%
Hypo-Bildung GmbH, Wien
14,00%
14,00%
Masterinvest Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H., Wien
 
12,50%
12,50%
Hypo-Wohnbaubank Aktiengesellschaft, Wien
 
12,50%
12,50%
Hypo-Banken-Holding Gesellschaft m.b.H., Wien
 
12,50%
12,50%
Rathaus Passage GmbH, Innsbruck
11,23%
11,23%
Global Private Equity IV Holding AG, Wien
0,00%
8,97%
HP IT-Solutions Gesellschaft m.b.H., Innsbruck
 
7,14%
7,14%
Österreichische Wertpapierdaten Service GmbH, Wien
2,56%
0,00%
Bergbahnen Rosshütte Seefeld Tirol Reith AG, Seefeld
1,62%
1,62%
VBV–Betriebliche Altersvorsorge Aktiengesellschaft, Wien
 
1,28%
1,28%
Lienzer-Bergbahnen-Aktiengesellschaft, Gaimberg
1,21%
1,21%
Austrian Reporting Services GmbH, Wien
1,07%
1,07%
Einlagensicherung AUSTRIA Ges.m.b.H., Wien
1,00%
1,00%
Bergbahnen Kappl AG, Kappl
0,81%
0,81%
Wiener Börse AG, Wien
0,73%
0,73%
PSA Payment Services Austria GmbH, Wien
0,65%
0,65%
S.W.I.F.T.
 
SCRL, Belgien
ca. 0,01%
ca. 0,01%
 
 
 
 
 
 
 
doc1p19i0
111
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
111
Innsbruck, am 11. März 2025
Mag. Alexander Weiß e.h.
Mag. Susanne Endl e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
 
HYPO TIROL BANK AG
112
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
112
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Konzernabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Konzernabschluss der
 
HYPO TIROL BANK AG,
Innsbruck,
und ihrer Tochtergesellschaften
 
(„der Konzern“), bestehend aus der
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-
Geldflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalentwicklung für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang,
geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den
gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der
Vermögens-
 
und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2024
sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an
diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den
International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU
anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB
sowie § 59a BWG.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der
Verordnung (EU) Nr.
 
537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung
durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der
International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten
nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt
„Verantwortlichkeiten
 
des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend
beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung
mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen
Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der
Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum
Datum dieses Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die
nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere
Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese
Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des
Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres
Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit der
 
zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanzierten Kreditforderungen an Kunden
Der Vorstand erläutert die Vorgehensweise
 
für die Bildung von
Risikovorsorgen im Konzernanhang im Kapitel Bilanzierungs-
 
und
Bewertungsmethoden.
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag von
5,2 Mrd.
 
EUR ausgewiesen.
Der Konzern überprüft im Rahmen der Überwachung der Forderungen
an Kunden, ob Ausfälle vorliegen und somit Einzelwertberichtigungen zu
bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die
vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten können.
Die Berechnung der Einzelwertberichtigungen (Stufe 3) für ausgefallene,
individuell bedeutsame Forderungen an Kunden basiert auf einer
individuellen Analyse der erwarteten und szenariogewichteten,
zukünftigen Rückflüsse. Diese individuelle Analyse ist von der
Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen
Kunden, der Bewertung von Sicherheiten sowie der Schätzung der Höhe
und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse abhängig.
Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Forderungen an Kunden
führt der Konzern eine Berechnung der pauschalen
Einzelwertberichtigung auf Basis statistisch ermittelter gemeinsamer
Risikomerkmale durch. Die Berechnung dieser Wertberichtigungen
erfolgt in Abhängigkeit von statistisch ermittelten Verlustquoten
 
und
berücksichtigt Sicherheiten.
Bei nicht ausgefallenen Forderungen an Kunden wird für den
erwarteten Kreditverlust ("expected credit loss", "ECL") ebenfalls eine
Wertberichtigung gemäß IFRS 9 gebildet. Dabei wird grundsätzlich der
12 Monats-ECL (Stufe 1) verwendet. Bei einer signifikanten Erhöhung
des Kreditrisikos wird der ECL auf Basis der Gesamtlaufzeit berechnet
(Stufe 2). Bei der Ermittlung des ECL auf Basis statistischer Modelle sind
umfangreiche Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese umfassen
ratingbasierte Ausfallwahrscheinlichkeiten und Verlustquoten,
 
die
gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen
berücksichtigen. Zur Berücksichtigung des für bestimmte Branchen
aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wird im Rahmen der
Ermittlung der Wertberichtigungen vom Konzern für Kredite in diesen
Branchen eine Erhöhung der im ECL-Modell ermittelten
Wertberichtigungen („Management Overlay“) vorgenommen.
 
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Ermittlung der
Wertberichtigungen unter Berücksichtigung des Management Overlays
in bedeutendem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen basiert, aus
denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten in Bezug auf
die Höhe der Wertberichtigungen ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Kreditforderungen an Kunden
haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
●
Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur
Überwachung und Bildung von Wertberichtigungen an
Forderungen an Kunden analysiert und beurteilt, ob diese Prozesse
geeignet sind, Ausfälle zu identifizieren und die
Wertberichtigungen für Forderungen an Kunden angemessen zu
ermitteln. Darüber hinaus haben wir die relevanten
Schlüsselkontrollen erhoben, deren Ausgestaltung und
Implementierung beurteilt und in Stichproben deren Effektivität
getestet.
●
Wir haben auf Basis einer Stichprobe von Forderungen an Kunden
untersucht, ob Indikatoren für Ausfälle bestehen. Die Auswahl der
Stichprobe erfolgte risikoorientiert unter besonderer
Berücksichtigung von Ratingstufen und Branchen mit erhöhtem
Ausfallrisiko.
●
Wir haben auf Basis von Testfällen die Bewertung von
Immobiliensicherheiten unter der Einbindung von
Bewertungsspezialisten beurteilt.
●
Bei Ausfällen von individuell bedeutsamen Forderungen an Kunden
wurden in Stichproben die vom Konzern getroffenen Annahmen
 
113
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
113
hinsichtlich Schlüssigkeit, Konsistenz sowie Zeitpunkt und Höhe der
angenommenen Rückflüsse beurteilt.
●
Bei individuell nicht bedeutsamen ausgefallenen und nicht
ausgefallenen Forderungen an Kunden haben wir die
Methodendokumentation des Konzerns auf Konsistenz mit den
Vorgaben des IFRS 9 analysiert. Weiters
 
haben wir unter
Berücksichtigung interner Validierungen die Modelle und deren
mathematische Funktionsweisen sowie die darin verwendeten
Parameter dahingehend überprüft, ob diese geeignet sind,
Wertberichtigungen in angemessener Höhe zu ermitteln.
Insbesondere haben wir die Auswirkungen der negativen
Wirtschaftslage auf die Ermittlungsmethode der
Ausfallswahrscheinlichkeiten beurteilt, indem die Auswahl und die
Bemessung von zukunftsgerichteten Schätzungen und Szenarien
analysiert und deren Berücksichtigung in der Parameterschätzung
überprüft wurden. Wir haben die Herleitung und Begründung des
vorgenommenen Management Overlays und die
zugrundeliegenden Annahmen in Hinblick auf deren
Angemessenheit beurteilt. Die rechnerische Richtigkeit der
Wertberichtigungen haben wir auf Basis einer Stichprobe durch
eine Nachberechnung der statistisch ermittelten
Wertberichtigungen nachvollzogen. Dazu haben wir unsere
Financial Risk Management-Spezialisten eingebunden. Weiters
wurden einzelne automatisierte Kontrollen der dem
Berechnungsmodell zugrunde liegenden IT-Systeme
 
auf ihre
Wirksamkeit beurteilt. Hierzu wurden interne IT-Spezialisten
herangezogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen
verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Geschäftsbericht und Jahresfinanzbericht,
ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den
Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf
diese sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung
darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben
wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu
 
lesen und
dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche
Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der
Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig
falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des
Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen
Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine
wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt,
sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in
diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten
 
der gesetzlichen Vertreter
 
und des
Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen
Anforderungen des § 245a UGB sowie § 59a BWG ein möglichst
getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich
 
für die
internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung
eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen
falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen
Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit
 
des Konzerns zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im
Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit –
sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den
Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen
Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die
Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische
Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des
Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Verantwortlichkeiten
 
des Abschlussprüfers für die Prüfung
des Konzernabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der
Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und
einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil
beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit,
aber keine Garantie dafür,
 
dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO
und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte
Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche
vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
 
aus dolosen
Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich
angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise
erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses
Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO
 
und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir
während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus
und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
●
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern
im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese
Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen
resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
 
Darstellungen
oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
●
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung
relevanten internen Kontrollsystem,
 
um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind,
jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des
internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
●
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
 
dargestellten
geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit
zusammenhängende Angaben.
●
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der
Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter
 
sowie,
auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit
 
HYPO TIROL BANK AG
114
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
114
des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im
Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
●
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt
des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der
Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues
Bild erreicht wird.
●
Wir planen die Konzernabschlussprüfung und führen sie durch, um
ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den
Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftsbereiche
innerhalb des Konzerns zu erlangen als Grundlage für die Bildung
eines Prüfungsurteils zum Konzernabschluss. Wir sind
verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchsicht
der für Zwecke der Konzernabschlussprüfung durchgeführten
Prüfungstätigkeiten. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser
Prüfungsurteil.
●
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über
den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der
Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung
erkennen, aus.
●
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass
wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur
Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen
vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf
unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit
zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
●
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem
Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte,
die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des
Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in
unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere
Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des
Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen,
dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk
mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird,
dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile
für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
 
Anforderungen
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist aufgrund der österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem
Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden
rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
 
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den
Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den
geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die
nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem
Konzernabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen
Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern
und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im
Konzernlagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel
 
10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. September 2023 als
Abschlussprüfer gewählt und am 25. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat mit
der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2024
endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2020 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum
Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
 
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen
(Artikel 5 Abs. 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der
Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der
geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher
 
Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer
ist Herr Mag. Bernhard Mechtler.
Wien
11. März 2025
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs-
 
und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Bernhard Mechtler e. h.
Wirtschaftsprüfer
 
 
 
 
 
 
 
 
115
HYPO TIROL BANK AG
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
115
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
 
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den
maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte
Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht
den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns
so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage des Konzerns entsteht und dass der Konzernlagebericht
die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der
Konzern ausgesetzt ist.
Innsbruck, am 11. März 2025
Der Vorstand
Mag. Alexander Weiß e.h.
Mag. Susanne Endl e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
116
IFRS Konzernabschluss zum 31.12.2024
116
Bericht des Aufsichtsrats
 
der Hypo Tirol Bank AG
Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres 2024 die
Geschäftsführung des Vorstands überwacht und sich eingehend über
die Entwicklung des Unternehmens und alle wesentlichen Geschäftsfälle
informiert. Darüber hinaus hat sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats
vom Vorstand und von der Leitung der internen Revision laufend
berichten lassen.
Sitzungen des Aufsichtsrats
Im Geschäftsjahr 2024 fanden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen
statt, in denen grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik, die laufende
Ertragsentwicklung und die Einhaltung der Budgetvorgaben erörtert
wurden. Weiters wurden einzelne Geschäftsfälle, die aufgrund
gesetzlicher oder satzungsmäßiger Bestimmungen der Zustimmung des
Aufsichtsrats unterliegen, behandelt. Insbesondere hat sich der
Aufsichtsrat mit den Maßnahmen zur Umsetzung der strategischen
Ausrichtung der Bank befasst.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte sechs Ausschüsse bestellt.
Der
Kreditausschuss
 
dient insbesondere zur Beschlussfassung von
Darlehen, Krediten und Großkrediten und tagte im Geschäftsjahr 2024
fünfmal.
Der
Prüfungsausschuss
, welcher für alle Angelegenheiten gem. § 63a
Abs. 4 BWG zuständig ist, tagte im Geschäftsjahr 2024 fünfmal.
Der
Ausschuss zur Behandlung von Vorstandsangelegenheiten
tagte im
Geschäftsjahr 2024 zweimal. Er regelt die Beziehungen zwischen der
Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands.
Der
Vergütungsausschuss
, zuständig für alle
Vergütungsangelegenheiten der §§ 39b und c BWG – ausgenommen
Vorstandsvergütungen – tagte
 
im Geschäftsjahr 2024 einmal.
Der
Nominierungsausschuss
, zuständig für alle Angelegenheiten des §
29 BWG, tagte im Geschäftsjahr 2024 einmal.
Der
Risikoausschuss
, zuständig für alle Angelegenheiten des § 39d
BWG, tagte im Geschäftsjahr 2024 dreimal.
Jahresabschluss
Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum 31.12.2024 wurden durch
die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs-
 
und
Steuerberatungsgesellschaft geprüft. Da keine Einwendungen zu
erheben waren, wurde der Bestätigungsvermerk uneingeschränkt
erteilt.
Der Konzernabschluss zum 31.12.2024 wurde in Übereinstimmung mit
den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der
Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31.12.2024 wurden
durch die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs-
 
und
Steuerberatungsgesellschaft geprüft und der Bestätigungsvermerk
uneingeschränkt erteilt.
Nach der abschließenden Prüfung des Jahresabschlusses 2024 und des
Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses 2024 und des
Konzernlageberichtes ist kein Anlass zur Beanstandung gegeben. Der
Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand vorgelegten
 
Jahresabschluss, der
damit nach § 96 Absatz 4 Aktiengesetz festgestellt ist, und nimmt den
Konzernabschluss zur Kenntnis.
Innsbruck, am 11. März 2025
Der Aufsichtsrat
Mag. Wilfried Stauder e.h.
doc1p139i0
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Inhalt
Jahresabschluss
117
1
Bilanz
117
2
Gewinn-
 
und Verlustrechnung
120
Anhang
121
(I)
Bilanzierungs-
 
und Bewertungsmethoden
121
(II)
Erläuterungen zur Bilanz
124
A
Forderungen
124
B
Wertpapiere
125
C
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
126
D
Immaterielle Vermögensgegenstände
 
und Sachanlagen
126
E
Sonstige Vermögensgegenstände
126
F
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
126
G
Aktive latente Steuern
127
H
Pensionsgeschäfte und nachrangige Vermögenswerte
127
I
Verbindlichkeiten
 
und Rückstellungen
127
J
Eigenkapital und Eigenkapitalnahe Verbindlichkeiten
129
K
Ergänzende Angaben
134
(III)
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
136
(IV)
Country by Country Reporting
137
(V)
Angaben über Organe und Arbeitnehmer
137
Anlagespiegel
140
Lagebericht
142
1
Hypo Tirol Bank. Unsere Landesbank
142
2
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf im Berichtsjahr
142
3
Bericht über voraussichtliche Entwicklungen
 
und Risiken
147
4
Nachhaltigkeitsbericht
157
5
Bericht über Forschung und Entwicklung
157
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
117
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
117
Bilanz zum 31. Dezember 2024
Aktiva
31.12.2024
Beträge in EUR
31.12.2023
Beträge in TEUR
1.
 
Kassenbestand, Guthaben bei Zentralbanken und Postgiroämtern
1.019.840.256,24
880.729
2.
Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche Wertpapiere
431.249.957,51
389.116
3.
Forderungen an Kreditinstitute
90.332.249,95
103.561
a)
täglich fällig
65.447.138,20
67.829
b)
sonstige Forderungen
24.885.111,75
35.732
4.
 
Forderungen an Kunden
5.347.025.907,48
5.637.002
5.
 
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
879.799.147,45
755.672
a)
von öffentlichen Emittenten
0,00
0
b)
von anderen Emittenten
879.799.147,45
755.672
darunter: eigene Schuldverschreibungen
9.551.000,00
22.847
6.
 
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
4.145.490,83
7.399
7.
 
Beteiligungen
1.705.556,01
1.695
darunter: an Kreditinstituten
972.755,42
973
8.
 
Anteile an verbundene Unternehmen
29.095.017,11
29.090
darunter: an Kreditinstituten
0,00
0
9.
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
166.736,23
141
10.
Sachanlagen
55.885.672,40
38.974
darunter: Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im
 
Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden
13.209.202,56
13.667
11.
Sonstige Vermögensgegenstände
16.284.338,12
13.179
12.
Rechnungsabgrenzungsposten
5.615.880,96
5.832
13.
Aktive latente Steuern
3.382.780,76
2.660
Summe der Aktiva
7.884.528.991,05
7.865.050
Posten unter der Bilanz
1.
Auslandsaktiva
1.246.902.470,45
1.215.692
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
118
Jahresabschluss zum 31.12.2024
118
Passiva
Unterposition
in EUR
31.12.2024
Beträge in EUR
31.12.2023
Beträge in TEUR
1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
638.039.508,68
335.134
a)
täglich fällig
75.696.508,54
115.920
b)
mit vereinbarter Laufzeit und Kündigungsfrist
562.343.000,14
219.214
2.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
3.556.979.042,46
3.780.211
a)
Spareinlagen
736.820.391,74
767.681
darunter: täglich fällig
186.968.996,19
181.531
darunter: mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
549.851.395,55
586.150
b)
sonstige Verbindlichkeiten
2.820.158.650,72
3.012.530
darunter: täglich fällig
2.101.262.456,10
2.056.777
darunter: mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
718.896.194,62
955.753
3.
Verbriefte Verbindlichkeiten
2.869.839.587,27
2.980.333
a)
begebene Schuldverschreibungen
2.869.839.587,27
2.980.333
b)
andere verbriefte Verbindlichkeiten
0,00
0
4.
Sonstige Verbindlichkeiten
41.970.962,97
37.021
5.
Rechnungsabgrenzungsposten
1.494.965,28
2.116
6.
Rückstellungen
64.846.256,90
70.472
a)
Rückstellungen für Abfertigungen
9.616.423,00
10.361
b)
Rückstellungen für Pensionen
3.469.399,00
3.722
c)
Steuerrückstellungen
3.973.600,71
1.323
d)
sonstige
47.786.834,19
55.066
7.
Ergänzungskapital gem. Teil
 
2 Titel 1 Kapitel 4 der
Verordnung (EU) Nr.
 
575/2013
96.326.323,52
96.293
8.
Gezeichnetes Kapital
50.000.000,00
50.000
9.
Kapitalrücklagen
300.332.133,62
300.332
a)
gebundene
139.132.133,62
139.132
b)
nicht gebunden
161.200.000,00
161.200
10.
Gewinnrücklagen
207.800.000,00
161.500
a)
gesetzliche Rücklagen
5.000.000,00
5.000
b)
andere Rücklagen
202.800.000,00
156.500
11.
 
Haftrücklage gemäß §57 Abs 5 BWG
41.606.000,00
41.606
12.
 
Bilanzgewinn
15.294.210,35
10.032
Summe der Passiva
7.884.528.991,05
7.865.050
Posten unter der Bilanz siehe nächste Seite
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
119
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
119
31.12.2024
Beträge in EUR
31.12.2023
Beträge in TEUR
Posten unter der Bilanz
1.
Eventualverbindlichkeiten
133.614.232,42
150.860
a)
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung
 
aus der Bestellung von Sicherheiten
133.614.232,42
150.860
2.
Kreditrisiken
907.797.468,70
885.817
3.
Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften
18.677.603,89
20.635
4.
Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung
 
(EU)
 
Nr. 575/2013
646.518.774,32
618.321
Ergänzungskapital gemäß Teil
 
2 Titel 1 Kapitel 4 der Verordnung
 
(EU) Nr. 575/2013
54.147.386,09
69.599
5.
Eigenmittelanforderungen gemäß Artikel 92 der Verordnung
 
(EU)
 
Nr. 575/2013
3.173.882.774,80
3.346.367
darunter: Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs 1 lit. a bis c der VO
2.837.615.449,70
3.060.609
Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. a der Verordnung
 
(EU)
Nr. 575/2013
18,66 %
16,40 %
Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. b der Verordnung (EU)
Nr. 575/2013
18,66 %
16,40 %
Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. c der Verordnung
 
(EU)
Nr. 575/2013
20,37 %
18,48 %
6.
Auslandspassiva
 
768.644.466,55
317.914
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
120
Jahresabschluss zum 31.12.2024
120
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2024
2024
Beträge in EUR
2023
Beträge in TEUR
1.
Zinsen und ähnliche Erträge
304.393.870,96
266.543
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren
20.549.613,08
12.995
2.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-139.837.321,59
-118.632
I.
NETTOZINSERTRAG
164.556.549,37
147.911
3.
Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen
 
501.321,38
610
a)
Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht
 
festverzinslichen Wertpapieren
168.284,28
115
b)
Erträge aus Beteiligungen
333.037,10
247
c)
Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen
0,00
248
4.
Provisionserträge
35.982.563,61
33.944
5.
Provisionsaufwendungen
-3.662.494,52
-3.628
6.
Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften
6.535.896,31
409
7.
Sonstige betriebliche Erträge
5.418.313,67
5.645
II.
BETRIEBSERTRÄGE
209.332.149,82
184.891
8.
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
-88.595.144,97
-81.114
a)
Personalaufwand
-51.055.740,21
-46.736
darunter:
aa)
Löhne und Gehälter
-38.247.738,94
-33.869
bb)
Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben vom
 
Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
-9.714.171,85
-8.800
cc)
Sonstiger Sozialaufwand
-549.167,46
-492
dd)
Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung
-1.470.844,16
-1.407
ee)
Dotierung der Pensionsrückstellung
252.165,00
110
ff)
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche
 
Mitarbeitervorsorgekassen
-1.325.982,80
-2.278
b)
Sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
-37.539.404,76
-34.378
9.
Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 enthaltenen
Vermögensgegenstände
-3.325.824,74
-2.919
10.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
 
-2.050.312,01
-7.050
III.
BETRIEBSAUFWENDUNGEN
-93.971.281,72
-91.083
IV.
BETRIEBSERGEBNIS
115.360.868,10
93.808
11./
12.
Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von
 
Forderungen und Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und für
 
Kreditrisiken
-28.413.532,28
-26.122
13./
14.
Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von
 
Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind, sowie von
 
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
-4.122.851,70
-3.614
V.
ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
82.824.484,12
64.072
15.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
-19.180.392,58
-12.877
16.
Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 15 auszuweisen
-2.073.572,02
-2.208
VI.
JAHRESÜBERSCHUSS
61.570.519,52
48.987
17.
Rücklagenbewegung
-46.300.000,00
-39.000
darunter: Auflösung Haftrücklage
0,00
0
VII.
JAHRESGEWINN
15.270.519,52
9.987
18.
Gewinnvortrag
23.690,83
45
VIII.
Bilanzgewinn
15.294.210,35
10.032
 
121
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
121
Anhang des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2024
 
Die Hypo Tirol Bank ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Innsbruck und
ist im Firmenbuch Innsbruck, Österreich (FBN171611w) eingetragen. Die
Anschrift der Bank lautet auf Meraner Straße 8, 6020 Innsbruck. Der
vorliegende Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde nach den
Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden
Fassung unter Berücksichtigung der Rechtsform bzw.
branchenspezifischen Vorschriften des Bankwesengesetzes (BWG)
aufgestellt. Die Bilanz sowie die Gewinn-
 
und Verlustrechnung sind
entsprechend den Bestimmungen des BWG nach dem Formblatt gemäß
Anlage 2 zu § 43 BWG Teil 1 und Teil
 
2 aufgestellt worden.
I.
 
BILANZIERUNGS-
 
UND BEWERTUNGSMETHODEN
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der
Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der
Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde der
Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des
Unternehmens unterstellt.
 
Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten
des Bankgeschäfts insofern Rechnung getragen, als nur die am
Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen und alle
erkennbaren Risiken und drohenden Verluste
 
bei der Bewertung
berücksichtigt wurden.
Bewertung von Forderungen
Forderungen werden grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Für
zum Bilanzstichtag erkennbare Kreditrisiken werden
Wertberichtigungen gebildet. Die Hypo Tirol Bank verfügt gemäß § 201
Abs. 2 Z. 7 UGB über eine verlässliche Schätzung auf Basis von
statistischen Erfahrungswerten, die in einem dreistufigen Modell gemäß
IFRS 9 auch im UGB Anwendung finden. Damit wird dem von der
Finanzmarktaufsicht (FMA) und dem Austrian Financial Reporting and
Auditing Committee (AFRAC) herausgegebenen Positionspapier zur
Frage der Folgebewertung bei Kreditinstituten Rechnung getragen.
Daher wird den Anforderungen des IFRS 9 folgend auch im UGB auf
Ebene jedes Finanzinstruments eine Risikovorsorge in Höhe der
zukünftig erwarteten Verluste gebildet.
 
Risikovorsorge
 
Forderungen Kunden
Staging
Grundsätzlich gehen Finanzinstrumente bei erstmaliger Erfassung in der
Stage 1 zu. Hier haben Unternehmen an jedem Bilanzstichtag eine
Risikovorsorge durch die Erfassung einer Wertminderung bzw.
 
die
Bildung einer Rückstellung in Höhe der Kreditausfälle, deren Eintritt
innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird (12 month
expected credit losses) zu erfassen (d. h. auf Basis der
Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls innerhalb der nächsten zwölf
Monate). Bei der Folgebewertung sind die Kreditausfälle, deren Eintritt
innerhalb der nächsten zwölf Monate erwartet wird, durch die über die
Gesamtlaufzeit erwarteten Kreditausfälle (lifetime
 
expected credit
losses) zu ersetzen, wenn sich das Ausfallrisiko seit dem Zeitpunkt des
Erstansatzes wesentlich erhöht hat (sog. lifetime expected credit loss-
Kriterium). Die Finanzinstrumente sind in diesem Fall der Stage 2
zugeordnet.
 
Zur Bestimmung einer wesentlichen Erhöhung des Ausfallsrisikos
werden verschiedene Indikatoren betrachtet.
 
Dazu zählen:
●
wesentliche Erhöhung der Ausfallgefährdung durch Vergleich der
Lifetime PD des Finanzinstruments unter der aktuellen
Bonitätseinstufung und der Bonitätseinstufung zum Zeitpunkt des
Zugangs des Finanzinstruments
●
eine durchgeführte Forbearance-Maßnahme beim
Finanzinstrument
●
30-Tage-Verzug
 
Die Risikovorsorge für Kreditausfälle
 
wird wieder auf der Grundlage der
Kreditausfälle, deren Eintritt innerhalb der nächsten zwölf Monate
erwartet wird, bemessen, falls sich die Kreditqualität nachträglich
wesentlich verbessert hat und das Lifetime expected credit loss
Kriterium nicht länger erfüllt ist.
Kalkulation der Risikovorsorge
Für die Bemessung der erwarteten Kreditausfälle werden folgende
Inputparameter verwendet:
●
Exposure at Default (EAD): Bei Darlehen und Krediten wird das
erwartete Exposure (EAD) je Zeitscheibe auf der Grundlage der
vertraglichen Bedingungen zum Berechnungsstichtag des
Finanzinstruments ermittelt. Bei Produkten ohne Tilgungsplan wird
das EAD-Profil anhand der zum Berechnungsstichtag vorhandenen
Off-
 
und On-Balance Exposures und Erfahrungswerten dieser
Produkte ermittelt.
●
Marginal Probability of Default (mPD): Die mPD stellt die
Wahrscheinlichkeit dar,
 
dass der betreffende Kontrakt in einer
gegebenen Zeitscheibe in den Default geht. Sie ist abhängig von
der aktuellen Bonitätseinstufung des Finanzinstruments, dem
Kundensegment und dem makroökonomischen Ausblick
(Vorausschauende Information, FLI).
 
●
Loss Given Default (LGD): Dieser gibt den im Falle des Defaults
erwarteten Wert des auf den Defaultzeitpunkt abgezinsten
Verlustes in % des dann ausstehenden Exposures an. Es werden je
nach Art der Besicherung unterschiedliche LGDs in der Kalkulation
der Risikovorsorgen verwendet.
 
●
Diskontierungsfaktor: Die Abzinsung erfolgt über den zum
Berechnungsstichtag gültigen Effektivzinssatz IFRS.
 
Für nicht-notleidende Kredite sowie für notleidende Kredite unter der
Signifikanzgrenze von TEUR 200 ergibt sich die Höhe der Risikovorsorge
durch Multiplikation der soeben genannten Größen je Zeitscheibe und
anschließender Summierung. Bei notleidenden Krediten über der
Signifikanzgrenze von TEUR 200 wird eine szenariogewichtete
Wertberichtigung auf Basis der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme
ermittelt. Hier werden erwartete Rückführungen u.a. aus
Sicherheitenverwertungen berücksichtigt.
 
Als notleidend wird ein Kredit eingestuft, wenn eines der folgenden
Merkmale zutrifft:
●
90-Tage-Verzug
●
krisenbedingte Restrukturierung
●
positiver Unlikely To Pay
 
-Test
o
im Rahmen einer Forbearance-Maßnahme
o
aufgrund sonstiger Risikohinweise, die eine Rückführung in
Zweifel stellen
●
Fälligstellung
●
Antrag auf Eröffnung Insolvenzverfahren
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
122
Jahresabschluss zum 31.12.2024
122
Nach einer 90-tägigen Wohlverhaltensphase ab Wegfall des
Ausfallereignisses können vormals notleidende Kredite wieder aus der
Bewertung auf Basis der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme
entlassen werden und die Bewertung erfolgt wieder anhand der
statistischen Methoden.
Zur Bewertung werden üblicherweise drei Cash-Flow-Szenarien
wahrscheinlichkeitsgewichtet herangezogen. Zinserträge
 
von
Forderungen der Stage 3 werden mit dem Effektivzinssatz
 
der jeweiligen
Forderung, gerechnet auf die Höhe des Bruttobuchwerts abzüglich
Risikovorsorge (= Nettobuchwert), erfasst.
 
Die Höhe der
Wertberichtigung bemisst sich damit als Differenz zwischen dem
Buchwert und dem Barwert der geschätzten zukünftigen
Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswerts unter
Berücksichtigung werthaltiger Sicherheiten. Die Ermittlung erfolgt unter
Zugrundelegung des ursprünglichen Effektivzinssatzes.
 
Sind weitere Zahlungen mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit nicht zu erwarten, wird eine Forderung als
uneinbringlich eingestuft. Eine uneinbringliche, bereits wertberichtigte
Forderung wird durch Verbrauch der Risikovorsorge
 
ausgebucht.
Besteht für eine solche Forderung keine Wertberichtigung, wird sie
direkt ergebniswirksam abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene
Forderungen werden im Periodenergebnis gesondert erfasst.
Forbearance
Die Kennzeichnung "Forbearance" erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG bei
Vorliegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten beziehungsweise, wenn
wirtschaftliche Schwierigkeiten ohne Zugeständnisse der Bank zu
erwarten sind, konsequent gemäß Art 47b CRR i. V.
 
m. der
EBA/GL/2018/06. Eine Forbearance-Kennzeichnung zu einer
Risikoposition löst beim Kunden ein Warnsignal in den Ratingsystemen
aus und führt zu einer Abstufung um 2 Ratingstufen sowie zu einem
automatischen Transfer
 
in Stage 2 nach IFRS 9.
Die Dauer von Stundungsmaßnahmen wird dem Kundenbedürfnis
individuell angepasst, beschränkt sich großteils jedoch auf den
kurzfristigen Bereich bis 6 Monate.
Beurteilung auf kollektiver Basis
Die Bemessung der erwarteten Kreditausfälle erfolgt in der Hypo Tirol
Bank AG auf Ebene der Einzelkonten, nicht auf kollektiver Basis. Der
wichtigste Bestandteil in der Quantifizierung der erwarteten
Kreditausfälle sind die aktuellen Bonitätsbeurteilungen der Kunden.
Diese werden auf Ebene der Einzelkunden, nicht auf kollektiver Basis
erstellt. Der Einsatz verschiedener Ratingsysteme für verschiedene
Kundengruppen sowie regelmäßige Validierungen der Ratingsysteme
garantieren die korrekte Einschätzung der Bonität der Kunden.
Berücksichtigung vorausschauender Informationen im Expected Credit
Loss-Modell (ECL-Modell)
Die Hypo Tirol Bank AG identifiziert “vorausschauende Informationen”
im Rahmen des ECL-Modells mit einer aktuellen OeNB-
Wirtschaftsprognose. Das wesentlichste Element zur Berücksichtigung
zukunftsgerichteter Informationen im ECL-Modell ist deshalb die
Modellierung der Abhängigkeit der mPD von makroökonomischen
Randbedingungen (Kovariablen).
Die Hypo Tirol Bank AG generiert aus der OeNB-Prognose Szenarien für
die zukünftigen Werte der makroökonomischen Kovariablen und somit
über die Szenariowerte für die mPD auch für den ECL eines
Finanzinstrumentes.
Für die Auswahl von makroökonomischen Kovariablen zur Modellierung
der mPD wurden sämtliche Konjunkturindikatoren laut OeNB, der
Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) und der kurzfristige
Zinssatz (3M-EURIBOR) auf deren Zusammenhang mit der
Defaultwahrscheinlichkeit hin untersucht.
Konkret verwendet die Hypo Tirol Bank AG für die verschiedenen
Kundensegmente folgende makroökonomische Kovariable (für diese
liegen nicht nur historische Werte, sondern auch Prognosen vor):
Segmente
makroökonomische Kovariable
KMU AT
Privatkunden AT
Firmenkunden AT
Firmenkunden IT
Privatkunden IT
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt (Vorjahr)
relevant
-
relevant
relevant
-
Jahresmittel 3M-EURIBOR (Vorjahr)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
relevant
relevant
relevant
relevant
relevant
Einbezogener Zeithorizont
Die makroökonomischen Prognosen der OeNB, welche von der Hypo
Tirol Bank AG herangezogen werden, liegen für jeweils zwei Jahre in der
Zukunft vor. Die OeNB-Prognose
 
vom Dezember 2024 für die
kommenden zwei Jahre sind wie auch die Ist Werten in nachfolgender
Tabelle dargestellt:
Stand: Dezember 2024
makroökonomischer Indikator
2024
2025
2026
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt
-0,9
0,8
1,6
Arbeitslosenquote (Eurostat)
5,2
5,3
5,1
3M-EURIBOR
3
2,1
2
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
2,9
2,4
2,2
Stand: Dezember 2023
makroökonomischer Indikator
2023
2024
2025
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt
-0,7
0,6
1,7
Arbeitslosenquote (Eurostat)
5,3
5,5
5,3
3M-EURIBOR
3,4
3,6
2,8
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
7,7
4,0
3,0
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
123
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
123
Daraus ergeben sich die folgenden Prognosen für die modellrelevanten
makroökonomischen Kovariablen:
Stand: Dezember 2024
makroökonomische Kovariable
2024
2025
2026
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt
-0,9
0,8
1,6
Wachstumsrate Arbeitslosenquote
2,0
1,9
-3,8
Jahresmittel 3M-EURIBOR
3,2
2,6
2,1
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
2,9
2,4
2,2
Stand: Dezember 2023
makroökonomische Kovariable
2023
2024
2025
Wachstumsrate Bruttoinlandsprodukt
-0,7
0,6
1,7
Wachstumsrate Arbeitslosenquote
10,4
3,8
-3,6
Jahresmittel 3M-EURIBOR
2,8
3,5
3,2
Wachstumsrate HVPI (Inflationsrate)
7,7
4,0
3,0
Angaben zu den makroökonomischen Szenarien
Anhand der aktuellen OeNB-Prognose generiert die Hypo Tirol Bank AG
Szenarien (d.h. eine Wahrscheinlichkeitsverteilung) für die zukünftigen
Werte der makroökonomischen Kovariablen. Die Erzeugung dieser
Wahrscheinlichkeitsverteilung erfolgt
 
mithilfe von Modellen, die
 
auf Basis einer statistischen Analyse vergangener OeNB-Prognosen und
tatsächlich eingetretener Bedingungen entwickelt wurden.
 
Die im vorhergehenden Abschnitt dargelegte Modellierung der mPD als
Funktion der Kovariable führt demnach zu Szenarien für die mPD eines
Kontraktes je Zeitscheibe und somit zu Szenarien für den ECL eines
Vertrages. Die verbuchte Risikovorsorge
 
entspricht dem
wahrscheinlichkeitsgewichteten mittleren ECL
 
über alle so erzeugten
makroökonomischen Szenarien. Damit verwendet die Hypo Tirol Bank
AG „unendlich“ viele Szenarien, die allesamt auf der aktuellen Prognose
der OeNB fußen. Das Gewicht jedes einzelnen Szenarios reflektiert die
generelle Belastbarkeit von OeNB-Prognosen.
Währungsumrechnung
Alle Aktiven und Passiven in Fremdwährung werden zu den am
Bilanzstichtag gültigen Mittelkursen der Europäischen Zentralbank
bewertet. Devisentermingeschäfte werden gemäß § 58 BWG zum
Devisenterminkurs am Bilanzstichtag bewertet und ertragswirksam
erfasst.
 
Bewertung der Aktiva
Die Bewertung von immateriellen Vermögensgegenständen des
Anlagevermögens, von Grund und Gebäude sowie der Betriebs- und
Geschäftsausstattung erfolgt zu Anschaffungs-
 
bzw. Herstellungskosten
abzüglich der planmäßigen bzw. außerplanmäßigen Abschreibungen.
Die Nutzungsdauer bewegt sich bei unbeweglichen Anlagen zwischen 10
und 60 Jahren und bei den beweglichen Anlagegütern zwischen 3 und
10 Jahren. Bei Investitionen in Mietobjekte entspricht die
Nutzungsdauer der Vertragsdauer.
 
Das Anlage- und Umlaufvermögen
wird nach Wegfall der Abwertungsgründe ehestmöglich zugeschrieben.
 
Wertpapiere des Anlagevermögens werden bei vorübergehender
Wertminderung nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet.
Wertpapiere der Liquiditätsvorsorge werden in den entsprechenden
Bilanzposten nach dem strengen Niederstwertprinzip bilanziert.
 
Bei der Feststellung von Marktwerten werden Börsenkurse oder
Marktpreise in einem aktiven Markt herangezogen. Für Börsenkurse
oder Marktpreise in inaktiven Märkten gilt dies nicht. Indikatoren für die
Annahme eines inaktiven Markts sind ein wesentlicher Einbruch des
Handelsvolumens oder der Handelsaktivitäten, nicht vorhandene
aktuelle Börsenkurse und Marktpreise, ein wesentlicher Anstieg der Bid-
Ask-Spreads sowie starke Schwankungen der verfügbaren
 
Börsenkurse
oder Marktpreise im Zeitablauf. Für diese Wertpapiere wird
 
der
beizulegende Zeitwert auf Basis einer modifizierten Discounted-
Cashflow-Methode ermittelt.
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu
Anschaffungskosten bewertet, sofern nicht dauernde Wertminderungen
eingetreten sind, die eine Abwertung erforderlich machen.
 
Bewertung der Passiva
 
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die
Verbuchung des Agios bzw. Disagios
 
eigener Emissionen wird auf die
Laufzeit der Emissionen verteilt.
 
Pensionsrückstellungen sowie die Rückstellungen für Abfertigungen
wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 ermittelt. Die
zukünftigen Verpflichtungen werden basierend auf
versicherungsmathematischen Gutachten bewertet.
 
Bei der „Abfertigung alt“ erfolgt die Verteilung des Dienstzeitaufwandes
vom Eintritt in das Unternehmen bis zu dem Zeitpunkt, ab dem weitere
Arbeitsleistungen nicht mehr zu einer Erhöhung der Anwartschaft
führen (25 Dienstjahre).
 
Bewertung derivativer Finanzinstrumente
Die Bewertung sämtlicher Kategorien erfolgt anhand der
Barwertmethode sowie entsprechender Optionspreismethoden. Es
erfolgt eine Abzinsung der zukünftigen Zahlungsströme mit den
Nullkuponzinsen vom Bilanzstichtag, die Swapzinssätze werden in der
jeweiligen Währung herangezogen. Als Kursquelle werden die
Informationssysteme Telekurs
 
bzw. Refinitiv verwendet. Die
Volatilitäten werden über den Broker
 
ICAP bezogen. EZB-Kurse zum
Bilanzstichtag werden bei der Umrechnung von Fremdwährungs-
beträgen verwendet. In der Bewertung der Derivate ist das
Kontrahentenausfallrisiko berücksichtigt.
 
Negative Zeitwerte von Derivaten wurden einer Rückstellung zugeführt,
außer das Derivat
 
●
befindet sich in einer Sicherungsbeziehung,
●
ist Teil einer funktionalen Einheit von Zinssteuerungsderivaten.
 
Folgend werden weitere Informationen zu diesen zwei Arten der
Widmung von Derivaten näher beschrieben.
In der Hypo Tirol Bank wird das Fixzinsrisiko, das aus verschiedenen
Bilanzpositionen entsteht, durch den Einsatz von Derivaten eliminiert.
Grundgeschäfte, die einem Fixzinsrisiko unterliegen, sind:
 
●
Forderungen bzw. Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kreditinstituten
und Kunden
 
●
Fix verzinste Anleihen des Anlage- und Umlaufvermögens
 
●
Fix verzinste verbriefte Verbindlichkeiten
 
●
Fix verzinstes begebenes Ergänzungskapital gem. Art. 63 CRR
Diesen Grundgeschäften werden Derivate in Form von Interest Rate
Swaps, Caps, Floors und Collars als Sicherungsinstrumente gewidmet.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
124
Jahresabschluss zum 31.12.2024
124
Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird prospektiv und
retrospektiv geprüft. Für den Effektivitätstest
 
kommen die Verfahren
der Regressionsanalyse bzw. der Abgleich des Critical Term
 
Match zur
Anwendung.
 
Die Bilanzierung erfolgt in Anlehnung an das Rundschreiben der FMA
vom Dezember 2012 „zu Rechnungslegungsfragen bei
Zinssteuerungsderivaten und zu Bewertungsanpassungen bei Derivaten
gemäß § 57 BWG“.
 
Die Bewertung erfolgt nach dem in § 201 Abs. 2 Z. 4
UGB kodifizierten Grundsatz der Vorsicht und verlangt, erkennbare
Risiken und drohende Verluste, die in dem Geschäftsjahr oder einem
früheren Geschäftsjahr entstanden sind, zu berücksichtigen. Ergibt sich
aus einem Derivat zum Abschlussstichtag ein negativer beizulegender
Wert, hat dies grundsätzlich die Bildung einer Rückstellung für drohende
Verluste nach § 198 Abs. 8 Z. 1 UGB zur Folge. Dabei ist, gemäß oben
angeführtem FMA-Rundschreiben, bei Zinssteuerungsderivaten eine
saldierte Bewertung funktional einheitlicher Zinssteuerungsderivate
sachgerecht. Eine Drohverlustrückstellung wird nur in der Höhe eines
negativen beizulegenden Werts einer jeden funktionalen Einheit
angesetzt. Der am Abschlussstichtag beizulegende Wert ist für jedes in
eine funktionale Einheit einbezogene Zinssteuerungsderivat zu
ermitteln. Die positiven und negativen beizulegenden Werte innerhalb
einer funktionalen Einheit werden saldiert. Ein negativer Saldo wird als
Drohverlust erfasst. Ein positiver Saldo darf aufgrund des
Vorsichtsprinzips nicht erfasst werden. Die zu funktionalen Einheiten
zusammengefassten Zinssteuerungsderivate dienen zur Steuerung des
Zinsrisikos im Bankbuch auf Basis der definierten Zinsstrategie. Es sind
zwei funktionale Einheiten definiert, die auf Basis des
Währungskriteriums abgegrenzt werden:
●
Strategische Zinsderivate EUR
●
Strategische Zinsderivate CHF
Zum Bilanzstichtag 31.12.2024 sind in der funktionalen Einheit
Strategische Zinsderivate CHF keine Positionen vorhanden.
II.
 
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
A.
 
FORDERUNGEN
Darstellung der Fristigkeiten
Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie verbriefte
Forderungen setzen sich gegliedert nach Restlaufzeiten wie folgt
zusammen:
Forderungen
Gesamt
Vorjahr in TEUR
Täglich fällig
74.920.712
103.513
Bis 3 Monate
249.052.209
273.231
3 Monate bis 1 Jahr
775.268.572
889.174
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
2.218.547.714
2.187.737
Mehr als 5 Jahre
3.434.763.546
3.439.094
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere im
Eigenbestand
Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen
Wertpapieren im Eigenbestand (ausgewiesen im Posten Aktiva 2, 3, 4
und 5) sind im Jahr 2025 Wertpapiere mit einem Nominalwert von EUR
117.089.100 (Vorjahr: TEUR 181.532) fällig. Im Jahr 2024 haben keine
Vertragsanpassungen mit wesentlicher Auswirkung auf
Schuldverschreibungen stattgefunden.
Eigene festverzinsliche Wertpapiere, die nicht an der Börse notieren,
werden inklusive der anteiligen Zinsen unter dem Posten 3
„Forderungen an Kreditinstitute“ ausgewiesen.
Forderungen an Kunden
Im Posten „Forderungen an Kunden“ sind Forderungen aus
Treuhandgeschäften in Höhe von EUR 68.193.691 (Vorjahr: TEUR
65.038) enthalten. Darüber hinaus sind Forderungen aus dem
Leasinggeschäft in Höhe von EUR 51.016.136 (Vorjahr: TEUR 64.333)
enthalten. In der Position 4. Forderungen an Kunden ist eine nicht
börsennotierte nachrangige Anleihe mit einer Nominale EUR 1.000.000
(Vorjahr: TEUR 1.000) und einem Buchwert von EUR 39.800 (Vorjahr:
TEUR 995) enthalten.
Wertberichtigungen
Die Wertberichtigungen auf die Forderungen Kunden zum 31.12.2024
inklusive Management Overlay belaufen sich auf EUR 118.445.324
(Vorjahr: TEUR 109.931). Davon sind EUR 4.796.414 (Vorjahr: TEUR
9.313) in der Stage 1, EUR 37.749.576 (Vorjahr: TEUR 28.293) in der
Stage 2, EUR 6.726.433 (Vorjahr: TEUR 7.684) in der pauschal
bewerteten Stage 3 und EUR 69.172.901 (Vorjahr: TEUR 64.641)
bewertet nach dem Expected-Cash-Flow-Verfahren in der Stage
 
3.
Daneben wird eine Rückstellung für Risikovorsorgen in Höhe von EUR
9.083.990 (Vorjahr: TEUR 8.179) gebildet.
 
In den angeführten Wertberichtigungen für Kundenforderungen der
Stage 2, die an Kunden in Immobilien- und Baubranchen begeben
wurde, ist zum 31.12.2024 ein Management Overlay in Höhe von EUR
9.832.795 (Vorjahr: TEUR 4.164) enthalten.
Angaben zur Sensitivitätsanalyse
Zur Untersuchung der Sensitivität der verbuchten Risikovorsorge
werden zusätzlich Szenariorechnungen angestellt. Dabei werden statt
der Erwartungswerte gewisse Quantile der
Wahrscheinlichkeitsverteilungen der Adjustierungen aufgrund der FLI
herangezogen:
●
Im affinen Szenario wird das 2,5% Quantil betrachtet. Im Lichte der
Prognosen sind die tatsächlichen Defaultwahrscheinlichkeiten also
in 97,5% aller Fälle größer als im affinen Szenario angenommen.
●
Im adversen Szenario wird das 97,5% Quantil betrachtet. Aufgrund
der vorliegenden Prognosen sind die tatsächlichen
Defaultwahrscheinlichkeiten also in 97,5% aller Fälle geringer als
im adversen Szenario angenommen.
Gegenüber dem Basisszenario ist der Wert im affinen Szenario um etwa
5,5 Mio. EUR geringer, im adversen Szenario um etwa
 
6,5 Mio. EUR
höher. Asymmetrische Effekte
 
aufgrund von Stagewanderungen sind
daher vernachlässigbar.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
125
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
125
Folgende Tabelle zeigt die Ergebnisse
 
der Szenariorechnungen (inklusive
Management Overlay) im Vergleich zur tatsächlichen Risikovorsorge
(inklusive Management Overlay).
in EUR
Affines
Szenario 31.12.2024
IST
 
31.12.2024
Adverses
Szenario 31.12.2024
Affines
Szenario 31.12.2023
IST
31.12.2023
Adverses
Szenario 31.12.2023
Bank AT
39.970.040
45.317.099
51.553.143
32.172.854
38.783.578
46.807.609
Stage 1
5.051.754
5.495.329
5.799.981
9.248.351
9.973.455
10.766.001
Stage 2
34.918.286
39.821.770
45.753.162
22.924.502
28.810.123
36.041.608
ZNL Italien
1.860.896
2.112.507
2.383.263
2.367.364
2.755.078
3.256.575
Stage 1
99.497
110.330
122.826
192.397
232.616
266.652
Stage 2
1.761.399
2.002.177
2.260.437
2.174.967
2.522.462
2.989.923
Gesamt
 
Stage 1 und 2
41.830.936
47.429.606
53.936.406
34.540.218
41.538.656
50.064.184
Management Overlay
Zur Berechnung erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Loss - ECL)
gemäß IFRS 9 verwenden Banken zukunftsgerichtete Einschätzungen,
Modelle und Daten. Dabei kann es vorkommen, dass die alleinige
modellbasierte Ermittlung nicht zu einem sachgerechten Ergebnis führt,
da zum Beispiel bestimmte Entwicklungen im Modell oder in den
verfügbaren Daten nicht oder noch nicht ausreichend berücksichtigt
sind. Dies kann die Notwendigkeit nach sich ziehen, dass die
modellbasierten Ergebnisse um diese Effekte mit einem Management
Overlay angepasst werden müssen. Im aktuellen makroökonomischen
Umfeld und der damit einhergehenden Unsicherheit ist ein derartiger
Ansatz sachgerecht.
Während die Modelle zur Kalkulation des Kreditrisikos im Laufe
 
des
Jahres 2024 insbesondere aufgrund der aktuellen OeNB-Prognosen
angepasst werden, sieht die Hypo Tirol Bank insbesondere in den
Entwicklungen am Immobilienmarkt Effekte in Verbindung mit dem
Zinsniveau, die durch die Modelle nicht vollständig abgebildet sein
könnten.
Die vermuteten Unsicherheiten in Bezug auf die Einschätzung des
Ausfallsrisikos betreffen insbesondere Kunden der Branchen
 
„Wohnbau
gewerblich“, „Vermietung
 
eigene Immobilien“ und „Bauhaupt- und
Nebengewerbe“. Aufgrund
 
einer durchgeführten Portfolioanalyse hat
sich die Hypo Tirol Bank dazu entschieden, Kunden dieser Branchen mit
einem Management Overlay zu versehen und der Stage 2 zuzuordnen.
Der Management Overlay aus dem Vorjahr wurde gänzlich aufgelöst.
B.
 
WERTPAPIERE
In den Aktivposten „Schuldtitel öffentlicher Stellen und ähnliche
Wertpapiere“,
 
„Forderungen an Kreditinstitute“,
 
„Forderungen an
Kunden“, „Schuldverschreibungen
 
und andere festverzinsliche
Wertpapiere“ (Fremdkapitalwerte) sowie „Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere“ (Eigenkapitalwerte und Fondsanteile)
 
sind
insgesamt Wertpapiere (ohne Zinsabgrenzung) in Höhe von EUR
1.342.316.345 (Vorjahr: TEUR 1.168.389) ausgewiesen. Davon sind
börsennotiert EUR 1.300.862.974 (Vorjahr: TEUR 1.136.524) und nicht
börsennotiert EUR 41.453.371 (Vorjahr: TEUR 31.865).
 
Der Unterschiedsbetrag gemäß § 56 Abs. 4 BWG zwischen Bilanzwert
und dem höheren Marktwert der zum Börsenhandel zugelassenen
Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag EUR
 
484.814 (Vorjahr: TEUR
402).
 
Der gesamte Nominalwert des Anlagevermögens beläuft sich im
Berichtsjahr auf EUR 1.292.150.000 (Vorjahr: TEUR 1.098.110), der
beizulegende Zeitwert beträgt EUR 1.249.996.757 (Vorjahr: TEUR
1.040.649). Der Unterschiedsbetrag von Wertpapieren, welche die
Eigenschaft von Finanzanlagen haben, beträgt gemäß § 56 Abs. 2 BWG
EUR 826.740 (Vorjahr: TEUR 1.011) und gemäß § 56 Abs. 3 BWG EUR
472.994 (Vorjahr: TEUR 388), somit in Summe EUR 353.746 (Vorjahr:
TEUR 623). Dieser Unterschiedsbetrag wird unter dem Posten
Nettozinsertrag (Zinserträge) in der Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesen. Auf Wertpapiere des Anlagevermögens wurde auf Basis
der beschriebenen statistischen Verfahren eine Wertberichtigung in
Höhe von EUR 148.332 (Vorjahr: TEUR 237) gebildet.
Im Finanzanlagevermögen sind andere festverzinsliche Wertpapiere zu
Buchwerten in Höhe von EUR 769.867.278 (Vorjahr: TEUR 786.291)
enthalten, die über ihrem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR
718.038.112 (Vorjahr: TEUR 720.104) ausgewiesen werden, sowie
variabel verzinsliche Wertpapiere zu Buchwerten in Höhe von EUR
8.033.388 (Vorjahr: TEUR 13.084), die über ihrem beizulegenden
Zeitwert in Höhe von EUR 8.018.750 (Vorjahr: TEUR 13.076)
ausgewiesen werden. Im Jahr 2024 wurde bei Wertpapieren im
Finanzanlagevermögen eine außerplanmäßige Abschreibung gemäß §
204 Abs. 2 UGB in Höhe von EUR 954.746 gebucht, da eine dauernde
Wertminderung vorliegt und nicht von einer Wertaufholung
ausgegangen wird.
Gemäß der Zuschreibungspflicht wurden im Jahr 2024 EUR 943.683
(Vorjahr: TEUR 2.081) an Zuschreibungen bei Wertpapieren des
Umlaufvermögens gebucht.
Im Posten „Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“ sind
keine nachrangigen fremden Wertpapiere enthalten.
 
In diesem Bilanzposten ist ein Genussrechtskapital mit
Eigenkapitalcharakter in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.413)
ausgewiesen. Das Genussrecht verbrieft einen Anspruch auf Teilnahme
am laufenden Gewinn, am Vermögen, am Unternehmenswert sowie am
Liquidationsgewinn des emittierenden Unternehmens. Eine Beteiligung
der Genussrechtsinhaber am Verlust der Gesellschaft ist nicht
vorgesehen.
 
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Preis auf inaktiven Märkten und
dem Buchwert beträgt zum Bilanzstichtag EUR -398.655 (Vorjahr:
 
TEUR -685).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
126
Jahresabschluss zum 31.12.2024
126
C.
 
BETEILIGUNGEN UND ANTEILE AN VERBUNDENEN UNTERNEHMEN
Name der Gesellschaft
Sitz der
Gesellschaft
Anteile in %
Eigenkapital per
31.12.2024
in EUR
Jahresergebnis
31.12.2024
in EUR
ARZ Hypo-Holding GmbH
Innsbruck
99,39
349.085
747
Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaft m.b.H.
Innsbruck
99,80
615.018
0
HTI Immobilien Verwaltungs GmbH
Innsbruck
100,00
35.000
0
Hypo Tirol Invest GmbH
Innsbruck
100,00
28.341.210
1.096.268
Hypo Tirol Leasing GmbH
Innsbruck
99,85
30.303.612
1.404.052
Die obige Tabelle zeigt die wesentlichen Beteiligungen. Die anderen
Beteiligungen sind für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage von untergeordneter Bedeutung. Es wird auf § 242 Abs. 2
UGB verwiesen.
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
 
Mit der Beteiligungs-
 
und Finanzierungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck,
sowie der HTI Immobilien Verwaltungs GmbH, Innsbruck, besteht
jeweils ein Ergebnisabführungsvertrag (körperschaftssteuerliche
Organschaft). Die Ergebnisse aus der Gewinngemeinschaft mit der
Beteiligungs- und Finanzierungsgesellschaft m.b.H., Innsbruck, betragen
im Berichtsjahr EUR -6.431 (Vorjahr: TEUR -5), die Ergebnisse aus der
Gewinngemeinschaft mit der HTI Immobilien Verwaltungs GmbH,
Innsbruck, betragen im Berichtsjahr EUR -173.216 (Vorjahr: TEUR -135).
 
Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht
Im Posten „Forderungen an Kunden“ sind unverbriefte Forderungen
 
an
verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 200.251.970 (Vorjahr: TEUR
226.645) und gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR 3.202.119 (Vorjahr:
TEUR 6.207) enthalten.
Im Posten „Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kunden“ sind unverbriefte
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von
EUR 43.875.336 (Vorjahr: TEUR 44.742) und gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von EUR
4.696.974 (Vorjahr: TEUR 4.094)
 
enthalten.
Es bestehen keine verbrieften Forderungen bzw.
 
verbriefte
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht.
D.
 
IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
 
UND
SACHANLAGEN
Anlagespiegel
 
Siehe Beilage zum Anhang.
 
Grundstücke und Gebäude
Der Grundwert der bebauten und unbebauten Grundstücke beträgt zum
31.12.2024 EUR 13.245.640 (Vorjahr: TEUR 4.546). Die planmäßigen
Abschreibungen von Gebäudewerten entsprechen den Bestimmungen
des § 8 EstG und betragen zum 31.12.2024 EUR 1.144.460 (Vorjahr:
TEUR 834).
 
E.
 
SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Im Posten „Sonstige Vermögensgegenstände“
 
sind neben den
Zinsabgrenzungen aus Zinstermingeschäften in Höhe von EUR 8.755.218
(Vorjahr: TEUR 3.620) auch die Einbuchungen der Erträge aus den
Devisentermingeschäften enthalten. Die aktiven und passiven
Zinsabgrenzungen aus Zinstermingeschäften werden saldiert
dargestellt. Diese stellen im Berichtsjahr Erträge dar,
 
die erst nach dem
Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
F.
AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
In den Rechnungsabgrenzungsposten ist das Disagio aus verbrieften
Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 5.568.846 (Vorjahr: TEUR 5.788)
enthalten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
127
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
127
G.
 
AKTIVE LATENTE STEUERN
Die aktiven latenten Steuern werden gesondert im Gliederungspunkt
„13. Aktive latente Steuern“ ausgewiesen. Die aktiven latenten Steuern
beruhen auf folgenden Differenzen und wurden für die Bank Österreich
mit einem Steuersatz in der Höhe von 23 % bewertet. Die Höhe des
Steuersatzes leitet sich aus dem gesetzlichen Steuertarif sowie der
 
internen Berechnung, dass die Steuerlatenzen hauptsächlich aus
Differenzen stammen, die eine Laufzeit von deutlich größer einem Jahr
haben, ab.
 
Der Steuersatz der Zweigniederlassung Italien beträgt 27,5 % und
kommt dort für die Ermittlung der latenten Steuern zur Anwendung.
 
in EUR
UGB-Bilanz
Steuerbilanz
Differenz
Latenter
Steueranspruch
zum 31.12.2024
Latenter
Steueranspruch zum
31.12.2023 in TEUR
Offene Siebentel aus Beteiligungsabschreibungen
0
3.110.796
-3.110.796
715.483
75
Sachanlagen
29.952.097
30.579.061
-626.965
144.202
154
Differenzen Wertpapier-Nostro
708.075.060
709.018.234
-943.174
216.930
52
Pensionsrückstellungen
3.469.399
2.763.000
706.399
162.472
186
Abfertigungsrückstellungen
9.616.423
7.255.298
2.361.125
543.059
670
Jubiläumsgeldrückstellung
1.870.925
1.365.548
505.377
116.237
127
Rückstellungen
23.639.274
12.524.579
11.114.696
2.556.380
2.468
Stand 31.12. Bank Österreich
4.454.763
3.732
Saldierung mit passiven latenten Steuern
1.071.982
1.072
Aktive latente Steuer zum 31.12.
3.382.781
2.660
H.
 
PENSIONSGESCHÄFTE UND NACHRANGIGE
VERMÖGENSWERTE
Im Rahmen von echten Pensionsgeschäften wurden im abgelaufenen
Geschäftsjahr Vermögensgegenstände übertragen. Der Buchwert der in
Pension gegebenen Vermögensgegenstände beträgt EUR
 
505.625.017
(Vorjahr: TEUR 0).
 
In der Position 4. Forderungen an Kunden ist eine nicht börsennotierte
nachrangige Anleihe mit einer Nominale EUR 1.000.000 (Vorjahr: TEUR
1.000) und einem Buchwert von EUR 39.800 (Vorjahr: TEUR 995)
enthalten.
I.
 
VERBINDLICHKEITEN UND RÜCKSTELLUNGEN
Verbindlichkeiten
 
nach Fristigkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie
verbriefte Verbindlichkeiten zeigen
 
gegliedert nach Restlaufzeiten
folgendes Bild:
Verbindlichkeiten
Gesamt
Vorjahr in TEUR
Täglich fällig
2.363.927.961
2.354.228
Bis 3 Monate
1.352.388.614
894.954
3 Monate bis 1 Jahr
481.861.848
1.075.578
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
1.969.577.891
1.826.314
Mehr als 5 Jahre
897.101.824
944.605
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen im Umlauf
werden im Geschäftsjahr 2025 EUR 153.455.700 (Vorjahr: TEUR
424.574) Nominalwert fällig.
 
Die Hypo Tirol Bank hat im Geschäftsjahr 2024 Pfandbriefe in Höhe von
EUR 273.250.000 begeben. Davon wurden Pfandbriefe in Höhe von EUR
0 in den Eigenbestand der Bank genommen.
 
Im Posten „Verbindlichkeiten
 
gegenüber Kreditinstituten“ sind
Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften
 
in Höhe von EUR 68.018.838
(Vorjahr: TEUR 64.788) enthalten.
 
Die im vergangenen Geschäftsjahr in den Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten enthaltenen TLTRO
 
III-Geschäfte mit einem Buchwert in
Höhe von EUR 159.708.542 und einer Nominale von EUR 156.000.000,
wurden planmäßig am 27.03.2024 zurückbezahlt. Somit bestehen zum
31.12.2024 keine Verbindlichkeiten aus TLTRO
 
III-Geschäften.
Spareinlagen
In den Spareinlagen sind Mündelgeldspareinlagen in Höhe von EUR
15.105.377 (Vorjahr: TEUR 15.284) enthalten.
Als Deckungswerte für Mündelgeldspareinlagen sind Forderungen, für
die der Bund oder ein Land haftet, in der Höhe von EUR 17.625.000
(Vorjahr: TEUR 23.500) gewidmet.
 
Sonstige Verbindlichkeiten
Im Posten „Sonstige Verbindlichkeiten“
 
sind unter anderem Bestände
auf Verrechnungskonten in Höhe von EUR 29.574.131 (Vorjahr: TEUR
29.947) und Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 7.805.515
(Vorjahr: TEUR 2.328) enthalten. Diese Verbindlichkeiten werden erst
nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam. Der Großteil der
Bestände auf Verrechnungskonten betrifft
 
Verbindlichkeiten gegenüber
dem Land Tirol für erhaltene Rückzahlungen von
Wohnbauförderdarlehen, welche über die Hypo Tirol Bank abgewickelt
werden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
128
Jahresabschluss zum 31.12.2024
128
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
In den passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR
1.494.965 (Vorjahr: TEUR 2.116) ist im Wesentlichen das Agio aus
verbrieften Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.469.902 (Vorjahr:
TEUR 2.092) ausgewiesen.
Rückstellungen
Die Pensionsrückstellung beträgt per 31.12.2024 EUR 3.469.399
(Vorjahr: TEUR 3.722). Die zentralen Parameter
 
für die
versicherungsmathematische Berechnung sind ein Rechnungszinssatz
von 3,28 % p. a. (Vorjahr: 3,48 %), eine Steigerungsrate der Aktivbezüge
und Pensionszahlungen im ersten Jahr von 1,50 % (Vorjahr: 7,00 %) und
in den Folgejahren von 1,50 % (Vorjahr: 1,70 %).
Da seitens der Hypo Tirol Bank Pensionsverpflichtungen lediglich für
bereits in Pension befindliche Personen bestehen, ist eine
Berücksichtigung des Pensionsantrittsalters für die Berechnung der
Rückstellung obsolet.
 
Die Rückstellung für Abfertigungen beträgt zum 31.12.2024 EUR
9.616.423 (Vorjahr: TEUR 10.361). Die wesentlichsten Parameter für die
versicherungsmathematische Berechnung sind ein Rechnungszinssatz
von 3,28 % p. a. (Vorjahr: 3,48 %), eine durchschnittliche
Gehaltssteigerung im ersten Jahr von 2,50 % (Vorjahr: 8,00 %) und in
den Folgejahren von 2,50 % (Vorjahr: 2,70 %) sowie ein
Pensionsantrittsalter für Frauen zwischen 61 und 65 und für Männer
von 65 Jahren.
 
Für die Berechnungen werden dienstzeitabhängige
Fluktuationswahrscheinlichkeiten von 13,00 % im ersten Dienstjahr bis
hin zu 0,00 % im 15. Dienstjahr berücksichtigt. Der Rechnungszinssatz
wurde für die Pensions- und Abfertigungsrückstellungen anhand der
durchschnittlich zu erwartenden, verbleibenden Dienstzeiten abgeleitet.
Die Auflösung der Rückstellung gegenüber dem 31.12.2023 beträgt EUR
-744.985 (Vorjahr: Rückgang TEUR 529).
Die für die Ermittlung der Abfertigungsrückstellung herangezogenen
Berechnungsparameter gelten in gleicher Weise für die Berechnung der
Jubiläumsgeldrückstellung. Die Rückstellung beträgt zum 31.12.2024
EUR 1.870.925 (Vorjahr: TEUR 2.019).
Art der Rückstellung
Zweck
31.12.2024
in EUR
31.12.2023
in TEUR
Personalrückstellung
Urlaub und Jubiläumsgelder
3.490.376
3.466
Sonstige
2.353.452
2.107
Drohverlustrückstellung Derivate
8.674.411
13.771
Kundengeschäft
Rückstellungen für Negativzinsen
4.507.445
7.865
Rückstellung für Kredit-Bearbeitungsgebühren
15.355.256
14.979
Sonstige
2.506.964
3.441
Die Rückstellungen für Risikovorsorgen von Bürgschaften und
Haftungen aus dem Kundengeschäft werden im Abschnitt A.
Forderungen – Wertberichtigungen ausgewiesen.
 
Der Rückgang der Drohverlustrückstellung gegenüber dem Vorjahr ist
durch Fremdwährungseffekte bei der Bewertung von Währungsswaps
und durch geringere Ineffizienzen bei Sicherungsbeziehungen bedingt.
In der Vergangenheit hat die Hypo Tirol Bank AG eine Rückstellung für
Negativzinsen gebildet, die laufend aufgelöst wird und nur nicht
verjährte Ansprüche beinhaltet.
 
Die Rückstellung für Kredit-Bearbeitungsgebühren, die im Vorjahr
gebildet wurde,
 
hat sich lediglich um den Zinsaufwand für das
Geschäftsjahr 2024 erhöht. Die Basis dieser Rückstellung bildeten
Urteile des OGH („Fitness-Studio Entscheidung“ 4 Ob 59/22p) sowie
dessen Auswirkung in Verfahrensentscheidungen, im Zusammenhang
mit Bearbeitungsgebühren, gegen Unternehmen in anderen Branchen.
Diese Rückstellung wird im Berichtsjahr 2024 weiterhin bilanziert, da es
noch kein höchstgerichtliches Urteil gibt.
Rückstellungen für das Kundengeschäft – Sonstige, setzen sich vor allem
aus einer Rückstellung für die Rückvergütung von Zinsen aus dem Urteil
bezüglich dem gesetzlichen Schuldenmoratorium im Zuge der Covid-19-
Krise in der Höhe von EUR 1.529.200 (Vorjahr: TEUR 1.476).
Weiters wurde im laufenden Geschäftsjahr eine Rückstellung im
Zusammenhang mit dem Wegfall der Zwischenbankbefreiung gemäß § 6
Abs 1 Z 28 zweiter Satz UStG in Höhe von EUR 280.539 gebildet.
 
Diese
bisherige Befreiung, die bis Ende des Berichtjahres nach nationalem
Recht umgesetzt war,
 
könnte durch den EuGH als verbotene Beihilfe
eingestuft werden und somit zu einer rückwirkenden Rückforderung
führen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
129
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
129
J.
 
EIGENKAPITAL
 
UND EIGENKAPITALNAHE
VERBINDLICHKEITEN
Grundkapital
Das Grundkapital besteht aus 2,4 Mio. Stück vinkulierten auf Namen
lautenden Stückaktien zu je EUR 7,50. Das entspricht EUR 18.000.000
sowie einer Erhöhung von EUR 32.000.000 aus Gesellschaftsmitteln im
Jahr 2009, insgesamt EUR 50.000.000 (Vorjahr: TEUR 50.000). Die
Gesamtsumme des Grundkapitals
 
entspricht dem genehmigten Kapital.
 
Gewinnverwendung
Es ist geplant, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn des Geschäftsjahres
2024 in Höhe von EUR 15.294.210 an den Alleingesellschafter Land Tirol
eine Dividende in Höhe von EUR 15.000.000 auszuschütten. Der
verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von EUR 294.210 soll auf neue
Rechnung vorgetragen werden. Im Zusammenhang mit der
Ausschüttung werden die Regelungen des § 235 UGB eingehalten.
 
Aufgliederung des Kernkapitals
 
und der Eigenmittel gemäß
§64 Abs 1 Z. 16-17 BWG.
Die Eigenmittel und die bankaufsichtlichen Eigenmittelerfordernisse
sind auf Basis der Verordnung (EUR) Nr.
 
575/2013 (Capital
Requirements Regulation – CRR) sowie der Richtlinie über den Zugang
zur Tätigkeit von Kreditinstituten
 
(Capital Requirements Directive – CRD)
zu ermitteln.
 
Unkonsolidierte Eigenmittel
 
gemäß CRR/CRD
in Tsd EUR
2024
CRR/CRD
2023
CRR/CRD
Gezeichnetes Kapital
 
50.000
50.000
Rücklagen, Unterschiedsbeträge, Fremdanteile
545.757
499.186
Aufsichtliche Korrekturposten, Art 32 bis Art 35 CRR
0
0
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals, Art 36 und Art 90 CRR
-3.385
-465
Hartes Kernkapital (CET 1)
592.372
548.721
Zusätzliches Kernkapital
0
0
Kernkapital (Tier I)
592.372
548.721
Eingezahlte Kapitalinstrumente und nachrangige Darlehen
54.147
69.600
Abzüge von den Posten des Ergänzungskapitals, Art 66 CRR
0
0
Ergänzende Eigenmittel, Ergänzungskapital (Tier II)
54.147
69.600
Gesamte anrechenbare Eigenmittel
646.519
618.321
Erforderliche Eigenmittel
253.911
267.709
Eigenmittelüberschuss
392.608
350.612
Kernkapitalquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
18,66%
16,40%
Eigenmittelquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
20,37%
18,48%
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
130
Jahresabschluss zum 31.12.2024
130
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR/CRD
Forderungsklassen
Risikogewichtete
Aktiva
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2024
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2023
in Tsd EUR
Forderungen an Zentralstaaten
11.137
891
753
Forderungen an regionale Gebietskörperschaften
102
8
10
Forderungen an öffentliche Stellen
20.282
1.623
1.989
Forderungen mit hohem Risiko
483.920
38.714
46.938
Forderungen an Institute
38.429
3.074
3.464
Forderungen an Unternehmen
774.053
61.924
69.431
Retail-Forderungen
192.651
15.412
17.444
Durch Immobilien besicherte Forderungen
1.009.628
80.770
82.658
Überfällige Forderungen
93.919
7.513
7.288
Forderungen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen
64.584
5.167
4.223
Verbriefungspositionen
0
0
0
Forderungen in Form von Investmentfondsanteilen
0
0
0
Internationale Organisationen
0
0
0
Multilaterale Entwicklungsbanken (MDB)
0
0
0
Beteiligungspositionen
36.176
2.894
3.163
Sonstige Posten
112.735
9.019
7.487
Risikogewichtete Aktiva
2.837.616
227.009
244.849
Positionsrisiko im Handelsbuch
0
0
0
Fremdwährungsrisiko
0
0
0
Operationelles Risiko
329.811
26.385
22.058
CVA Risiko
6.158
492
779
Risiko für CCP Ausfallfonds
298
24
23
Gesamtrisikobetrag & Gesamteigenmittelerfordernis
3.173.883
253.910
267.709
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
131
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
131
Gemäß § 64 Abs. 1 Z. 17 BWG weist die Gesellschaft nachfolgend die
Konsolidierung der Eigenmittel sowie die Eigenmittelerfordernisse auf
Konzernebene der Hypo Tirol Bank aus.
 
Konsolidierte Eigenmittel gemäß
 
CRR/CRD
in Tsd EUR
2024
CRR/CRD
2023
CRR/CRD
Gezeichnetes Kapital
 
50.000
50.000
Rücklagen, Unterschiedsbeträge, Fremdanteile
632.007
586.085
Aufsichtliche Korrekturposten, Art 32 bis Art 35 CRR
-4.412
-5.655
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals, Art 36 und Art 90 CRR
-6.226
-3.695
Hartes Kernkapital (CET 1)
671.369
626.735
Zusätzliches Kernkapital
0
0
Kernkapital (Tier I)
671.369
626.735
Eingezahlte Kapitalinstrumente und nachrangige Darlehen
54.671
70.267
Abzüge von den Posten des Ergänzungskapitals, Art 66 CRR
0
0
Ergänzende Eigenmittel, Ergänzungskapital (Tier II)
54.671
70.267
Gesamte anrechenbare Eigenmittel
726.040
697.002
Erforderliche Eigenmittel
270.144
284.301
Eigenmittelüberschuss
455.896
412.701
Kernkapitalquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
19,88%
17,64%
Eigenmittelquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
21,50%
19,61%
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
132
Jahresabschluss zum 31.12.2024
132
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR/CRD
Forderungsklassen
Risikogewichtete
Aktiva
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2024
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2023
in Tsd EUR
Forderungen an Zentralstaaten
3.754
300
275
Forderungen an regionale Gebietskörperschaften
102
8
10
Forderungen an öffentliche Stellen
20.384
1.631
1.975
Forderungen mit hohem Risiko
483.444
38.676
46.950
Forderungen an Institute
38.087
3.047
3.429
Forderungen an Unternehmen
827.059
66.165
72.972
Retail-Forderungen
191.880
15.350
17.403
Durch Immobilien besicherte Forderungen
1.021.392
81.711
84.168
Überfällige Forderungen
93.952
7.516
7.305
Forderungen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen
63.759
5.101
4.112
Verbriefungspositionen
0
0
0
Forderungen in Form von Investmentfondsanteilen
52.648
4.212
4.128
Internationale Organisationen
0
0
0
Multilaterale Entwicklungsbanken (MDB)
0
0
0
Beteiligungspositionen
16.292
1.303
2.037
Sonstige Posten
236.023
18.882
17.225
Risikogewichtete Aktiva
3.048.776
243.902
261.989
Positionsrisiko im Handelsbuch
0
0
0
Fremdwährungsrisiko
0
0
0
Operationelles Risiko
321.567
25.725
21.510
CVA Risiko
6.158
493
779
Risiko für CCP Ausfallfonds
299
24
23
Gesamtrisikobetrag & Gesamteigenmittelerfordernis
3.376.800
270.144
284.301
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
133
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
133
Ergänzungskapital
Der Nominalwert des Ergänzungskapital betrug zum 31.12.2024 EUR
94.178.098 (Vorjahr: TEUR 94.178). Das Ergänzungskapital hat eine
Restlaufzeit von einem bis acht Jahren. Die Aufwendungen für
Ergänzungskapital betrugen 2024 EUR 4.296.231 (Vorjahr: TEUR 4.043).
Tabellarische Aufstellung
 
von nachrangigen Verbindlichkeiten
zum 31.12.2024:
ISIN-Nr.
Währung
Betrag in EUR
Zinssatz
Fälligkeit
Daueremission
AT0000339684
ATS
5.087.098,39
6,00
2028-07-24
NEIN
AT0000A1GTJ6
EUR
10.000.000,00
variabel
2025-10-22
JA
AT0000A1NA80
EUR
10.000.000,00
Stufenzins
2026-09-01
JA
AT0000A1U818
EUR
7.300.000,00
5,60
2029-03-10
NEIN
AT0000A1XA54
EUR
5.544.000,00
Stufenzins
2027-08-03
JA
AT0000A20260
EUR
10.034.000,00
Stufenzins
2028-02-15
JA
AT0000A22EZ8
EUR
3.000.000,00
3,50
2029-08-08
JA
AT0000A25KU9
EUR
10.000.000,00
Stufenzins
2029-01-21
JA
AT0000A2C0K9
EUR
3.000.000,00
2,80
2029-12-27
JA
AT0000A2CFY1
EUR
3.213.000,00
Stufenzins
2030-01-31
JA
AT0000A2VKT1
EUR
7.000.000,00
3,51
2032-03-01
NEIN
XS0132424028
EUR
20.000.000,00
variabel
2026-07-23
JA
Sämtliche nachrangige Verbindlichkeiten werden im Liquidationsfall
oder im Falle des Konkurses der Hypo Tirol Bank erst nach den
Forderungen der anderen nicht nachrangigen Gläubiger befriedigt. Eine
Umwandlung der nachrangigen Verbindlichkeiten in Kapital oder in
andere Formen von Verbindlichkeiten ist in den Bedingungen nicht
vorgesehen.
Posten unter der Bilanz
 
Die Eventualverbindlichkeiten betragen in Summe EUR 133.614.232
(Vorjahr: TEUR 150.859), davon EUR 78.563.017 (Vorjahr: TEUR 78.689)
in Bürgschaften, EUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) in Akkreditiven und EUR
55.051.215 (Vorjahr: TEUR 72.170) in Erfüllungsgarantien.
Die Kreditrisiken setzen sich zur Gänze aus Kreditzusagen zusammen.
Über die oben erläuterten Eventualverbindlichkeiten hinaus bestehen
noch folgende weitere Eventualverpflichtungen:
 
Verpflichtung aus der gemäß § 8 ESAEG vorgeschriebenen
Mitgliedschaft bei der Einlagensicherungsgesellschaft
„Einlagensicherung Austria GmbH“
 
Gemäß § 8 Abs. 1 ESAEG gehört die Hypo Tirol Bank als
einlagenentgegennehmendes Institut (CRR-Institut) mit dem Sitz in
Österreich der einheitlichen Sicherungseinrichtung nach § 1 Abs. 1 Z. 1
ESAEG an.
 
Wie bisher hat jede Sicherungseinrichtung einen aus verfügbaren
Finanzmitteln bestehenden Einlagensicherungsfonds gem. § 21 Abs. 4
ESAEG in Höhe von zumindest 0,8 v. H. der Summe der gedeckten
Einlagen der Mitgliedsinstitute als Zielausstattung einzurichten. Die
Beitragsverpflichtung richtet sich auch weiterhin nach der Höhe der
gedeckten Einlagen unter Zugrundelegung von vorher bestimmten
Risikofaktoren (sog. risikobasierte Beitragsberechnung).
 
Für das Geschäftsjahr 2024 errechnete sich für die Hypo Tirol Bank ein
Beitragsanteil von EUR 0 (Vorjahr: TEUR 372), der an die
Einlagensicherung Austria GmbH bezahlt wurde. Darüber hinaus ist die
Einlagensicherung Austria GmbH im Sicherungsfall verpflichtet, falls die
Fondsmittel zur Bedeckung der Einlegeransprüche nicht ausreichen,
Sonderbeiträge bei ihren Mitgliedsinstituten einzuheben. Diese
Sonderbeiträge können gem. § 22 Abs. 1 ESAEG jährlich maximal 0,50 %
der jeweils gedeckten Einlagen betragen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
134
Jahresabschluss zum 31.12.2024
134
K.
 
ERGÄNZENDE ANGABEN
Hypothekenbankgeschäft
 
gemäß Pfandbriefgesetz
Deckungsausweis zum 31.12.2024
Kategorie in EUR
verbriefte
Verbindlichkeiten
Deckungsdarlehen
+/- Über-/
Unterdeckung
Ersatzdeckung
Pfandbriefe eigene
1.873.437.660
2.570.924.885
722.267.282
24.780.057
Kommunalbriefe (öffentl. Pfandbriefe) eigene
305.798.312
1.005.234.381
715.730.669
16.294.600
Gesamtsumme
2.179.235.972
3.576.159.266
1.437.997.951
41.074.657
Deckungsausweis zum 31.12.2023
Kategorie in EUR
verbriefte
Verbindlichkeiten
Deckungsdarlehen
+/- Über-/
Unterdeckung
Ersatzdeckung
Pfandbriefe eigene
2.446.948.997
2.676.958.934
263.343.113
33.333.176
Kommunalbriefe (öffentl. Pfandbriefe) eigene
33.093.312
948.429.580
929.746.648
14.410.380
Gesamtsumme
2.480.042.309
3.625.388.514
1.193.089.761
47.743.556
Fremdwährungen
 
Auf der Aktivseite der Bankbilanz sind Forderungen in fremder Währung
im Gegenwert von EUR 135.964.456 (Vorjahr: TEUR 182.195) und auf
der Passivseite der Bankbilanz Verbindlichkeiten in fremder Währung im
Gegenwert von EUR 14.675.675 (Vorjahr: TEUR 25.326)
 
enthalten.
Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
Umfang
Beizulegender Zeitwert
Buchwert
Kategorie, Art des Finanzinstruments
Nominale
Anzahl
positiver
negativer
Aktiv
Passiv
Zinsbezogene Produkte
Optionsgeschäfte
58.510.236
183
269.960
-297.766
0
-26.038
Optionsgeschäfte Vorjahr
95.957.247
230
432.321
-513.673
0
-113.007
Swaps
3.992.205.473
274
112.814.287
-144.893.782
0
-8.648.373
Swaps Vorjahr
4.280.787.003
347
153.931.018
-198.330.651
0
-13.658.179
Währungsbezogene Produkte
Termingeschäfte
86.983.802
8
618.163
-477.711
618.163
-477.711
Termingeschäfte Vorjahr
96.885.080
9
6.311
-2.938.271
6.311
-2.938.291
Substanzwertbezogene Produkte
Verkaufsoptionen
0
0
0
0
0
0
Verkaufsoptionen Vorjahr
0
0
0
0
0
0
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
135
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
135
Im Jahr 2024 beträgt die Rückstellung für bereits nach IFRS 9 ineffektiv
gewordene Sicherungsbeziehungen EUR 0 (Vorjahr: TEUR 226). Die
Rückstellung für sonstige Ineffektivitäten betrug zum 31.12.2024 EUR
2.302.558 (Vorjahr: TEUR 3.691).
 
Die Aufsummierung der Nominalbeträge erfolgt bei allen Produkten
vorzeichenneutral. Die Nominale der währungsbezogenen
Termingeschäfte werden anhand der in den Geschäften verkauften
Nominalbestände ermittelt.
 
Erläuterungen zu Derivatbeständen,
 
die in einer
Sicherungsbeziehung stehen
Sicherungsbeziehungen werden für die Restlaufzeit der Grundgeschäfte
eingegangen. Die Restlaufzeiten der Absicherungszeiträume liegen zum
31.12.2024 zwischen unter einem und 31 Jahren. Im abgelaufenen
Geschäftsjahr wurden
 
aufgrund einer Änderung der Zinsrisikosteuerung
mehrere Sicherungsbeziehungen vorzeitig beendet, indem die
Sicherungsgeschäfte aufgelöst wurden. Als Sicherheiten für derivative
Finanzinstrumente dienen ausschließlich Cash Collaterals, die in Höhe
von EUR 23.803.967 (Vorjahr: TEUR 45.416) gestellt wurden. Daraus
ergibt sich, dass für folgende negative Marktwerte von Derivaten keine
Rückstellungen gebildet wurden, da sich diese Derivate zum
Bilanzstichtag in effektiven Sicherungsbeziehungen befinden:
Art des Derivates
negativer Marktwert
in EUR
Vorjahr
in TEUR
Caps, Floors, Collars
0
0
Zinsswaps
-141.574.165
-191.206
Erläuterungen zu Zinssteuerungsderivaten
In einer funktionalen Einheit zusammengefasste Zinsderivate zum
Nominalwert in Höhe von EUR 48.238.813 (Vorjahr: TEUR 68.294)
dienen ausschließlich dem Zweck, den definierten Zinsrisiken des
Bankbuches zu folgen.
 
Der Ausweis der Drohverlustrückstellung erfolgt unter Punkt I
„Verbindlichkeiten
 
und Rückstellungen“,
 
wobei hiervon EUR 0 (Vorjahr:
TEUR 0) drohenden Verlusten aus funktionalen einheitlichen
Zinssteuerungsderivaten zuzurechnen sind.
 
Die Bewertungseffekte in der Höhe von EUR -73.131 im Jahr 2024
bestehen in der funktionalen Einheit Strategische Zinsderivate EUR zur
Gänze aus Veränderungen von Bestandspositionen mit EUR -110.181.
Bei den Bestandspositionen sind die Bewertungseffekte auf die
Änderungen der Zinsen zurückzuführen. Ein Bewertungseffekt von EUR -
23.810 ist auf beendete Positionen zurückzuführen, welcher im
Wesentlichen aus der Umwandlung von einem positiven Barwert in
einen positiven Zinserfolg aufgrund des Laufzeitendes resultiert.
Unterteilt nach Produkten setzt sich der Bewertungseffekt aus EUR
30.032 Swap-Positionen, EUR 0 Swaption-Positionen und EUR -103.163
aus Cap-Positionen zusammen.
Die Summen der positiven und negativen beizulegenden Werte verteilt
sich auf die funktionalen Einheiten wie folgt:
Werte in EUR
funktionale Einheit
positive
Marktwerte
negative
Marktwerte
EUR
245.575
-37.694
CHF
0
0
Summe
245.575
-37.694
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
 
Im Geschäftsjahr 2025 werden die Miet- und Leasingverpflichtungen
EUR 2.464.456 (Vorjahr: TEUR 2.444) betragen. In den folgenden fünf
Jahren (2025 bis 2029) werden diese Verpflichtungen insgesamt den
Betrag von EUR 12.902.290 (Vorjahr: TEUR 13.315) erreichen.
 
Gruppenbesteuerung
 
Die Hypo Tirol Bank AG ist Gruppenträger einer steuerlichen Gruppe.
Der zugrundeliegende Steuersatz beträgt 23 %. Die steuerliche
Ergebnisverrechnung der Gruppenmitglieder „Beteiligungs- und
Finanzierungs GmbH“, „Hypo Gastro GmbH“ und „HTI
Immobilienverwaltungs GmbH“ für das Geschäftsjahr beträgt in Summe
EUR -113.636 (Vorjahr: TEUR -156).
 
Nachdem in der Hypo Tirol Bank AG mit oben angeführten Mitgliedern
der Steuergruppe ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, der keine
Verrechnung einer gesonderten Steuerumlage vorsieht, wird gemäß
Vertrag für diese Gruppenmitglieder keine Steuerumlage ermittelt bzw.
verbucht.
 
Mit der Gesellschaft Hypo Immobilien Betriebs Gesellschaft m.b.H.
besteht kein Ergebnisabführungsvertrag. Die Steuerumlage für das Jahr
2024 beträgt EUR 48.297 (Vorjahr: TEUR 4).
 
Außerbilanzielle Geschäfte
 
Zu den nicht in der Bilanz ausgewiesenen Geschäften zählen die unter
den Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten angeführten positiven
Marktwerte. Für negative Marktwerte wurde eine
Drohverlustrückstellung, sofern es sich nicht um Sicherungsgeschäfte
handelt, gebildet.
 
Weiters werden im Zuge der Kreditvergabe
 
Sicherungsgeschäfte
abgeschlossen, die nicht in der Bilanz aufscheinen. Als Sicherheiten
dienen vorwiegend Hypotheken, Garantien bzw.
 
Bürgschaften,
Barbesicherungen und andere sicherungsfähige Vermögenswerte. In der
Offenlegung erfolgt die Angabe der nach aufsichtsrechtlichen
Gesichtspunkten bewerteten Sicherheiten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
136
Jahresabschluss zum 31.12.2024
136
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
 
Im Zeitraum zwischen Ende des Geschäftsjahres und Aufstellung des
Jahresabschlusses fanden keine besonderen Ereignisse statt, die Einfluss
auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der Hypo Tirol Bank AG
haben.
Offenlegung gemäß CRR/CRD
Umfassende Informationen zur Organisationsstruktur,
 
zum
Risikomanagement und zur Risikokapitalsituation gemäß CRR/CRD in
Verbindung mit § 65a BWG werden auf der Homepage der Hypo Tirol
Bank AG offengelegt.
 
Unter www.hypotirol.com/sicherheit-und-recht findet sich unter
„Offenlegung Teil 8 CRR
 
und §26 BWG“ sowie „Offenlegung §65a BWG“,
ein entsprechender Download.
III.
 
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
Die Angaben hinsichtlich der Aufwendungen für den Abschlussprüfer
werden im Konzernabschluss der Hypo Tirol Bank AG offengelegt.
 
Im Nettozinsertrag ist eine Veränderung der Rückstellung für
Negativzinsen in der Höhe von EUR 3.357.554 (Vorjahr: TEUR 4.790)
berücksichtigt.
Im Geschäftsjahr 2024 wurde ein Ergebnis aus Finanzgeschäften in Höhe
von EUR 6.535.896 (Vorjahr: TEUR 409) erzielt. Das Ergebnis aus
Finanzgeschäften im Geschäftsjahr 2024 beinhaltet im Wesentlichen
Einmaleffekte in Höhe von EUR 5.340.600 aus der Auflösung der Hedge-
Accounting Beziehungen von Fixzinskrediten sowie Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen für Derivategeschäfte, Erträge aus
Geschäften zur Absicherung des Kursrisikos aus
Fremdwährungspositionen und letztlich Erträge aus
Absicherungspositionen für das Zinsrisiko.
Im Ertrags-/Aufwandssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von
Wertpapieren ist ein Aufwand aus der Abwertung eines nicht mehr
werthaltigen Genussrechtes in Höhe von EUR 3.413.250 enthalten.
 
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
2024
EUR
2023
TEUR
Erträge aus dem Leasinggeschäft
34.423
221
Andere Miet- und Pachtverträge
1.599.344
866
Erträge aus der Veräußerung von
Vermögenswerten
353.542
147
Erträge aus der Abwicklung der
Wohnbauförderung
1.916.427
1.948
Erträge aus operationellen Risiken
55.444
597
Sonstige betriebliche Erträge
1.459.134
1.866
Sonstige betriebliche Erträge Gesamt
5.418.314
5.645
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen EUR 779.480
(Vorjahr: TEUR 673) auf die Zweigniederlassung Italien.
 
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt
zusammen:
2024
EUR
2023
TEUR
Aufwendungen aus dem Leasinggeschäft
125.564
212
Aufwendungen aus Schadensfällen
60.581
1.450
Aufwand für Einlagensicherung
0
372
Aufwendungen für Abwicklungsfonds
0
3.958
Sonstige betriebliche Aufwendungen
1.864.167
1.058
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Gesamt
2.050.312
7.050
Von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen EUR
1.087.915 (Vorjahr: TEUR 571) auf die Zweigniederlassung Italien.
Die Provisionserträge gliedern sich im abgelaufenen Geschäftsjahr
 
wie folgt auf:
Provisionserträge aus dem
2024
EUR
2023
TEUR
Kreditgeschäft
5.239.800
5.461
Wertpapiergeschäft
13.197.454
11.814
Zahlungsverkehr
16.217.057
15.534
Devisen-, Sorten-
 
und Edelmetallgeschäft
592.460
512
sonstigen Dienstleistungsgeschäft
735.793
623
Provisionserträge Gesamt
35.982.564
33.944
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag belasten wie im Vorjahr
ausschließlich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
 
Gemäß § 64 Abs. 1 Z. 19 BWG beträgt die Gesamtkapitalrentabilität
 
0,78 % (Vorjahr: 0,62 %).
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
137
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
137
IV.
 
COUNTRY BY COUNTRY REPORTING
Gemäß § 64 Abs. 1 Z. 18 BWG wird nachfolgend der Country by Country
Report der Zweigniederlassung Italien angeführt. Die
Zweigniederlassung wird als EU-Filiale ohne eigene Rechtspersönlichkeit
in Bozen geführt. Die Hypo Tirol Bank agiert in Italien im Wesentlichen
in den Bereichen Immobilienfinanzierung und -leasing für
Unternehmen.
2024
EUR
2023
TEUR
Nettozinsertrag
3.741.189
3.809
Betriebserträge
4.524.338
4.427
Jahresergebnis vor Steuern
167.589
4.458
Steuern vom Einkommen
98.101
89
Erhaltene öffentliche Beihilfen
0
-
2024
2023
Anzahl der Mitarbeiter
1
1
Der Nettozinsertrag entspricht dem Zinsüberschuss vor Risikovorsorge.
Unter den Betriebserträgen werden der Provisionsüberschuss, das
Ergebnis aus Finanzgeschäften sowie die sonstigen betrieblichen Erträge
ausgewiesen. Die Anzahl der Mitarbeiter wird auf Vollzeitbasis
angegeben.
V.
ANGABEN ÜBER ORGANE UND ARBEITNEHMER
Mitarbeiter
2024 waren im Jahresdurchschnitt 472 Mitarbeiterkapazitäten – ohne
Karenz – (Vorjahr: 447) bei der Hypo Tirol Bank beschäftigt. Davon
entfallen 472 auf Angestellte (Vorjahr: 447) und 0 auf Arbeiter (Vorjahr:
0). Die Mitarbeiteranzahl (ohne Karenz) gliedert sich zum Bilanzstichtag
wie folgt auf:
31.12.2024
31.12.2023
Angestellte vollzeitbeschäftigt
373
356
Angestellte teilzeitbeschäftigt
156
146
Angestellte Lehrlinge
19
15
Arbeiter
0
0
Arbeitnehmer Gesamt
548
517
Die Mitarbeiteranzahl gemessen nach Kapazitäten zeigt nachfolgendes
Bild:
31.12.2024
31.12.2023
Angestellte vollzeitbeschäftigt
373
356
Angestellte teilzeitbeschäftigt
91
85
Angestellte Lehrlinge
19
15
Arbeiter
0
0
Arbeitnehmer Gesamt
483
456
Vorschüsse, Kredite
 
an Vorstände und
 
Aufsichtsräte
Die Vorschüsse und Kredite an Vorstände
 
betrugen zum Bilanzstichtag
EUR 32.362 (Vorjahr: TEUR 34), jene an Aufsichtsräte betrugen zum
Bilanzstichtag EUR 420.996 (Vorjahr: TEUR 440).
Aufwendungen für Bezüge, Abfertigungen
 
und Pensionen
 
Die Aktivbezüge der Vorstände beliefen sich auf EUR 1.261.409 (Vorjahr:
TEUR 1.439). Die laufenden Aufwendungen der Bank für
Versorgungsbezüge früherer Vorstandsmitglieder
 
und deren
Hinterbliebenen betrugen abzüglich der ASVG-Vergütungen im
Berichtsjahr EUR 341.403 (Vorjahr: TEUR 318). Die Veränderung der
Rückstellung für Pensionen früherer Vorstandsmitglieder und deren
Hinterbliebenen führte im Geschäftsjahr 2024 zu einer Auflösung in der
Höhe von EUR -102.685 (Vorjahr: TEUR -8). Die
Aufsichtsratsvergütungen betrugen im Jahr 2024 EUR 147.148 (Vorjahr:
TEUR 115). Die laufenden Aufwendungen für Abfertigungen und
Pensionen für alle anderen Dienstnehmer betrugen im Berichtsjahr EUR
505.548 (Vorjahr: TEUR 554). Die Veränderung der Rückstellung für
Abfertigungen und Pensionen für alle anderen Dienstnehmer führte im
Geschäftsjahr 2024 zu einer Auflösung in der Höhe von EUR 555.341
(Vorjahr: Zuweisung TEUR 1.509). Die Beiträge an die
Mitarbeitervorsorgekasse betrugen EUR 368.593 (Vorjahr: TEUR 311).
 
HYPO TIROL BANK AG
138
Jahresabschluss zum 31.12.2024
138
Mitglieder des Aufsichtsrats
Mag. Wilfried STAUDER
, Volders
Vorsitzender
Ao. Univ.-Prof.
 
Dr. Erich PUMMERER
, Axams
1. Vorsitzender-Stellvertreter
Univ.-Prof.
 
Dr. Rudolf STECKEL
, Innsbruck
2. Vorsitzender-Stellvertreter
Weitere Mitglieder des Aufsichtsrats
Mag. Manuela GROSS
, Graz
MMag. Jakob GRÜNER,
 
LL.M.
, Innsbruck
Daniela KRUCKENHAUSER MSc.
, Mils
MMag. Daniel MATHOI
, München
Mag. Manfred TSCHOPFER
, Natters
Vom Betriebsrat entsandt
Mag. Gabriele HILBER
, Innsbruck
Betriebsratsvorsitzende
Stefan KNOFLACH
, Hall in Tirol
Andreas PEINTNER
, Ellbögen
Peter PICHLER
, Zirl
Mitglieder des Vorstands
Mag. Alexander WEISS
, Axams
Vorsitzender
Mag. Susanne ENDL
, Wörgl
Vorstandsmitglied
DI (FH) Andreas STADLER, MBA, MA
, Axams
Vorstandsmitglied
 
 
 
 
 
 
 
doc1p19i0
139
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
139
Innsbruck, am 11. März 2025
Mag. Alexander Weiß e.h.
Mag. Susanne Endl e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
140
Jahresabschluss zum 31.12.2024
140
Anlagespiegel per 31. Dezember 2024
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2024
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 31.12.2024
IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Immaterielle Vermögensgegenstände
509.595,04
145.200,00
20.669,48
0,00
634.125,56
SACHANLAGEVERMÖGEN
Grundstücke und Gebäude
70.591.398,95
21.035.378,05
10.961.220,70
-290.149,64
80.375.406,66
Betriebs und Geschäftsausstattung *)
38.157.894,07
1.790.063,95
442.574,02
290.149,64
39.795.533,64
Summe Sachanlagen
 
108.749.293,02
22.825.442,00
11.403.794,72
0,00
120.170.940,30
Zwischensumme Anlagenbuchhaltung
109.258.888,06
22.970.642,00
11.424.464,20
0,00
120.805.065,86
FINANZANLAGEN:
Festverzinsliche Wertpapiere/Fonds
1.102.031.197,24
360.032.431,70
165.925.370,50
0,00
1.296.138.258,44
Anteile an verbundenen Unternehmen
29.089.930,01
5.087,10
0,00
0,00
29.095.017,11
Sonstige Beteiligungen
 
2.146.513,67
17.964,91
0,00
0,00
2.164.478,58
Zwischensumme Finanzanlagen
1.133.267.640,92
360.055.483,71
165.925.370,50
0,00
1.327.397.754,13
SUMME
 
1.242.526.528,98
383.026.125,71
177.349.834,70
0,00
1.448.202.819,99
*) davon geringwertige
Vermögensgegenstände gem. §13 EStG
277.908,31
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
141
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
141
Kumulierte Abschreibung
 
Buchwert
Stand
01.01.2024
Zugänge
Abgänge
Zuschrei-
bungen
Umbuch-
ungen
Stand
31.12.2024
Buchwert
31.12.2024
Buchwert
01.01.2024
IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Immaterielle
Vermögensgegenstände
368.057,93
99.331,40
0,00
0,00
0,00
467.389,33
166.736,23
141.537,11
SACHANLAGEVERMÖGEN
Grundstücke und Gebäude
41.813.747,47
1.390.429,63
8.457.629,23
0,00
11.018,34
34.735.529,53
45.639.877,13
28.777.651,48
Betr. u. Gesch.ausst. *)
27.961.550,85
1.836.063,72
258.894,54
0,00
-11.018,34
29.549.738,37
10.245.795,27
10.196.343,22
Summe Sachanlagen
69.775.298,32
3.226.493,35
8.716.523,77
0,00
0,00
64.285.267,90
55.885.672,40
38.973.994,70
Zwischensumme
Anlagenbuchhaltung
70.143.356,25
3.325.824,75
8.716.523,77
0,00
0,00
64.752.657,23
56.052.408,63
39.115.531,81
FINANZANLAGEN
Festverzinsliche
Wertpapiere/Fonds
2.748.609,27
1.928.067,09
1.324.889,29
0,00
0,00
3.351.787,07
1.292.786.471,37
1.099.282.587,97
Anteile an verbundenen
Unternehmen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
29.095.017,11
29.089.930,01
Sonstige Beteiligungen
451.530,60
7.391,97
0,00
0,00
0,00
458.922,57
1.705.556,01
1.694.983,07
Zwischensumme
Finanzanlagen
3.200.139,87
1.935.459,06
1.324.889,29
0,00
0,00
3.810.709,64
1.323.587.044,49
1.130.067.501,05
SUMME
 
73.343.496,12
5.261.283,81
10.041.413,06
0,00
0,00
68.563.366,87
1.379.639.453,12
1.169.183.032,86
*) davon geringwertige
Vermögensgegenstände
gem. §13 EStG
Bei der Abschreibung von sonstigen Beteiligungen handelt es sich um
Teilwertabschreibungen.
 
In den kumulierten Abschreibungen der Wertpapiere des
Finanzanlagevermögens ist die zeitanteilige Zu-/Abschreibung
 
gem. § 56
(2) und (3) BWG in Höhe von Euro 3.048.572 (Vorjahr: 3.370)
berücksichtigt.
 
Zum Bilanzstichtag 31.12.2024 gibt es keine Fremdwährungsbestände
im Finanzanlagevermögen, daher wurden in den kumulierten
Abschreibungen Effekte aus der Umrechnung von auf Fremdwährung
lautende Wertpapiere in der Höhe von EUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
ausgewiesen.
 
HYPO TIROL BANK AG
142
Lagebericht zum 31.12.2024
142
Lagebericht des Vorstands
 
zum Einzelabschluss
 
am 31. Dezember 2024 der Hypo Tirol Bank AG
1.
 
Hypo Tirol Bank. Unsere Landesbank
Die Hypo Tirol Bank AG ist ein regional verankerter,
 
moderner und agiler
Finanzpartner, der zur positiven Entwicklung Tirols als Wirtschafts-
 
und
Lebensraum beiträgt. In der Rolle als Tirols Landesbank ist es ihre
Aufgabe, Wertschöpfung zu schaffen, zu fördern
 
und zu erhalten, die
den Menschen und dem Land zugutekommt. Damit leistet sie einen
wichtigen Beitrag, den Wohlstand in der Region nachhaltig zu beleben.
Am besten gelingt das, indem die Hypo Tirol Bank AG sowohl ihre
Mitarbeiter als auch ihre Kunden befähigt, deren Zukunft positiv zu
gestalten, und als Finanzdienstleister gleichzeitig dazu beiträgt, Wandel
zu bewirken.
 
 
Als Beraterbank bekennt sich die Hypo Tirol Bank AG zur Vor-Ort-
Betreuung und ist mit insgesamt 17 Standorten in Nord-
 
und Osttirol
präsent. Hier finden Privatkunden, Unternehmen, freiberuflich Tätige,
Private-Banking-Kunden sowie öffentliche Institutionen persönliche
Beratung und individuellen Service in allen Finanzangelegenheiten.
Abgerundet wird das Filialnetz durch zwei Selbstbedienungs-
Geschäftsstellen in den Innsbrucker Stadtteilen Saggen und Wilten.
Moderne, sichere Onlinedienste, in welche basierend auf der
Unternehmensstrategie laufend investiert wird,
 
ergänzen das
Leistungsspektrum. Ziel ist es, die Hypo Tirol Bank AG sowohl prozessual
als auch in Hinblick auf einfach nutzbare Electronic-Banking-Lösungen in
eine digitalisierte Regionalbank zu transformieren und gleichzeitig das
Angebot der persönlichen Betreuung zu stärken, um das Beste aus
beiden Welten zu vereinen.
 
Der ganzheitliche, kundenzentrierte Beratungsansatz wird im
Besonderen über neu geschaffene Vertriebsstrukturen mit Fokus
 
auf
zielgruppenorientierte Kompetenzbündelung spürbar. Nach dem
Vorbild unserer Spezialisteneinheit für Private Banking am Standort
Zentrale ist ein weiteres Leuchtturmprojekt im Segment „Freie
 
Berufe“
am Standort Universitätsklinik in Planung. Darüber hinaus werden
Angebote und Services für Unternehmen im Großraum Innsbruck
künftig unter einem Dach in der Zentrale am Bozner Platz abgewickelt –
vom Einzelunternehmer bis zum internationalen Konzern steht bester
Service für die Wirtschaftskraft im Land Tirol im Zentrum des Handelns.
Als Tiroler Landesbank sorgt die Hypo Tirol Bank AG auch für kräftige
Impulse beim Thema „Wohnen“.
 
In den vergangenen drei Jahren hat die
Hypo Tirol Bank AG dazu beigetragen, dass insgesamt 1.200
gemeinnützige Wohneinheiten im Land entstehen konnten. Für private
Wohnbaufinanzierungen ist Ende des Jahres mit dem neuen
Kompetenzcenter „Hypo Tirol WohnRaum“
 
eine zentrale Anlaufstelle
für Wohnungskäufer und Häuslbauer im Herzen von Innsbruck
entstanden, welche Anfang 2025 feierlich eröffnet wird.
Ergänzt wird das universelle Finanzdienstleistungs-Angebot durch die
Hypo Tirol Bank AG Versicherungsmakler GmbH, die Hypo Immobilien
Betriebs GmbH sowie die Hypo Tirol Leasing GmbH.
 
 
Am Standort in Wien ist die Hypo Tirol Bank AG als Spezialanbieter mit
den Schwerpunkten gehobene Veranlagung sowie gewerbliche
Wohnbaufinanzierungen tätig.
 
 
Als Bank des Landes Tirol steht die Hypo Tirol Bank AG nicht nur bei
Geldangelegenheiten für nachhaltige Erfolge, sie macht sich für
Nachhaltigkeit in all ihren Facetten stark – wirtschaftlich, sozial und
ökologisch. Einen ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht die
Hypo Tirol Bank AG im Rahmen ihres Jahresabschlusses. Ab dem
Geschäftsjahr 2024 erfolgt die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach
den European Sustainability Reporting Standards (ESRS).
 
In ihrer Funktion als Arbeitgeber zählt die Hypo Tirol Bank AG zu den
wichtigsten Ausbildungsstätten und sichert wertvolles Finanz-Know-
how im Land. Als eigenständige, regionale Universalbank bietet sie ihren
Mitarbeitern ein breites Spektrum an Karrierechancen. Die Hypo Tirol
Bank AG zählt zu den ausgezeichneten Tiroler Lehrbetrieben und
familienfreundlichen Unternehmen mit attraktiven Benefits.
2.
 
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und
Geschäftsverlauf im Berichtsjahr
2.1.
 
Volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen
Das Jahr 2024 war von einer deutlichen Aufwärtsbewegung an den
globalen Aktienmärkten geprägt. Gegen Jahresende bauten US-Werte
ihren Vorsprung weiter gegenüber den anderen Regionen der Welt
aus. Auch Anleihen konnten nach eher schwierigen Monaten im
Frühjahr im zweiten Halbjahr erfreuliche Wertzuwächse verzeichnen.
Die Rohstoffpreise entwickelten sich grundsätzlich positiv,
 
jedoch auch
sehr unterschiedlich.
Konjunktur/Geopolitik
 
Im Laufe des Jahres 2024 offenbarte sich eine große Diskrepanz im
Wachstumspotenzial zwischen den USA und Europa bzw.
 
Asien. In den
USA ist die Wirtschaftsleistung im dritten Quartal 2024 mit 2,8 % (auf
das Jahr hochgerechnet) solide gewachsen. Vor allem der private
Konsum und die Ausrüstungsinvestitionen legten zu. Seit der Wahl
Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten am 5. November
verbesserte sich der Konjunkturausblick, da der Präsident deutliche
Steuersenkungen und eine umfassende Deregulierung angekündigt
hatte.
Die Wirtschaft im Euroraum ist im dritten gegenüber dem zweiten
Quartal um 0,4 % gewachsen, was aber zum Teil auf Einmaleffekte
zurückging. Während der Konjunkturmotor in Euro-Peripherieländern
(wie Spanien oder Portugal) gut lief, befand sich Kerneuropa in
 
der Stag-
nation. Im produzierenden Gewerbe ist die Produktion in den letzten
Quartalen geschrumpft. Der kombinierte Einkaufsmanagerindex für die
Industrie und den Dienstleistungssektor im Euroraum hat im Dezember
zwar einen Teil des deutlichen Rückgangs im Vormonat
 
wieder
wettgemacht und ist von 48,3 auf 49,5 Punkte gestiegen. Allerdings liegt
der Index damit weiter in einem Bereich, in dem die Wirtschaft in der
Währungsunion in der Vergangenheit zumeist leicht geschrumpft ist.
 
Die Inflationsrate im Euroraum ist im Dezember von zuvor 2,2 % auf 2,4
% gestiegen. Der Großteil des Anstieges geht allerdings auf Basiseffekte
bei den Energiepreisen zurück. Die Kernteuerungsrate (ohne Energie,
Nahrungs-
 
und Genussmittel) blieb zuletzt konstant bei 2,7 %.
Insbesondere die Dienstleistungsinflation war gegen Jahresende
hartnäckig hoch.
Geldmarkt/Anleihen
 
Wegen der Konjunkturschwäche bzw.
 
Entschärfung des Inflationsrisikos
war das Jahr 2024 von einer zunehmend expansiven Geldpolitik vieler
Notenbanken gekennzeichnet. Am 17. September leitete die US-
Notenbank FED den Zinssenkungszyklus mit einer Senkung um 0,50 %
ein. Weitere Zinssenkungsschritte folgten im November und Dezember.
 
Im Euroraum hat die Europäische Zentralbank ab Anfang Juni die
Leitzinsen wegen der anhaltenden Konjunkturschwäche insgesamt
viermal gesenkt. Mit Ende des Jahres 2024 lag der für die EUR-
 
143
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2024
143
Geldmarktsätze maßgebliche Einlagesatz der EZB bei 3,0 % und damit
um einen ganzen Prozentpunkt tiefer als im Frühling. Am Markt wird mit
weiteren Leitzinssenkungen im Jahr 2025 gerechnet. Die EUR-
Geldmarktzinsen setzten folglich ihre seit April sinkende Tendenz
 
bis
zum Jahresende fort.
 
Nach einem eher schwierigen ersten Halbjahr war die zweite
Jahreshälfte 2024 wegen der sinkenden Inflation von Kurszuwächsen
über alle Laufzeiten gekennzeichnet. Allerdings gab es zwischendurch
aufgrund vorübergehend steigender Renditen am Kapitalmarkt auch
Gegenwind vor allem für Anleihen mit langer Restlaufzeit. Sowohl
Staatsanleihen, besicherte Anleihen als auch Unternehmensanleihen
entwickelten sich summa summarum gut. Eine sehr erfreuliche
Performance erzielten High-Yield Anleihen, welche wegen der
attraktiven laufenden Verzinsung und moderater
 
Ausfallraten
nachgefragt wurden.
Aktien
Für die internationalen Aktienmärkte war das Jahr 2024 noch
erfolgreicher als 2023. Die widerstandsfähige US-Konjunktur half US-
Aktien andere globale Indices teils deutlich zu übertreffen. Als
Kurstreiber erwiesen sich auch die überwiegend starken
Unternehmensergebnisse. Einen zwischenzeitlichen Kursrücksetzer gab
es allerdings Anfang August. Mehrere Giga-Caps gerade aus dem Tech-
Bereich veröffentlichten zu diesem Zeitpunkt einen verhaltenen
Ausblick. Auch im Dezember waren die meisten Aktienmärkte von
nachgebenden Notierungen geprägt. Die hohe Konzentration im
Technologiesektor war ein zentrales
 
Thema, denn die „glorreichen
sieben“ Aktien waren eine wichtige Triebfeder
 
des Aufschwunges.
Zudem war der Kurs der Geldpolitik ein bestimmender Faktor.
Außerhalb der Eurozone wurden die Zinssenkungserwartungen gegen
Jahresende deutlich zurückgeschraubt. Dazu kam eine Zuspitzung der
geopolitischen Konflikte im Nahen Osten. Über das gesamte Jahr 2024
war die Wertentwicklung der meisten Aktienmärkte jedoch sehr
erfreulich. An der Spitze standen US-Aktien, die neben den
Kursanstiegen auch von der Stärke des US-Dollar zum Euro profitierten.
Auch viele Börsen in Asien bzw. den Schwellenländern entwickelten sich
sehr erfreulich. Vergleichsweise gering fiel der Kurszuwachs in Europa
aus.
 
Sonstige Anlagen
Die Inflationserwartungen und die schwachen Konjunktursignale
bestimmten die Kursentwicklung an den Rohstoffmärkten. Edelmetalle
und insbesondere Gold wiesen vor allem im März/April und im
September bzw. Oktober Kursanstiege
 
aufgrund erhöhter Nachfrage
seitens mehrerer Notenbanken auf.
 
Unterstützend wirkte auch die
Unsicherheit aufgrund des Krieges im Nahen Osten. Die Energiepreise
waren im Jahresverlauf überwiegend von einer fallenden Tendenz
gekennzeichnet. Im September erreichte der Ölpreis der Nordseesorte
„Brent“ mit rund 70 USD je Barrel sein Jahrestief, da die globale
Konjunkturschwäche die Ölnachfrage sinken ließ. Erst
 
kurz vor dem
Jahresende ließ der eskalierende Krieg im Nahen Osten die
Energienotierungen wieder anziehen.
2.2.
 
Wirtschaftsentwicklung im Marktgebiet
Österreichs Wirtschaft ist im dritten Quartal 2024 zum sechsten Mal in
Folge geschrumpft. Von Juli bis September lag das reale
Bruttoinlandsprodukt (BIP) um -0,6 % unter dem Vorjahresquartal und
um -0,1 % unter dem Vorquartal. Über das gesamte Jahr 2024 dürfte
das Bruttoinlandsprodukt laut der Wirtschaftsforschungsinstitute WIFO
und IHS um -0,9 % gesunken sein. Die Rezession betraf insbesondere die
Herstellung von Waren, sowie Bauwirtschaft und Handel.
 
Besser war
die Lage in manchen Dienstleistungsbranchen, wie auch im Finanz- und
Versicherungsbereich. Die hohe Unsicherheit bei den Konsumenten
hatte ein deutliches Ansteigen der Sparquote (von 8,7 % im Jahr 2023
auf 11,4 % im Jahr 2024) zur Folge, was sich konsumbremsend
auswirkte.
 
Mit Jahresende 2024 waren laut Arbeitsmarktservice Austria rund
426.000 Personen als arbeitslos oder in Schulungen des AMS gemeldet.
Auch wenn im Dezember aufgrund einer besseren Lage am Bau die
Arbeitslosendaten etwas besser ausfielen, so ist doch aufgrund der
schwierigen konjunkturellen Lage ein Anstieg der durchschnittlichen
Arbeitslosigkeit im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr in Höhe von +9,4
% festzustellen.
 
Eine erfreuliche Entwicklung gab es im Tourismusland Tirol zu
verzeichnen. Im August 2024 wurde mit über 1,62 Mio. Gästeankünften
ein neuer Rekord verzeichnet. Insgesamt fiel die Sommersaison für das
Bundesland sehr positiv aus.
2.3.
 
Laufende Entwicklung des Unternehmens
 
im
Berichtsjahr
Die Geschäftsentwicklung des Jahres 2024 war von einer
zurückhaltenden Konsum- und Investitionsfreude beeinflusst, welche
durch makroökonomische Unsicherheiten erklärbar ist. Das Zinsumfeld
konnte jedoch erfolgreich genutzt werden, obwohl die EZB im Juni die
Zinswende eingeleitet und die Leitzinsen in mehreren Schritten gesenkt
hat.
 
Das Einlagevolumen konnte durch marktkonforme Konditionspolitik auf
einem konstanten Niveau gehalten werden. Finanzierungsseitig führte
das aktuelle Zinsniveau erwartungsgemäß zu außerordentlichen
Tilgungen, welche im Jahresverlauf zwar abflachten, jedoch eine
planmäßige Senkung des Ausleihungsvolumens zur Folge hatten. Die
Kapitalausstattung der Bank stellt sich weiterhin komfortabel
 
dar und
verschafft ihr ein hervorragendes Standing am internationalen
Kapitalmarkt, was sich positiv auf die Refinanzierungsmöglichkeiten
auswirkt und Handlungsspielraum für strategische Investitionen
gewährleistet. Im Rahmen des jährlichen Reviews bestätigte aufgrund
dessen auch Standard & Poor’s das A+ Rating mit stabilem Ausblick, was
das solide wirtschaftliche Fundament der Hypo Tirol Bank AG
untermauert.
 
Im Geschäftsjahr 2024 machte die Hypo Tirol Bank AG bedeutende
Fortschritte bei der Umsetzung ihres Strategieprogramms mit den
Schwerpunkten Vertrieb, Digitalisierung sowie People & Culture.
Besonders hervorzuheben sind die Auszeichnungen im
Fondsmanagement und in der Qualität der Anlageberatung: Beim
Österreichischen Dachfonds Award des GELD Magazins belegte die
Hypo Tirol Bank AG mit ihrem Aktiendachfonds in unterschiedlichen
Bewertungszeiträumen die Plätze 1, 2 und 3 und wurde im Elite Report
des Handelsblatts mit „magna cum laude“ ausgezeichnet. Dies
unterstreicht, dass sich die Tirolerinnen und Tiroler sowohl bei
Produkten als auch bei der Beratung auf erstklassige Leistungen ihrer
Landesbank verlassen können.
 
Ein weiterer Meilenstein war die erfolgreiche Großemission eines
öffentlichen Pfandbriefs im Februar,
 
die das Ansehen der Landesbank
an den internationalen Kapitalmärkten stärkte und die Refinanzierung
sicherte. Auch die Ratingagentur Moody’s hob das Pfandbrief-Rating im
Juli auf Aaa sowie die Bonitätsbewertung im September auf A3 und
damit in den Upper Medium Grade.
 
Im Bereich der Digitalisierung konnte durch die enge Zusammenarbeit
mit Accenture eine Vielzahl von Digitalisierungsthemen erfolgreich
umgesetzt werden. Dazu gehörten die Schaffung eines
organisatorischen Rahmens für die Digitalisierung sowie die Einführung
neuer Bezahl-Lösungen wie Garmin Pay,
 
eine verbesserte Usability der
Banking-App und Prozessoptimierungen im Bereich der Finanzierungen,
um eine zeitnahe Information der Kundinnen und Kunden zu
gewährleisten. Die neu gelaunchte, modernisierte Website stärkt
zusätzlich die digitale Präsenz der Hypo Tirol Bank AG.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
144
Lagebericht zum 31.12.2024
144
Auch das Arbeitsumfeld der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurde
weiter optimiert und die Performance des Arbeitsplatzsystems deutlich
verbessert.
 
 
Insgesamt blickt die Hypo Tirol Bank AG auf ein arbeits- und
ergebnisreiches Jahr 2024 zurück, in welchem wesentliche Grundlagen
für eine weiterhin stabile Entwicklung und wirtschaftlichen Erfolg in
einem volatilen Umfeld geschaffen wurden.
Geschäftsentwicklung
Wichtige Unternehmenskennziffern
2024
2023
2022
Bilanzsumme in TEUR
7.884.529
7.865.050
8.490.603
Forderungen an Kunden in
TEUR
5.347.026
5.637.002
5.969.771
Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden in TEUR
3.556.979
3.780.211
3.639.769
Kernkapital in TEUR (TIER I)
592.372
548.721
509.581
Nettozinsertrag in TEUR
164.557
147.911
92.369
Provisionsüberschuss in
TEUR
32.320
30.316
28.417
Verwaltungsaufwand in
TEUR
88.595
81.114
67.179
Ergebnis vor Steuern in
TEUR
82.824
64.072
23.566
Kernkapitalquote in %
18,66%
16,40%
15,06%
Eigenmittelquote in %
20,37%
18,48%
17,45%
Return on Equity in %
14,96%
12,45%
4,67%
Cost-Income-Ratio in %
45,25%
48,23%
57,51%
Mitarbeiteranzahl nach
Kapazitäten
 
483
456
444
Bilanzentwicklung
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Bilanzsumme um 0,25
Prozent auf EUR 7.884,5 Mio. (Vorjahr: EUR 7.865,1 Mio.). Der Grund für
den Anstieg liegt in der Veranlagung der aufgenommenen Gelder aus
Repo-Geschäften bei der Österreichischen Nationalbank. Bei den
wesentlichen Bilanzpositionen zeigt sich das folgende Bild:
Kassenbestand, Guthaben bei Zentralbanken und Postgiroämtern
 
Das Guthaben bei Zentralbanken hat sich durch die Inanspruchnahme
von Repo-Geschäften über den Jahreswechsel, im Vergleich zum Vorjahr
erhöht. Insgesamt erhöhten sich die Positionen Kassenbestand,
Guthaben bei Zentralbanken und Postgiroämtern im Vergleich
 
zum
Vorjahr auf TEUR 1.019.840 (Vorjahr: TEUR 880.729).
 
Forderungen an Kreditinstitute
 
Die Forderungen an Kreditinstitute betrugen zum 31.12. 2024 EUR 90,3
Mio. (Vorjahr: EUR 103,6 Mio.) und sind somit um EUR 13,3 Mio.
gesunken.
Wertpapier-Nostro
Der Buchwert der Wertpapierbestände erhöhte sich im Vergleich zum
Vorjahr um 3,63 Prozent und beträgt
 
im Abschlussjahr 2024 EUR 1.356,1
Mio. (Vorjahr: EUR 1.176,8 Mio.). Im Geschäftsjahr 2024 wurden
verstärkt Investitionen in Staatsanleihen und Covered Bonds
vorgenommen. Der Anteil des Wertpapier-Nostro an der Bilanzsumme
zum 31.12.2024 beläuft sich auf 17,20 Prozent (Vorjahr: 14,96 Prozent).
Forderungen an Kunden
Die Forderungen an Kunden beliefen sich zum Bilanzstichtag auf EUR
5.347,0 Mio. (Vorjahr: EUR 5.637,0 Mio.). Gesamthaft sanken die
Forderungen an Kunden um EUR 290,0 Mio. bzw. um 5,15 Prozent.
 
Der
Rückgang ist auf ordentliche und außerordentliche Tilgungen aus dem
Bestand,
 
verhaltenem Neugeschäft und dem Abbau der
Zweigniederlassung Italien zurückzuführen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im abgelaufenen
Geschäftsjahr um EUR 302,9 Mio. auf EUR 638,0 Mio. (Vorjahr: EUR
335,1 Mio.) gestiegen. Hierbei handelt es sich zum großen Teil um
Verbindlichkeiten gegenüber der Österreichischen Nationalbank. Der
Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich
zum Vorjahr ist auf die Inanspruchnahme von Repo-Geschäften über
den Jahreswechsel zurückzuführen.
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verringerten sich im
abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 223,2 Mio. auf EUR 3.557,0 Mio.
(Vorjahr: EUR 3.780,2 Mio.).
 
Der Rückgang bei den Einlagen ist auf Einlagen von institutionelle
Kunden bzw. Kunden aus dem öffentlichen Bereich zurückzuführen.
 
Verbriefte Verbindlichkeiten
Bei den verbrieften Verbindlichkeiten gab es im Berichtsjahr 2024 eine
Veränderung in Höhe von EUR 110,5 Mio. Zum Bilanzstichtag
31.12.2024 betragen diese EUR 2.869,8 Mio. (Vorjahr: EUR 2.980,3
Mio.). Der Rückgang resultiert aus planmäßigen Tilgungen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
145
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2024
145
Kapitalausstattung
 
Auf Basis der Verordnung (EUR) Nr.
 
575/2013 (Capital Requirements
Regulation – CRR) sowie der Richtlinie über den Zugang zur Tätigkeit von
Kreditinstituten (Capital Requirements Directive – CRD) sind die
Eigenmittel und die bankaufsichtlichen Eigenmittelerfordernisse zu
ermitteln.
Unkonsolidierte Eigenmittel
 
gemäß CRR/CRD
in Tsd EUR
2024
CRR/CRD
2023
CRR/CRD
Gezeichnetes Kapital
 
50.000
50.000
Rücklagen, Unterschiedsbeträge, Fremdanteile
545.757
499.186
Aufsichtliche Korrekturposten, Art 32 bis Art 35 CRR
0
0
Abzüge von den Posten des harten Kernkapitals, Art 36 und Art 90 CRR
-3.385
-465
Hartes Kernkapital (CET 1)
592.372
548.721
Zusätzliches Kernkapital
0
0
Kernkapital (Tier I)
592.372
548.721
Eingezahlte Kapitalinstrumente und nachrangige Darlehen
54.147
69.600
Abzüge von den Posten des Ergänzungskapitals, Art 66 CRR
0
0
Ergänzende Eigenmittel, Ergänzungskapital (Tier II)
54.147
69.600
Gesamte anrechenbare Eigenmittel
646.519
618.321
Erforderliche Eigenmittel
253.911
267.709
Eigenmittelüberschuss
392.608
350.612
Kernkapitalquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
18,66%
16,40%
Eigenmittelquote in % lt. CRR/CRD auf Basis des gesamten Eigenmittelerfordernisses
20,37%
18,48%
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
146
Lagebericht zum 31.12.2024
146
Eigenmittelerfordernis gemäß CRR/CRD
Forderungsklassen
Risikogewichtete
Aktiva
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2024
Eigenmittelerfordernis
CRR/CRD 2023
in Tsd EUR
Forderungen an Zentralstaaten
11.137
891
753
Forderungen an regionale Gebietskörperschaften
102
8
10
Forderungen an öffentliche Stellen
20.282
1.623
1.989
Forderungen mit hohem Risiko
483.920
38.714
46.938
Forderungen an Institute
38.429
3.074
3.464
Forderungen an Unternehmen
774.053
61.924
69.431
Retail-Forderungen
192.651
15.412
17.444
Durch Immobilien besicherte Forderungen
1.009.628
80.770
82.658
Überfällige Forderungen
93.919
7.513
7.288
Forderungen in Form von gedeckten Schuldverschreibungen
64.584
5.167
4.223
Verbriefungspositionen
0
0
0
Forderungen in Form von Investmentfondsanteilen
0
0
0
Internationale Organisationen
0
0
0
Multilaterale Entwicklungsbanken (MDB)
0
0
0
Beteiligungspositionen
36.176
2.894
3.163
Sonstige Posten
112.735
9.019
7.487
Risikogewichtete Aktiva
2.837.616
227.009
244.849
Positionsrisiko im Handelsbuch
0
0
0
Fremdwährungsrisiko
0
0
0
Operationelles Risiko
329.811
26.385
22.058
CVA Risiko
6.158
492
779
Risiko für CCP Ausfallfonds
298
24
23
Gesamtrisikobetrag & Gesamteigenmittelerfordernis
3.173.883
253.910
267.709
 
 
147
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2024
147
Erfolgsentwicklung
 
Wie bereits in den Vorjahren verfolgte die Hypo Tirol Bank AG auch im
abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin erfolgreich die Strategie der
Fokussierung auf den Kernmarkt Tirol sowie Wien. Auch wenn dieses
Jahr aufgrund der anhaltenden geopolitischen Spannungen ein
herausforderndes Jahr war,
 
zeigt sich insgesamt ein erfreuliches Bild.
 
Der Nettozinsertrag ist im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 16,7
Mio. auf EUR 164,6 Mio. gestiegen (Vorjahr: EUR 147,9 Mio.).
Die Provisionserträge sind im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 2,1
Mio. auf EUR 36,0 Mio. (Vorjahr: EUR 33,9 Mio.) angestiegen. Der
Anstieg innerhalb der Provisionserträge ist vor allem auf einen Anstieg
des Depotgeschäfts zurückzuführen, sowie auch auf die Position des
Zahlungsverkehrs.
Zum Bilanzstichtag 2024 betragen die sonstigen betrieblichen Erträge in
Summe EUR 5,4 Mio. (Vorjahr: EUR 5,6 Mio.). Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen nahmen im Berichtsjahr ab und betragen
EUR 2,1 Mio. (Vorjahr: EUR 7,1 Mio.). Der Rückgang der sonstigen
betrieblichen Aufwendungen ist unter anderem auf geringere
Aufwendungen aus der Dotierung des Abwicklungs-
 
und
Einlagensicherungsfonds zurückzuführen.
Das Ergebnis aus Finanzgeschäften beträgt im abgelaufenen
Geschäftsjahr in Summe EUR 6,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,4 Mio.) und
beinhaltet im Wesentlichen Erträge im Zusammenhang mit der
Absicherung des Zins-
 
und Fremdwährungsrisikos und einmalige Erträge
aus Swapauflösungen.
 
Der Verwaltungsaufwand liegt im Berichtsjahr 2024 bei EUR 88,6 Mio.
(Vorjahr: EUR 81,1 Mio.). Dieser setzt sich zusammen aus dem
Personalaufwand in Höhe von EUR 51,1 Mio. (Vorjahr: EUR 46,7 Mio.)
und dem Sachaufwand in Höhe von EUR 37,5 Mio. (Vorjahr: EUR 34,4
Mio.).
Der gestiegene Personalaufwand lässt sich zum einen auf gestiegene
Mitarbeiterzahlen und zum anderen auf die kollektivvertragliche
Gehaltsanpassung zurückführen. Treiber des gestiegenen
Sachaufwandes sind unter anderem Investitionen in IT-
Modernisierungsprojekte aus dem aktuellen Strategieprogramm.
Die Kennzahl der Cost-Income-Ratio (CIR), welche die
Verwaltungsaufwendungen bzw.
 
– kosten ins Verhältnis zu den
operativen Erträgen (ohne Risikovorsorge)
 
setzt, beträgt im Berichtsjahr
2024 45,25 % (Vorjahr:
 
48.23 %). Die Kennzahl der Return-On-Equity
(ROE) setzt den Nettogewinn ins Verhältnis zum Eigenkapital. Somit gibt
die Kennzahl Auskunft über die Ertragslage eines Unternehmens. Der
ROE beträgt im Berichtsjahr 2024 14,96 % (Vorjahr: 12,45 %).
Die neu gebildete Risikovorsorge in den GuV Positionen 11./12. bezieht
sich sowohl auf Kunden im Ausfall wie auch auf Anpassungen aufgrund
der geänderten makroökonomischen Prognosen. Weiters wurde ein
Management Overlay im Jahr 2024 für Immobilienbranchen gebildet. Im
Geschäftsjahr beläuft sich der Aufwand auf EUR 28,4 Mio. (Vorjahr: EUR
26,1 Mio.).
 
In der GuV Position 13./14. ist die Abwertung eines Genussrechts, das
nicht mehr werthaltig ist, enthalten. Der Aufwand daraus beläuft sich
auf EUR 3,4 Mio..
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr
2024 beträgt insgesamt EUR 82,8 Mio. (Vorjahr: EUR 64,1 Mio.).
3.
 
Bericht über voraussichtliche Entwicklungen
 
und
Risiken
3.1.
 
Volkswirtschaftliche Entwicklungen
Für den Zeitraum erstes Halbjahr 2025 gehen wir von folgenden
Konjunkturszenarien aus:
 
Basisszenario - leichter Aufschwung (Eintrittswahrscheinlichkeit 70 %):
 
Zusammengefasst lässt sich sagen
: „Die Inflationsgefahr ist entschärft
und lässt die kurzfristigen Zinsen weiter sinken. Im Euroraum ist mit
einem leichten Konjunkturaufschwung zu rechnen.
Gemessen an der jüngsten Tendenz der Einkaufsmanagerindices sieht
der aktuelle Konjunkturausblick für den Euroraum schwierig aus. Dies
betrifft insbesondere das produzierende Gewerbe, das sich in der
Rezession befindet. Die Zahl an Unternehmensinsolvenzen ist im
Vergleich zu den Vorjahren deutlich angestiegen. In Ländern, wie
Deutschland, Frankreich und Österreich herrscht ein politischer
Stillstand und viele Staaten sind überschuldet. Somit ist auch der
Handlungsspielraum für fiskalpolitische Maßnahmen eingeschränkt.
Besser sieht die Lage in den Euro-Peripherieländern und im
Dienstleistungsbereich aus. Eine deutliche Konjunkturstütze stellen die
hohen verfügbaren Einkommen der Konsumenten dar,
 
da die Löhne in
den letzten Jahren deutlich gestiegen sind und nun für zusätzliche
Ausgaben der Konsumenten zur Verfügung stehen. In den USA ist die
Konjunkturlage vergleichsweise gut. Die vom neu gewählten
Präsidenten Trump angekündigten Deregulierungen und
Steuersenkungen sollten positive konjunkturelle Impulse bringen, die
auch die globale Wirtschaftsleistung unterstützen sollte. Auch die
deutliche Entspannung des Inflationsdruckes im Euroraum ist eine gute
Nachricht. Wir gehen davon aus, dass sich der Anstieg der
Konsumentenpreise, nach einem Plus im Dezember von +2,4 % im
Verlauf der kommenden Monate wieder etwas verringern wird. Dies
sollte der Europäischen Zentralbank die Möglichkeit weiterer
Leitzinssenkungen eröffnen. Die verringerten Refinanzierungskosten
sollten in Verbindung mit der sehr moderaten Arbeitslosenrate positive
Impulse für die Wirtschaftsaktivität bringen. Deshalb erwarten wir einen
leichten konjunkturellen Aufschwung ab dem Frühjahr 2025.
Als mögliche alternative Konjunkturentwicklungen zu unserem
Hauptszenario erachten wir die folgenden beiden Szenarien:
 
Alternativszenario 1 – deutlicher Aufschwung
(Eintrittswahrscheinlichkeit 15 %):
 
Die Kriege und politischen Krisenherde auf der Welt nähern sich einer
Lösung. Dies betrifft insbesondere den Konflikt zwischen Russland und
der Ukraine, sowie zwischen Israel und den Palästinensern. Befürchtete
neuerliche Handelskonflikte stellen sich als weniger belastend als
befürchtet heraus. Die Energie- und Lebensmittelpreise schwächen sich
weiter ab, was sich sehr positiv auf das verfügbare Einkommen
auswirkt. Die Stimmung der Konsumenten bessert sich deutlich und die
Konsumausgaben ziehen an. Die Zahl der Insolvenzen steigt nicht weiter
an. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen nimmt aufgrund des
wieder positiveren Konjunkturausblickes zu, was insbesondere die
Wirtschaftstätigkeit im produzierenden Gewerbe belebt.
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
148
Lagebericht zum 31.12.2024
148
Alternativszenario 2 – Rezession (Eintrittswahrscheinlichkeit 15 %):
 
Bei diesem Szenario wird davon ausgegangen, dass sich die aktuell
schwierige Konjunkturlage weiter verschlechtert. Trotz
 
Neuwahlen in
vielen Ländern steigen die Unternehmensinsolvenzen weiter an. Neue
staatliche Sparpakete belasten die Stimmung weiter,
 
was sich negativ
auf die Ausgabenfreudigkeit der Konsumenten auswirkt. Unter
Umständen flammt sogar zwischenzeitlich die Inflationsgefahr aufgrund
von Extremereignissen, wie plötzlicher Energieknappheiten oder
Lieferengpässen, wieder auf. In der Folge kommt
 
es zu einem deutlichen
Rückgang der Wirtschaftsleistung und der Euroraum befindet sich in der
Rezession.
3.2.
 
Wirtschaftsentwicklung im Marktgebiet
Nach zwei Rezessionsjahren wird für 2025 eine verhaltene
konjunkturelle Erholung für Österreich erwartet. Die Frühindikatoren
signalisieren allerdings zu Beginn des Jahres 2025 noch keinen Aufwind.
Positive Impulse sind erst im Verlauf des Jahres als Folge der
anhaltenden Zinssenkungen und einer Belebung der weltweiten
Konjunktur zu erhoffen. Ein stützender Faktor ist
 
die aktuell hohe
Sparquote, die im Jahresverlauf den derzeit schwachen Konsum steigen
lassen sollte. Somit könnte eine höhere Exportnachfrage in Verbindung
mit einer besseren Konsumstimmung wachstumsbelebend wirken. In
ihrer jüngsten Prognose geht das WIFO von einem Wachstum des
österreichischen Bruttoinlandsprodukts in Höhe von +0,6 % aus, das IHS
erwartet +0,7 %.
 
Die Inflation sollte sich in den kommenden Monaten zwar auf einem
moderaten Niveau einpendeln. Wegen des Anstieges der
Stromnetzentgelte dürfte die Inflation in Österreich allerdings auch
2024 über dem EZB-Zielwert von +2 % verharren. Die
Wirtschaftsforschungsinstitute gehen von einer Inflationsrate von +2,3
% (WIFO) bzw. +2,6 % (IHS) aus.
 
Gemäß aktuellem Konjunkturbarometer der Wirtschaftskammer leidet
auch die Tiroler Wirtschaft unter der unsicheren Lage.
 
In der Befragung
bewerteten nur 21 % der Leitbetriebe ihre aktuelle wirtschaftliche
Situation als gut, während 30 % sie als schlecht einstuften. Vom
anziehenden Konsum und der vermutlich sehr erfreulichen Entwicklung
im Tourismus dürfte das Bundesland Tirol aufgrund des hohen
Gewichtes an Dienstleistungen allerdings überproportional profitieren.
3.3.
 
Voraussichtliche Entwicklung
 
des Unternehmens
Auf Basis der Zins-
 
und Markteinschätzung sowie der Planvorgaben
2025 und der strategischen Ausrichtung mit den Stoßrichtungen
Kundenzentrierung und Digitalisierung werden hinsichtlich wesentlicher
Einflussgrößen in Bezug auf den Unternehmenserfolg nachstehende
Entwicklungen erwartet:
 
 
Sowohl Kapitalausstattung als auch Liquidität bleiben auf einem
komfortablen, hohen Niveau und bilden damit die Basis für eine
erfolgreiche Unternehmensentwicklung.
 
 
Das Kundengeschäft wird durch die Fokussierung auf die strategischen
Zielgruppen Freie Berufe, Kleinunternehmen, Firmenkunden sowie
Öffentliche Institutionen in den strategischen Geschäftsfeldern
gehobene Veranlagung, Wohnbau und Unternehmensfinanzierungen
gestärkt. Im Privatkundensegment soll der spürbare Ausbau des
digitalen Angebots eine höhere Marktdurchdringung erzielen.
 
Vor dem Hintergrund weiterer Zinssenkungen seitens der EZB und
sinkender Margen im Einlagenbereich ist aus aktueller Sicht trotz
konstanter Volumsentwicklung davon auszugehen,
 
dass der
Zinsüberschuss vor Risikovorsorge im Jahr 2025 rückläufig sein wird.
Dies wird auf der anderen Seite Chancen im Wertpapiergeschäft
generieren, was sich in der strategischen Planung durch eine Steigerung
des Neugeschäfts ausdrückt.
 
Trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds
 
wird aufgrund
der Entwicklung des Zinsumfelds davon ausgegangen, dass die
Nachfrage nach Finanzierungen sowohl im privaten als auch im
gewerblichen Bereich steigen wird. Dieser Entwicklung trägt die
Landesbank auch strukturell mit der Etablierung des Kompetenzcenters
WohnRaum Rechnung, welches durch die Kompetenzbündelung sowie
den neuen Marktauftritt ihr Standing als Wohnbaubank des Landes
festigt.
 
 
Für die Zukunft gilt es, gezielt in Wachstumsbereiche zu investieren und
gleichzeitig die Ausgaben durch ein konsequentes Kostenmanagement
zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit
 
langfristig zu stärken. Bei der
Investitionsplanung liegt der Fokus weiterhin auf dem Ausbau des
Digitalisierungsgrades sowohl bei internen Prozessen als auch bei
Kundenangeboten, der Modernisierung einiger Geschäftsflächen sowie
der Umsetzung von regulatorischen Vorgaben. Der Ansatz aus
strategischen Investitionen und effizienter Kostenkontrolle
 
stellt den
eingeschlagenen Erfolgskurs der Hypo Tirol Bank AG weiterhin sicher.
Risikomanagement
 
Das in der Hypo Tirol Bank AG implementierte und laufend
weiterentwickelte Risikomanagement zielt darauf ab, den langfristigen
Erfolg der Hypo Tirol Bank AG sicherzustellen. Dies umfasst darüber
hinaus die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Erfordernisse in Bezug
auf den ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process) und den
ILAAP (Internal Liquidity Adequacy Assessment Process).
Im Rahmen der Gesamtrisikostrategie werden sowohl die
Rahmenbedingungen für ein effizientes Risikomanagement als auch die
vom Vorstand geprägte Risikokultur
 
sowie das Risk Appetite Framework
(RAF) definiert. Der Risikomanagementprozess der Hypo Tirol Bank AG
umfasst u.a. folgende Elemente:
●
Risiken identifizieren
●
Risiken bewerten
●
Risiken limitieren
●
Risiken monitoren
●
Risiken eskalieren
Durch diesen systematisierten Risikomanagementprozess
 
wird eine dem
Risikoappetit entsprechende Kapital-
 
und Liquiditätsadäquanz
sichergestellt.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
149
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2024
149
Zur Sicherstellung der Kapitaladäquanz werden unter anderem die
folgenden wesentlichen Risiken quantifiziert und aktiv gesteuert:
Risiken
Geschäftsrisiko
Risiko aus dem Geschäftsmodell
Eigenkapitalrisiko
Risiko einer übermäßigen Verschuldung
Risiko aus sonstigen Aktiva
Kredit-
 
und Gegenparteiausfallrisiko
Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte
Kreditrisikokonzentrationen
Marktrisiko
Zinsrisiko
 
Liquiditätsrisiko
Zahlungsunfähigkeitsrisiko: Vertraglich
 
und Intraday
Risiko aus Refinanzierungskonzentrationen
Reputationsrisiko_Liquiditätsrisiko
Operationelles Risiko
Compliance und Conduct Risk_ESG
Risiken aus Informations-
 
u. Kommunikationstechnologien
In weiterer Folge werden diese zu einem Gesamtrisiko aggregiert und
der Risikodeckungsmasse gegenübergestellt. Risikokonzentrationen
werden in sämtlichen Risikoarten gesteuert und limitiert.
Länderkonzentrationen bestehen aufgrund des lokalen
Geschäftsmodells der Hypo Tirol Bank AG vor allem in Österreich. Der
Fremdwährungsanteil am Forderungsvolumen beträgt ca. 2 Prozent
 
und
die Konzentration der Einlagen (Top
 
-20 Konzerne) beläuft sich auf ca. 9
Prozent. Bei Letzteren handelt es sich zum größten Teil
 
um Öffentliche
Institutionen.
Die vom Vorstand festgelegten
 
Limite, sowohl für die einzelnen Risiken
als auch für die Auslastung der Risikodeckungsmassen, werden infolge
monatlich überwacht und im Rahmen der
Gesamtbanksteuerungssitzung berichtet. Sollten es die aktuellen bzw.
prognostizierten Entwicklungen erfordern, werden im Sinne einer
aktiven Risikosteuerung zeitgerecht Maßnahmen definiert und
umgesetzt.
Geschäftsrisiko
Die wesentlichen Geschäftsrisiken für die Hypo Tirol sind das Risiko aus
dem Geschäftsmodell, das Eigenkapitalrisiko, das Risiko einer
übermäßigen Verschuldung und das Risiko aus sonstigen Aktiva.
 
Risiko aus dem Geschäftsmodell - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG besteht das dem Geschäftsmodell zu Grunde
liegende Risiko aus Risiken, die in der HTB aufgrund des
Geschäftsmodells und der geschäftsmodellspezifischen Produkte und
Dienstleistungen entstehen.
Dieses Risiko wird regelmäßig in Zusammenarbeit zwischen dem
Risikocontrolling und dem Controlling überwacht und in der
monatlichen Gesamtbanksteuerungssitzung darüber berichtet.
Eigenkapitalrisiko - Definition
Das Eigenkapitalrisiko (Capital Risk) resultiert aus einer
unausgewogenen Zusammensetzung des bankinternen Eigenkapitals
hinsichtlich der Art und Größe der Bank oder aus Schwierigkeiten,
zusätzliche Risikodeckungsmassen im Bedarfsfall schnell aufzunehmen.
Das Eigenkapitalrisiko wird über die Risikotragfähigkeitsrechnung
 
und
das Stresstestprogramm überwacht.
 
Risiko einer übermäßigen Verschuldung - Definition
Die Hypo Tirol Bank AG definiert die Verschuldungsquote als den
Quotienten aus Kernkapital und Gesamtrisikopositionsmessgröße.
 
Die Steuerung der Kennzahl ist durch die Integration in die Planung
sowie durch die Limitierung derselben sichergestellt. Das Risiko einer
übermäßigen Verschuldung wird über die Leverage-Ratio überwacht.
Risiko aus sonstigen Aktiva - Definition
Für die Hypo Tirol Bank AG resultiert das Risiko aus sonstigen Aktiva von
jenen Bilanzpositionen, die in der Risikotragfähigkeitsrechnung nicht
bereits über das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte, Marktrisiko oder
Immobilien/Beteiligungsrisiko adressiert sind. Dieses Risiko wird
regelmäßig überwacht.
Kredit- und Gegenparteiausfallrisiko
 
Definition
Das Kreditrisiko bilanzieller Geschäfte ist definiert als das Risiko, dass
ein Kreditnehmer seine vertraglichen Verpflichtungen (vor allem Zins-
und/oder Tilgungsverpflichtungen) aufgrund eines bei diesem
Kreditnehmer eintretenden Ausfallereignisses oder einer
Bonitätsverschlechterung nicht oder nicht zeitgerecht erfüllt. Das
Gegenparteiausfallrisiko ist definiert als das Risiko des Ausfalls
 
der
Gegenpartei eines Geschäfts vor der abschließenden Abwicklung der
mit diesem Geschäft verbundenen Zahlungen. Darüber hinaus sind
Kreditrisikokonzentrationen
 
definiert als mögliche nachteilige Folgen,
die sich aus Konzentrationen oder Wechselwirkungen gleichartiger und
verschiedenartiger Risikofaktoren oder Risikoarten ergeben könnten,
wie beispielsweise das Risiko, das aus Krediten an denselben Kunden, an
eine Gruppe verbundener Kunden oder an Kunden aus derselben
Region oder Branche oder an Kunden mit denselben Leistungen und
Waren, aus dem Gebrauch von kreditrisikomindernden Techniken
 
und
insbesondere aus indirekten Großkrediten erwächst.
Die Berechnung des Kreditrisikos erfolgt in der Hypo Tirol Bank AG
sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht nach
derselben Methode. In der Quantifizierung des Kreditrisikos finden
ebenfalls das Counterparty Credit Risk (CCR) und das Risiko aus
Kreditrisikokonzentrationen
 
Berücksichtigung. Die Steuerung des
Kreditrisikos (Ausfallrisikos) erfolgt
 
in der Abteilung
Kreditrisikomanagement, in welcher die Prüfung des lebenden
Portfolios erfolgt. Die Sanierung und Betreibung von Non Performing
Loans (NPL) erfolgt in einer eigens dafür eingerichteten
Expertenabteilung.
 
 
HYPO TIROL BANK AG
150
Lagebericht zum 31.12.2024
150
Aufteilung des Portfolios nach Bonitäten
Die regelmäßige Bonitätsbeurteilung unserer Kunden ist ein
systematisierter Prozess und bildet einen wesentlichen Bestandteil der
Kreditrisikosteuerung. Die Zusammensetzung des Portfolios wird
quartalsweise einer ausführlichen Analyse unterzogen und den
Entscheidungsträgern berichtet.
Der Anteil des Forderungsvolumens in den oberen Bonitätssegmenten
mit ausgezeichneter bis guter Bonität liegt aktuell bei über 75 Prozent.
Aufteilung des Portfolios nach Marktgebieten
Der Hypo Tirol Bank AG ist es gelungen, das Forderungsvolumen
außerhalb der definierten Kernmärkte im Geschäftsjahr 2024 weiter
abzubauen.
Fremdwährungsanteil Forderungen an Kunden
Die positive Entwicklung in den vergangenen Jahren konnte auch im
Jahr 2024 fortgeführt und das Fremdwährungsvolumen weiter reduziert
werden. Die Fremdwährungsstrategie sieht kein Neugeschäft in fremder
Währung für Privatkunden und in sehr eingeschränktem Ausmaß mit
ausgewählten Firmenkunden vor.
 
Im Vordergrund steht ein weiterer,
konsequenter Abbau des Fremdwährungsvolumens.
Entwicklung der Tilgungsträgerkredite
Der kontinuierliche Abbau des Tilgungsträgerportfolios wurde auch im
Jahr 2024 weiter fortgeführt und von den definierten Restriktionen
betreffend der Neukreditvergabe sowie der Bearbeitung des Bestandes
positiv beeinflusst. Eine speziell für Tilgungsträgerfinanzierungen
entwickelte Strategie ist in der Hypo Tirol Bank AG im Einsatz und soll
den gezielten Abbau sicherstellen.
Entwicklung des Wertpapier-Nostro-Portfolios
Im Jahr 2024 wurde das aktivseitige Nostro-Portfolio annähernd
konstant gehalten. Das qualitativ hochwertige Wertpapier-Nostro
 
wird
in der Hypo Tirol Bank AG vor allem zur Liquiditätssteuerung
herangezogen.
Kreditrisikominderung – Sicherheiten
Zur Reduktion des Verlustrisikos ist die Hypo Tirol Bank AG bestrebt,
 
das
Forderungsvolumen entsprechend zu besichern. Den Hauptanteil bilden
 
hierbei Immobiliensicherheiten. Diese werden nach dem definierten
Konzernstandard bewertet und gemäß dem vorliegenden
Sicherheitenkatalog zur Besicherung von Kreditengagements
herangezogen.
Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit der Immobiliensicherheiten ist ein
entsprechender Monitoringprozess etabliert, welcher von einer
unabhängigen Stelle überwacht und berichtet wird. Die hohe Güte des
hypothekarischen Deckungsstocks spiegelt sich auch im externen Rating
desselben wider (Aaa von Moody‘s).
Risikovorsorgepolitik
 
Frühwarnsystem
 
Zur zeitgerechten Identifizierung von Risikopotenzialen im
Kreditgeschäft hat die Hypo Tirol Bank AG ein Frühwarnsystem etabliert,
welches auf Basis quantitativer und qualitativer Risikomerkmale Risiken
frühzeitig identifiziert. Dadurch können Risiken in einem frühen Stadium
erkannt und notwendige Maßnahmen zeitgerecht eingeleitet werden.
Non Performing Loans (NPL)
 
Die Definition von Non Performing Loans in der Hypo Tirol Bank AG
umfasst sowohl die in der aufsichtsrechtlichen Forderungsklasse
befindlichen Kredite im Verzug als auch die Sanierungs- und
Betreibungsfälle.
 
Risikovorsorgepolitik
Die Vorgaben zur Risikovorsorgepolitik sind in einem gesonderten
Rahmenwerk dokumentiert. Dieses beschreibt die Verantwortlichkeiten
sowie insbesondere den Prozess zur Beurteilung der notwendigen Höhe
der jeweils zu bildenden Einzelwertberichtigung. Des Weiteren zählen
Vertragsanpassungen, die als Forbearance-Maßnahme (Zugeständnisse
bei den Kreditkonditionen zur Abwendung einer Wertminderung)
anzusehen sind, zur Risikovorsorgepolitik.
Marktrisiko inklusive Zinsänderungsrisiko
 
Definition
 
Unter Marktrisiko versteht die Hypo Tirol Bank AG allgemein:
a) das spezifische und allgemeine Positionsrisiko in zinsbezogenen
Instrumenten,
b) das spezifische und das allgemeine Positionsrisiko in Substanzwerten,
c) das Risiko aus Aktienindex-Terminkontrakten,
d) das Risiko aus Investmentfondsanteilen,
e) die sonstigen mit Optionen verbundenen Risiken,
f) das Warenpositionsrisiko und
g) das Risiko aus Fremdwährungs-
 
und Goldpositionen
Unter dem Begriff des Marktrisikos werden folgende Risikokategorien
zusammengefasst:
●
Zinsänderungsrisiko
●
Preisrisiko
●
Credit Spread Risiko
●
Fremdwährungsrisiko
●
Credit Valuation Adjustment (CVA)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
151
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2024
151
Marktrisikosteuerung
Die Steuerung des Marktrisikos erfolgt in der Abteilung Treasury.
Hierbei liegt der Fokus auf einem ausgewogenen Aktiv-Passiv-
Management unter Berücksichtigung der sich daraus ergebenden
Effekte auf die Rechnungslegung sowohl nach UGB als auch nach IFRS.
Speziell im Zinsrisiko wird über die Barwertperspektive hinaus eine
Risikosicht auf den Netto-Zinsertrag der Bank berechnet.
Zur Reduktion des Zinsrisikos betreibt die Hypo Tirol Bank AG Hedge
Accounting, über welches Fixzinskredite, fix verzinste eigene Emissionen
und fix verzinste Wertpapiere der Eigenveranlagung als Fair
 
Value
Hedges abgesichert werden. Sowohl die Zinspositionierung als auch das
Zinsrisiko werden in monatlicher Frequenz als Steuerungsgrundlage für
das Marktrisiko ermittelt.
Zinsänderungsrisiko und Zinsszenarien
Gemäß den Vorgaben von Art.448 CRR wird das Risiko aus möglichen
Zinsänderungen ermittelt:
●
Änderungen des wirtschaftlichen Werts des Eigenkapitals
(=Economic Value of Equity oder EVE), berechnet für die sechs von
der EBA in den Leitlinien zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos
bei Geschäften des Anlagebuchs definierten Szenarien.
●
Änderungen der Nettozinserträge (=Net Interest Income oder NII),
berechnet für die zwei parallelen von der EBA in den Leitlinien zur
Steuerung des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des
Anlagebuchs definierten Szenarien.
Folgende Tabelle zeigt die Effekte
 
der sechs bzw. zwei Zinsszenarien auf
die EVE- und NII-Kennzahlen der Hypo Tirol Bank AG zum Stichtag
31.12.2024:
Szenario (Werte in EUR)
EVE
NII
EBA Parallel Up
-29.458.749
17.446.799
EBA Parallel Down
30.375.232
-27.508.093
EBA Steepener
186.886
-
EBA Flattener
-4.155.770
-
EBA Short Rates Up
-6.884.199
-
EBA Short Rates Down
1.722.565
-
Liquiditätsrisiko
 
Definition
 
Das Liquiditätsrisiko besteht in der Gefahr,
 
den gegenwärtigen oder
zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht, nicht vollständig oder nicht
zeitgerecht bzw.
 
nicht in ökonomisch sinnvoller Weise nachkommen zu
können. Innerhalb des Liquiditätsrisikos wird weiter zwischen
kurzfristigem Liquiditätsrisiko (bis 1 Jahr) und langfristigem
Refinanzierungsrisiko (über 1 Jahr) unterschieden.
Liquiditätsrisikosteuerung
 
In der Hypo Tirol Bank AG wird das kurzfristige Liquiditätsrisiko anhand
der Kennzahlenauslastung des Liquiditätsdeckungspotenzials (ALDP)
sowie der aufsichtsrechtlichen Kennzahl LCR (Liquidity Coverage Ratio)
quantifiziert und überwacht. Der LCR-Forecast ist als
Frühwarninstrument in das Liquiditätsrisikomanagement integriert.
Zusätzlich erfolgt eine tägliche Überwachung der LCR sowie liquiditäts-
sensitiver Produkte anhand des Daily Liquidity Risk Dashboard. Das
Refinanzierungsrisiko wird über das strukturelle Liquiditätsrisiko sowie
die aufsichtsrechtliche Kennzahl NSFR (Net Stable Funding Ratio)
quantifiziert und über ein Refinanzierungsmonitoring (Plan-/Ist-
Vergleich) überwacht.
 
Die aufsichtliche Kennzahl LCR (unkonsolidiert) lag im Jahr 2024 im
Durchschnitt auf einem Niveau von 223,36 Prozent.
Neben der eher hohen verfügbaren Liquidität verfügt die Hypo Tirol
Bank AG auch über ein freies Deckungsstockvolumen von über 1 Mrd.
EUR.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
152
Lagebericht zum 31.12.2024
152
-100
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
Tilgungscashflow in Mio.
Kapitalmarktfälligkeiten pro Jahr
Emission PFBR
Emission KOBR
Sonstige Emission
Eigenstand / RCB
Tender
Limit
-1.000
-800
-600
-400
-200
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
ON
1m
2m
3m
4m
5m
6m
1y
2y
3y
4y
5y
6y
7y
8y
9y
10y
11y
12y
13y
14y
15y
20y
25y
50y
Beträge in Mio. EUR
Laufzeitband
2024-12 Liquiditätsablaufbilanz -Alle
 
Währungen
LAB Inflows
Derivate
Emisssion
Festgelder
Schuldscheindarlehen
Repo
Nachfolgend werden die Kapitalmarktfälligkeiten dargestellt:
Die Liquiditätssteuerung ist in der Hypo Tirol Bank AG der Abteilung
Treasury zugeordnet.
Die Hypo Tirol Bank ermittelt zum Monatsultimo und zu den
Monatsmitten die Liquiditätsablaufbilanz aller vertraglichen Cashflows
(siehe Grafik).
 
Diese Darstellung befähigt in der Liquiditätssteuerung die Analyse der
unverwässerten (keine Annahmen zu Neugeschäft, Stressszenarien etc.)
Cash Zu- und Abflüsse um sich frühzeitig entsprechend zu positionieren
bzw. Maßnahmen abzuleiten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
153
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2024
153
Konzern-Verbindlichkeiten nach Fristigkeiten
in Tsd EUR
2024
2023
Täglich fällig
2.331.395
2.319.095
Bis 3 Monate
1.321.487
900.092
Über 3 Monate bis 1 Jahr
495.558
1.064.163
Über 1 Jahr bis 5 Jahre
2.023.798
1.880.194
Über 5 Jahre
984.525
1.032.498
Verbindlichkeiten Konzern
7.156.763
7.196.042
Operationelles Risiko
 
Definition
 
Unter operationellen Risiken versteht die Hypo Tirol Bank AG die Gefahr
von Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des Versagens
von internen Verfahren, Menschen und Systemen
 
oder infolge externer
Ereignisse eintreten. Ebenfalls zählen Risiken aus Informations-
 
und
Kommunikationstechnologien (IKT) zum operationellen Risiko.
Ausgenommen sind strategische Risiken und Reputationsrisiken,
eingeschlossen sind Rechtsrisiken.
 
Zur Steuerung des operationellen Risikos stehen folgende Instrumente
zur Verfügung:
 
●
Aufbauorganisation
●
Internes Kontrollsystem
●
Op-Risk Lernprogramm
●
Frühwarnindikatoren
●
Schadensfalldatenbank
Durch den Einsatz dieser Instrumente wird gewährleistet, dass
operationelle Risiken in der Hypo Tirol Bank AG umfassend gesteuert
werden. Zusätzlich werden zur Minderung des operationellen Risikos
folgende Techniken
 
eingesetzt:
●
Klare und dokumentierte interne Richtlinien
(„Arbeitsanweisungen“)
●
Zuordnung und Limitierung von Entscheidungskompetenzen
(„Pouvoirregelungen“)
●
Funktionstrennung zur Vermeidung von Interessenskonflikten für
wesentliche risikorelevante Prozesse
 
●
Laufende Aus- und Weiterbildung der Hypo Tirol Bank AG
Mitarbeiter („Personalentwicklung“)
 
●
Einsatz moderner Technologien
●
Abschließen von Versicherungen
Makroökonomisches Risiko
 
Definition
 
Makroökonomische Risiken sind jene Verlustpotenziale, die durch das
Exposure gegenüber makroökonomischen Risikofaktoren bedingt sind
(Arbeitslosenrate, BIP-Entwicklung). Wir gehen davon aus, dass Risiken
aus dem makroökonomischen Umfeld sich wesentlich auf folgende
Risikoarten auswirken:
 
●
Kreditrisiko
 
●
Marktrisiko
 
●
Liquiditätsrisiko
Das makroökonomische Risiko soll mittelfristige konjunkturelle
Schwankungen in der Risikotragfähigkeitsrechnung abbilden. Es werden
daher in einem ersten Schritt jeweils Daten der letzten fünf bis sechs
Jahre analysiert. Dabei wird darauf geachtet, dass in diesem
Beobachtungshorizont eine konjunkturelle Abschwungphase enthalten
ist. Eine Abschwungphase wird über die Entwicklung des
Bruttoinlandproduktes identifiziert. Ist in den letzten fünf bis sechs
Jahren keine relevante Abschwungphase vorhanden, wird die
historische Analyse ausgeweitet bzw.
 
das Zeitintervall weiter in die
Vergangenheit verschoben. Abhängig von der Art der Risikomessung
können makroökonomische Einflüsse bereits in den normalen
Risikozahlen abgedeckt sein. Nicht abgedeckte makroökonomische
Risiken für die Risikotragfähigkeitsrechnung ergeben
 
sich aus der
Differenz zwischen den Risikowerten mit und ohne makroökonomischen
Einfluss.
 
 
HYPO TIROL BANK AG
154
Lagebericht zum 31.12.2024
154
Nachhaltigkeitsrisiko
Das Nachhaltigkeitsrisiko wird als Querschnittsrisiko betrachtet,
 
welches
bedingt durch die Ausprägungen E(Environment) S(Social)
G(Governance) auf die unterschiedlichen Risikoarten der Hypo Tirol
Bank AG wirkt. Hierbei sind insbesondere die Bereiche Geschäftsrisiko,
Kreditrisiko und operationelles Risiko hervorzuheben.
Im Kreditrisikoprozess werden Nachhaltigkeitskriterien
 
bereits in der
Risikobewertung, einerseits im Sinne einer Beurteilung einer
Ausfallwahrscheinlichkeit und andererseits im Zuge der
Sicherheitenbewertung, mitberücksichtigt.
Darüber hinaus definiert die Hypo Tirol Bank AG im Rahmen der
Risikostrategie Finanzierungsausschlusskriterien sowie
Limitobergrenzen für Portfolios, welche durch den Klimawandel negativ
beeinflusst sein könnten, um ein nachhaltiges Kreditengagement
sicherzustellen.
Das Nachhaltigkeitsrisiko findet ebenso im Stresstesting Eingang. Jeweils
ein Szenario berücksichtigt Risiken im Bereich Environment sowie ein
Szenario im Bereich Governance. Im Rahmen der definierten
Downsideszenarien konnte die Hypo Tirol Bank AG in beiden Szenarien
eine gewünschte Kapitaladäquanz sicherstellen.
Die Anforderungen gem. Art. 8 EU-Taxonomie
 
i. V. m. §267a UGB
werden im Nachhaltigkeitsbericht der Hypo Tirol Bank AG gesondert
erörtert.
Organisation des Risikomanagements
 
Der Vorstand beschließt die Gesamtrisikostrategie,
 
das Risk Appetite
Framework (RAF) und die sich daraus ableitenden Risikolimite. In
weiterer Folge legt der Vorstand
 
diese dem Aufsichtsrat zur
Beschlussfassung vor.
Innerhalb des Gesamtvorstands trägt der benannte Vorstand
 
für das
Ressort Risikomanagement & Finanzen die Verantwortung
 
für die
Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie die Führungsfunktion
im Risikocontrolling. Das Risikocontrolling ist dem Gesamtvorstand
berichtspflichtig. Der Aufsichtsrat bzw.
 
dessen Unterausschuss
(Risikoausschuss) ist für die kontinuierliche Überwachung der
Unternehmensleitung und regelmäßige Evaluierung des
Risikomanagementsystems der Hypo Tirol Bank AG verantwortlich.
 
Hierzu informiert der Vorstand den Aufsichtsrat
 
beziehungsweise den
Risikoausschuss in definierten Abständen umfassend über die
Risikosituation des Gesamtkonzerns und die
Risikomanagementsysteme. Dadurch wird die Wahrung der
Überwachungsfunktion durch den Aufsichtsrat/Risikoausschuss
sichergestellt.
Die Stabsstelle Risikocontrolling ist für die Entwicklung und laufende
Weiterentwicklung der Risikomanagementsysteme
 
zuständig. Sie
identifiziert, quantifiziert, aggregiert, überwacht und steuert die
wesentlichen Risiken bzw. Risikodeckungsmassen
 
sowie die kurzfristige
Liquidität zur Sicherstellung der Kapital-
 
und Liquiditätsadäquanz.
Hierzu werden Vorschläge zur Risiko-/(Portfolio
 
-)- Steuerung
eingebracht und die Überwachung anhand des definierten internen
Berichtswesens wahrgenommen. Während Risikomanagement in den
Produktionsstellen vorwiegend auf Einzelpositionsebene betrieben
wird, beschäftigt sich das Risikocontrolling vorwiegend mit dem
Risikomanagement auf Portfolioebene.
Das zentrale interne Gremium zur aktiven Gesamtbanksteuerung bildet
das monatlich tagende Gesamtbanksteuerungsmeeting. Zu den
Teilnehmern dieses Gremiums zählen der Gesamtvorstand,
 
die
Abteilungsleitung Treasury,
 
die Abteilungsleitung Rechnungswesen, die
Abteilungsleitung Controlling & Vertriebssteuerung, die
Stabsstellenleitung Compliance, Governance und Recht, die
Bereichsleitung Risikomanagement sowie die Stabsstellenleitung
Risikocontrolling. Ergänzt wird dieses Gremium durch ein umfassendes
Berichtswesen, welches den Entscheidungsträgern zumindest monatlich
zur Verfügung gestellt wird.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
155
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2024
155
Verfahren zur Quantifizierung
 
der Risiken und Risikodeckungsmassen
 
Risikoart/Parameter
Going-Concern-Sicht
Liquidationssicht
Konfidenzniveau
95%
99,9%
Haltedauer
1 Jahr
1 Jahr
Kreditrisiko: Ausfallrisiko
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Modell orientiert sich stark am IRB-Ansatz der CRR
Kreditrisiko: Gegenparteiausfallrisiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
 
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I für CCR
Geschäftsrisiko: Risikokapital aus
konzernstrategischen Beteiligungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Gemischte Ansätze: IRB-Ansatz,
Gewichtungsansätze, Szenariorechnungen
Kreditrisiko:
Namenskonzentrationen
Granularity Adjustment für
 
Namenskonzentrationen.
Granularity Adjustment für
Namenskonzentrationen.
Geschäftsrisiko: Risiko aus sonstigen
Aktiva
Werte der Liquidationssicht werden auf das
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I (Gewichtungsansatz)
Marktrisiko: Zinsänderungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Preisrisiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Credit-Spread-Risiko
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels Anlehnung an die historische
Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: Fremdwährungsrisiko
Value at Risk mittels historischer Simulation,
95-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Value at Risk mittels historischer Simulation,
99,9-Prozent-Quantil der beobachteten
Barwertveränderungen
Marktrisiko: CVA
Risikowert laut CRR auf das Konfidenzniveau 95
Prozent skaliert
Risikowert laut CRR auf das Konfidenzniveau 99,9
Prozent skaliert
Liquiditätsrisiko
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Erhöhter Refinanzierungsaufwand unter Spread-
Schock
Operationelles Risiko
Werte der Liquidationssicht werden auf das
 
Konfidenzniveau skaliert.
Risikowerte aus Säule I (Basisindikatoransatz)
Makroökonomisches Risiko
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 95-Prozent-Quantil der
beobachteten Barwertveränderungen.
Stresstest auf Komponenten von Kreditrisiko und
Liquiditätsrisiko. Value at Risk mittels historischer
Simulation beim Marktrisiko, 99,9-Prozent-Quantil
der beobachteten Barwertveränderungen
Risikopuffer
Unbekannte Risiken & Modellrisiko
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
Prozentsatz der anderen Risiken, Mindestwert
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
156
Lagebericht zum 31.12.2024
156
Risikoberichterstattung
 
Risikotragfähigkeit
 
Die Quantifizierung der Risiken und Risikodeckungsmassen erfolgt
sowohl in der Going-Concern-Sicht als auch in der Liquidationssicht
monatlich. Die interne Berichterstattung erfolgt monatlich im Gremium
Gesamtbanksteuerungsmeeting sowie über das definierte
Berichtswesen.
Going-Concern-Sicht
Liquidations-Sicht
Ökonomisches Kapital
Ø 2024
Ø 2023
Ökonomisches Kapital
Ø 2024
Ø 2023
Geschäftsrisiko
1,50%
1,20%
Geschäftsrisiko
1,20%
0,80%
Kreditrisiko
12,00%
13,00%
Kreditrisiko
25,20%
24,60%
Marktrisiko
23,40%
24,50%
Marktrisiko
15,50%
12,40%
Liquiditätsrisiko
0,20%
1,00%
Liquiditätsrisiko
0,00%
0,10%
Operationelles Risiko
3,80%
3,80%
Operationelles Risiko
2,90%
2,60%
Makroökonomisches Risiko
1,00%
0,80%
Makroökonomisches Risiko
3,60%
3,10%
Risikokapital aus
 
konzernstrategischen
 
Beteiligungen
1,60%
2,00%
Risikokapital aus
 
konzernstrategischen
 
Beteiligungen
2,20%
2,70%
Risikopuffer
1,30%
2,90%
Risikopuffer
1,50%
5,10%
Ökonomisches Risiko Gesamt
44,80%
49,20%
Ökonomisches Risiko Gesamt
52,10%
51,40%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Risikodeckungsmasse
100,00%
100,00%
Freie Deckungsmasse
55,20%
50,80%
Freie Deckungsmasse
47,90%
48,60%
Kurzfristiges Liquiditätsrisiko
 
Das kurzfristige Liquiditätsrisiko wird innerhalb eines Tages
 
(Intraday
Liquidity) über einen Frühwarnindikator, als auch täglich über das Daily
Liquidity Risk Dashboard quantifiziert und überwacht. In letzterem
werden die LCR sowie die verfügbare Liquidität im Ist analysiert und
prognostiziert.
Stresstestergebnisse
 
Stresstests stellen eines der Kernelemente zur Identifikation und
Quantifizierung von drohenden Risiken dar.
 
Stresstests für einzelne
Risikoarten, Gesamtbankstresstest und Reverse
 
-Stresstest sind in der
Hypo Tirol Bank AG als wesentliches Steuerungsinstrumente etabliert.
Die Stresstestergebnisse werden sowohl in den internen Gremien als
auch dem Aufsichtsrat und dem Risikoausschuss diskutiert und – sofern
erforderlich – entsprechende Maßnahmen zur Gegensteuerung
eingeleitet.
Ad-hoc-Berichterstattung
 
Für Sonderthemen bzw. wenn Entwicklungen ein zum tourlichen
Informationsfluss gesondertes Berichtswesen erfordern, wird dieses
vom Risikocontrolling erstellt und den Entscheidungsträgern zur
Verfügung gestellt.
 
Bericht über wesentliche Merkmale des internen
 
Kontroll-
und Risikomanagementsystems,
 
insbesondere im Hinblick auf
den Rechnungslegungsprozess
Definitionen
Das Risikomanagement im Konzern umfasst alle Tätigkeiten,
 
die dazu
dienen, Geschäftsrisiken zu identifizieren, zu analysieren, zu bewerten
und danach Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das
Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken beeinträchtigt wird.
 
Als Internes Kontrollsystem (IKS) wird die Gesamtheit aller Maßnahmen
definiert, die dazu beitragen, das Vermögen der Gesellschaft zu
schützen, eine ordnungsgemäße Rechnungslegung zu gewährleisten
und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften abzusichern.
 
Hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses ist das IKS so ausgestaltet,
dass mit hinreichender Sicherheit die Ordnungsmäßigkeit, die
Verlässlichkeit und die zeitnahe Bereitstellung der internen
Rechnungslegung sowie des extern zu berichtenden Abschlusses in
Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften gewährleistet ist.
Der Rechnungslegungsprozess beschränkt sich dabei nicht nur auf die
regelmäßige Berichterstellung von Zwischen- und Jahresabschlüssen,
sondern umfasst die buchmäßige Erfassung sämtlicher relevanter Daten
von ihrem Entstehen, ihrer Verarbeitung bis hin zur Aufnahme in
interne Unternehmensberichte sowie in die externen Abschlüsse.
Zielsetzung
Der Vorstand der Hypo Tirol Bank AG ist für die Einrichtung und
Aufrechterhaltung eines angemessenen internen Kontroll-
 
und
Risikomanagementsystems (IKS) verantwortlich.
 
Zur Unterstützung dieser Verantwortung ist die Rolle des
 
IKS-
Koordinators installiert. Der Aufgabenbereich dieser Funktion umfasst
die Vereinheitlichung und Systematisierung der vorhandenen internen
Kontrollen und die Zusammenfassung der Einzelmaßnahmen in ein
übergeordnetes und geschlossenes internes Kontrollsystem.
 
Die
Beurteilung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems
 
basiert auf
den Kriterien, die in dem vom Committee of Sponsoring Organizations
of the Treadway Commission herausgegebenen Arbeitspapier „Internal
Control – Integrated Framework 2013“ festgelegt
 
sind.
Die Zielsetzung des IKS hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses
besteht darin, dass durch die Implementierung eines Kontrollsystems
 
157
HYPO TIROL BANK AG
Lagebericht zum 31.12.2024
157
die prozessinhärenten Risiken erkannt und ein regelungskonformer
Jahresabschluss erstellt wird.
 
Grundlage dieser Vorgaben, Anweisungen und Richtlinien bildet das IKS-
Handbuch als methodischer Rahmen für die Umsetzung eines
abteilungsübergreifenden einheitlichen internen Kontrollsystems.
Komponenten des IKS im Rechnungslegungsprozess
 
Das Kontrollumfeld stellt die Gesamtheit an Vorgaben,
 
Normen,
Prozesse und Verfahren dar,
 
die die Basis des Internen Kontrollsystems
bilden. Das Kontrollumfeld bestimmt daher das grundsätzliche
Kontrollbewusstsein und damit das Kontrollverhalten des
Unternehmens. Weiters gewährleisten standardisierte
 
Qualifizierungs-
und Ausbildungsprogramme der Konzernmitarbeiter,
 
dass der für die
jeweilige Stelle erforderliche Ausbildungsgrad sichergestellt wird.
Flankierend gibt es eine Reihe von Instrumenten, um die Integrität und
das ethische Verhalten der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
aller Konzerngesellschaften sicherzustellen. Zuständigkeiten und
Verantwortungen sind durch das Organisationshandbuch, die
Prozesslandkarte und Stellenbeschreibungen transparent geregelt
Ausgangspunkt für die effektive Risikobeurteilung bilden stets die
unternehmerischen Zielsetzungen. Die Risikobeurteilung hinsichtlich
strategischer Dimensionen des COSO-Modells erfolgt jährlich durch das
Risikocontrolling. Basierend auf dieser Risikobeurteilung werden in der
Hypo Tirol Bank AG die IKS-relevanten Prozesse definiert und jährlich
einem Review unterzogen. Hinsichtlich der effektiven Risikobeurteilung
im Rechnungslegungsprozess bildet die Zielsetzung der
Finanzberichterstattung den Ausgangspunkt. Als vorrangige Zielsetzung
der Finanzberichterstattung ist die Erhaltungs-
 
und
Informationsfunktion definiert. Dem gesetzlich fixierten Grundsatz der
Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz-
und Ertragslage wird zentrale Bedeutung beigemessen.
 
Um das Risiko wesentlicher Fehldarstellungen bei der Abbildung von
Transaktionen im Rechnungslegungsprozess
 
zu minimieren, wurden
Risiken identifiziert und IKS-Kontrollen im Rahmen von
Prozesserhebungen definiert. Durch die IKS-Überwachung werden die
Ordnungsmäßigkeit, Nachvollziehbarkeit und Wirksamkeit der
Kontrollen und ein ordnungsgemäßes Funktionieren der
Gesamtprozesse sichergestellt. Besonders im Fokus sind außerdem das
Kreditgeschäft und das Eigengeschäft im Bereich der Finanzanlagen.
 
Bei der IT-technischen Abwicklung des Bankgeschäfts ist die Accenture
TiGital GmbH Hauptlieferant. Als zentrales HOST-System
 
für das tägliche
Bankgeschäft ist die Softwarelösung ARCTIS im Einsatz.
Standardlösungen von GEOS, SAP etc. dienen als Subsysteme. Cognos
Controller als Konsolidierungssoftware unterstützt bei der Erstellung
des Konzernabschlusses. Zugriffsregelungen, strikte Vorgaben
hinsichtlich der Datensicherheit, automatisierte Abstimmkontrollen sind
Beispiele von Kontrollmaßnahmen, die für die gesamte IT-Landschaft
der Hypo Tirol Bank AG gelten.
Die Informationswege sind so ausgestaltet, dass alle relevanten
Informationen zuverlässig, zeit-
 
und sachgerecht verteilt werden und
zur Verfügung stehen. Dazu zählen beispielsweise Portal-News, Intranet,
Vorstands-E-Mails, Dokumentenverteilung über Intran
 
et-Plattformen,
Kontrollkalender sowie interne Schulungen und Workshops.
 
Des Weiteren sorgen institutionalisierte Informationswege im Rahmen
des Vorstandsberichtswesens für die Transparenz
 
der eingegangenen
Geschäfte sowie der den Geschäften inhärenten Risiken und zeigen die
Entwicklung der Ertragslage auf. Für die Vorstandsmitglieder
 
ist die
vierteljährliche Unterrichtung des Aufsichtsrats und des
Prüfungsausschusses über die Ertrags-
 
und Risikosituation ein
Pflichtpunkt, genauso wie Berichte über den Jahresabschluss nach UGB
und den Konzernabschluss nach IFRS. Das IKS des Konzerns wird nach
dem Modell der „drei Verteidigungslinien“ laufend überwacht. Der
Vorstand überwacht das IKS durch das implementierte Berichtswesen
und durch den direkten Dialog mit seinen Führungskräften. Auch der
Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss lassen sich in Ausübung ihrer
Überwachungsfunktion in ihren turnusmäßigen Besprechungen mit dem
Vorstand über den Status des IKS informieren.
4.
 
Nachhaltigkeitsbericht
Der Nachhaltigkeitsbericht im Lagebericht entfällt aufgrund des
gesonderten Berichtes gemäß NaDiVeG. Die Anforderungen gem. Art 8
EU-Taxonomie in Verbindung
 
mit § 267a UGB werden in diesem
gesonderten Bericht erörtert. Der Bericht nach § 267a UGB enthält auch
die Angaben nach § 243b UGB für das Mutterinstitut.
5.
 
Bericht über Forschung und Entwicklung
Bezüglich Forschung und Entwicklung ergeben sich branchenbedingt
keine Anmerkungen.
 
 
 
 
 
 
 
doc1p19i0
HYPO TIROL BANK AG
158
Lagebericht zum 31.12.2024
158
Innsbruck, am 11. März 2025
Mag. Alexander Weiß e.h.
Mag. Susanne Endl e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
 
159
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
159
Bestätigungsvermerk
Bericht zum Jahresabschluss
Prüfungsurteil
Wir haben den Jahresabschluss der
 
HYPO TIROL BANK AG,
Innsbruck,
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024, der Gewinn- und
Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und
dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den
gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der
Vermögens-
 
und Finanzlage zum 31. Dezember 2024 sowie der
Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende
Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der
Verordnung (EU) Nr.
 
537/2014 (im Folgenden AP-VO) und mit den
österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung
durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der
International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten
nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt
„Verantwortlichkeiten
 
des Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend
beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in
Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und
berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen
beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen
erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die
nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere
Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese
Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des
Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres
Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt und wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Werthaltigkeit der
 
Kreditforderungen an Kunden
 
Der Vorstand erläutert die Vorgehensweise
 
für die Bildung von
Risikovorsorgen im Anhang im Kapitel Bilanzierungs-
 
und
Bewertungsmethoden.
Das Risiko für den Abschluss
Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag von
5,3 Mrd.
 
EUR ausgewiesen.
Die Bank überprüft im Rahmen der Überwachung der Forderungen an
Kunden, ob Ausfälle vorliegen und somit Einzelwertberichtigungen zu
bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die
vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten können.
Die Berechnung der Einzelwertberichtigungen (Stufe 3) für ausgefallene,
individuell bedeutsame Forderungen an Kunden basiert auf einer
individuellen Analyse der erwarteten und szenariogewichteten,
zukünftigen Rückflüsse. Diese individuelle Analyse ist von der
Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen
Kunden, der Bewertung von Sicherheiten sowie der Schätzung der Höhe
und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse abhängig.
Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Forderungen an Kunden
führt die Bank eine Berechnung der pauschalen Einzelwertberichtigung
auf Basis statistisch ermittelter gemeinsamer Risikomerkmale durch. Die
Berechnung dieser Wertberichtigungen erfolgt in Abhängigkeit von
statistisch ermittelten Verlustquoten und berücksichtigt
 
Sicherheiten.
Bei nicht ausgefallenen Forderungen an Kunden wird für den
erwarteten Kreditverlust ("expected credit loss", "ECL") ebenfalls eine
Wertberichtigung gemäß IFRS 9 gebildet. Dabei wird grundsätzlich der
12 Monats-ECL (Stufe 1) verwendet. Bei einer signifikanten Erhöhung
des Kreditrisikos wird der ECL auf Basis der Gesamtlaufzeit berechnet
(Stufe 2). Bei der Ermittlung des ECL auf Basis statistischer Modelle sind
umfangreiche Schätzungen und Annahmen erforderlich. Diese umfassen
ratingbasierte Ausfallswahrscheinlichkeiten und Verlustquoten,
 
die
gegenwartsbezogene und zukunftsgerichtete Informationen
berücksichtigen. Zur Berücksichtigung des für bestimmte Branchen
aktuell schwierigen wirtschaftlichen Umfelds wird im Rahmen der
Ermittlung der Wertberichtigungen von der Bank für Kredite in diesen
Branchen eine Erhöhung der im ECL-Modell ermittelten
Wertberichtigungen („Management Overlay“) vorgenommen.
 
Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass die Ermittlung der
Wertberichtigungen unter Berücksichtigung des Management Overlays
in bedeutendem Ausmaß auf Annahmen und Schätzungen basiert, aus
denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten in Bezug auf
die Höhe der Wertberichtigungen ergeben.
Unsere Vorgehensweise in der Prüfung
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit von Kreditforderungen an Kunden
haben wir folgende wesentliche Prüfungshandlungen durchgeführt:
●
Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur
Überwachung und Bildung von Wertberichtigungen an
Forderungen an Kunden analysiert und beurteilt, ob diese Prozesse
geeignet sind, Ausfälle zu identifizieren und die
Wertberichtigungen für Forderungen an Kunden angemessen zu
ermitteln. Darüber hinaus haben wir die relevanten
Schlüsselkontrollen erhoben, deren Ausgestaltung und
Implementierung beurteilt und in Stichproben deren Effektivität
getestet.
●
Wir haben auf Basis einer Stichprobe von Forderungen an Kunden
untersucht, ob Indikatoren für Ausfälle bestehen. Die Auswahl der
Stichprobe erfolgte risikoorientiert unter besonderer
Berücksichtigung von Ratingstufen und Branchen mit erhöhtem
Ausfallrisiko.
●
Wir haben auf Basis von Testfällen die Bewertung von
Immobiliensicherheiten unter der Einbindung von
Bewertungsspezialisten beurteilt.
●
Bei Ausfällen von individuell bedeutsamen Forderungen an Kunden
wurden in Stichproben die von der Bank getroffenen Annahmen
hinsichtlich Schlüssigkeit, Konsistenz sowie Zeitpunkt und Höhe der
angenommenen Rückflüsse beurteilt.
●
Bei individuell nicht bedeutsamen ausgefallenen und nicht
ausgefallenen Forderungen an Kunden haben wir die
Methodendokumentation der Bank auf Konsistenz mit den
Vorgaben des IFRS 9 analysiert. Weiters
 
haben wir unter
Berücksichtigung interner Validierungen die Modelle und deren
mathematische Funktionsweisen sowie die darin verwendeten
Parameter dahingehend überprüft, ob diese geeignet sind,
Wertberichtigungen in angemessener Höhe zu ermitteln.
 
HYPO TIROL BANK AG
160
Jahresabschluss zum 31.12.2024
160
Insbesondere haben wir die Auswirkungen der negativen
Wirtschaftslage auf die Ermittlungsmethode der
Ausfallswahrscheinlichkeiten beurteilt, indem die Auswahl und die
Bemessung von zukunftsgerichteten Schätzungen und Szenarien
analysiert und deren Berücksichtigung in der Parameterschätzung
überprüft wurden. Wir haben die Herleitung und Begründung des
vorgenommenen Management Overlays und die
zugrundeliegenden Annahmen in Hinblick auf deren
Angemessenheit beurteilt. Die rechnerische Richtigkeit der
Wertberichtigungen haben wir auf Basis einer Stichprobe durch
eine Nachberechnung der statistisch ermittelten
Wertberichtigungen nachvollzogen. Dazu haben wir unsere
Financial Risk Management-Spezialisten eingebunden. Weiters
wurden einzelne automatisierte Kontrollen der dem
Berechnungsmodell zugrunde liegenden IT-Systeme
 
auf ihre
Wirksamkeit beurteilt. Hierzu wurden interne IT-Spezialisten
herangezogen.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen
verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle
Informationen im Geschäftsbericht und Jahresfinanzbericht,
ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den
Bestätigungsvermerk.
Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese
sonstigen Informationen, und wir geben keine Art der Zusicherung
darauf.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben
wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu
 
lesen und
dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche
Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der
Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig
falsch dargestellt erscheinen.
Falls wir auf der Grundlage der von uns zu den vor dem Datum des
Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers erlangten sonstigen
Informationen durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine
wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt,
sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in
diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortlichkeiten
 
der gesetzlichen Vertreter
 
und des
Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den
österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein
möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig
erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen
Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit
 
der Gesellschaft zur
Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im
Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit –
sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den
Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen
Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder
die Unternehmenstätigkeit einzustellen oder haben keine realistische
Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des
Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Verantwortlichkeiten
 
des Abschlussprüfers für die Prüfung
des Jahresabschlusses
Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der
Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen
aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen
Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine
Garantie dafür,
 
dass eine in Übereinstimmung mit der AP-VO und mit
den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung,
die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung
eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets
aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder
Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von
ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden
könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der AP-VO
 
und
mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer
Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir
während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus
und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
●
Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern
im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese
Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser
Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen
resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose
Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen,
beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende
 
Darstellungen
oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
●
Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung
relevanten internen Kontrollsystem,
 
um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind,
jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des
internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
●
Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
 
dargestellten
geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit
zusammenhängende Angaben.
●
Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der
Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter
 
sowie,
auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit
der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit
aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem
Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im
Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir
ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum
Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten
 
161
HYPO TIROL BANK AG
Jahresabschluss zum 31.12.2024
161
können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
●
Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt
des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und
Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues
Bild erreicht wird.
●
Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über
den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der
Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen
Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung
erkennen, aus.
●
Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass
wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur
Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihm über alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen
vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf
unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit
zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
●
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem
Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte,
die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des
Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in
unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere
Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des
Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen,
dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk
mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird,
dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile
für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche
 
Anforderungen
Bericht zum Lagebericht
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden
rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
 
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des
Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen
unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den
Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Urteil
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden
rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a
UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem
Jahresabschluss.
Erklärung
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen
Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft
und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im
Lagebericht festgestellt.
Zusätzliche Angaben nach Artikel
 
10 AP-VO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 26. September 2023 als
Abschlussprüfer gewählt und am 25. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat mit
der Abschlussprüfung der Gesellschaft für das am 31. Dezember 2024
endende Geschäftsjahr beauftragt.
Wir sind ohne Unterbrechung seit dem Jahresabschluss zum 31.
Dezember 2020 Abschlussprüfer der Gesellschaft.
Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum
Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der AP-VO in Einklang steht.
 
Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen
(Artikel 5 Abs. 1 der AP-VO) erbracht haben und dass wir bei der
Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der
geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher
 
Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer
ist Herr Mag. Bernhard Mechtler.
Wien
11. März 2025
KPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs-
 
und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Bernhard Mechtler e. h.
Wirtschaftsprüfer
 
 
 
 
 
 
 
 
HYPO TIROL BANK AG
162
Jahresabschluss zum 31.12.2024
162
Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit
maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte
Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens
vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das
Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass
ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
entsteht und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und
Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Innsbruck, am 11. März 2025
Der Vorstand
Mag. Alexander Weiß e.h.
Mag. Susanne Endl e.h.
DI (FH) Andreas Stadler, MBA, MA e.h.
doc1p187i0